Schnabelwaid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schnabelwaid
Schnabelwaid
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schnabelwaid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Creußen
Höhe: 451 m ü. NHN
Fläche: 21,28 km2
Einwohner: 981 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91289
Vorwahl: 09270
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 184
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 8
91289 Schnabelwaid
Webpräsenz: www.markt-schnabelwaid.de
Bürgermeister: Hans-Walter Hofmann (CSU)
Lage des Marktes Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Waischenfeld Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Schnabelwaid ist ein Markt im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Creußen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schnabelwaid ist in acht Ortsteile eingeteilt[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Preunersfeld, Schnabelwaid, Schnabelwaider Kitschenrain.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Creußen, Prebitz und Pegnitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herren von Künsberg waren seit 1410 im Besitz der Burg und des Ortes. Die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth erwarben im Jahr 1668 den Ort. Das Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Schnabelwaid besaß wichtige magistratische Eigenrechte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Zips eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0.993 Einwohner
  • 1970: 0.993 Einwohner
  • 1987: 0.893 Einwohner
  • 1991: 0.927 Einwohner
  • 1995: 1.015 Einwohner
  • 2000: 1.004 Einwohner
  • 2005: 1.045 Einwohner
  • 2010: 0.984 Einwohner
  • 2015: 0.981 Einwohner

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

65 % der Einwohner sind evangelisch, 23 % katholisch.[4] Die evangelische Maria-Magdalena-Kirche gehört zum Dekanat Pegnitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die katholische Filialkirche St. Otto gehört zur Pfarrei St. Marien mit Sitz in Creußen, Erzbistum Bamberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit dem 21. Januar 2007 Hans-Walter Hofmann (CSU). Bei der Kommunalwahl am 2. März 2008 setzte sich Hofmann erneut mit 53,09 % gegen Rüdiger Goller (SPD) durch. Am 16. März 2014 wurde Hofmann mit 57,12 % im Amt bestätigt. Nach der dritten Wahlniederlage gegen Hofmann erklärte Goller seinen endgültigen Rückzug aus der Kommunalpolitik.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich ab Mai 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU 5 Sitze (2008: 5 Sitze)
  • FWG 4 Sitze (2008: 3 Sitze)
  • SPD 3 Sitze (2008: 4 Sitze)

Bürgermeisterwahl am 21. Januar 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister in Schnabelwaid war seit dem 26. September 2006 der Zweite Bürgermeister Hans-Walter Hofmann (CSU), da Bürgermeister Wilhelm Friedrich (SPD) im Alter von 74 Jahren verstorben war. Neuwahlen fanden am 21. Januar 2007 statt. Am Wahlabend wurde der Kandidat der SPD, Rüdiger Goller, als knapper Sieger ausgerufen. Doch schon am nächsten Tag stellte sich heraus, dass die Stimmen falsch ausgezählt worden waren und der CSU-Kandidat Hans-Walter Hofmann die Wahl mit nur sieben Stimmen Vorsprung gewonnen hatte. Für fast sieben Wochen rückte Schnabelwaid in den Mittelpunkt des Interesses von Presse, Rundfunk und Fernsehen: Die Wahl wurde vom SPD-Bewerber angefochten und Strafanzeige erstattet.[5] Es war gut fünf Wochen lang umstritten, ob die Wahl rechtmäßig gewesen sei, da es bei der Auszählung am Wahlabend zu einer Vielzahl von Verstößen gegen die Wahlordnung gekommen und auch die Nachzählung am Montag nicht vom Wahlleiter autorisiert worden war. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth konnte Manipulationen ausschließen und stellte am 12. Februar 2007 ihre Ermittlungen ein. Das Landratsamt Bayreuth stellte am 2. März 2007 fest, dass die Wahl gültig ist. Am 15. März 2007 erklärte der unterlegene SPD-Kandidat, dass er aufgrund der erwarteten langen Verfahrensdauer auf eine gerichtliche Nachprüfung verzichte.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich des Ortsteiles Craimoos befindet sich der nach ihm benannte Craimoosweiher. Dieser steht unter Naturschutz und ist für bedrohte Vogel, Insekten und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum. Im Jahre 2014 wurde am Ufer ein Vogelbeobachtungsturm gebaut.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 648 Hektar, davon waren 369 Hektar Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnabelwaid liegt an den zwischen Pegnitz und Bayreuth auf gleicher Trasse verlaufenden Bundesstraßen B 2 und B 85 unweit der Autobahn A 9, zu deren Anschlussstelle 43 Trockau eine direkte Straßenverbindung besteht.

Der erste Bauabschnitt der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb führte bis Schnabelwaid und wurde im Juli 1877 eröffnet, ebenso die eingleisige Strecke nach Bayreuth. Die Fortführung bis Marktredwitz und weiter nach Schirnding wurde im folgenden bzw. übernächsten Jahr fertiggestellt. Heute wird der Bahnhof regelmäßig von Zügen der VGN-Linie R3 der R-Bahn Nürnberg bedient. Anschluss Richtung Bayreuth und Nürnberg besteht jeweils im Zweistundentakt, zur Fahrt nach Marktredwitz muss in Pegnitz umgestiegen werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111030/232140&attr=OBJ&val=1168
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 677.
  4. Zensus 2011
  5. Nürnberger Nachrichten vom 31. Januar 2007
  6. Nordbayerischer-Kurier, Online-Version vom 16. März 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schnabelwaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien