Ingeborg Krabbe

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Ingeborg Krabbe als Gast in der NDR Talk Show. 2012
Ingeborg Krabbe (links), 1954

Ingeborg Krabbe, auch Ingeburg Simmich-Krabbe, (* 13. Juni 1931 in Leipzig) ist eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Entdeckung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingeborg Krabbe wurde als Tochter eines Schlossers geboren. Bereits in ihrer Schulzeit wurde ihr schauspielerische Können von ihrer damaligen Deutschlehrerin erkannt, die sie auf das Podium einer Veranstaltung stellte. Unter den Zuschauern saß damals die Schauspielerin Lotte Molter, die begeistert von Krabbes Können war.[1] Sie besuchte ab 1949 die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Leipzig und begann in ihrer Geburtsstadt ihre Theaterkarriere.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krabbe gründete 1954 mit jungen Schauspielern des „Theaters der Jungen Welt“ die Leipziger Pfeffermühle, wo sie selbst nur ein halbes Jahr spielte. Sie wechselte an das Theater der Freundschaft, heute Theater an der Parkaue nach Berlin, wo sie zehn Jahre lang tätig war.

1955 spielte Krabbe am Schauspiel Leipzig in Jerzy Jurandots Solche Zeiten die Rolle der Sekretärin unter der Regie von Friedrich Ludwig. In Hedda Zinners Leistungskontrolle war sie 1960 die Karin Krüger am Theater der Freundschaft Berlin.

In der Spielzeit 1997/98 spielte sie die Doris in Ivan Menchells Der Witwenclub an der Komödie am Kurfürstendamm.[2] Im Jahr 2003 erhielt sie den Kurt-Sieder-Preis für ihre Rolle in Oskar und die Dame in Rosa am Grenzlandtheater Aachen. Von 2007 bis 2009 spielte sie am Operettenhaus am Spielbudenplatz in Hamburg die Figur der Maria Wartberg in dem Udo Jürgens-Musical Ich war noch niemals in New York. Am Theater Grüne Zitadelle in Magdeburg verkörperte sie die Tante Abby in Joseph Kesselrings Arsen und Spitzenhäubchen (Premiere: 17. Februar 2011). Die Premiere des Bühnenstücks musste aufgrund eines Unfalls Krabbes Ende 2010 auf Anfang 2011 verschoben werden. An der Comödie Dresden verkörperte sie ab dem 26. August 2011 in der Theaterfassung der DDR-Vorabendserie Rentner haben niemals Zeit die Elvira Rosendorf an der Seite von Herbert Köfer, der wie einst in der Rolle des Rentners Paul Schmidt zu sehen ist. Am Schlossparktheater Berlin spielt sie seit 2013 die Mrs. Wilberforth in dem Theaterstück Ladykillers.

Film, Fernsehen und Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1954 war Krabbe in dem Fernsehfilm Der Weg ins Leben erstmals als Filmschauspielerin zu sehen. Danach spielte sie bis 1961 in weiteren Fernsehproduktionen. 1962 folgte mit Heinz Thiels Kriminalfilm Tanz am Sonnabend – Mord? ihre erste Rolle in einem DEFA-Kinospielfilm. Sie spielte die Edith Kolbe. In der Romanverfilmung Die Abenteuer des Werner Holt spielte sie die Frau des SS-Manns (Dieter Franke). Ab 1971 gastierte sie oft in den Fernsehkrimireihen Der Staatsanwalt hat das Wort und Polizeiruf 110, wo sie kleinere prägnante Nebenrollen verkörperte. Im vierteiligen Fernsehfilm Eva und Adam (1973) spielte sie die Rolle der Franziska.

In den heiteren Lustspielen um den Berliner Maxe Baumann (Gerd E. Schäfer) verkörperte sie die Marlene Kleinschmidt. In der Fernsehlustspielreihe Drei reizende Schwestern war sie von 1984 und 1991 in einer durchgehenden Hauptrolle als Irmgard Schulze-Knopf an der Seite von Marianne Kiefer und Helga Göring zu sehen. Eine weitere Serienhauptrolle hatte sie als Schwester Renate Liebetraut in der Arztserie Bereitschaft Dr. Federau (1988). Außerdem hatte sie eine Hauptrolle als Bruni Winzig in der Fernsehserie Mit Herz und Robe (1991).

Nach der Wende übernahm sie mehrfach auch Gastrollen und größere Episodenrollen in Fernsehsendungen, darunter in der ZDF-Fahndungssendung Aktenzeichen XY … ungelöst oder in den Fernsehkrimireihen Der Bulle von Tölz (als Frau Ratke; 2003), Siska (als Ilse Wilkens; 2006) und Pfarrer Braun (als Muttchen Bollmann; 2008). Insgesamt vier Auftritte hatte sie in der ARD-Arztserie In aller Freundschaft. In der im Februar 2016 erstgesendeten Episode Vergiss mein nicht spielte sie die Christel Wusthoff, die nach einer fortgeschrittenen Krebserkrankung ihrem Leben gemeinsam mit ihrem Mann Fritz (Herbert Köfer) ein Ende setzen möchte.[3]

Sie betätigt sich auch als Hörspielsprecherin, unter anderem in der Hörspielreihe Neumann, zweimal klingeln (1968; als Frau Albrecht), sowie als Synchronsprecherin, so 1973 in der DDR-Synchronfassung zu dem sowjetischen Märchenfilm Der Hirsch mit dem goldenen Geweih; sie lieh ihre Stimme der Köchin Kikimora, die im Original von Wera Altaiskaja gesprochen wurde.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingeborg Krabbe hat drei Geschwister. Sie war bis 1984 30 Jahre lang mit einem Buchlektor verheiratet. Aus dieser Ehe gingen ihre zwei Töchter hervor. Seit 2010 ist sie in zweiter Ehe verheiratet.[1]

Sie lebt in Berlin-Pankow.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ingeborg Krabbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eine Vollblutkomödiantin – Ingeborg Krabbe auf mdr.de; abgerufen am 21. Juni 2016
  2. Ohne Lebenswut: "Der Witwenclub" in der Komödie am Kurfürstendamm: Drei Herzen im Cha-Cha-Cha-Takt in: Berliner Zeitung; abgerufen am 21. Juni 2016.
  3. In aller Freundschaft – Folge 717: Vergiss mein nicht auf mdr.de; abgerufen am 21. Juni 2016.