Haag (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haag
Haag (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haag hervorgehoben

Koordinaten: 49° 52′ N, 11° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Creußen
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 15,89 km2
Einwohner: 924 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95473
Vorwahl: 09201
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 146
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 11
95473 Haag
Website: www.haag-oberfranken.de
Erster Bürgermeister: Robert Pensel (CSU)
Lage der Gemeinde Haag im Landkreis Bayreuth
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Über dieses Bild
Kirche St. Katharina und Schulhaus in Haag
Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Katharina

Haag ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Creußen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haag ist in eine sanfte Hügellandschaft an den Ausläufern des Lindenhardter Forstes unweit der Rotmainquelle eingebettet. Die Ortsteile Obernschreez, Unternschreez und Gosen liegen auf dem Hang des nahegelegenen Culm- oder Sophienbergs.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Haag hat 11 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Ortstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Haag, Obernschreez und Unternschreez.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bayreuth, Creußen und Gesees.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Haag bedeutet vermutlich von einem Wald, Gebüsch oder einer Hecke eingehegter Ort.[3] Der Ortsname bzw. Namensteil Schreez ist vom slawischen Wort Sraz abgeleitet und bezieht sich auf den Hang des Sophienbergs, auf dem der Gemeindeteil liegt.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herren von Nankenreuth besaßen vom 15. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben 1613 das Rittergut Schreez mit Haag und Unternschreez. Schloss Unternschreez war ehemaliger markgräflicher Witwensitz. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Haag im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Schreez, 1939 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Obernschreez und Unternschreez entstanden,[5] nach Haag eingemeindet.[6] Am 1. Januar 2020 wurde ein Teilstück mit einer Größe von 259 ha aus dem ehemaligen gemeindefreien Gebiet Lindenhardter Forst-Nordwest eingegliedert.[7]

Schloss Unternschreez
Ehemaliges Gasthaus Stöckel in Unternschreez
Mittelstraße in Unternschreez

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 732 Einwohner
  • 1970: 767 Einwohner
  • 1987: 783 Einwohner
  • 1991: 856 Einwohner
  • 1995: 887 Einwohner
  • 2000: 905 Einwohner
  • 2005: 963 Einwohner
  • 2010: 928 Einwohner
  • 2015: 952 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2014 wurde Robert Pensel (CSU) mit 90,6 % zum neuen Bürgermeister gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Vorgänger waren Horst Rauh (CSU) bis 2014 und Johann Lautner (Freie Wählergemeinschaft) bis 2002.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
CSU 2 3 3
SPD 2 2 1
Freie Wählergemeinschaft Schreez 2 1 2
Wahlgemeinschaft Haag 2 2 2
Gesamt 8 8 8

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem ehemaligen Gasthaus Stöckel in Unternschreez, dessen Fassade ein Wappenrelief aus Sandstein mit der Jahresinschrift 1619 ziert, drohte der Abriss (Stand Januar 2019). Lediglich das Relief steht unter Denkmalschutz, der Abriss des Gebäudes wäre mit 90 Prozent Zuschuss durch das Programm „Innen statt Außen“ gefördert worden.[8] Im März 2019 wurde mitgeteilt, dass das Haus verkauft wurde und saniert werden soll.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 177 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 308. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 297 Hektar, davon waren 127 Hektar Ackerfläche und 170 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 25 Kindern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Haag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Haag in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2020.
  3. Website der Gemeinde Haag (Memento des Originals vom 29. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haag-oberfranken.de, abgerufen am 23. August 2013
  4. Nordbayerischer Kurier vom 23. August 2013, S. 25.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 432.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 677.
  7. Regierung von Oberfranken: Pressemitteilung-Nr.: 109/19, 25. Oktober 2019: Creußen, Hummeltal, Haag und Gesees wachsen; Gemeindefreie Gebiete im Lindenhardter Forst werden aufgelöst.
  8. Nur das Wappen muss bleiben in: Nordbayerischer Kurier vom 3. Januar 2019, S. 17.
  9. Aus der alten Gaststätte soll eine Pension werden in: Nordbayerischer Kurier vom 21. März 2019, S. 21.