Waging am See

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Waging ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Waging (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Waging am See
Waging am See
Deutschlandkarte, Position des Marktes Waging am See hervorgehoben
47.93305555555612.733888888889465Koordinaten: 47° 56′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Waging am See
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 48,87 km²
Einwohner: 6509 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 83329,
83367 (Ebing, Parschall, Schuhegg, Unterholzen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08681
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 162
Marktgliederung: 120 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Salzburger Straße 1
83329 Waging a. See
Webpräsenz: www.waging.de
Bürgermeister: Herbert Häusl (Freie Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Waging am See im Landkreis Traunstein
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Waging am See
Strandpromenade in Waging am See

Waging am See (amtlich: Waging a.See) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See. Der Luftkurort liegt am Waginger See.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Waging liegt westlich des Waginger Sees. Die Bezeichnung "am See" ist dabei geographisch etwas irreführend. Durch die Tieferlegung der Achen, die dem Südende des Sees bei Petting entströmt, sank der Seespiegel im Jahre 1867 um zwei Meter, so dass Waging nun etwas vom Seeufer abgerückt ist.

Waging liegt im Rupertiwinkel.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Waging am See hat 120 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Waging ist eine Gründung der Bajuwaren. Der frühbairische Ortsname "Uuaginga" bedeutet "bei den Leuten des Uuago". Uuago (Wago) war der Anführer der Siedler. Der Ort Waging erscheint erstmals um 712, als der bairische Herzog Theotbert das Dorf dem Kloster Nonnberg in Salzburg schenkt. Diese Schenkung ist in dem Salzburger Güterverzeichnis "Notitia Arnonis" (erstellt 788-790) verzeichnet. Durch die so genannte untere Salzstraße, die von Reichenhall aus durch Waging nach Wasserburg am Inn führte, war Waging bereits im Mittelalter ein wohlhabender Ort und gehörte zum Fürstbistum Salzburg. Im 14. Jahrhundert erhielt es das Marktrecht. 1685 wurde Waging Sitz eines salzburgischen Pfleggerichts. 1805 kurz habsburgisch, gehört Waging seit 1810 zu Bayern.

Waging und Waginger See auf Postkarte von 1900
Burgruine Obertettelham
Schloss Gessenberg
Burgstall Halmberg

Im Mai 1945 gab es Rückzugsgefechte deutscher Militärs. Nach 1945 nahm Waging viele Heimatvertriebene auf. Mit der Gebietsreform wurde der Ort am 1. Juli 1972 ein Teil des Landkreises Traunstein. Aufsehen erregte die Wahl des Grünen Sepp Daxenberger zum Waginger Bürgermeister im Jahr 1996, der damit der erste grüne Bürgermeister Bayerns war. Seit dem 1. Mai 2008 ist Herbert Häusl erster Bürgermeister der Gemeinde. Er war zuvor zwölf Jahre lang zweiter Bürgermeister. Die Einwohnerzahl in Waging betrug am 1. April 2010 6740 Einwohner. In der Verwaltungsgemeinschaft betrug die Gesamteinwohnerzahl 10.301. Waging entwickelte sich allmählich zu einem bedeutenden Erholungs- und Ferienort.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gaden und Nirnharting eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Otting und Tettenhausen hinzu. Freimann folgte am 1. Juli 1972.[3]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Marktgemeinderat folgendermaßen zusammen:[4]

Partei/Liste Stimmenanteil Sitze G/V
Freie Wähler 38,0 % 8 ± 0
CSU 26,3 % 5 ± 0
Grüne und Bürgerliste 22,2 % 4 − 1
ÖDP und Parteifreie Wähler 13,5 % 3 + 1
Gesamt 100,0 % 20

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Herbert Häusl (Freie Wähler), der bei der Kommunalwahl 2008 mit 62,4 % der Stimmen gewählt wurde. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 58,30 % wiedergewählt. Sein Vorgänger war von 1996 bis 2008 Sepp Daxenberger (Bündnis 90/Die Grünen) gewesen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Haltepunkt Waging

Verkehr[Bearbeiten]

Waging ist Endhaltepunkt der Bahnstrecke Traunstein–Waging. Die Strecke wird wochentags stündlich bedient, am Wochenende seltener.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Der Waginger See

Am Waginger See, der 6,2 km lang und bis zu 1,7 km breit ist, liegen mehrere Campingplätze, wie z. B. das Strandcamp, der Schwanenplatz oder Camping Gut Horn. In der näheren Umgebung bietet sich die Möglichkeit für zahlreiche Freizeitaktivitäten: Wanderungen, Alm- und Bergtouren, Angeln, Bootsverleih, Golfplatz und -schule, Wintersport, Minigolf, Segel- und Surfschule, Skatepark, Trimmpfad, Kneippanlage, Tennishalle und -platz, Beachvolleyball und Fußball. Außerdem befindet sich der Waginger Ruderverein am See.

Waging dient als Ausgangspunkt für den Bajuwaren-Radweg und liegt auf der Strecke des Radpilgerweges "Benediktweg", der im August 2005 eröffnet wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=582&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111109/204144&hodie=20111109/204144
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 510.
  4. www.wahl.info: Waging am See
  5. Waginger auf der Hindenburg, abgerufen am 8. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waging am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien