Stegaurach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stegaurach
Stegaurach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stegaurach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 268 m ü. NHN
Fläche: 23,91 km2
Einwohner: 7041 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 295 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96135
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 191
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 1
96135 Stegaurach
Webpräsenz: www.stegaurach.de
Bürgermeister: Thilo Wagner (Freie Wähler-Freie Liste)
Lage der Gemeinde Stegaurach im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Stegaurach ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg, Bayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Stegaurach liegt im Tal der Aurach, ca. vier Kilometer westlich von Bamberg in Richtung des Steigerwaldes. Hinter der Hügelkette im Norden von Stegaurach liegt das mittlere Maintal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bischberg, Bamberg, Pettstadt, Frensdorf, Burgebrach und Walsdorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stegaurach gliedert sich in zwölf Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen, Stand 2007)[2]:

Nicht amtlich benannte Ortsteile sind Kaifeck (12) und Mutzershof (67).

Es gibt die Gemarkungen Birkacher Wald, Hartlanden, Höfen, Mühlendorf und Stegaurach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stegaurach gehörte zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, und war ursprünglich Teil der erbermännischen Güterverwaltung, die jedoch zu einem großen Teil aus Besitz des Hochstifts oder seinen Mediaten bestand. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1978 bis 2012 war die Gemeinde Mitglied und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Nachbargemeinde Höfen eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1973 kam ein Teil, am 1. April 1975 schließlich der Rest der Gemeinde Hartlanden hinzu. Mühlendorf folgte am 1. Januar 1978.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stichtag Einwohner[5]
1. Dezember 1840 1587
1. Dezember 1871 1786
1. Dezember 1900 1864
16. Juni 1925 1794
17. Mai 1939 2052
13. September 1950 2763
6. Juni 1961 3210
27. Mai 1970 3935
25. Mai 1987 4958
31. Dezember 1991 5547
31. Dezember 1995 6004
31. Dezember 2000 6323
31. Dezember 2001 6454
31. Dezember 2002 6605
31. Dezember 2003 6704
31. Dezember 2004 6788
31. Dezember 2005 6824
31. Dezember 2006 6841
31. Dezember 2007 6947
31. Dezember 2008 6844
31. Dezember 2009 6824
31. Dezember 2010 6851
31. Dezember 2011 6761
31. Dezember 2012 6737
31. Dezember 2013 6842
31. Dezember 2014 6980
31. Dezember 2015 6978
31. Dezember 2016 7048

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

78 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 13 % evangelisch und 9 % gehören einer anderen Konfession an bzw. sind konfessionslos.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Thilo Wagner (Freie Wähler-Freie Liste), der sich in der Stichwahl mit 64,32 % gegen Bernd Fricke (Grüne/Aktive Bürgerstimme/SPD) durchsetzte. Sein Vorgänger war seit 1996 Siegfried Stengel (CSU/Bürgerblock), der zuletzt 2008 in der Stichwahl mit 56,37 % ebenfalls gegen Bernd Fricke (Grüne/Aktive Bürgerstimme/SPD) gewann.

Am 6. Mai 2014 wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Bernd Fricke (Grüne/Aktive Bürgerstimme) zum Zweiten Bürgermeister und Werner Waßmann (Freie Wähler-Freie Liste) zum Dritten Bürgermeister gewählt.

Auflistung nach Legislaturperioden:

  • 1876–1881: Johann Feulner
  • 1882–1895: Michael Ritter
  • 1895–1905: Andreas Windfelder
  • 1905–1923: Friedrich Röckelein
  • 1923–1929: Adam Mackert
  • 1930–1933: Johann Kratzer
  • 1933–1945: Eugen Stettmayer
  • 1945–1948: Georg Metzner
  • 1948–1953: Georg Steblein
  • 1953–1967: Georg Dresel
  • 1967–1978: Peter Graf
  • 1978–1990: Johann Ziegler (CSU)
  • 1990–1996: Maximilian Wagner (Bürgernahe Liste)
  • 1996–2014: Siegfried Stengel (CSU/Bürgerblock)
  • seit 1. Mai 2014: Thilo Wagner (Freie Wähler-Freie Liste)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
CSU/Bürgerblock 10 8 6
Freie Liste 04 4 6
SPD 02 2 1
Bürgernahe Liste 02 3 3
Grüne/Aktive Bürgerstimme 02 3 4

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 bildete die Gemeinde Stegaurach mit den Nachbargemeinden Walsdorf, Lisberg und Priesendorf eine Verwaltungsgemeinschaft, aus der die beiden Letztgenannten bereits zum 31. Dezember 1979 wieder ausschieden. Ab dem 1. Januar 1980 waren nur noch Stegaurach und Walsdorf Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach.

In einer Sitzung des Gemeinderates am 12. Juni 2007 beantragte die Gemeinde Walsdorf, sich wieder zu verselbstständigen. Die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach, der Gemeinderat Stegaurach, die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Bamberg sowie die Fachaufsicht der Regierung von Oberfranken sprachen sich für eine Nichtauflösung der Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach aus. Auch das Staatsministerium des Innern wies schriftlich auf eine Reihe von nachteiligen Folgen bei einer Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft hin. Unter anderem wird der bisherigen Verwaltung hohe Effizienz bescheinigt sowie vor einem erheblichen zusätzlichen Bedarf an Investitions- und Personalkosten gewarnt. Der Bürgermeister von Walsdorf wies die Kritik jedoch mit den Worten zurück: „Es gibt keine Veränderungen, nichts wird teurer“.[6][7] Da die Gemeinde Walsdorf ihren Antrag weiterhin aufrechterhielt, verabschiedete der Bayerische Landtag das Gesetz vom 4. Dezember 2012, mit dem die Gemeinde Walsdorf ab 1. Januar 2013 wieder in die Selbstständigkeit entlassen wurde.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchweih in Stegaurach
Am ersten Sonntag im Juli ist Kirchweih. Das ganze Wochenende über gibt es Tanzveranstaltungen und Volksfestattraktionen. Die Kirchweih beginnt mit dem Aufstellen des Kirchweihbaumes.
  • Faschingszug
Am Faschingssonntag gestalten die Ortsvereine nachmittags einen bunten Umzug mit geschmückten Wagen und verkleideten Fußgruppen.
  • Maibaum
Den Sommer über steht auf dem Luigi-Padovese-Platz der Maibaum. Die seitlich angebrachten Tafeln zeigen die Stegauracher Zünfte, zum Beispiel das Bauhandwerk. Der Maibaum wird in den Tagen vor dem 1. Mai mit einem festlichen Akt aufgestellt.
  • Karpfensaison
Karpfensaison ist in allen Monaten mit dem Buchstaben 'r'. Viele Gasthäuser bieten während dieser Zeit panierten Karpfen als Gebackenen Karpfen und in Weißweinsud gekochten Karpfen als Blauen Karpfen an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.573.000 Euro, davon waren umgerechnet 263.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 313 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2120. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 795 Hektar, davon waren 571 Hektar Ackerfläche und 223 Hektar Dauergrünfläche.

Zwischen Debring und Unteraurach liegt das Gewerbegebiet Debring mit zahlreichen Handwerksbetrieben.

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es drei Brauereien: die Hausbräu Stegaurach (2001 gegründet), die Brauerei Müller in Debring und die Mühlenbräu in Mühlendorf. Bis 1989 gab es in Stegaurach die Brauerei Krug und bis 1983 die Brauerei Windfelder, in Mühlendorf bis 1973 die Brauerei Zur Linde Dorn und in Waizendorf bis 1976 die Brauerei Giehl.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2017 gab es folgende Einrichtungen:

  • Die Kindertagesstätte St. Marien mit 36 Krippenplätzen und 100 Kindergartenplätzen in Trägerschaft der Pfarrei Stegaurach[9]
  • Die Kindertagesstätte Don Bosco mit zwölf Krippenplätzen und 50 Kindergartenplätzen in Trägerschaft der Pfarrei Stegaurach[10]
  • eine Grund- und Mittelschule im Schulverbund Aurachtal-Ebrachgrund[11]

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Debring, Hartlanden, Höfen/Waizendorf, Mühlendorf und Stegaurach gibt es Freiwillige Feuerwehren.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürger e. V. Stegaurach: Der 2010 gegründete Verein hat heute über 100 Mitglieder und setzt sich für die Belange der Bürger ein. Außerdem werden diverse Aktionen organisiert (Kinderklettern, Faschingswagen, Sommerfest, Flohmarkt).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Verkehrsachse der Gemeinde ist die Bundesstraße 22 im Abschnitt zwischen Würzburg und Bamberg, die ca. vier Kilometer vor Bamberg durch Debring führt. Außerdem sind die Staatsstraßen Stegaurach – Walsdorf – Trabelsdorf, Bamberg – Waizendorf – Frensdorf – Höchstadt/Aisch und die Kreisstraße Waizendorf – Pettstadt für den Individualverkehr wichtig.

Stegaurach liegt im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Die Ortsteile werden durch Buslinien bedient. Debring, Stegaurach, Mühlendorf und Hartlanden im Stundentakt; Höfen, Unteraurach und Waizendorf in größeren Abständen.

Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internetversorgung wird aktuell aus Fördermitteln durch die Deutsche Telekom ausgebaut, um Bandbreiten bis zu 50 Mbit im Downstream anbieten zu können. Der Großteil von Stegaurach wird aktuell (Stand 1. Dezember 2017) mit bis zu max. 25 Mbit im Downstream versorgt.[12]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Fusion des Minges Basket Club Bamberg und der Basketballabteilung der SpVgg Stegaurach entstand der neue Basketballverein BG Minges Stegaurach. Trainer der Herrenmannschaft ist der ehemalige deutsche Pokalsieger Gary von Waaden.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1996 bis 2001 spielte die Fußballmannschaft der SpVgg Stegaurach in der Bayernliga. Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war der zweite Tabellenplatz in der Saison 1999/2000. Derzeit spielt sie in der Kreisliga 1 Bamberg/Bayreuth/Kulmbach.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stegaurach unterhält eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Onet-le-Château im Département Aveyron.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luigi Padovese OFMCap (1947–2010), römisch-katholischer Bischof, Ehrenbürger von Stegaurach (2007)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stegaurach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/231957&attr=OBJ&val=1134
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 430.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.
  5. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09471191.pdf
  6. Interview zur Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach Infranken.de
  7. Audio-Interview mit Bürgermeister Faatz Bayerischer Rundfunk
  8. Information zur bevorstehenden Verwaltungsreform Gemeinde Walsdorf
  9. Kita St. Marien Stegaurach Homepage der Kita
  10. Konzeption Kita Don Bosco Kita Don Bosco Stegaurach
  11. Grund- und Mittelschule Altenburgblick Homepage der Schule
  12. Breitbandausbau Gemeinde Stegaurach Gemeinde Stegaurach