Gebersdorf (Nürnberg)

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 25′ 48″ N, 11° 0′ 31″ O
Höhe: 292–309 m ü. NN
Fläche: 2,27 km²
Einwohner: 4328 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.903 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90449
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 61 Gebersdorf in Nürnberg
Die Heilig-Kreuz-Kirche in Gebersdorf
Die Heilig-Kreuz-Kirche in Gebersdorf

Gebersdorf ist ein Stadtteil von Nürnberg und liegt im Südwesten der Stadt. Gebersdorf grenzt direkt an die Nürnberger Stadtteile Großreuth bei Schweinau, Kleinreuth bei Schweinau und Röthenbach bei Schweinau sowie die benachbarten Städte Fürth, Stein und Oberasbach an. Im Stadtteil befinden sich das Großkraftwerk Franken 1 und das zentrale Bundesbahn-Umformwerk Nürnberg-Stein, welches den Bahnstrom für den Großraum Nürnberg herstellt, sowie das Gewerbegebiet Südwestpark.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Statistische Bezirk 61 ist Teil der Gemarkung 3427 Großreuth bei Schweinau. Gebersdorfs Grenzen werden von der Rothenburger Str. im Norden, dem Main-Donau-Kanal im Osten, der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim im Süden und der Rednitz im Westen gezogen. Südlich der genannten Bahnstrecke wird auch das Gebiet um das Großkraftwerk Franken 1 und um den Bahnhof Nürnberg-Stein zu Gebersdorf gerechnet. Im Westen grenzt Gebersdorf an Fürth und das Naturschutzgebiet Hainberg in Oberasbach. Ein kleiner Teil dieses Naturschutzgebiets gehört jedoch zu Gebersdorf.[2]

Statistische Nachbarbezirke
(Fürth) Höfen
Nachbargemeinden Großreuth bei Schweinau
(Naturschutzgebiet Hainberg) Röthenbach West

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebersdorf wurde 1303 das erste Mal urkundlich erwähnt und am 1. Januar 1899 nach Nürnberg eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gebersdorf befindet sich die katholische Pfarrkirche Heilig-Kreuz, die in den Jahren 1936/1937 nach Plänen des Nürnberger Architekten Fritz Mayer neu erbaut wurde. Dort findet sich ein Flügelaltar der Nürnberger Malerin Bertl Kuch, deren Ehemann Jobst Kuch die Ausmalung der Kirche ausführte.[3]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Gebersdorf verläuft als Gebersdorfer Straße die Staatsstraße 2407 von Fürth nach Kornburg. Am östlichen Rand des Stadtteils befindet sich die Südwesttangente mit Anschlussstellen bei der Hügelstraße und bei der Rothenburger Straße.

Mehrere Buslinien verbinden Gebersdorf mit den U-Bahnhöfen Röthenbach, Gustav-Adolf-Straße sowie Fürth Hauptbahnhof. Im Südwesten befindet sich der Bahnhof Nürnberg-Stein, an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim, der von der S-Bahn S4 sowie der Regionalbahn R7 bedient wird. Mit dem Bahnhof Gebersdorf soll die U-Bahnlinie 3 ihren Endpunkt auf Nürnberger Stadtgebiet erreichen; ein genauer Termin zu Bau und Fertigstellung steht allerdings noch aus. An dessen Stelle befand sich der Haltepunkt Fürth Süd der 1986 stillgelegten Bibertbahn. Sie zweigte im Bahnhof Nürnberg-Stein von der Crailsheimer Bahn ab und durchquerte den Stadtteil.

Bahnhöfe und Haltepunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürth Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten
Betriebstellenart: Haltepunkt
Bahnsteiggleise: 2
Abkürzung: NFSD
Eröffnung: 26. Oktober 1921
Stilllegung: 26. September 1986
Koordinaten: 49° 26′ 11,2″ N, 10° 59′ 39″ O
Haltepunkt Fürth Süd (Januar 2010)

Der Haltepunkt Fürth Süd lag an der Bibertbahn (Nürnberg-Stein – Unternbibert-Rügland) und befand sich südwestlich der Kreuzung der Rothenburger Straße mit der Gebersdorfer Straße und der Schwabacher Straße aus Fürth. Er wurde am 26. Oktober 1921 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen eröffnet. Die Stadt Fürth stellte bereits vor der Fertigstellung der Strecke im Jahr 1914 einen Antrag auf Errichtung eines Haltepunktes zwischen den Bahnhöfen Stein und Zirndorf-Altenberg, doch auf Grund des Ersten Weltkriegs verzögerte sich die Entscheidung darüber.[4] Mit der Stilllegung der Bibertbahn am 26. September 1986 endete die Bedienung im Personenverkehr. Die Stadt Nürnberg plant die U-Bahn im Südwesten bis Gebersdorf zu verlängern und plant an der Stelle des Haltepunktes den oberirdischen U-Bahnhof Gebersdorf.

Nürnberg-Stein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Nürnberg-Stein liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim und wurde am 15. Mai 1875 eröffnet.

Hauptartikel: Bahnhof Nürnberg-Stein

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Gebersdorf befindet sich mit dem Naturschutzgebiet Hainberg das derzeit größte Naturschutzgebiet Nordbayerns. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde der Hainberg noch als Truppenübungsplatz der US-Armee genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gebersdorf, Nuremberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 245 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).
  2. Stadtplandienst Nürnberg
  3. Kath Kirchengemeinde. In: gebersdorf.com. 5. Dezember 1937, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  4. Peter Ramsenthaler: Lokalbahn Nürnberg- Unternbibert-Rügland: Von der Frankenmetropole in den Rangau. H-und-L-Publ.-Souvenirs-Verlag Bleiweis, Schweinfurt 1996, ISBN 3-928786-48-2, Seite 21.