Münchenbuchsee

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Münchenbuchsee
Wappen von Münchenbuchsee
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0546i1f3f4
Postleitzahl: 3053
UN/LOCODE: CH MNB
Koordinaten: 600864 / 207291Koordinaten: 47° 1′ 0″ N, 7° 27′ 0″ O; CH1903: 600864 / 207291
Höhe: 553 m ü. M.
Fläche: 8,9 km²
Einwohner: i10'079 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 1084 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Manfred Waibel (SVP)
Website: www.muenchenbuchsee.ch
Schloss Münchenbuchsee

Schloss Münchenbuchsee

Karte
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Münchenbuchsee (berndeutsch Münchebuchsi [mʏnχə‘bʊχsɪ], von den Einheimischen Buchsi genannt) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münchenbuchsee liegt rund 10 km nordwestlich von Bern.

Zu Münchenbuchsee gehört die Siedlung Hofwil sowie unter anderem die Quartiere Allmend und Waldegg.

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend: Deisswil bei Münchenbuchsee, Wiggiswil, Moosseedorf, Zollikofen, Kirchlindach, Diemerswil, Schüpfen und Rapperswil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Name Münchenbuchsee im Jahr 1180, in einer Schenkung von Kuno von Buchsee an den Johanniterorden. Dieser gründet in der Schenkung die Johanniterkommende Münchenbuchsee, in der Literatur vielfach ungenau als Kloster bezeichnet. Die Kommende erwirbt zahlreiche Güter in der Umgebung und erweitert ihre Herrschaft. Nach der Reformation im Jahr 1528 löst der Staat Bern die Kommende auf und richtet in den Gebäuden eine Landvogtei ein. Eine der Bedingungen, die Kuno von Buchsee stellte, war, dass keine Zollstelle oder Gebührenerhebung für das Durchqueren der Gemeinde zu errichten sei. Auch der Postverkehr solle nichts kosten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Insgesamt 40 Sitze

Im Parlament von Münchenbuchsee, dem Grossen Gemeinderat, sitzen sechs Parteien ein: SVP, SP, BDP, GFL, EVP und FDP. Die links stehende Grafik zeigt die Sitzverteilung nach der Gemeindewahl vom 27. November 2016.[4]

Die Exekutive wird durch den Gemeinderat gebildet, dem sieben Personen angehören. Seit der Wahl vom 27. November 2016 setzt er sich wie folgt zusammen: 4 SVP, 2 SP, 1 EVP. Dem Gemeinderat steht der Gemeindepräsident vor, zurzeit Manfred Waibel (SVP, Stand 2017).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 29,4 %, SP 21,8 %, BDP 11,6 %, GPS 8,0 %, FDP 9,1 %, EVP 6,4 %, glp 6,4 %, CVP 2,6 %, EDU 2,3 %, Piraten 1,2 %.[5]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gehörlosenschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Münchenbuchsee befindet sich eine der fünf Gehörlosenschulen der Schweiz, das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache Münchenbuchsee (vormals Kantonale Sprachheilschule).

Sonderschulheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Sonderschulheim Mätteli betreibt ein Sonderschulheim mit Unterricht in allen Stufen ab Kindergarten, einer Werkschule und Wohngruppen.

Einstige Sendeanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Münchenbuchsee befand sich der erste Rundfunksender der Schweiz. Die Anlage bestand mindestens bis in die 1950er Jahre. Die Gebäude sind heute als Saal- und Freizeitanlage im Gemeindebesitz.[6] Die Räume werden für Veranstaltungen jeglicher Art für 10 bis 650 Personen im Innern und bis 1000 Personen im Freien benutzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marco Zimmermann: Kirche und ehemalige Johanniterkommende Münchenbuchsee. Schweizerische Kunstführer GSK, Band 782/783, Bern 2005, ISBN 3-85782-782-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Münchenbuchsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Alfred A. Schmid (Hrsg.): Kunstführer durch die Schweiz. Band 3. Verlag Büchler, Wabern 1982, ISBN 3-7170-0193-0.
  3. Marco Zimmermann: Kirche und ehemalige Johanniterkommende Münchenbuchsee. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 782/783, Serie 79). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2005, ISBN 978-3-85782-782-2.
  4. Gemeindewahlen. Gemeinde Münchenbuchsee, 27. November 2016, abgerufen am 1. Dezember 2016.
  5. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Münchenbuchsee. Kanton Bern, abgerufen am 18. März 2016.
  6. http://www.muenchenbuchsee.ch/index.php?p=149%7CSaal- und Freizeitanlage