Saint-Apollinaire (Côte-d’Or)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Saint-Apollinaire
Wappen von Saint-Apollinaire
Saint-Apollinaire (Frankreich)
Saint-Apollinaire
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Côte-d’Or
Arrondissement Dijon
Kanton Saint-Apollinaire (Hauptort)
Gemeindeverband Dijon Métropole
Koordinaten 47° 20′ N, 5° 5′ OKoordinaten: 47° 20′ N, 5° 5′ O
Höhe 215–278 m
Fläche 10,24 km2
Einwohner 7.340 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 717 Einw./km2
Postleitzahl 21850
INSEE-Code
Website www.ville-st-apollinaire.fr

Rathaus

Saint-Apollinaire ist eine französische Stadt mit 7340 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Gemeindeverband Dijon Métropole und liegt nur 3,3 Kilometer nordöstlich von Dijon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Apollinaire wurde in gallo-römischer Zeit als Aqualiacus gegründet. Aqualiacus ist vom lateinischen Ausdruck aqua locus abgeleitet und bedeutet „Ort des Wassers“. Der Name deutet darauf hin, dass es viele Quellen vor Ort gab.

Clotilde (465–545) ließ in Saint-Apollinaire um 500 eine kleine Kirche errichten. Die Kirche war dem heiligen Apollinaris von Ravenna geweiht. Die Stadt selbst hieß damals jedoch noch nicht Saint-Apollinaire. Es scheint, als sei die Kirche anstelle eines heidnischen Tempels erbaut worden, denn die Quellen galten schon in heidnischer Zeit als wundertätig. Die heidnischen Riten wurden von den Mönchen der Abtei von Saint-Bénigne christianisiert, indem Apollinaris von Ravenna angerufen wurde, während die Kranken rituelle Bäder unternahmen. Die Mönche schrieben zwischen 1000 und 1028 das „Buch der Wunder des Heiligen Apollinaris“ (livre des Miracles de Saint-Apollinaire), um den christlichen Anspruch auf die Quellen zu untermauern.

Im 14. Jahrhundert wurde der Ort Saint Apoloner oder Saint Espoloney genannt. Im 19. Jahrhundert hieß es im örtlichen Dialekt Saint Epleuney und die Bewohner hießen Epleumiens. Während der Französischen Revolution wurde der Ort in Fontaine Soyer umbenannt, weil Heilige in Ortsnamen nicht erwünscht waren.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 1152 2403 3795 4611 5577 5025 6239

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 28. September 1978 besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Gemeinde Herxheim bei Landau/Pfalz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • François Biju-Duval: Saint-Apollinaire au Moyen-Âge. Un village au temps des ducs du Bourgogne. Forelle, Saint Apollinaire 1997, ISBN 978-2-84290-024-3. (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Apollinaire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien