Precht (Talkshow)

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Seriendaten
OriginaltitelPrecht
Precht.jpg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 2012
Produktions-
unternehmen
Interscience Film
Länge45 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
unregelmäßig
GenreTalkshow
TitelmusikCasper feat. Thees UhlmannXOXO
RegieGero von Boehm
ModerationRichard David Precht
Erstausstrahlung2. September 2012 auf ZDF

Precht ist eine deutsche Philosophiesendung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Gast- und Namensgeber der Sendung ist der Philosoph und Publizist Richard David Precht, der in jeder Folge mit einem Gast aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik eine aktuelle Frage des gesellschaftlichen Lebens erörtert.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der sehr filmisch ausgeleuchteten, nächtlichen Studioatmosphäre ohne Publikum konzentriert sich alles auf die beiden Gesprächspartner. Die Themen orientieren sich an aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft oder suchen nach anwendbaren Erkenntnissen zu grundlegenden Fragen des menschlichen Handelns.

Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Sendung hat eine Länge von 45 Minuten und wird in einem Berliner Studio aufgezeichnet. Die Ausstrahlung erfolgt sonntagabends zwischen 23:30 Uhr und Mitternacht. Alle Folgen werden auf 3sat wiederholt. Regie führt Gero von Boehm, als Redakteur ist Werner von Bergen verantwortlich.

Für die Fernsehsendung erhielt Precht neben zwei anderen Preisträgern den Deutschen Fernsehpreis 2013 in der Kategorie „besondere Leistungen“.[1][2]

Themen und Gäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendungen sind chronologisch nach der Ausstrahlung sortiert.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Journalist Maximilian Probst kritisierte in der Wochenzeitung Die Zeit in dem Artikel Precht macht dumm die erste Folge der Fernsehsendung (Thema: Bildungspolitik), welche Das Philosophische Quartett ablöste. Er sieht in dieser einen „performativen Selbstwiderspruch“. Precht fordere Kreativität ein, ohne sie „nur einen Augenblick im Medium des Fernsehens“ zu gestatten. An „keinem Punkt“ würde nachgedacht, an keinem Punkt „gezweifelt oder sich Zeit gelassen“, nicht einmal „wirklich gefragt oder auch nur einmal nachgefragt“. Die Folge habe „so gut wie nichts mehr mit Philosophie zu tun“.[3] Dem schließt sich der Spiegel-Autor Sebastian Hammelehle an. Die Folge sei eine „Talk-Satire: zwei Stühle, eine Meinung“. Mit Philosophie habe das Gespräch zwischen Precht und Gerald Hüther „etwa so viel zu tun“ wie die „durchschnittliche bundesdeutsche Unterhaltung über die Bundesliga - da hat auch jeder eine Meinung“.[4]

Die fünfte Folge wurde von Melanie Mühl positiver aufgenommen.[5] Die 14. Folge zum Thema „Big Data“ wurde vom Handelsblatt gelobt als ein Beleg, dass das ZDF „zumindest nach Mitternacht seinem Bildungsauftrag“ noch nachkomme. Allerdings sei es „nicht ungeheuer erhellend“, wenn „zwei relativ gleich gesinnte Google-Gegner in Abwesenheit von Vertretern anderer Meinungen ihre Ansichten austauschen“.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. deutscher-fernsehpreis.de: Liste der Preisträger 2013 (deutsch, abgerufen am 22. Oktober 2013)
  2. Marc Bartl: Deutscher Fernsehpreis: Precht erhält Auszeichnung für ZDF-Philosophiesendung. In: kress. 26. September 2013, abgerufen am 4. Oktober 2013.
  3. Die Zeit: TV-Premiere - Precht macht dumm. 3. September 2012
  4. Der Spiegel: Philosophie-Talk im ZDF: Precht ab, vom 30. August 2012
  5. FAZ: Werdet endlich perfekt! 8. April 2013
  6. Manchmal kommt das ZDF seinem Bildungsauftrag nach adS handelsblatt.com. Abgerufen am 6. September 2017.