Konolfingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Konolfingen
Wappen von Konolfingen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0612i1f3
Postleitzahl: 3510
UN/LOCODE: CH KON
Koordinaten: 613570 / 192484Koordinaten: 46° 53′ 0″ N, 7° 37′ 0″ O; CH1903: 613570 / 192484
Höhe: 634 m ü. M.
Fläche: 12,8 km²
Einwohner: 5280 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 407 Einw. pro km²
Website: www.konolfingen.ch
Ballenbüel

Ballenbüel

Karte
Bielersee Gerzensee (Gewässer) Moossee Moossee Murtensee Neuenburgersee Thunersee Wohlensee Clavaleyres Münchenwiler Kanton Freiburg Kanton Neuenburg Kanton Solothurn Kanton Freiburg Kanton Waadt Verwaltungskreis Berner Jura Verwaltungskreis Biel/Bienne Verwaltungskreis Emmental Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli Verwaltungskreis Oberaargau Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen Verwaltungskreis Seeland Verwaltungskreis Thun Allmendingen bei Bern Arni BE Bäriswil Belp Bern Biglen Bolligen Bowil Bremgarten bei Bern Brenzikofen Deisswil bei Münchenbuchsee Diemerswil Ferenbalm Ferenbalm Fraubrunnen Frauenkappelen Freimettigen Gelterfingen Gerzensee BE Golaten Grosshöchstetten Guggisberg Gurbrü Häutligen Herbligen Iffwil Ittigen Jaberg Jegenstorf Jegenstorf Kaufdorf Kehrsatz Kiesen Kirchdorf BE Kirchenthurnen Kirchlindach Köniz Konolfingen Kriechenwil Landiswil Laupen Linden BE Lohnstorf Mattstetten Meikirch Mirchel Moosseedorf Mühleberg Mühledorf BE Mühlethurnen Münchenbuchsee Münsingen Muri bei Bern Neuenegg Niederhünigen Niedermuhlern Noflen BE Oberbalm Oberdiessbach Oberhünigen Oberthal BE Oppligen Ostermundigen Riggisberg Rubigen Rüeggisberg Rüeggisberg Rümligen Rüschegg Schlosswil Schwarzenburg BE Stettlen Toffen Urtenen-Schönbühl Vechigen Wald BE Walkringen Wichtrach Wiggiswil Wileroltigen Wohlen bei Bern Worb Zäziwil Zollikofen Zuzwil BEKarte von Konolfingen
Über dieses Bild
w

Konolfingen (umgangssprachlich auch Chonufingä [ˈχnɔfliɡə] genannt) ist eine 1933 gegründete politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konolfingen liegt ungefähr in der Mitte zwischen Bern, Thun, Langnau und Burgdorf. Geografisch noch im Kiesental gelegen, wird das rund 660 Meter hoch gelegene Konolfingen oft als Tor zum Emmental bezeichnet. Zur Gemeinde gehören u. a. die Weiler und Ortschaften Herolfingen, Hürnberg, Ursellen, Ballenbüel und Hötschigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Einwohnergemeinde Konolfingen ist noch jung. Erst 1933 entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Gysenstein und Stalden im Emmental das heutige Konolfingen, das auch dem Amtsbezirk den Namen gibt. Aber schon 1148 tauchte erstmals der Name Chonolfingen auf. Gysenstein wird 1226 erstmals als Gisenstein erwähnt.

Doch bereits zuvor, im Jahre 1864, erlebte Konolfingen durch die Eröffnung des Bahnhofs auf der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Bern und Langnau einen Entwicklungsschub. Durch diese Strecke war Konolfingen bald darauf mit Luzern verbunden und hatte somit auch Anschluss an die in Planung befindliche Gotthardbahn. Mit der Anbindung an die Linie Burgdorf–Thun ab 1899 erlebte Konolfingen einen starken Aufschwung, der sich z.B. in der Ansiedlung der damaligen Berner Alpen-Milchgesellschaft manifestierte.[2] Für die Burgdorf–Thun-Bahn, die die erste durchgängig elektrisch betriebene Bahnstrecke Europas war, wurde beim Bahnhof Konolfingen ein Depot für die Instandhaltung der Fahrzeuge und zum Bau der unterschiedlichsten Hilfsmittel gebaut.

Die Berner Alpen-Milchgesellschaft wurde anfangs der 1970er Jahre von Nestlé übernommen. Das als Folge ausgebaute Technologiezentrum und die Fabrik für Säuglings- und Gesundheitsnahrung wie auch Stalden-Crèmen von Nestlé sind heute der bedeutendste Industriebetrieb der Gemeinde. Die Firma Nestlé beschäftigt in der Gemeinde über 1000 Mitarbeiter. Die hergestellten Produkte werden in über 90 Länder exportiert.[3]

Auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Stalden liegt das Schloss Hünigen.

Im Zusammenhang mit Konolfingen wird oftmals auch der Name Friedrich Dürrenmatts genannt, der 1921 im reformierten Pfarrhaus von Stalden geboren wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2006 2008 2012
Einwohner 2947 3343 3656 3964 4137 4360 4619 4606 4732 4713 4882

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legislative wird durch die Gemeindeversammlung gebildet.

Als Exekutive fungiert der siebenköpfige Gemeinderat. Seit der Wahl vom 24. September 2017 ist in ihm die SVP mit drei; SP, EVP, Grünliberale und BDP mit je einer Person vertreten. Dem Gemeinderat steht der Gemeindepräsident Daniel Hodel (SVP, Stand 2017) vor. [4]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 34.2 %, SP 16.0 %, BDP 13.5 %, FDP 8.6 %, EVP 7.2 %, glp 6.3 %, GPS 6.0 %, EDU 4.3 %, CVP 1.5 %.[5]

Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konolfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Gustav von May lockte Bahn und BAMG, in Bern-Ost, 18. Februar 2014
  3. Nestlé weiht in Konolfingen neue Anlage ein. In: Berner Zeitung. 26. November 2015, S. 2–3
  4. Gesamtgemeinderat ab 1. Januar 2018. Gemeinde Konolfingen, 24. September 2017, abgerufen am 29. September 2017 (PDF).
  5. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Konolfingen. Kanton Bern, abgerufen am 19. März 2016.