Panten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Panten
Panten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Panten hervorgehoben
Koordinaten: 53° 40′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Sandesneben-Nusse
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 13,83 km2
Einwohner: 641 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23896
Vorwahlen: 04542, 04543
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 097
Adresse der Amtsverwaltung: Am Amtsgraben 4
23898 Sandesneben
Webpräsenz: www.gemeinde-panten.de
Bürgermeister: Thorsten Weiß (WP)
Lage der Gemeinde Panten im Kreis Herzogtum Lauenburg
HamburgMecklenburg-VorpommernNiedersachsenKreis SegebergKreis StormarnLübeckLübeckAlbsfeldeAlt MöllnAumühleBäkBälauBasedow (Lauenburg)BasthorstBehlendorfBerkenthinBesenthalBliestorfBliestorfBörnsenBorstorfBreitenfeldeBröthenBrunsmarkBrunstorfBuchholz (Herzogtum Lauenburg)BuchhorstBüchenDahmkerDalldorfDassendorfDüchelsdorfDuvenseeEinhausElmenhorst (Lauenburg)EscheburgFitzenFredeburgFuhlenhagenGeesthachtGiesensdorfGöldenitzGöttin (Lauenburg)Grabau (Lauenburg)GrambekGrinauGroß BodenGroß DisnackGroß DisnackGroß GrönauGroß PampauGroß SarauGroß SchenkenbergGrove (Schleswig-Holstein)GudowGülzow (Lauenburg)Güster (Lauenburg)Hamfelde (Lauenburg)HamwardeHarmsdorf (Lauenburg)Havekost (Lauenburg)HohenhornHollenbekHornbekHorst (Lauenburg)JuliusburgKankelauKasseburgKastorfKittlitz (Lauenburg)Klein PampauKlein ZecherKlempauKlinkradeKobergKöthel (Lauenburg)KollowKröppelshagen-FahrendorfKrüzenKrukow (Lauenburg)KrummesseKuddewördeKühsenKulpinLabenzLabenzLangenlehstenLangenlehstenLankauLanze (Lauenburg)Lauenburg/ElbeLehmradeLinauLüchow (Lauenburg)LütauMechowMöhnsenMöllnMühlenradeMüssenMustin (bei Ratzeburg)Niendorf bei BerkenthinNiendorf a. d. St.NussePantenPogeezPoggenseeRatzeburgRitzerauRömnitzRondeshagenRoseburgSachsenwaldSahmsSalem (Lauenburg)SandesnebenSchiphorstSchmilauSchnakenbekSchönberg (Lauenburg)SchretstakenSchürensöhlenSchulendorfSchwarzenbekSeedorf (Lauenburg)SiebenbäumenSiebeneichenSirksfeldeSierksradeSteinhorst (Lauenburg)SterleyStubben (Lauenburg)TalkauTramm (Lauenburg)WalksfeldeWangelauWentorf (Amt Sandesneben)Wentorf bei HamburgWiershopWitzeezeWohltorfWoltersdorf (Lauenburg)WorthZiethen (Lauenburg)Karte
Über dieses Bild

Panten ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein östlich von Hamburg. Zur Gemeinde gehören die Orte Hammer und Mannhagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlich des Ortsteiles Hammer befinden sich unmittelbar am Elbe-Lübeck-Kanal auf dem Timmermannsberg die Überreste eines slawischen Burgwalls, wahrscheinlich aus dem 9. Jahrhundert. Obwohl der Ringwall nur einen Durchmesser von 90 Metern hat, soll es sich um die Hauptburg der Abodriten für das lauenburgische Siedlungsgebiet gehandelt haben.[2] Spätestens im 10. Jahrhundert wurde die Burg gemeinsam mit anderen Befestigungen, wie etwa dem Ringwall in Farchau, zu Gunsten einer neuen Hauptburg in Ratzeburg aufgelassen. Im Volksmund trägt der Burgwall die Bezeichnung Steinburg.

Panten wird in einer Urkunde Heinrichs des Löwen aus Jahre 1158 erstmals erwähnt. Die Gemeinde war bis zum Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 mecklenburgisch (Exklave von Mecklenburg-Strelitz) und kam dann zur damals preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Am 1. April 1938 erfolgte der Zusammenschluss mit Mannhagen und Hammer unter dem Namen Mannhagen.[3]

In Mannhagen wurden im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit Kupferhammer durch bis zu drei Wassermühlen an der Steinau betrieben. Zu den Eigentümern der Mühlen gehörte auch die in Lübeck und Mecklenburg ansässige Familie Leers. Die Mannhagener Mühle östlich der Ortslage ist heute noch zu erkennen.[4]

In Hammer befand sich eine Ziegelei. Nach dem Abriss der Gebäude und Sprengung des Schlots im Jahre 1972 wurde das Gelände zu einer Feriensiedlung umgestaltet.

Der Gemeindename wurde am 19. September 1938 in Panten geändert, weil der Gemeindename sich nach dem Wunsch der NSDAP-Kreisleitung mit dem der NSDAP-Ortsgruppe decken sollte. Von 1948 bis 1963 unternahm die Gemeindevertretung wiederholt Versuche, den ursprünglichen Gemeindenamen wieder einzuführen, ist aber jedes Mal an bürokratischen Hindernissen gescheitert.[5]

Das Naturschutzgebiet Pantener Moorweiher und Umgebung wurde 1996 ausgewiesen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Rot gespalten durch eine schildförmige, gestürzte goldene Spitze, darin unter drei 1 : 2 gestellten, achtstrahligen grünen Sternen ein linksgewendeter, grün gekleideter halber Hirte, der in der Linken ein schwarzes Horn, in der Rechten einen schwarzen Holzhammer hält.“[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Panten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Fred Ruchhöft: Vom slawischen Stammesgebiet zur deutschen Vogtei. Die Entwicklung der Territorien in Ostholstein, Lauenburg, Mecklenburg und Vorpommern im Mittelalter (= Archäologie und Geschichte im Ostseeraum. Bd. 4). Leidorf, Rahden (Westfalen) 2008, ISBN 978-3-89646-464-4, S. 69.
  3. lauenburg
  4. Naturraum Steinau
  5. Peter Jürs: Machtergreifung auf Raten. Wie die Vogtei Mannhagen unterging. in: Lauenburgische Heimat n. F., Ratzeburg 2002.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein