Luca Waldschmidt

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Luca Waldschmidt
Personalia
Name Gian-Luca Waldschmidt
Geburtstag 19. Mai 1996
Geburtsort SiegenDeutschland
Größe 181 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
2001–2007 SSV Oranien Frohnhausen
2007–2009 SSC Juno Burg
2009–2010 TSG Wieseck
2010–2015 Eintracht Frankfurt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2014 Eintracht Frankfurt II 2 0(1)
2014–2016 Eintracht Frankfurt 15 0(0)
2016–2018 Hamburger SV 35 0(2)
2016–2017 Hamburger SV II 6 0(4)
2018– SC Freiburg 37 (13)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2011–2012 Deutschland U16 2 0(3)
2012–2013 Deutschland U17 8 0(4)
2014 Deutschland U18 1 0(0)
2013–2015 Deutschland U19 4 0(0)
2015 Deutschland U20 6 0(0)
2017–2019 Deutschland U21 15 (10)
2019– Deutschland 2 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 5. Oktober 2019

2 Stand: 13. Oktober 2019

Gian-Luca Waldschmidt (* 19. Mai 1996 in Siegen) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer steht beim SC Freiburg unter Vertrag und ist deutscher Nationalspieler.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luca Waldschmidt ist der Sohn von Wolfgang Waldschmidt (* 1962), der in der Saison 1983/84 14 Zweitligaspiele für den SV Darmstadt 98 absolvierte.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldschmidt begann seine Karriere 2001 beim SSV Oranien Frohnhausen und spielte danach für den SSC Juno Burg, bevor er 2009 zur TSG Wieseck wechselte. Zum 1. Juli 2010 ging er in das Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt.

Am 25. April 2014 unterschrieb Waldschmidt seinen ersten Profivertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2017. Er rückte damit zur Saison 2014/15 in den Profikader auf, sollte aber noch weiterhin in der U19 zum Einsatz kommen.[2] Am 25. April 2015 gab er bei der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund sein Bundesligadebüt, bei dem er in der 73. Minute für Sonny Kittel eingewechselt wurde.[3] Sein erstes Pflichtspieltor erzielte Waldschmidt am 8. August 2015 beim 3:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Bremer SV.

Zur Saison 2016/17 wechselte Waldschmidt zum Hamburger SV, bei dem er einen Vierjahresvertrag unterschrieb.[4] Sein Bundesligadebüt für die Hamburger gab er bei der 0:4-Heimniederlage gegen RB Leipzig, als er in der 83. Minute für Bobby Wood eingewechselt wurde.[5] Sein erstes Pflichtspieltor für den HSV erzielte er am 25. Oktober 2016 beim 4:0-Sieg gegen den Halleschen FC in der zweiten Runde des DFB-Pokals wenige Sekunden nach seiner Einwechslung in der 82. Spielminute.[6] Am letzten Spieltag der Saison erzielte Waldschmidt in der 87. Minute – gut zwei Minuten nach seiner Einwechslung – den 2:1-Siegtreffer gegen den direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg und verhinderte damit, dass der HSV zum dritten Mal in vier Jahren die Relegation spielen musste. Es war sein erstes Tor in der Bundesliga.[7] In der folgenden Spielzeit, in der Waldschmidt in 21 Einsätzen ein Tor erzielte, stieg er mit dem HSV in die 2. Bundesliga ab.

Zur Saison 2018/19 wechselte Waldschmidt per Ausstiegsklausel[8] zum SC Freiburg.[9] In seiner ersten Saison im Breisgau erzielte er in 30 Ligaspielen 9 Tore.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldschmidt spielte zweimal für die deutsche U16-Nationalmannschaft und erzielte dabei drei Tore. Für die U17-Auswahl war er in acht Einsätzen viermal erfolgreich. Am 14. August 2013 absolvierte er bei der 2:3-Niederlage gegen Ungarn sein erstes Spiel für die U19-Nationalmannschaft. Am 28. Mai 2014 kam Waldschmidt gegen die Schweiz zu einem Einsatz für die U18-Auswahl. Im Juli 2015 nahm Waldschmidt an der U19-Europameisterschaft in Griechenland teil, scheiterte mit der Mannschaft jedoch schon in der Vorrunde.

Am 3. September 2015 kam Waldschmidt beim 2:0-Sieg im Freundschaftsspiel in Italien erstmals für die U20-Nationalmannschaft zum Einsatz. Insgesamt absolvierte er sechs Spiele in dieser Altersklasse. Am 25. August 2017 wurde Waldschmidt von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz mit der Nominierung für das Testspiel in Paderborn gegen Ungarn und für das EM-Qualifikationsspiel in Osnabrück gegen den Kosovo erstmals in die deutsche U21-Nationalmannschaft eingeladen.[10] Sein Debüt für die U21 folgte bei der 1:2-Niederlage gegen Ungarn, bei der er 63 Minuten auf dem Platz stand.[11] Bei der U21-Europameisterschaft 2019 erzielte Waldschmidt sieben Tore, darunter im Gruppenspiel gegen Österreich mit einem Fernschuss das Tor des Monats Juni.[12] Sieben Turniertore waren vor ihm nur dem Schweden Marcus Berg gelungen.[13] Im Finale unterlag Waldschmidt mit seiner Mannschaft mit 1:2 gegen Spanien.

Für die EM-Qualifikationsspiele am 6. und 9. September 2019 gegen die Niederlande und Nordirland nominierte Bundestrainer Joachim Löw den Stürmer erstmals für die A-Nationalmannschaft.[14] Sein Debüt gab Waldschmidt am 8. Oktober 2019 in Dortmund beim 2:2 im Testspiel gegen die Nationalmannschaft Argentiniens von Beginn an.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrachts Waldschmidt und die große Langeweile auf kicker.de vom 13. November 2014, abgerufen am 13. November 2014.
  2. Gian-Luca Waldschmidt unterschreibt Profivertrag (Memento vom 12. Juli 2015 im Internet Archive) auf eintracht.de, abgerufen am 25. April 2014.
  3. Bundesliga 2014/2015 » 30. Spieltag » Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 2:0 auf weltfussball.de, abgerufen am 25. April 2015
  4. Fix: HSV verpflichtet Luca Waldschmidt auf der Website des Hamburger SV vom 30. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  5. 0:4 – HSV unterliegt RB im Heimspiel, abgerufen am 17. September 2016.
  6. Doppelpacker Wood führt HSV ins Achtelfinale, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 26. Oktober 2016.
  7. 2:1-Sieg gegen Wolfsburg! HSV hält die Klasse auf der Website des HSV, abgerufen am 20. Mai 2017.
  8. Perfekt: Waldschmidt wechselt nach Freiburg, kicker.de, 24. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.
  9. Luca Waldschmidt wechselt zum SC, scfreiburg.com, 24. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.
  10. Michael Pfeifer: Neustart der U-21-Europameister. In: kicker online. Olympia Verlag GmbH, 25. August 2017, abgerufen am 25. August 2017.
  11. Hamburger Morgenpost: Waldschmidt patzt beim U21-Debüt, abgerufen am 1. September 2017.
  12. Luca Waldschmidt erzielt das Tor des Monats, sportschau.de vom 5. Juli 2019, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  13. Deutschland schlägt starke Rumänen und steht im Finale – Waldschmidt holt Berg ein, transfermarkt.de, abgerufen am 27. Juni 2019.
  14. Löw nominiert erstmals Waldschmidt – Draxler fehlt, spiegel.de, abgerufen am 29. August 2019.