Gesees

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gesees (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gesees
Gesees
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gesees hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 11° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Mistelbach
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 9,9 km2
Einwohner: 1290 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95494
Vorwahl: 09201
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 140
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pettendorfer Str. 4
95494 Gesees
Webpräsenz: www.gesees.de
Bürgermeister: Harald Feulner (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Gesees im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Waischenfeld Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Gesees ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach. Die früher überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde hat sich inzwischen zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesees liegt etwa fünf Kilometer südlich von Bayreuth in landschaftlich reizvoller Umgebung am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz am Fuße des Sophienbergs (592 m ü. NN).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bayreuth, Haag, Hummeltal und Mistelbach.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesees besteht aus insgesamt sieben Ortsteilen[2]:

Lichtenheide ist kein amtlich benannter Ortsteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1321, das wahre Alter dürfte aber wesentlich höher sein, wie die dort gefundenen Reihengräber aus der Zeit um 800 n. Chr. beweisen. Bei Sanierungsarbeiten an der Kirche wurden Überreste gefunden, die wohl von der erstmals im Jahre 1080 urkundlich erwähnten Kirche von Gesees stammen. Die erste genauere Beschreibung des Ortes befindet sich im Landbuch von 1398. Zusammen mit Mistelgau gilt Gesees als die älteste Siedlung des Hummelgaus. Seit 1310 gehörte Gesees zur Herrschaft der zollernschen Burggrafen von Nürnberg, der späteren Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth. Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Das Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 1. Januar 1970 wurde Forkendorf nach Gesees eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat (2014–2020) besteht aus zwölf Mitgliedern.

Gegenüber der Wahl 2008 ergab sich keine Änderung der Sitzverteilung.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehrkirche Gesees
  • Das Dorf wird von der weithin sichtbaren gotischen Kirche Sankt Marien zum Gesees überragt, die als „Krone des Hummelgaues“ bezeichnet wird. Die Kirche wurde im Jahre 1410 als Wallfahrtskirche erbaut, 1430 von den Hussiten niedergebrannt und 1441 erneut geweiht. Erst im Jahre 1583 erhielt die Kirche einen hohen spitzen Turm mit vier Ecktürmchen (Fünfknopfturm). Bei der Erneuerung des Turmes (1907–1909) wurden die vier Ecktürmchen aus Kostengründen nicht mehr angebracht.
  • Die Breite Eiche, Naturdenkmal im Ortsteil Forkendorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gesees – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111030/123651&attr=OBJ&val=1152
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 432
  4. http://www.gesees.de/index.php?id=0,96