Remseck am Neckar

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Remseck am Neckar
Remseck am Neckar
Deutschlandkarte, Position der Stadt Remseck am Neckar hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 9° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 212 m ü. NHN
Fläche: 22,82 km²
Einwohner: 25.042 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1097 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71686,
70378 (Sonnenhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 07146, 07141, 0711
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 081
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fellbacher Straße 2
71686 Remseck am Neckar
Webpräsenz: www.remseck.de
Oberbürgermeister: Dirk Schönberger (parteilos)
Lage der Stadt Remseck am Neckar im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Remseck am Neckar ist eine Stadt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg. Sie ist die sechstgrößte Stadt des Landkreises Ludwigsburg und gehört zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim innerhalb des Oberzentrums Stuttgart.

Die erst im Rahmen der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 zunächst unter dem Namen Aldingen am Neckar neu gebildete Gemeinde erhielt 1977 den Namen Remseck am Neckar und ist seit 1. Januar 2004 Große Kreisstadt.

Luftaufnahme von Aldingen aus dem Jahr 2010

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rems kurz vor der Mündung in den Neckar

Remseck am Neckar liegt nördlich anschließend an die Landeshauptstadt Stuttgart im Tal des Neckars und an der hier mündenden Rems. Dort befindet sich der Stadtteil Neckarrems.

Die Orte links des Neckars zählen zum so genannten Langen Feld, die Orte rechts des Neckars zur Backnanger Bucht.

Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet ist mit 203 m das Flussbett des Neckars, der höchste Punkt liegt mit 299 m ü. NN im Hochberger Wald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Remseck am Neckar. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:
Kornwestheim, Ludwigsburg und Marbach am Neckar (Ortsteil Siegelhausen), alle zum Landkreis Ludwigsburg gehörig, Waiblingen und Fellbach (beide Rems-Murr-Kreis) und Stuttgart.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Remseck am Neckar besteht aus den sechs Stadtteilen Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen, Neckarrems und Pattonville. Mit Ausnahme von Pattonville, der bis 1993 eine amerikanische Siedlung war, sind die Stadtteile ehemalige Gemeinden gleichen Namens und die räumlichen Grenzen identisch mit den ehemaligen Gemeinden, aus deren Zusammenschluss die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand.[2] Zu Aldingen gehört das Dorf Aldingen am Neckar und das Gehöft Sonnenhof. Zu Hochberg gehören das Dorf Hochberg sowie die abgegangene Ortschaft Egenhöft. Hochdorf besteht aus dem Dorf Hochdorf am Neckar. Neckargröningen besteht aus dem Dorf Neckargröningen. Zu Neckarrems gehören das Dorf Neckarrems und das Gehöft Remseck sowie die abgegangene Ortschaft Reningen. Zu Pattonville gehört der östliche Teil der Siedlung Pattonville, der westliche Teil gehört zu Kornwestheim.[3]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand am 1. Januar 1975 durch Zusammenschluss der Gemeinden Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems zunächst unter dem Namen „Gemeinde Aldingen am Neckar“, die am 1. Juli 1977 in Remseck am Neckar umbenannt wurde. Der neue Name leitet sich von der gleichnamigen früheren Burg hoch über der Remsmündung her. An gleicher Stelle wurde 1842 das Schloss Remseck erbaut, so dass der Name Remseck aus historischer Zeit überliefert ist.

1999 überschritt die Einwohnerzahl der Gemeinde Remseck am Neckar die Grenze von 20.000. Doch stellte die Gemeindeverwaltung erst 2003 den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 2004 beschloss. Seither hat die Gemeinde das Stadtrecht.

Die heutigen Stadtteile sind mit Ausnahme von Pattonville alte Dörfer. So wurde Aldingen um 1100 erstmals als Almendingen erwähnt. Hochberg wurde erstmals im Jahre 1231 erwähnt, als eine Urkundenabschrift einen gewissen Herbrand von Hohenberg nennt. Die erste sichere Nennung von Hochdorf stammt aus der Zeit um 1100. Neckargröningen wird bereits im Jahre 806 als Gruonincheim im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch beschrieben. Im Jahre 1268 waren Burg und Dorf am Neckar bereits im Besitz der württembergischen Grafen.

Rems in Neckarrems

Neckarrems wurde 1268 als „Rems“ erstmals erwähnt. Der Zusatz „Neckar“ wurde erst im 17. Jahrhundert hinzugefügt.

Alle Orte außer Aldingen und Neckargröningen, die zum Oberamt Ludwigsburg gehörten, waren dem Oberamt Waiblingen zugeordnet. 1938 wurden alle Orte dem Landkreis Ludwigsburg zugeteilt.

Pattonville entstand im Jahr 1955, als die US-Armee begann, am westlichen Markungsrand Aldingens auf einem Teil des alten königlich württembergischen Exerzierplatzes eine Siedlung zu bauen. 1992 zog die US-Armee aus Pattonville ab. Zur Weiterverwendung dieser Flächen wurde der Zweckverband Pattonville-Sonnenberg von den Städten Ludwigsburg, Kornwestheim und Remseck am Neckar gegründet. Da ein Großteil der Pattonviller Siedlung der US-Armee auf Aldinger Gemarkung lag, ging der Gründung des Zweckverbandes ein umfangreicher Ringtausch voraus. Hierbei wurden Flächen der Mitgliedsstädte gegeneinander getauscht, so dass eine für die Gründung des Zweckverbandes günstige Verteilung entstand. Der Stadtteil Pattonville wird heute durch die John-F.-Kennedy-Allee geteilt. Der westliche Teil gehört zu Kornwestheim, der östliche zu Remseck am Neckar. Erst durch den steten Zuzug von neuen Einwohnern wurde es der Stadt Remseck am Neckar ermöglicht, den Titel der Großen Kreisstadt zu beantragen. Durch den noch ausstehenden Bauabschnitt VII wird der Remsecker Teil von Pattonville von derzeit etwa 2.500 auf über 6.000 Bürger anwachsen. Er stellt damit den größten Bauabschnitt dar.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtteile der heutigen Stadt Remseck am Neckar gehörten ursprünglich zum Bistum Speyer. Die Ortsherren bzw. die Grafen von Württemberg führten ab 1534 die Reformation ein, infolgedessen waren die Orte über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch. Während Aldingen zum Oberamt und zum Dekanat bzw. Kirchenbezirk Ludwigsburg gehörte, waren die anderen Orte bis 1938 Teil des Dekanats bzw. Kirchenbezirks Waiblingen. 1938 wurden die Orte Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg angeschlossen. In allen Stadtteilen gibt es Kirchengemeinden, wobei die Protestanten von Pattonville kirchenrechtlich zur Evangelischen Martinsgemeinde Kornwestheim und die Katholiken zur Katholischen St. Martinusgemeinde Kornwestheim gehören.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen auch Katholiken in die Orte der heutigen Stadt Remseck am Neckar. In Aldingen wurden 1966 die katholische Kirche St. Petrus Canisius erbaut. Die zugehörige Pfarrgemeinde Aldingen ist auch für Neckargröningen und Neckarrems zuständig. Im Stadtteil Hochberg wurde 1971 die Kirche St. Nikolaus und Barbara erbaut. 1977 wurde Hochberg eigene Pfarrei. Diese betreut auch die Katholiken aus Hochdorf, doch gibt es dort eine eigene Kirche St. Franziskus aus dem Jahr 1976. Die Katholiken von Pattonville gehören kirchenrechtlich der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin Kornwestheim an. Die beiden Remsecker Pfarreien (Aldingen und Hochberg) bilden heute die Seelsorgeeinheit Remseck innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Remseck am Neckar auch Freikirchen, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen in Neckargröningen und die Evangelisch-methodistische Kirche in Neckarrems und Hochberg. Ferner ist die Neuapostolische Kirche in Aldingen und Neckarrems vertreten.

Im Hochberg gab es von 1760 bis 1914 auch eine israelitische Gemeinde. Sie umfasste auf ihrem Höhepunkts im Jahr 1852 305 Personen. Der jüdische Friedhof am Ortsrand ist noch erhalten; er wird von der Stadt gepflegt. Auch die Synagoge steht noch; sie ist heute eine evangelisch-methodistische Kirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1975 15.780
31. Dezember 1980 16.593
27. Mai 1987¹ 16.331
31. Dezember 1990 17.459
31. Dezember 1995 18.375
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1999 20.013
31. Dezember 2000 20.519
31. Dezember 2004 22.339
31. Dezember 2005 22.415
31. Dezember 2010 23.355

¹Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Remseck am Neckar hat 26 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
30
20
10
0
26,1 %
24,7 %
19,4 %
16,5 %
12,6 %
0,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,3 %p
+3,8 %p
+0,8 %p
-1,4 %p
-6,1 %p
+0,7 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,1 7 23,8 6
FW Freie Wähler Remseck am Neckar e.V. 24,7 7 20,9 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 19,4 5 18,6 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,5 4 17,9 5
FDP Freie Demokratische Partei 12,6 3 18,7 5
Einheit Aussiedler und Migranten Partei Deutschland EINHEIT 0,7 0
gesamt 100,0 26 100,0 26
Wahlbeteiligung 48,9 % 53,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Gemeinde Remseck am Neckar stand zunächst der Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 2004 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Er hat zwei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter. Der erste Beigeordnete trägt die Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“, der zweite die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister:

  • bis 1998: Peter Kuhn (FWV)
  • bis 31. August 2014: Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger (CDU)
  • seit 1. Oktober 2014: Dirk Schönberger (parteilos)

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Remseck am Neckar ist mit 435 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber am Ort. Die Kernverwaltung umfasst rund 130 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung mit dem Bürgeramt befindet sich im Schnittpunkt der beiden Holz-Glas-Brücken über Neckar und Rems, direkt an der Fellbacher Straße im Stadtteil Neckarrems. Die Finanzverwaltung ist im Stadtteil Neckargröningen, die Bauverwaltung in der Neckaraue im Stadtteil Hochberg untergebracht. Der städtische Bauhof befindet sich im Stadtteil Aldingen.

Durch den Zusammenschluss der ehemals fünf selbständigen Gemeinden ist die Verwaltung auf die bestehenden Rathäuser aufgeteilt worden, aus Platzmangel wurden teilweise Büroflächen hinzugemietet. Der Bau eines ausreichend großen zentralen Rathauses ist bereits mehrfach erwogen worden, konnte jedoch bislang aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Remseck am Neckar zeigt in gespaltenem Schild vorne in Blau einen pfahlweise gestellten goldenen Fisch, hinten in Silber eine rote Adlerschwinge. Die Stadtflagge ist gelb-blau. Der Fisch symbolisiert Neckar und Rems. Das Wappenbild war auch in den Vorgängerwappen von Neckargröningen und Neckarrems zu finden. Der Adlerflügel ist dem Adelswappen der Sippe Notthafft von Hohenberg entnommen und fand sich auch in den Gemeindewappen von Hochberg und Hochdorf. Wappen und Flagge wurde der jungen Gemeinde am 21. Juni 1977 vom Landratsamt Ludwigsburg verliehen.

Mit der Erhebung zur Stadt 2004 entstand auch ein eigenes Stadtlogo, das so genannte „Remseck-R“, ein geschwungenes gelbes „R“ kombiniert mit der Wortmarke „Remseck am Neckar – Große Kreisstadt“.

Die Wappen der in Remseck aufgegangenen Gemeinden waren wie folgt:

Aldingen
  • Aldingen am Neckar: In Blau auf grünen Wellen ein goldenes bewimpeltes Segelschiff mit Aufbauten, im Bug ein stehender Schiffer mit schwarzer Hose und nacktem Oberkörper, eine goldene Ruderstange haltend. Das Wappen wies auf die Neckarfähre bei Aldingen hin und war seit 1746 in den Gemeindesiegeln zu sehen.
Hochberg
  • Hochberg: In silbernem Feld ein offener roter Flug. Das Wappen wurde der Gemeinde am 23. November 1953 verliehen.
Hochdorf am Neckar
  • Hochdorf am Neckar: In rotem Feld ein goldener Flug. Das Wappen wurde der Gemeinde am 16. Dezember 1952 verliehen.
Neckargröningen
  • Neckargröningen: In Blau zwei pfahlweis gestellte, abgewendete silberne Fische. Die Fische verwiesen auf die Neckarfischerei, die früher einen bedeutsamen Erwerbszweig des Orts darstellte.
Neckarrems
  • Neckarrems: In Blau zwei schräggekreuzte, mit den Köpfen nach oben weisende silberne Fische, dazwischen ein fünfstrahliger, gestürzter silberner Stern. Die Fische hatten dieselbe Bedeutung wie im Neckargröninger Wappen, der Stern war dem Wappen des ehemaligen Ortsadels entnommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Remseck am Neckar unterhält seit 1975 mit der Gemeinde Meslay-du-Maine in Frankreich und seit 1997 mit der Gemeinde Vigo di Fassa in Italien eine Städtepartnerschaft. Gebündelt werden die Aktivitäten von der AG Städtepartnerschaften. Im Jahr 2014 wurde das 40-jährige Jubiläum mit Meslay, im Jahr 2012 das 15-jährige Jubiläum mit der ladinischen Dolomitengemeinde Vigo di Fassa begangen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet führen nur Landes- und Kreisstraßen. Die Neckarbrücke ist stark frequentiert, Entlastung soll eine zweite Neckarquerung im Zuge des Nordostrings Stuttgart bringen. Die A 81 Stuttgart-Heilbronn ist über die Anschlussstellen Stuttgart-Zuffenhausen, Ludwigsburg-Nord oder Ludwigsburg-Süd zu erreichen.

Seit 1999 ist Remseck am Neckar an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt Stuttgart angeschlossen. Von der Endhaltestelle Remseck-Neckargröningen erreicht man mit der Linie U14 (Remseck – Stuttgart HauptbahnhofHeslach Vogelrain) tagsüber alle 10 Minuten in 29 Minuten den Hauptbahnhof Stuttgart. Auf Remsecker Stadtgebiet gibt es vier Haltestellen. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen ferner vier (402, 403, 404 und 405) Buslinien der Remsecker StadtBusse. Die Haltestelle „Remseck-Neckargröningen“ (Endhaltestelle der U14) wird neben den oben genannten Linien auch noch von den Linien 431, 432 (Ludwigsburger Verkehrslinien) und 451 (Zeiher) angefahren. In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen hält auch die Nachtbuslinie N43 (LVL) hier. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen. In den Jahren 1910 bis 1923 waren die Stadtteile Neckargröningen und Aldingen außerdem durch die Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn mit dem Bahnhof Ludwigsburg verbunden.

Ebenfalls seit 1999 befindet sich auf einem Gelände am Neckar im Stadtteil Aldingen ein Betriebshof der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), welcher ca. 40 Fahrzeuge beherbergt. Dort befindet sich auch die Haltestelle Hornbach der U14 und ein großer kostenloser Park-and-Ride-Platz.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das lokale Geschehen in Remseck am Neckar berichten zahlreiche Medien, unter anderem die Ludwigsburger Kreiszeitung mit ihrer Beilage „Unser Remseck“ und die Ludwigsburger Redaktion der Stuttgarter Zeitung. Jeden Donnerstag erscheint das Amtsblatt der Stadt, die „Remseck Woche“, mit einer Auflage von über 5.200 Exemplaren. Für Pattonville gibt der Zweckverband alle zwei Wochen die „Pattonville Info“ heraus.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt unterhält in allen Stadtteilen je eine eigene Bücherei.
Die kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime betreiben in Remseck-Aldingen und in Remseck-Pattonville je ein Alten- und Pflegeheim. Außerdem unterhält die Evangelische Heimstiftung am Remsufer in Neckarrems und der Betreiber Atlas Care in Hochberg jeweils ein Pflegeheim. Insgesamt gibt es in Remseck am Neckar somit ca. 150 Pflegeplätze für Senioren.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remseck am Neckar besitzt ein Gymnasium (Lise-Meitner-Gymnasium, Aldingen), eine Realschule (Realschule Remseck, Pattonville), eine Hauptschule (Wilhelm-Keil-Schule, Aldingen) sowie in jedem Stadtteil eine Grundschule.
Außerdem gibt es 15 Kindergärten, in Aldingen und Neckargröningen auch mit Angeboten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Kinder und Jugendlichen von Remseck existiert seit 2005 ein neues Jugend(kultur)haus. Dazu wurden die Räume des alten Jugendreferats (Containerbauweise) an der Meslay-Du-Maine Straße, an einem zentralen Ort nahe Endhaltestelle und dem Bildungszentrum, mit einem neuen bunten Outfit zum „Haus der Jugend“ umgebaut. Im Keller des Hauses der Jugend befindet sich das „Café Impuls“, welches die Räume für die offene Jugendarbeit sowie für Veranstaltungen beherbergt. Ganz in der Nähe liegt auch die „Nische“, die einen Skatepark, eine Trampolinanlage und ein Beachvolleyballfeld umfasst. Im „Haus der Jugend“ und auf dem „Nische-Freizeitgelände“ finden regelmäßig Konzerte und Feste statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Neckarrems liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimatstube Neckarrems zeigt das bäuerliche Leben in der Region, vor allem auch eine vollständige Schuhmacherwerkstatt. In der Dorfschmiede Neckargröningen, die eine voll funktionsfähige Schmiede besitzt, können Besucher selbst zu Hammer und Amboss greifen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margaretenkirche in Aldingen
Altes Rathaus in Neckarrems
freitragende Holzbrücke, Remseck
Die Rad- und Fußgängerbrücke über den Neckar
Die Rad- und Fußgängerbrücken über den Neckar und die Rems
Neckargröningen, Blick über das Neckarwehr, 1838. Aquarell von General Eduard von Kallee
  • Aldingen: Das Renaissanceschloss von 1580 hat ein Barockportal. Die gotische Margaretenkirche von 1398 mit Grabdenkmälern aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist die evangelische Kirche des Ortes.
  • Hochberg: Das Schloss mit Rittersaal stammt aus dem Jahr 1593. Der Stadtteil hat eine neugotische Kirche von 1854 (evang.), die Kelter von 1752 dient heute als Festhalle. Der Stadtteil hat auch einen Jüdischen Friedhof aus dem 19. Jahrhundert. Die ehemalige Synagoge dient heute der Evangelisch-methodistischen Kirche als Gotteshaus.
  • Hochdorf: Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert wurde 1612 umgebaut. Es sind noch Reste der Ummauerung vorhanden. Die gotische Pfarrkirche St. Wendelin (evang.) ist ein schlichter Bau. Am Wilhelmsplatz gibt es einen ursprünglich ummauerten Meiereihof aus dem 16. Jahrhundert.
  • Neckargröningen: Der Stadtteil hat mehrere Schmuckfachwerke und ein altes Rathaus aus dem Jahr 1592, die Schauseite wurde jedoch um 1850 gestaltet. Die einstige Wehrkirche St. Martin mit gotischem Chor von 1515 und Resten spätmittelalterlicher Wandmalereien ist die evangelische Kirche des Ortes.
  • Neckarrems: Das Alte Rathaus von 1564 hat ein Giebelfachwerk aus dem Jahr 1915. Die spätgotische Pfarrkirche St. Michael und Sebastian wurde um 1500 erbaut. Auf einem Bergsporn steht das Schloss Remseck (1842). Dort sind auch Reste der mittelalterlichen Burg Remseck zu finden.

Die beiden 1988 und 1990 errichteten Rad- und Fußgängerbrücken über den Neckar (80 m) und über die Rems (51,2 m) waren seinerzeit die größten freitragenden Holzbrücken Europas und stellen immer noch eine architektonische und fachwerkliche Meisterleistung dar. Sie bestehen im Grundgerüst komplett aus Holz und sind mit einem Dach aus überlappenden Glasplatten gegen die Witterung geschützt. Sie wurden an Land zusammengebaut und dann über die Flüsse geschoben.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfingsten: Rock am Zipfelbach
Juli: Alle zwei Jahre Hochdorfer Wilhelmsplatzfest
Juli: Fest am Haus der Feuerwehr
Juli: Großes Sommerfest und Musikfeuerwerk im Neckar-Zentrum (Hochberg)
Juli: Neckarremser Straßenfest
Juli/August: Neckar-Rems Pokal (Fußball)
Oktober: Traditionelles Oktoberfest mit verkaufsoffenem Sonntag im Neckar-Zentrum (Hochberg)
Dezember: Remsecker Weihnachtsmarkt am zweiten Advent

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Ludwig von Gemmingen (1700–1752), württembergischer Legationsrat
  • Johann Christian Hiller (1734–1820)[6], Pfarrer, Klosterprofessor in Maulbronn, Lehrer des Dichters Friedrich Hölderlin, später Württembergischer Rat und Abt des Klosters Anhausen an der Brenz (heute Ortsteil von Herbrechtingen), Sohn des Liederdichters Philipp Friedrich Hiller (siehe unten).
  • Friedrich Heim (1789–1850), geboren in Hochdorf, evangelischer Pfarrer und Gründer der Paulinenpflege Winnenden
  • Ludvig Holstein-Ledreborg (1839–1912), dänischer Politiker, 1909 Ministerpräsident
  • Wilhelm Rösch (1850–1893), Bildhauer, geboren in Neckarrems
  • Ulrich Kienzle (* 1936), Journalist und Nahost-Experte, Mitarbeiter beim ZDF und bei 3sat, bekannt durch die ZDF-Politsendung Frontal, geboren in Neckargröningen, aufgewachsen in Neckarrems.
  • David G. Jüngling wanderte 1823 von Aldingen in die Vereinigten Staaten aus. Er anglisierte seinen Nachnamen zu Yuengling und gründete 1829 die „Eagle Brewery“ in Pottsville (heute D. G. Yuengling & Son), die älteste heute noch bestehende Brauerei der USA.
  • Fabio Leutenecker (* 1990), Fußballspieler

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Remseck am Neckar gibt es unter anderem folgende Sportvereine: TC Aldingen, TV Aldingen, TSV Neckargröningen, VfB Neckarrems, SGV Hochdorf und SKV Hochberg sowie den Basketballverein BG Remseck.

Der erfolgreichste Fußballverein ist derzeit der VfB Neckarrems. Der Verein spielt in der fünfthöchsten Spielklasse Deutschland, der Oberliga Baden-Württemberg. Dem VfB Neckarrems gelang in der Spielzeit 2009/10 als erstem Verein in der Geschichte Remsecks der Aufstieg in die Oberliga.

Der TV Aldingen ist als einziger Verein in Remseck am Neckar im Handball aktiv. Der Frauenmannschaft gelang im Jahr 2009 der Aufstieg in die Landesliga

Die BG Remseck ist im Jahr 2013 in die Basketball Regionalliga Südwest-Süd aufgestiegen.

Remseck am Neckar verfügt über zwei große Fußball- und Leichtathletikplätze. Das Stadion Regental, in der Nähe des Bildungszentrums im Stadtteil Aldingen, verfügt über eine Kapazität für bis zu 7.000 Personen[7]. In der Layher-Arena Hummelberg finden bis zu 2.500 Personen Platz.[8] . Am Hummelberg trägt der VfB Neckarrems seine Heimspiele aus. Zur Saison 2013/14 wurde der Fußballplatz am Hummelberg mit Kunstrasen ausgerüstet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978
  • Zu den Schlössern Hochberg, Hochdorf, Neckarrems und Aldingen → Harald Stark: Die Familie Notthafft – auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben, Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X
  • Der Kreis Ludwigsburg. (Hrsg.: Ulrich Hartmann). 2. Aufl., Stuttgart: Theiss, 1994. ISBN 3-8062-1055-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Remseck am Neckar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Remseck am Neckar – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Stadt Remseck am Neckar in der Fassung vom 21. Oktober 2008.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 442–446.
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Remseck am Neckar.
  5. Stefanie Saam: Seniorenheim für 53 Menschen mitten in Hochberg, Online-Artikel vom 29. September 2009, Stadtnachricht Stadt Remseck am Neckar, abgerufen am 7. Februar 2012.
  6. Vgl. Reinhard Breymayer: Johann Christian Hiller und Justinus Kerners Vetter Johann Gottfried Mayer: Zwei Maulbronner Klosterprofessoren des jungen Hölderlin. In: Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik, Nr. 423, Heinz, Stuttgart 2004 [2005], S. 111–142. ISBN 3-88099-428-5
  7. Stadion Regental – Remseck am Neckar
  8. Layher-Arena Hummelberg – Remseck-Neckarrems