Oklahoma City Thunder

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Oklahoma City Thunder
Logo der Oklahoma City Thunder
Gründung 1967
Geschichte Seattle SuperSonics
1967–2008
Oklahoma City Thunder
seit 2008
Stadion Chesapeake Energy Arena
Standort Oklahoma City, Oklahoma
Vereinsfarben Blau, Blau, Gold, Orange
                   
Liga NBA
Conference Western Conference
Division Northwest Division
Cheftrainer Billy Donovan
Kapitän Russell Westbrook
General Manager Sam Presti
Besitzer Professional Basketball Club LLC (Clay Bennett, Präsident)
Farmteams Oklahoma City Blue
Meisterschaften 1 (1979)
Conferencetitel 4 (1978, 1979, 1996, 2012)
Divisiontitel 11 (1978, 1979, 1994, 1996, 1998, 2005, 2011–2014, 2016)
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts
Logo der Sonics

Oklahoma City Thunder ist ein professionelles Basketball-Franchise aus der nordamerikanischen Basketballliga NBA. Die Mannschaft ist in der Hauptstadt Oklahoma City des Bundesstaats Oklahoma beheimatet und trägt ihre Spiele in der Chesapeake Energy Arena aus.

Das Franchise wurde 1967 unter dem Namen Seattle SuperSonics gegründet und nahm zum Beginn der Saison 1967/68 den Spielbetrieb auf. Nach der Saison 2007/08 zog das Franchise von Seattle nach Oklahoma City und benannte sich um.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeit in Seattle (1967 bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Seattle SuperSonics

Die Seattle SuperSonics wurden 1967 gegründet und waren Seattles erste professionelle Basketballmannschaft. Sie gewannen 1979 ihre einzige NBA-Meisterschaft. Die Mannschaft gehörte zwischen 2001 und 2006 dem Gründer und Präsidenten der Starbucks-Coffee Shop-Kette, Howard Schultz.

Umzug von Seattle nach Oklahoma City (seit 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forward Kevin Durant spielte von 2007 bis 2016 für die Sonics/Thunder

Da im August 2005 Hurrikan Katrina im Großraum New Orleans, Louisiana enorme Schäden anrichtete, spielten die New Orleans Hornets während der Saison 2005/06 und 2006/07 in Oklahoma City. Die Hornets trugen in dieser Zeit ihre Heimspiele im Ford Center aus. Aufgrund der großen Unterstützung der Bewohner der Stadt und guten Besucherzahlen war David Stern, der Commissioner der NBA, der Meinung, dass Oklahoma City ein ausgezeichneter Ort für ein NBA-Franchise wäre.[1]

Im Juli 2006 verkaufte der bisherige Inhaber Howard Schultz die Seattle SuperSonics für 350 Millionen US-Dollar an eine Investmentgruppe um Clay Bennett aus Oklahoma City.[2] Bennet verlangte kurz nach dem Kauf des Franchise eine Unterstützung von der Stadt Seattle für den Bau einer neuen Arena oder die Renovierung der KeyArena, sonst werde er das Franchise umsiedeln. Wegen fehlender Unterstützung der Stadt Seattle verkündete Bennett bereits im November 2007, dass das Franchise nach Oklahoma City übersiedeln wird.[3] Aufgrund eines bis 2010 laufenden Nutzungsvertrages für die KeyArena kam es im Juni 2008 zu einem Gerichtsverfahren zwischen Bennett und der Stadt Seattle. Man einigte sich schließlich darauf, dass Bennett 45 Millionen US-Dollar an die Stadt Seattle für die Auflösung des Vertrages zahlt und weitere 30 Millionen, falls Seattle bis 2013 kein neues Team hat. Somit stand einer Übersiedlung nach Oklahoma City nichts mehr im Wege. Der Name SuperSonics und die Team-Farben bleiben in Seattle.[4] Die Banner sowie die Trophäe nach dem Gewinn der Meisterschaft 1979 werden sich abwechselnd in Oklahoma City und in Seattle befinden. Sollte Seattle ein Expansion Team erhalten, werden die beiden Städte sich die Geschichte der Sonics „teilen“.[5] Am 3. September 2008 wurden der Teamname, das Logo und die Farben der Mannschaft präsentiert.

Sportliche Entwicklung unter Durant und Westbrook (2008 bis 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2008/09 waren die Thunder mit den ein Jahr zuvor gedrafteten Jungstars Kevin Durant, Jeff Green und Rookie Russell Westbrook, der beim NBA-Draft 2008 an vierter Stelle gezogen wurde, eines der jüngsten Teams der NBA. In dieser Phase des Neuaufbaus startete das Team schlecht in seine erste NBA-Saison. Daraufhin wurde Headcoach P. J. Carlesimo entlassen. Für ihn übernahm Scott Brooks das Amt des Trainers. Die Playoffs wurden zwar verfehlt, die sportliche Entwicklung Durants und Westbrooks ließ Gutes für die Zukunft erhoffen. Beim NBA-Draft 2009 zogen die Thunder mit James Harden ein weiteres Talent an dritter Stelle, das das Team neben Durant und Westbrook verstärken sollte. Ein Jahr später qualifizierten sich die Thunder für die Playoffs, schieden jedoch gegen die favorisierten Los Angeles Lakers bereits in der ersten Runde aus. Kevin Durant gewann den Titel des NBA-Top-Scorers und wurde als erster Thunder-Spieler in das NBA All-Star Game berufen.

Guard Russell Westbrook spielt seit 2008 für die Thunder

In der Saison 2010/11 hatten sich die Thunder in der NBA etabliert. Durant und Westbrook wurden für ihre Leistung ins NBA-All Star Game berufen. In der Mitte der Saison gaben die Thunder Jeff Green für Kendrick Perkins und Nate Robinson zu den Boston Celtics ab. Erneut qualifizierte sich die Mannschaft für die Playoffs. Nach Playoff-Siegen gegen die Denver Nuggets und Memphis Grizzlies standen die Thunder das erste Mal in den Western Conference Finals. Dort trafen sie auf die Dallas Mavericks. Die Thunder verloren die Serie mit 1:4 und Dallas zog ins NBA-Finale ein, das Dallas ebenfalls gewann.

In der Saison 2011/12 trafen die Thunder in der ersten Runde der Playoffs erneut auf die Mavericks. Die Thunder gewannen die Serie mit 4:0 Spielen. Nachdem die Thunder in den Conference Semifinals gegen die Los Angeles Lakers mit 4:1 in Spielen gewannen, bezwangen sie in den Conference Finals die San Antonio Spurs trotz anfänglichem 0:2 Rückstandes noch mit 4:2 und standen somit in den NBA Finals 2012 gegen die Miami Heat. Die Thunder verloren mit 1:4 gegen die Miami Heat, die damit den zweiten Titel ihrer Teamgeschichte gewinnen konnten.[6]

Vor Beginn der neuen Saison, konnten sich die Thunder mit James Harden, der während der Playoffs eine sehr wichtige Rolle spielte, nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen und man transferierte ihn zu den Houston Rockets. In der folgenden Saison am 6. März 2013 im Heimspiel gegen die LA Lakers unterliefen den Thunder nur zwei Turnovers, womit sie den NBA-Rekord einstellten.[7] Mit knappem Vorsprung vor den San Antonio Spurs konnten sie sich erstmals den ersten Platz in der Western Conference sichern. Die Saison 2012/13 beendeten die Thunder auf Platz eins der Western Conference mit 60 Siegen und 22 Niederlagen. In der ersten Runde der Playoffs trafen die Thunder auf die Houston Rockets mit dem ehemaligen Thunder Spieler James Harden. Gegen Houston setzen sich die Thunder mit 4:2 Siegen durch, jedoch erlitt Guard Russell Westbrook einen Meniskus-Riss und konnte nicht mehr eingreifen. In der folgenden Runde trafen die Thunder auf Memphis und mussten sich den Memphis Grizzlies mit 1:4 Siegen geschlagen geben.

In der Saison 2013/14 erreichten die Thunder mit 59 Siegen, den zweiten Platz in der Western Conference. Das Team musste einen Großteil der Saison auf Russell Westbrook verzichten, der wegen einer Verletzung nur 46 Spiele absolvieren konnte. Kevin Durant spielte eine sehr gute Saison und wurde am Ende mit der MVP-Trophäe ausgezeichnet. Die Thunder erreichten, nach Siegen über die Memphis Grizzlies und Los Angeles Clippers, das Conference-Finale, schieden jedoch gegen die San Antonio Spurs mit 2:4 Siegen aus.

Die Saison 2014/15 war geprägt von großen Verletzungssorgen im Kader der Thunder. Immer wieder mussten die Stars Kevin Durant, Russell Westbrook und Serge Ibaka aussetzen. Auch die Nachverpflichtung von Center Enes Kanter via Trade von den Utah Jazz brachte nicht mehr den erhofften Umschwung. Mit 45 Siegen und 37 Niederlagen verpassten die Thunder auf Platz 9 der Western Conference die Playoffs. Als Reaktion auf die schwache Saisonleistung wurde Headcoach Scott Brooks noch im April 2015 von seinen Aufgaben entbunden. Kurz nach dessen Entlassung wurde Billy Donovan, der bis dahin das Basketballteam der Florida Gators in der Collegeliga NCAA trainiert hat, als neuer Head Coach angeheuert.

Die 2015-16 Saison beendeten die Thunder auf Platz 3 im Westen mit einer Bilanz von 55:27. Das Duo Kevin Durant und Russell Westbrook erreichte gemeinsam 3907 Punkte, 1215 Rebounds und 1195 Assists. Kein anderes Spielerpaar der NBA erreichte jemals solche Zahlen. In den NBA-Playoffs trafen die Thunder nach Rundensiegen über die Dallas Mavericks und den San Antonio Spurs, im Conferencefinale auf den Titelverteidiger Golden State Warriors. Die Thunder führten die Serie mit 3:1, verloren jedoch die nachfolgenden drei Spiele und schieden mit 3:4 gegen die Warriors aus. Womit sie das zehnte Team der NBA-Geschichte waren, das nach einer 3:1-Führung aus den Playoffs ausschied.[8]

Neubeginn mit Westbrook (Seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im NBA-Draft 2016 wurde der langjährige Forward Serge Ibaka zu den Orlando Magic abgegeben. Im Gegenzug wechselten unter anderem Rookie Domantas Sabonis und Victor Oladipo zu den Thunder.[9] Kevin Durant entschied sich zu einem Wechsel zum Rivalen Golden State Warriors, an dem die Thunder in den Playoffs gescheitert waren.[10] Russell Westbrook dagegen verlängerte seinen Vertrag um drei weitere Jahre.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Oklahoma City Thunder in der Saison 2016/17 (Stand: 27. Oktober 2016)
Spieler
Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info College
0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Russell Westbrook Guard 12.11.1988 191 cm C UCLA
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony Morrow Guard 27.09.1985 196 cm Georgia Tech
3 LitauenLitauen Domantas Sabonis Forward-Center 03.05.1996 211 cm R Gonzaga
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nick Collison Forward-Center 26.10.1980 208 cm Kansas
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Victor Oladipo Guard 04.05.1992 193 cm Indiana
6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Semaj Christon Guard 01.11.1992 193 cm Xavier
7 TurkeiTürkei Ersan İlyasova Forward 15.05.1987 208 cm Türkei
8 SpanienSpanien Álex Abrines Guard-Forward 01.08.1993 198 cm R Spanien
11 Stl. Enes Kanter Center 20.05.1992 211 cm Kentucky
12 NeuseelandNeuseeland Steven Adams Center 28.07.1993 213 cm Pittsburgh
15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kyle Singler Forward 04.05.1988 203 cm Duke
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andre Roberson Forward 04.12.1991 201 cm Colorado
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cameron Payne Guard 08.08.1994 191 cm Murray State
34 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Josh Huestis Forward 19.12.1991 201 cm Stanford
77 FrankreichFrankreich Joffrey Lauvergne Forward-Center 30.09.1991 211 cm Frankreich
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Billy Donovan Cheftrainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Adrian Griffin Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maurice Cheeks Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony Grant Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Bryant Co-Trainer
SerbienSerbien Darko Rajaković Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Royal Ivey Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Howarth Kraft-und Konditions-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joe Sharpe Athletik-Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
Nr. Trikotnummer
Nat. Nationalität
C Mannschaftskapitän
R Rookie
IR Injured Reserve

Ehrungen und nennenswerte Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trikotnummern im Ruhestand aus der Zeit der Seattle SuperSonics
Nr. Nat. Name Position Zeit
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gus Williams Guard 1977–1984
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nate McMillan Guard 1987–1998
19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lenny Wilkens Guard und Trainer
Trainer
1969–1972 (Siege 121:125 Niederlagen)
1978–1985 (Siege 357:277 Niederlagen)
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Spencer Haywood Forward 1971–1975
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fred Brown Guard 1971–1984
43 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Sikma Center 1978–1986

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P. J. Carlesimo war der erste Cheftrainer der Oklahoma City Thunder (und der letzte der Seattle SuperSonics). Nachdem das Team 12 der ersten 13 Spiele verloren hatte, wurde er jedoch durch Scott Brooks ersetzt.

Trainer
Name Siege:Niederlagen Siege [%] Zeit
P. J. Carlesimo 21-74 22,1 2007–2008
Scott Brooks 338-207 62,0 2008–2015
Billy Donovan 102-62 62,2 Seit 2015
Spielzeiten in der NBA
Jahr Siege:Niederlagen Siege [%] Play-offs
2008/09 23:59 28,0 Nicht für die Play-offs qualifiziert
2009/10 50:32 61,0 2:4 in der ersten Runde gegen die Los Angeles Lakers
2010/11 55:27 67,1 1:4 in den Western Conference-Finals gegen die Dallas Mavericks
2011/12 47:19 71,2 1:4 in den NBA-Finals gegen die Miami Heat
2012/13 60:22 73,2 1:4 in den Western Conference-Halbfinals gegen die Memphis Grizzlies
2013/14 59:23 72,0 2:4 in den Western Conference-Finals gegen die San Antonio Spurs
2014/15 45:37 54,9 Nicht für die Play-offs qualifiziert
2015/16 55:27 67,1 3:4 in den Western Conference-Finals gegen die Golden State Warriors
2016/17 47:35 57,3 1:4 in der ersten Runde gegen die Houston Rockets
Gesamt 441:281 61,1 % 51:45 in den Play-offs (53,1 %) Stand: Mai 2017
Saisonbilanz des gesamten Franchise (Stand: Mai 2017)
Liga Siege:Niederlagen Gewonnen [%] Playoffs
Seattle SuperSonics 1745:1585 52,4 107:110 in den Play-offs (49,3 %) – 1 NBA-Meisterschaft
Oklahoma City Thunder 441:281 61,1 051:45 in den Play-offs (53,1 %)
Gesamt 2186:1866 53,9 158:155 in den Play-offs (50,5 %)1 NBA-Meisterschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ESPN.com (19. November 2005) Stern: Oklahoma City top candidate if team moves
  2. ESPN.com (24. Oktober 2006) NBA approves sale of Sonics, Storm
  3. seattlepi.com (2. November 2007) Bennett says Sonics going to Oklahoma
  4. ESPN.com (3. Juli 2008)SuperSonics, Seattle reach last-minute settlement
  5. seattletimes.nwsource.com/ (6. Juli 2008) Seattle and Oklahoma City will share the Sonics’ franchise history
  6. LeBron James führt Miami zum Titel. Abgerufen am 15. Juli 2012.
  7. Spielbericht mit Erwähnung des eingestellten Rekordes
  8. Rekord-Curry zerlegt die Thunder
  9. Magic Acquire Serge Ibaka From Thunder
  10. Warriors Sign Free Agent Forward Kevin Durant