Schmilau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schmilau
Schmilau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schmilau hervorgehoben
Koordinaten: 53° 40′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Lauenburgische Seen
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 11,55 km2
Einwohner: 548 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 23911,
23883 (Torfkaten),
23909 (Farchau, Farchauermühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04541
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 110
Adresse der Amtsverwaltung: Fünfhausen 1
23909 Ratzeburg
Webpräsenz: www.schmilau.de
Bürgermeister: Eckhard Rollinger (WGS)
Lage der Gemeinde Schmilau im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Schmilau ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Schlacht bei Schmilau wurde Schmilau 1093 erstmals urkundlich als Smilov erwähnt. Mit Unterstützung des Billungers Magnus wurde Heinrich Herrscher über die Abodriten. Der Name Smilov ist wendischen Ursprungs. Die Schmilauer Kirche wurde 1210 begonnen und spätestens 1230 fertiggestellt. Sie verlor im Zuge der Reformation einen Teil ihrer Selbstständigkeit als Kirchspiel zugunsten von St. Georg auf dem Berge und wurde eine Kapellengemeinde.

Auf der Marienhöhe Farchau wurde durch den Ratzeburger Bischof Evermod um 1160 eine Burg angelegt, von der noch Wälle und Grabenreste in der Natur erhalten sind.[2] Die Bischofsburg ging um 1250 kurzzeitig in den Besitz der Herzöge von Sachsen-Lauenburg über, fiel dann aber wieder in den Besitz der Bischöfe von Ratzeburg zurück. Sie wurde Mitte des 14. Jahrhunderts durch Bischof Volrad von dem Dorne abgerissen. Ausgrabungen fanden hier in Zusammenhang mit dem 800-jährigen Jubiläum des Ratzeburger Doms. statt.[3] Unterhalb dieses ehemaligen Burgplatzes liegt die Farchauer Mühle. Von 1664 bis 1848 bestand hier eine Papiermühle.[4] Das Wasserkraftwerk Farchau wurde 1925 an der Einmündung des Schaalseekanals in den Küchensee in Betrieb genommen. Im selben Jahr wurde die Lauenburgische Schaalseeschifffahrt feierlich eröffnet.

Vom 1. September 1896 bis 1994 hatte Schmilau einen Bahnhof an der Kaiserbahn, der heute noch für Draisinenfahrten der Erlebnisbahn Ratzeburg genutzt wird.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGS seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze und die CDU drei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Grün und Blau durch einen schräglinken silbernen Wellenbalken geteilt. Oben ein goldenes Taufstein, unten ein goldenes Wasserrad.“[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schmilauer Kapelle
  • Erlebnisbahnhof Schmilau; Draisinenfahrten auf der stillgelegten Kaiserbahn
  • die aus dem 16. Jahrhundert stammende ehemalige Kornwassermühle – seit 1820 Gastronomie – „Farchauer Mühle“, im Ortsteil Farchau am Küchensee.

In der Liste der Kulturdenkmale in Schmilau stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schmilau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Arthur Dähn: Ringwälle und Turmhügel - Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein, Husum 2001
  3. Werner Neugebauer: Schönes Holstein, Lübeck 1957, S. 419
  4. Guido Weinberger: Die Papiermühlen im Großraum Lübeck ..., Teil 1. - In: Lübecker Beiträge zur Familien- und Wappenkunde, Heft 62 Mai 2012, S. 29
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein