Rögling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rögling
Rögling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rögling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 10° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km2
Einwohner: 637 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86703
Vorwahl: 09094
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 206
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Badgasse 8
86703 Rögling
Webpräsenz: www.roegling.de
Bürgermeisterin: Maria Mittl (Arbeitereinigkeit)
Lage der Gemeinde Rögling im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Rögling ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rögling liegt in der Planungsregion Augsburg im Norden des Landkreises Donau-Ries. Es existiert nur die Gemarkung Rögling. Nördlich liegt das Röglinger Tal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Rögling
Rögling nach der Dorferneuerung

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rögling gehörte seit 1505 zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Graisbac. Im Jahre 1550 lebten im Ort 300 Personen, nach Abzug der Schweden 1638 blieben noch neun Menschen – dem Hungertod nahe – übrig. Seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Die Entwicklung des Ortes ist durch das Nadlerhandwerk geprägt, welches den Ort zur Blüte führte. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Röglinger Nadeln weltweit verkauft.[2] Noch im Jahr 1805 zählte man in Rögling über 100 Nadlermeister; in der Folgezeit aber starb dieses Handwerk infolge technischer Neuentwicklungen rasch aus. Neue Arbeitsplätze gab es in den nahen gelegegenen Solnhofener Lithographiesteinbrüchen.

In den Jahren 1964–1972 wurden die Wasserversorgung und Kanalisation angelegt sowie eine Flurbereinigung durchgeführt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 682 Einwohner
  • 1970: 714 Einwohner
  • 1987: 676 Einwohner
  • 1991: 682 Einwohner
  • 1995: 694 Einwohner
  • 2000: 696 Einwohner
  • 2005: 657 Einwohner
  • 2010: 643 Einwohner
  • 2015: 637 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Maria Mittl (Bürgergem. Arbeitereinigkeit). Sie wurde 2008 gewählt und 2014 im Amt bestätigt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2014 rund 432.000 €, davon waren 73.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

2014 gab es nach der amtlichen Statistik im Ort 35 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 260, so dass die Zahl der Auspendler um 225 höher war als die der Einpendler.

2010 bestanden nur noch 5 landwirtschaftliche Betriebe (1999: 14). Im gleichen Jahr betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 314 ha, davon waren 213 ha Ackerfläche und 100 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2015 gab es einen Kindergarten mit 30 Plätzen und 18 Kindern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annett Haberlah-Pohl, Wolfgang Wüst: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Herausgeg. von der Gemeinde Rögling. Beck, Nördlingen 2008

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Annett Haberlah-Pohl: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Nördlingen 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rögling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien