Zuzwil BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Zuzwilf zu vermeiden.
Zuzwil
Wappen von Zuzwil
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0557i1f3f4
Postleitzahl: 3303
Koordinaten: 602573 / 211183Koordinaten: 47° 3′ 6″ N, 7° 28′ 21″ O; CH1903: 602573 / 211183
Höhe: 565 m ü. M.
Fläche: 3,5 km²
Einwohner: 572 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 147 Einw. pro km²
Website: www.zuzwil-be.ch
Hauptstrasse von Zuzwil

Hauptstrasse von Zuzwil

Karte
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Zuzwil ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuzwil liegt auf 565 m ü. M., 12 km nördlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich an aussichtsreicher Lage in einer sich nach Süden öffnenden Hochmulde am Hang des Lerchenberges, im östlichen Teil des Rapperswiler Plateaus, im Schweizer Mittelland.

Die Fläche des 3.5 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Landschaft des zentralen Berner Mittellandes. Der sanft gegen Süden respektive Südosten geneigte Hang von Zuzwil mit der Höhe des Lerchenberges (598 m ü. M.) und dem Rüeggisbüel (mit 601 m ü. M. der höchste Punkt von Zuzwil) nimmt den Hauptteil der Gemeinde ein. Nach Osten erstreckt sich der Gemeindeboden in den Silberenwald (565 m ü. M.) und an den Rand des Bollwaldes; nach Süden in den Sumpfwald. Die westliche Abgrenzung bildet auf weite Strecken der Woolibach, ein Quellbach der Urtenen. Nur ein kleiner Teil des Gemeindebannes mit dem Geizmoos am Hang des Oberholzes liegt westlich dieser Talmulde. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 8 % auf Siedlungen, 26 % auf Wald und Gehölze und 66 % auf Landwirtschaft.

Zu Zuzwil gehören mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Zuzwil sind Iffwil, Jegenstorf, Deisswil bei Münchenbuchsee, Rapperswil.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 572 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) gehört Zuzwil zu den kleinen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 97.1 % deutschsprachig, 1.3 % französischsprachig und 0.6 % sprechen Englisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Zuzwil belief sich 1850 auf 282 Einwohner, 1900 auf 294 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich zwischen 270 und 290 Personen. Seit 1960 (270 Einwohner) wurde eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 35.2 %, BDP 23.7 %, SP 12.6 %, FDP 7.8 %, GPS 6.1 %, glp 5.3 %, EVP 3.6 %, EDU 2.6 %, CVP 2.4 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuzwil war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau, der Obstbau sowie die Viehzucht und die Milchwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Agglomeration Bern arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen an einer Verbindungsstrasse von Münchenbuchsee nach Mülchi. Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern-Biel) befindet sich rund 5 km vom Ortskern entfernt. Durch einen Postautokurs, welcher die Strecke von Jegenstorf nach Messen bedient, ist Zuzwil an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1261 unter dem Namen Zuzwiler. Später erschienen die Bezeichnungen Zuzewile (1279), Zutzwilr (1302) und Zutzewile (1315). Der Ortsname könnte sich eventuell durch die Agglutination der Präposition zu gebildet haben. Es ist deshalb unsicher, ob er auf den Personennamen Uzo oder Zuzo zurückgeht.

Mit seiner ersten Nennung kam Zuzwil an die Ritter von Schüpfen. Seit dem 14. Jahrhundert hatten sowohl die Johanniterkomturei in Münchenbuchsee als auch das Zisterzienserinnenkloster Fraubrunnen reichen Grundbesitz im Dorf. Im Jahr 1406 gelangte die Oberhoheit über das Gebiet an Bern, und Zuzwil wurde dem Landgericht Zollikofen zugeteilt. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte das Dorf während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im alten Ortskern sind verschiedene charakteristische Bauernhäuser im bernischen Landstil aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Zuzwil besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zuzwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Zuzwil. Kanton Bern, abgerufen am 21. März 2016