Gülzow (Lauenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gülzow
Gülzow (Lauenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gülzow hervorgehoben
53.44222222222210.48944444444426Koordinaten: 53° 27′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Schwarzenbek-Land
Höhe: 26 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km²
Einwohner: 1239 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 21483,
21493 (Melusinental)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04151
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 047
Adresse der Amtsverwaltung: Gülzower Straße 1
21493 Schwarzenbek
Webpräsenz: www.gemeinde-guelzow.de
Bürgermeister: Wolfgang Schmahl (SPD)
Lage der Gemeinde Gülzow im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Gülzow ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten]

Jeweils acht Kilometer entfernt befinden sich im Westen die Stadt Geesthacht, im Süden Lauenburg/Elbe und im Norden Schwarzenbek.

Gülzow teilt sich in die Ortsteile Gülzow und Neu-Gülzow auf, wobei Neu-Gülzow südwestlich gelegen ist. Die beiden Ortsteile sind zwei Kilometer voneinander entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Gülzow im Gebiet der Sadelbande wird im Ratzeburger Zehntregister aus dem Jahre 1230 zum ersten Mal urkundlich erwähnt (Gvltsowe). Es gehört zu einer Gruppe slawisch benannter Orte, Kollow, Börse, Krukow, Thömen und Krüzen, die außerhalb des alten Siedlungsraumes der Abodriten liegen und deren Gemarkungen zu den spätestens im 10. Jahrhundert vom sächsischen Landesausbau erschlossenen Gegenden gehören. Im 11. Jahrhundert wurde dieses Gebiet, am Waldgürtel gelegen und ursprünglich die Grenze zwischen Sachsen und Slawen bildend, durch Polaben besetzt, die ihre Siedlungen bis zum Beginn der Kolonisationszeit erfolgreich behaupteten.[2] Der Ortsname Gülzow (altpolabisch *Golišov) ist eine Bildung aus einem Personennamen und bedeutet „Siedlung des Golisch“.[3]

Das Gut Gülzow war jahrhundertelang im Besitz der Adelsfamilie Schack, aus der der dänische Feldmarschall Hans Schack hervorging. 1736 erwarb Georg Ludwig von Kielmansegg das Gut; die Grafen von Kielmansegg blieben bis 1930 Eigentümer des Gutes. Seitdem ist das Gut im Besitz der aus Hamburg stammenden Kaufmannsfamilie Fischer. Die Gemeinde gehört seit 1948 zum Amt Schwarzenbek-Land.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze und die CDU fünf.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold mit schwarzem Bord eine blaue heraldische Lilie, rechts und links oben begleitet von je einem gestürzten roten Dreieck (Spickel).“[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Auf Grundlage einer Konzeption des Landes Schleswig Holstein zur Wiederherstellung der Grundversorgung auf dem Lande wurde 2005 in Gülzow ein Markttreff eröffnet. Das Gebäude wird außerdem als Versammlungsort, Archiv und Ausstellungsraum genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Gülzow (Lauenburg) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Religion[Bearbeiten]

Die evangelische St.-Petri-Kirchengemeinde Gülzow umfasst die Dörfer Gülzow (Kirchdorf), Kollow, Krukow, Juliusburg und Schulendorf. Die jetzige Kirche wurde 1819 fertiggestellt.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Herrenhaus des Gutes Gülzow
  • das spätbarocke Palmenhaus und das chinesische Teehaus im Park. Parkanlage (1765) von Johann Friedrich Laves (1734-1818)
  • das Alte Brauhaus
  • das Rendantenhaus
  • die St.-Petri-Kirche

Literatur[Bearbeiten]

  • 750 Jahre Gülzow (1980)
  • Gülzower Gemeindebriefbücher 1 u. 2 – Erinnern – Dokumentieren – Ermutigen (1999, 2002)
  • Gülzower Geschichte(n) – 775 Jahre Gülzow (2005)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gülzow (Lauenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Prange, W. : Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins, Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster 1960
  3. Haefs, H. (2004): Ortsnamen und Ortsgeschichten in Schleswig-Holstein : zunebst dem reichhaltigen slawischen Ortsnamenmaterial und den dänischen Einflüssen auf Fehmarn und Lauenburg, Helgoland und Nordfriesland : woraus sich Anmerkungen zur Landesgeschichte ergeben, Norderstedt 2004
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein