Konolfingen

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Konolfingen
Wappen von Konolfingen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0612i1f3f4
Postleitzahl: 3510
UN/LOCODE: CH KON
Koordinaten: 613570 / 192484Koordinaten: 46° 53′ 0″ N, 7° 37′ 0″ O; CH1903: 613570 / 192484
Höhe: 658 m ü. M.
Fläche: 12,8 km²
Einwohner: 5225 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 371 Einw. pro km²
Website: www.konolfingen.ch
Ballenbüel

Ballenbüel

Karte
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Konolfingen (umgangssprachlich auch Chnoflige [ˈχnɔfliɡə] genannt) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konolfingen liegt ungefähr in der Mitte zwischen Bern, Thun, Langnau und Burgdorf. Geografisch noch im Kiesental gelegen, wird das rund 660 Meter hoch gelegene Konolfingen oft als Tor zum Emmental bezeichnet. Zur Gemeinde gehören u. a. die Weiler und Ortschaften Herolfingen, Hürnberg, Ursellen, Ballenbüel und Hötschigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Einwohnergemeinde Konolfingen ist noch jung. Erst 1933 entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Gysenstein und Stalden im Emmental das heutige Konolfingen, das auch dem Amtsbezirk den Namen gibt. Aber schon 1148 tauchte erstmals der Name Chonolfingen auf. Gysenstein wird 1226 erstmals als Gisenstein erwähnt.

Doch bereits zuvor, im Jahre 1864, erlebte Konolfingen durch die Eröffnung des Bahnhofs auf der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Bern und Langnau einen Entwicklungsschub. Durch diese Strecke war Konolfingen bald darauf mit Luzern verbunden und hatte somit auch Anschluss an die in Planung befindliche Gotthardbahn. Mit der Anbindung an die Linie Burgdorf–Thun ab 1899 erlebte Konolfingen einen starken Aufschwung, der sich z.B. in der Ansiedlung der damaligen Berner Alpen-Milchgesellschaft manifestierte.[2] Für die Burgdorf–Thun-Bahn, die die erste durchgängig elektrisch betriebene Bahnstrecke Europas war, wurde beim Bahnhof Konolfingen ein Depot für die Instandhaltung der Fahrzeuge und zum Bau der unterschiedlichsten Hilfsmittel gebaut.

Die Berner Alpen-Milchgesellschaft wurde anfangs der 1970er Jahre von Nestlé übernommen. Das als Folge ausgebaute Technologiezentrum und die Fabrik für Säuglings- und Gesundheitsnahrung wie auch Stalden-Crèmen von Nestlé sind heute der bedeutendste Industriebetrieb der Gemeinde. Die Firma Nestlé beschäftigt in der Gemeinde über 1000 Mitarbeiter. Die hergestellten Produkte werden in über 90 Länder exportiert.[3]

Auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Stalden liegt das Schloss Hünigen.

Im Zusammenhang mit Konolfingen wird oftmals auch der Name Friedrich Dürrenmatts genannt, der 1921 im reformierten Pfarrhaus von Stalden geboren wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2006 2008 2012
Einwohner 2947 3343 3656 3964 4137 4360 4619 4606 4732 4713 4882

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 34.2 %, SP 16.0 %, BDP 13.5 %, FDP 8.6 %, EVP 7.2 %, glp 6.3 %, GPS 6.0 %, EDU 4.3 %, CVP 1.5 %.[4]

Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konolfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Gustav von May lockte Bahn und BAMG, in Bern-Ost, 18. Februar 2014
  3. Nestlé weiht in Konolfingen neue Anlage ein. In: Berner Zeitung. 26. November 2015, S. 2–3
  4. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Konolfingen. Kanton Bern, abgerufen am 19. März 2016.