Gudow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gudow führt kein Wappen
Gudow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gudow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 33′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Büchen
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 42,26 km2
Einwohner: 1613 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23899
Vorwahl: 04547
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 046
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsplatz 1
21514 Büchen
Webpräsenz: www.gemeinde-gudow.de
Bürgermeister: Eberhard Laubach
Lage der Gemeinde Gudow im Kreis Herzogtum Lauenburg
HamburgMecklenburg-VorpommernNiedersachsenKreis SegebergKreis StormarnLübeckLübeckAlbsfeldeAlt MöllnAumühleBäkBälauBasedow (Lauenburg)BasthorstBehlendorfBerkenthinBesenthalBliestorfBliestorfBörnsenBorstorfBreitenfeldeBröthenBrunsmarkBrunstorfBuchholz (Herzogtum Lauenburg)BuchhorstBüchenDahmkerDalldorfDassendorfDüchelsdorfDuvenseeEinhausElmenhorst (Lauenburg)EscheburgFitzenFredeburgFuhlenhagenGeesthachtGiesensdorfGöldenitzGöttin (Lauenburg)Grabau (Lauenburg)GrambekGrinauGroß BodenGroß DisnackGroß DisnackGroß GrönauGroß PampauGroß SarauGroß SchenkenbergGrove (Schleswig-Holstein)GudowGülzow (Lauenburg)Güster (Lauenburg)Hamfelde (Lauenburg)HamwardeHarmsdorf (Lauenburg)Havekost (Lauenburg)HohenhornHollenbekHornbekHorst (Lauenburg)JuliusburgKankelauKasseburgKastorfKittlitz (Lauenburg)Klein PampauKlein ZecherKlempauKlinkradeKobergKöthel (Lauenburg)KollowKröppelshagen-FahrendorfKrüzenKrukow (Lauenburg)KrummesseKuddewördeKühsenKulpinLabenzLabenzLangenlehstenLangenlehstenLankauLanze (Lauenburg)Lauenburg/ElbeLehmradeLinauLüchow (Lauenburg)LütauMechowMöhnsenMöllnMühlenradeMüssenMustin (bei Ratzeburg)Niendorf bei BerkenthinNiendorf a. d. St.NussePantenPogeezPoggenseeRatzeburgRitzerauRömnitzRondeshagenRoseburgSachsenwaldSahmsSalem (Lauenburg)SandesnebenSchiphorstSchmilauSchnakenbekSchönberg (Lauenburg)SchretstakenSchürensöhlenSchulendorfSchwarzenbekSeedorf (Lauenburg)SiebenbäumenSiebeneichenSirksfeldeSierksradeSteinhorst (Lauenburg)SterleyStubben (Lauenburg)TalkauTramm (Lauenburg)WalksfeldeWangelauWentorf (Amt Sandesneben)Wentorf bei HamburgWiershopWitzeezeWohltorfWoltersdorf (Lauenburg)WorthZiethen (Lauenburg)Karte
Über dieses Bild

Gudow ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudow liegt inmitten des Naturpark Lauenburgische Seen direkt am Gudower See und an der mecklenburgischen Grenze. Zur Gemeinde gehören der Hauptort Gudow sowie die Orte Kehrsen, Segrahn, Sophienthal und der Aussiedlerhof Bannau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wird im Isfriedschen Teilungsvertrag 1194 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es war Kirchdorf und gehörte kirchlich ganz zum Bistum Ratzeburg, war aber weltlich geteilt zwischen der Grafen von Ratzeburg und dem gleichnamigen Hochstift, dem weltlichen Herrschaftsbereich der Fürstbischöfe. Lehnsmann des Fürstbischofs Gottschalk war in Gudow ausweislich der Angaben im Ratzeburger Zehntregister von 1230 ein Theodoricus Lupus, also ein Ritter aus dem Geschlecht der Wulf in Schwarzenbek. Gudow war dann im Besitz derer von Zecher, die sich auch von Gudow nannten, und dem Geschlecht der Züle angehörten. Am 25. Mai 1334 schließlich verkaufte Herzog Erich I. Gudow an Marquard von Zecher, der einer Nebenlinie derer von Züle angehört.

Ab dem 14. Jahrhundert befand sich in Gudow ein ritterliches Gut. Der Besitz dieses Rittergutes war bis 1882 mit der Würde des Erblandmarschalls des Herzogtums Sachsen-Lauenburg verbunden, d. h. des Vorsitzenden der Ritter- und Landschaft. Durch diese Verbindung war Gudow ein politisches Zentrum Lauenburgs. Der letzte Besitzwechsel dieses Gutes fand im Jahre 1470 statt. Detlev, Johann, Heine und Johann von Züle verkauften das Gut an Werner und Friedrich von Bülow. Dabei wurde die Verbindung von Gutsbesitz und Landmarschallswürde bestätigt. Zu den Aufgaben des Landmarschalls gehörte auch die Aufbewahrung aller wichtigen Urkunden und Dokumente, welche die Rechte der Stände und ihre Verträge untereinander und mit dem Landesherrn betrafen. Sie befinden sich heute im Kreisarchiv in Ratzeburg. Der alte Rittersitz wurde im 15. und 16. Jahrhundert zu einer modernen Gutswirtschaft umgewandelt.

1889 erfolgte mit der Aufhebung der gutsherrlichen Polizeiobrigkeit die Gründung des Amtsbezirks Gudow. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Gemeinde von 1948 bis 2006 Sitz des Amtes Gudow, das 1971 mit dem Amt Sterley zum Amt Gudow-Sterley zusammengefasst wurde. Nach dessen Auflösung trat die Gemeinde 2007 dem Amt Büchen bei.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2013 [2]

  • CDU: 6 Sitze
  • SPD/BWG: 4 Sitze
  • SKGG/Grüne: 4 Sitze

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Gudow stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Dorfkirche St. Marien, eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Feldsteinkirche, birgt eine „Madonna auf dem Vollmond“, die um 1430 in Lübeck entstanden ist, sowie neben weiteren sehenswerten Ausstattungsstücken einen Marienkrönungsaltar, der um 1400 für das Kloster Lüne entstand und 1655 der Kirche gestiftet wurde. Dabei wurde der Altar, ursprünglich ein Flügelaltar, zerschnitten und erhielt um 1680 einen Rahmen im Knorpelstil. 2011 wurde der Altar umfassend restauriert.[3]

Das klassizistische Herrenhaus wurde 1826 vom dänischen Architekten Joseph Christian Lillie für die Familie von Bülow erbaut.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gudow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.gemeinde-gudow.de/index.php/gemeinde-politik.html
  3. Götz J. Pfeiffer: Das Gudower Retabel aus dem Kloster Lüne. In: Kunstchronik. Band 62, 2010, S. 7–10.