Stein (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Stein
Stein (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Stein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 25′ N, 11° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Fürth
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 19,51 km2
Einwohner: 13.916 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 713 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90547
Vorwahlen: 0911, 09127Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 73 127
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 56
90547 Stein
Webpräsenz: www.stadt-stein.de
Bürgermeister: Kurt Krömer (SBG Steiner Bürger-Gemeinschaft)
Lage der Stadt Stein im Landkreis Fürth
Landkreis FürthBayernLandkreis AnsbachLandkreis RothSchwabachErlangenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Erlangen-HöchstadtFürthNürnbergObermichelbachTuchenbachPuschendorfVeitsbronnSeukendorfWilhermsdorfLangenzennCadolzburgGroßhabersdorfAmmerndorfRoßtalZirndorfOberasbachStein (Mittelfranken)Karte
Über dieses Bild
Lage von Stein im Landkreis Fürth

Stein (fränkisch Schdah) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Fürth. Sie liegt unmittelbar an der Stadtgrenze von Nürnberg und wird von der Rednitz durchflossen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stein liegt am südwestlichen Stadtrand von Nürnberg am linken Ufer der Rednitz, die sich wenige Kilometer nördlich in Fürth mit der Pegnitz zur Regnitz vereinigt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Nürnberg, Rohr, Roßtal, Zirndorf, Oberasbach

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den folgenden elf Orten:[2]

Der Stadtteilname Deutenbach[3] ist amtlich erloschen, lebt aber in vereinzelten Wegweisern, im Namen des Fußballvereins STV Deutenbach und der Freiwilligen Feuerwehr Deutenbach, in der Deutenbacher Str. (auch Straßenname im Nürnberger Stadtteil Krottenbach) und im Volksmund fort. Der Ortseingang ist durch ein Hinweisschild bezeichnet. Die Ortsbezeichnung Deutenbach wird auch weiterhin im Omnibuslinien-Verkehr verwendet. – Der Stadtteilname Spitzgarten für das östlich der Rednitz gelegene Steiner Stadtgebiet, in dem heute der Hauptkomplex der Firma Faber-Castell und das Faberschloss liegen, wird nicht mehr verwendet. An den im Volksmund bisweilen noch gebräuchlichen Stadtteilnamen Felsen erinnert die Felsenstr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1227 als „landriht zv dem Staine“ (=das Landgericht zu Stein) erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich wohl von einem Gerichtsstein an der Rednitzbrücke ab, die es seit dem 13. Jahrhundert gibt. Dort wurden auch 1296 und 1297 noch Gerichtssitzungen „zu der steinbruke“ abgehalten.[4]

Über die folgenden Jahrhunderte wuchs der Ort, ehe er 1499 durch Kunz Schott zerstört wurde. Nach dem Wiederaufbau wurde Stein rund fünfzig Jahre später im Zweiten Markgrafenkrieg 1552 erneut zerstört; der diesmalige Wiederaufbau dauerte bis in die sechziger Jahre des 16. Jahrhunderts an. Zu einer drittmaligen Zerstörung Steins kam es 1632 im Dreißigjährigen Krieg im Zuge der Schlacht an der Alten Veste bei Zirndorf. Nach dem Krieg wurde 1660 eine evangelisch-reformierte Kirche am heutigen Alten Kirchplatz gebaut.

Die ersten Bleistiftmacher waren bereits seit 1719 in Stein tätig, als sich Kaspar Faber 1758 in Stein niederließ und damit den Grundstein des Faber-Castell-Firmenimperiums legte.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Stein 38 Haushalte. Das Hochgericht wurde vom brandenburg-ansbachischen Richteramt Roßtal ausgeübt. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde von den Nürnberger Eigenherren von Geuder, denen das Rittergut Heroldsberg gehörte, ausgeübt. Grundherren waren die Nürnberger Eigenherren von Geuder (Schloss, 1 Mühle, 1 Poliermühle, 1 Papiermühle, 3 Schleifwerke, 2 Hammerwerke, 1 Schmiede, 2 Güter, 24 Häuser), von Gugel (1 Gut) und von Oelhafen (1 Hintersasse).[5]

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1806 ging der Ort Stein an das Königreich Bayern über. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 das Steuerdistrikt Stein gebildet, zu dem Oberweihersbuch, Spitzgarten und Unterweihersbuch gehörten. Im selben Jahr wurde die Ruralgemeinde Stein gebildet, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 1 Anwesen von 1821 bis 1848 dem Patrimonialgericht Gebersdorf und 27 Anwesen von 1823 bis 1848 dem Patrimonialgericht Stein. Am 4. Dezember 1841 wurde die Ruralgemeinde Weihersbuch gebildet, zu der Ober- und Unterweihersbuch gehörten. Ab 1862 wurde Stein vom Bezirksamt Nürnberg verwaltet. Die Gerichtsbarkeit liegt seit 1880 beim Amtsgericht Nürnberg. Die Finanzverwaltung wurde 1870 vom Rentamt Nürnberg (1920 in Finanzamt Nürnberg umbenannt) übernommen.[6] Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 9,117 km².[7]

1861 wurde die neue evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche am Martin-Luther-Platz eingeweiht.

Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt die Gemeinde mit der Eröffnung des Bahnhofs Nürnberg-Stein an der Eisenbahnstrecke nach Ansbach im Jahr 1875. 1889 wurde zudem die steinerne Rednitzbrücke neu gebaut, womit die Verkehrsinfrastruktur ebenfalls ausgebaut wurde (Einweihung der neuen Rednitzbrücke 1971). 1926 wurde die Omnibuslinie Nürnberg-Schweinau – Stein (Kirche) durch die Nürnberg-Fürther Straßenbahn in Betrieb genommen. Fünf Jahre später wurde die Hauptstraße mit Kleinpflaster erstmals befestigt. Nach dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 der O-Busbetrieb zwischen Nürnberg-Schweinau und Stein (Rosenstraße) in Betrieb genommen, der 1962 allerdings wieder eingestellt wurde.

1906 wurde das Faberschloss eingeweiht. Zu den Nürnberger Prozessen (20. November 1945 bis 14. April 1949) war Ernest Hemingway als Journalist und Berichterstatter im Schloss Faber-Castell in Stein untergebracht. Das Schloss Faber-Castell diente als Unterkunft für internationale Anwälte und Prozessberichterstatter, zu denen auch John Steinbeck zählte. Erst 1953 verließen die letzten US-Besatzer das Schloss, das bis zuletzt als Pressecamp diente. 1957 kam es zur Einweihung des neuen Rathauses. Die Trabantenstadt um den Goethering wurde 1973 fertiggestellt.

1922 gab es Verhandlungen zur Eingemeindung der Gemeinde Stein nach Nürnberg, die jedoch erfolglos geblieben. Am 1. Juli 1972 wechselte die Gemeinde Stein im Rahmen der Gebietsreform in Bayern vom Landkreis Nürnberg zum Landkreis Fürth. Am 1. April 1977 wurde die Gemeinde Stein bei Nürnberg amtlich in Stein umbenannt sowie am 6. Mai 1977 zur Stadt ernannt.[8]

Mit dem Freizeitbad Palm Beach wurde 1979 eine Freizeiteinrichtung eingeweiht. 1993 ging es in den Besitz von Heinz Steinhart über.[9]

Auch Bildungseinrichtungen wurden errichtet; so wurde 1982 das Gymnasium Stein eingeweiht. Die neue katholische Kirche St. Albertus Magnus wurde 1989, die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche im Stadtteil Deutenbach 1992 eingeweiht.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1922 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Deutenbach (Landkreis Schwabach) eingegliedert. Am 1. Januar 1927 kam Weihersbuch, das bis 1870 den Gemeindenamen Oberweihersbuch trug, hinzu. Im Jahr 1967 wurden die vorher im Landkreis Schwabach gelegenen Orte Bertelsdorf und Eckershof eingemeindet. Am 1. Juli 1972 folgte das im Landkreis Fürth gelegene Gutzberg,[10] das seine Landkreiszugehörigkeit durch den gleichzeitigen Übergang der Gemeinde Stein in den Landkreis Fürth beibehalten konnte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Stein

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2007 2016
Einwohner 796 657 873 897 1098 1320 1432 1698 1855 2054 2048 2064 2295 2400 2284 3015 4079 4967 6326 6672 7455 9167 13267 14116 13870 13828
Häuser[11] 74 49 97 123 164 242 590 926 2416 2993
Quelle [12] [13] [14] [15] [14] [16] [14] [14] [17] [14] [14] [18] [14] [14] [14] [19] [14] [14] [14] [20] [7] [21] [22] [23] [23]

Ort Stein

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 631 657 1098 1432 2054 2064 2668 6672* 7455* 8885* 10328
Häuser[11] 46 49 97 123 164 190 590* 926* 1587
Quelle [12] [13] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [7] [21] [22]
* inklusive Deutenbach, Ober- und Unterweihersbuch
inklusive Deutenbach

Politik und Kommunales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

8
7
3
3
1
2
Insgesamt 24 Sitze

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Er setzt sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wie folgt zusammen:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundsteuerhebesatz beträgt seit 2004 für land- und forstwirtschaftliche Betriebe 370 %. Seit 2016 beträgt der Steuerhebesatz für Grundstücke 450 %, davor betrug er 370 %. Der Gewerbesteuerhebesatz liegt bei 400 %. Die Hundesteuer für den ersten Hund beträgt seit 2016 jährlich 90,00 Euro, davor betrug die Hundesteuer 70,00 Euro.[24] Die Verschuldung pro Einwohner betrug im Jahr 2013 454 Euro.[25]

Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2009 wurde die Bürgerstiftung Stein gegründet.[26]

Liste der Steiner Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Partei Regierungszeit Hinweis/Quelle
Josef Dümmelbeck Freie Wähler 1966–1978 30 Jahre Freie Wähler.[27]
Alfred Schuster Freie Wähler 1978–1990 Siehe oben
Werner Biewald CSU 1990–1996 www.csu-stein.de
Bernhard Gottbehüt FDP 1996–2008 Nordbayern.de.[28]
Kurt Krömer SBG 2008 seit 1. Mai 2008

Bildungseinrichtungen und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stein gibt es eine Grundschule, eine Mittelschule, ein Gymnasium[29] und die private Berufsfachschule für Rettungsassistenten Stein der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e. V.[30] Die Akademie Faber-Castell ist eine Akademie für Kunst, Kultur und Design mit Studiengängen im Bereich Bildende Kunst und Design.[31] Die Volkshochschule Stein ist eine Bildungsinstitutionen der Erwachsenenbildung.[32] Seit 1991 gibt es die Musikschule Stein.[33]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 1961 wurde der STV Deutenbach 1961 e. V. gegründet. Der Turn und Sportverein Stein 1875 e. V. hat mehrere Abteilungen, darunter Basketball, Handball, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nordwestlichen Teil der Gemarkung Stein liegt das Naturschutzgebiet Hainberg, mit landesweit bedeutsamen Sandmagerrasen.[34]

Sehenswürdigkeiten, Museen und Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss

Eindrucksvoll sind die mit Faber-Castell zusammenhängenden Bauten und Anlagen. Die Fabrikanlagen entlang der Rednitz gehen wohl im Wesentlichen auf Baulichkeiten des 19. Jahrhunderts zurück und wurden verschiedentlich im 20. Jahrhundert erweitert und umgebaut.

Besonders imposant ist der historistische Schlosskomplex des Faberschlosses (19. Jahrhundert und frühes 20. Jahrhundert). Das Schloss besteht aus einem älteren Teil im Stil der Neorenaissance und dem neuen Schloss, das eher im Stil der Neoromanik erbaut ist. Einige der repräsentativen Räume wurden vom damals aufstrebenden Architekten und Designer Bruno Paul geschaffen.[35] Der ausgedehnte Park (Faberpark) wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Bayern bzw. Nürnberg abgetreten.

Die evangelische Martin-Luther-Kirche und die Baulichkeiten des nördlich anschließenden Friedhofs gehören ebenfalls zum Historismus.

Es gibt das Kur- und Freizeitbad Kristall Palm Beach, ein Jugendhaus und außerdem ein Freilandterrarium im Rednitzgrund, das von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg betrieben wird. 2015 konnte das Freiland-Aquarium und -Terrarium Stein auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimatmuseum Stein fand am 31. Mai 2008 seinen Platz im ältesten Gebäude, welches 1635 erbaut worden ist.[36] Am Westufer der Rednitz befindet sich das Museum „Alte Mine“. Dort kann die Minenfertigung besichtigt werden.[37]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai feiert Stein sein „Stadtfest mit Kulturfrühling“. Während der dreitägigen Veranstaltung findet eine Familien-Stadt-Rallye statt, an der unzählige Vereine und Einrichtungen mitwirken. Parallel finden verschiedenste Ausstellungen statt, zumeist im Rathaus und in der Akademie Faber-Castell, aber auch im Einkaufszentrum FORUM. Jeweils am Samstagabend findet der „Kulturfrühling“ auf dem Mecklenburger Platz statt, bei dem verschiedene Künstler aus Comedy und Musik auftreten. Am Stadtfest-Sonntag lädt die Stadt in der Regel zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein.[38]

Im Juni findet die Veranstaltung „Der Stadtpark klingt“ statt. Dazu treten im Steiner Stadtpark verschiedene Gruppen und Interpreten auf, die unplugged musizieren. Bei freiem Eintritt lädt „Der Stadtpark klingt“ zu einem musikalischen Spaziergang durch den kleinen, idyllischen Stadtpark oberhalb des Rednitzgrundes ein.

Seit 1996 gibt es einen Bauernmarkt. Die Premiere war am 30. März 1996. Die ersten fünf Jahre fand der Bauernmarkt an der Martin-Luther-Kirche statt. Das 20. Jubiläum wurde am 24. September 2016 am Mecklenburger Platz gefeiert.[39]

Jährlich findet ein Schlosskonzert auf dem Gelände von Faber-Castell statt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖPNV in Stein

Stein ist seit dem ausgehenden Mittelalter durch seine Bleistiftmühlen und heute durch die Bleistiftindustrie bekannt. Die Stadt ist Sitz des Schreibgeräteherstellers Faber-Castell. Im November 2015 wurde das Einkaufszentrum „Forum Stein“ auf dem Gelände des früheren „Möbel Krügel“ eröffnet.[40]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadt verläuft die Bundesstraße 14 und hat über die Anschlussstelle Nürnberg-Schweinau der Südwesttangente Verbindungen an das Kraftfahrstraßen- und Autobahnnetz. Die Bundesstraße 14 ist mit dem Durchgangsverkehr Richtung Nürnberg und Richtung Ansbach stark belastet. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft westlich nach Unterasbach, eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft südlich nach Deutenbach.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschluss an das regionale Eisenbahnnetz besteht über den Bahnhof Nürnberg-Stein, der sich jedoch weit außerhalb des Stadtgebietes am Rande des Nürnberger Stadtteils Gebersdorf an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim (Kursbuchstrecke 891.7) befindet. Entlang dieser Relation verkehrt die S-Bahn-Linie 4 (Nürnberg Hauptbahnhof–Ansbach). In der Nähe von Stein befindet sich an derselben Kursbuchstrecke ein weiterer DB-Haltepunkt im Nachbarort Unterasbach.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stein ist innerhalb des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg über die VGN-Omnibuslinien 63 und 64 an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen. Beide Linien sind auf der Nürnberger Seite an den U-Bahnhof Röthenbach der U-Bahnlinie U2 angebunden. Zusätzlich erschließen die Regionalbuslinien 154 und 713 sowie der Rufbus 714 die außenliegenden Stadtteile und stellen eine Verbindung zur S-Bahnlinie S4 her. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag verkehrt die Nightliner Omnibuslinie N7 (VAG) von Nürnberg/Hauptbahnhof über Stein nach Roßtal.

Es gibt langfristige Planungen, die U2 von ihrem bisherigen Endpunkt Röthenbach in das Stadtgebiet von Stein zu verlängern. Da die Finanzierung dieses Projektes bislang ungeklärt ist, dürfte eine Realisierung auf absehbare Zeit nicht möglich sein (Stand 2011).[41]

In Stein geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Gebeßler: Landkreis Nürnberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 11). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 451450981, S. 67–69.
  • Gerhard Hirschmann: Stein bei Nürnberg – Geschichte eines Industrieortes. Frankenverlag Spindler, Nürnberg 1962, 259 S.
  • Gerhard Hirschmann: Stein – vom Industrieort zur Stadt. Erweiterte und fortgeführte 2. Auflage. Lorenz Spindler Verlag, Nürnberg 1991, 313 S.
  • Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 174 (Digitalisat). Ebd. S. 245–246 (Digitalisat).
  • Georg Büttner, Waldemar Knaupp: Stein an der Rednitz in alten Bildern. 1999.
  • Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 213–214.
  • Werner Sprung: Rund um Stein – Die Geschichte der eingemeindeten Ortschaften. Schriftenreihe der Altnürnberger Landschaft Nr. 31. Korn & Berg, Nürnberg 1983, ISBN 3-87432-093-6, 262 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stein (Mittelfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Stein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. Dezember 2018
  3. Die Ortsbezeichnung war während der Zeit der selbständigen Gemeinde Deutenbach noch unterteilt in Oberdeutenbach, Mitteldeutenbach und Unterdeutenbach.
  4. W.-A. v. Reitzenstein, S. 213f.
  5. H. H. Hofmann, S. 174.
  6. H. H. Hofmann, S. 245f; Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 63 (Digitalisat).
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 812 (Digitalisat).
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 714.
  9. Kristall-Chef und Bäder-König Heinz Steinhart ist tot Nordbayern.de, 20. Juli 2016, abgerufen am 20. Juli 2016.
  10. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 543.
  11. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2016 als Wohngebäude.
  12. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 88 (Digitalisat). Für die Gemeinde Stein zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Oberweihersbuch (S. 65) und Unterweihersbuch (S. 93).
  13. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 209 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 656 Einwohner.
  14. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  15. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1066, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  16. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1232, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  17. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1166 (Digitalisat).
  18. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1238 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1276 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1108 (Digitalisat).
  21. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 174 (Digitalisat).
  22. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 337 (Digitalisat).
  23. a b Stein (Mittelfranken): Amtliche Statistik des LfStat
  24. Stadt Stein, Internetseite vom Steueramt, abgerufen am 5. Januar 2016.
  25. Statistik kommunal 2014, Stadt Stein 09 573 127, Bayerisches Landesamt für Statistik, Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten, 10. Gemeindefinanzen seit 2009, abgerufen am 18. Oktober 2015
  26. Bürgerstiftung Stein: https://www.die-stifter.de/buergerstiftungen/info/buergerstiftung-stein/, abgerufen am 30. Juni 2016
  27. Freie Wähler, abgerufen am 2. Juli 2016.
  28. Nürnberger Zeitung vom 11. Juli 2008, abgerufen am 2. Juli 2016.
  29. „Statistik kommunal 2014 – Stadt Stein 09 573 127 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten“, Querschnittsveröffentlichung, Seite 16, Bayerisches Landesamt für Statistik, München 2015. Abgerufen am 17. August 2015.
  30. Notfallsanitäter-Seite, abgerufen am 17. August 2015.
  31. Akademie Faber-Castell Hochschulstudium, abgerufen am 17. August 2015.
  32. Volkshochschule der Stadt Stein, abgerufen am 19. September 2015.
  33. 25 Jahre Musikschule Stein – Pressespiegel 1, abgerufen am 30. Juni 2016.
  34. NaturschutzgebietsVO Hainberg
  35. www.faber-castell.de: Gräflich von Faber-Castell’sches Schloß. 2. März 2006.
  36. Heimatmuseum – Heimat- und Kulturverein Stein e. V., abgerufen am 19. September 2015.
  37. Museum Alte Mine, abgerufen am 19. September 2015.
  38. Stadt Stein – Stadtfest mit Kulturfrühling, „Stadtfest mit Kulturfrühling“, abgerufen am 11. Juni 2018.
  39. Stadt Stein – Bauernmarkt, "20 Jahre Bauernmarkt in Stein", abgerufen am 11. September 2016.
  40. Nachrichten des Bayerischen Rundfunk aus Mittelfranken (Memento vom 15. November 2015 im Internet Archive), abgerufen am 13. November 2015.
  41. landkreis-fuerth.de: Freistaat und Kommunen fordern Beteiligung des Bundes an U-Bahn-Verlängerung nach Stein. 8. Dezember 2011.
  42. Nach Hirschmann, 1991, S. 102, wurde Kaspar Faber (dort stets in der Schreibweise des Vornamens Caspar) am 31. März 1730 in Langenzenn als Sohn des Tagwerkers Georg Leonhard Faber geboren.
  43. Spitzgarten war im 19. Jh. der Name für den (durch die späteren Eingemeindungen im Westen Steins heute im Verhältnis flächenmäßig sehr kleinen) Teil Steins, der östlich der Rednitz liegt (Castellstr., Felsenstr., Am Neukirchpark, Nürnberger Str., Rednitzstr. und Bahnhofstr.). Dort befindet sich heute der Hauptkomplex der Firma Faber-Castell. In Oberspitzgarten liegen heute das Faberschloss und die Fabrikantenvilla.