Rögling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rögling
Rögling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rögling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 51′ N, 10° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km2
Einwohner: 653 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86703
Vorwahl: 09094
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 206
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Badgasse 8
86703 Rögling
Website: www.roegling.de
Bürgermeister: Isidor Auernhammer (Arbeitereinigkeit)
Lage der Gemeinde Rögling im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Gemeinde Rögling
Rögling nach der Dorferneuerung

Rögling ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rögling liegt in der Planungsregion Augsburg im Norden des Landkreises Donau-Ries. Es existiert nur die Gemarkung Rögling und es gibt außer dem Pfarrdorf keine weiteren Ortsteile. Nördlich liegt das Röglinger Tal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rögling gehörte seit 1505 zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Graisbac. Im Jahre 1550 lebten im Ort 300 Personen, nach Abzug der Schweden 1638 blieben noch neun Menschen – dem Hungertod nahe – übrig. Seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Die Entwicklung des Ortes ist durch das Nadlerhandwerk geprägt, welches den Ort zur Blüte führte. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Röglinger Nadeln weltweit verkauft.[2] Noch im Jahr 1805 zählte man in Rögling über 100 Nadlermeister; in der Folgezeit aber starb dieses Handwerk infolge technischer Neuentwicklungen rasch aus. Neue Arbeitsplätze gab es in den nahe gelegenen Solnhofener Lithographiesteinbrüchen.

In den Jahren von 1964 bis 1972 wurden die Wasserversorgung und Kanalisation angelegt sowie eine Flurbereinigung durchgeführt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 681 auf 653 um 28 Einwohner bzw. um 4,1 %.

  • 1961: 682 Einwohner
  • 1970: 714 Einwohner
  • 1987: 676 Einwohner
  • 1991: 682 Einwohner
  • 1995: 694 Einwohner
  • 2000: 696 Einwohner
  • 2005: 657 Einwohner
  • 2010: 643 Einwohner
  • 2015: 637 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister wurde am 15. März 2020 Isidor Auernhammer (Arbeitereinigkeit) gewählt. Er war einziger Bewerber, seine Amtszeit begann am 1. Mai 2020. Vorgängerin war Maria Mittl (Bürgergem. Arbeitereinigkeit), im Amt von Mai 2008 bis April 2020.

Da nur die „Bürgergemeinschaft / Arbeitereinigkeit Rögling“ einen Wahlvorschlag einreichte, besetzt sie gemäß Mehrheitswahl alle acht Gemeinderats-Sitze.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Böswald (1931–2018), Historiker, Kommunalpolitiker (CSU) und Bürgermeister von Donauwörth

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2017 rund 484.000 €, davon waren 73.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen. Haupteinnahmequelle war der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 356.000 €.

2017 gab es nach der amtlichen Statistik im Ort 39 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 281, so dass die Zahl der Auspendler um 242 höher war als die der Einpendler. Arbeitslos waren 6 Einwohner.

2016 bestanden nur noch 6 landwirtschaftliche Betriebe (1999: 14). Im gleichen Jahr betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 322 ha, davon waren 209 ha Ackerfläche und 113 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2018 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 30 Plätzen und 28 Kindern, davon 2 unter drei Jahren.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Böswald (1931–2018), Historiker, Kommunalpolitiker und Oberbürgermeister

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annett Haberlah-Pohl, Wolfgang Wüst: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Herausgeg. von der Gemeinde Rögling. Beck, Nördlingen 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rögling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Annett Haberlah-Pohl: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Nördlingen 2008