Oust (Ariège)

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Oust
Ost
Oust (Frankreich)
Oust
Region Okzitanien
Département Ariège
Arrondissement Saint-Girons
Kanton Couserans Est
Gemeindeverband Couserans-Pyrénées
Koordinaten 42° 53′ N, 1° 13′ OKoordinaten: 42° 53′ N, 1° 13′ O
Höhe 480–1.494 m
Fläche 18,97 km2
Einwohner 540 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km2
Postleitzahl 09140
INSEE-Code

Vic d’Oust mit Kirche und Herrenhaus

Oust (Okzitanisch: Ost) ist eine französische Gemeinde mit 540 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Ariège in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Saint-Girons, zum Gemeindeverband Couserans-Pyrénées und zum Kanton Couserans Est (bis 2015: Kanton Oust). Die Einwohner werden Oustois/Oustoises genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oust liegt rund 83 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Toulouse im Westen des Départements Ariège. Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Oust und Vic d’Oust, zahlreichen Weilern und Streusiedlungen sowie Einzelgehöften. Beide Dörfer liegen am Fluss Garbet. Durch die Gemeinde fließt zudem der Fluss Salat in nördlicher Richtung und bildet die westliche Gemeindegrenze. Der unterste Abschnitt des Vallée du Garbet ist Teil der Gemeinde. Oust liegt innerhalb des Regionalen Naturparks Pyrénées Ariégeoises. Weite Teile der Gemeinde sind Bergland und bewaldet. Höchster Punkt ist der Tuc de La Goulauze im Südosten der Gemeinde. Verkehrstechnisch liegt die Gemeinde an der D3 und der D32.

Umgeben wird Oust von den Nachbargemeinden Soulan im Nordosten, Ercé im Osten, Ustou im Süden, Seix im Westen sowie Soueix-Rogalle im Nordwesten und Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besiedlung in gallo-römischer Zeit ist aufgrund der Ortsnamen Vic (lateinisch Vicus) und Oust (lateinisch Augustus oder keltisch Ustou) wahrscheinlich. Im 8. Jahrhundert wurde der Ort von den Sarrazenen geplündert und zerstört. Im Mittelalter lag der Ort innerhalb der Provinz Couserans, die wiederum ein Teil der Provinz Gascogne war. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Saint-Girons. Zudem war Oust von 1793 bis 2015 Hauptort des Kantons Oust. Die Gemeinde ist seit 1801 dem Arrondissement Saint-Girons zugeteilt. Oust entstand in seiner heutigen Form 1969 durch die Vereinigung von Oust (1968: 410 Einwohner) und Vic (1968: 31 Einwohner).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1800 1806 1821 1841 1861 1896 1911 1921 1936 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 1.302 1.354 1.748 1.947 1.977 1.798 1.686 1.241 953 961 648 462 441 581 503 449 515 530 540
Quellen: Cassini und INSEE; heutiges Gemeindegebiet

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Überreste von Schloss Chàteau de Mirabat
  • Herrenhaus Manoir de Roquemaurel aus dem 16. Jahrhundert in Vic d’Oust
  • Kirche Saint-Barthélemy aus dem 19. Jahrhundert in Oust (mit Reliquien aus dem 16. Jahrhundert)
  • Kirche Notre-Dame aus dem 12. Jahrhundert in Vic d’Oust, seit 1921 ein Monument historique[1][2]
  • Wegkreuz aus dem Jahr 1641 nahe der Dorfkirche von Vic d’Oust, seit 1950 ein Monument historique[3]
  • Kapelle Notre-Dame du Puech in Le Puech aus dem Jahr 1860[4]
  • Kalvarienberg aus dem Jahr 1913
  • Denkmal für die Gefallenen in Vic d’Oust[5]
  • Gedenkplatte für die Gefallenen in Oust[6]
  • zwei weitere Wegkreuze in Oust und Vic d’Oust
  • Steinbrücke über den Garbet
  • weitere Sehenswürdigkeiten[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung des Monument historique (französisch)
  2. Seite mit zahlreichen Fotos der Kirche von Vic d’Oust
  3. Beschreibung des Monument historique (französisch)
  4. Seite mit zahlreichen Fotos der Kapelle
  5. Denkmal für die Gefallenen
  6. Gedenkplatte für die Gefallenen
  7. Beschreibung auf Palissy (französisch)