Guggisberg

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Guggisberg im Kanton Bern. Für weitere Bedeutungen siehe Guggisberg (Begriffsklärung).
Guggisberg
Wappen von Guggisberg
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0852i1f3f4
Postleitzahl: 3158
Koordinaten: 591956 / 179504Koordinaten: 46° 46′ 0″ N, 7° 20′ 0″ O; CH1903: 591956 / 179504
Höhe: 1'115 m ü. M.
Fläche: 54,9 km²
Einwohner: 1550 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 28 Einw. pro km²
Website: www.gemeinde-guggisberg.ch
Guggisberg

Guggisberg

Karte
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Guggisberg ([ˈɡʊkisˌbɛrɡ], berndeutsch Guggischbärg [ˈgʊkiʃbærg]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Zu Guggisberg gehören auch die Orte Riffenmatt, Schwendi, Kriesbaumen, Riedstätt, Kalchstätten, Hirschmatt-Laubbach, Riedacker, Sangernboden und Ottenleuebad. Mit dem Namen Guggisberg existieren eine Einwohnergemeinde, eine Burgergemeinde und eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guggisberg liegt im Voralpengebiet, zwischen Schwarzwasser und Sense. Der Hauptort Guggisberg befindet sich auf 1115 m unterhalb des Guggershorn (1283 m). Der höchste Punkt der Gemeinde ist die 2151 m hohe Schibe, der tiefste Punkt liegt auf 708 m beim Zusammenfluss von Niederriedgraben und Sense. Das sehr grosse Gemeindegebiet ist zu 40 % bewaldet.

Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Schwarzenburg, Rüschegg, Oberwil im Simmental, Plaffeien, Zumholz und Alterswil.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1860 2823
1900 2809
1950 2339
1980 1560
2000 1660
2013 1551

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 59.2 %, BDP 7.7 %, SP 9.3 %, GPS 6.3 %, EDU 5.3 %, EVP 4.1 %, glp 2.1 %, FDP 2.1 %, ALP 1.2 %, Piraten 1.0 %, CVP 0.6 %.[2]

Gemeindepräsident ist Christian Murri, Gemeinderatspräsident Hanspeter Schneiter (Stand 2013).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land- und Forstwirtschaft bilden mit 55 % die Haupterwerbsquellen in Guggisberg. 15 % sind im Sektor Handwerk und Gewerbe sowie 30 % im Sektor Handel und Dienstleistungen tatig.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste erhaltene Namensnennung datiert auf das Jahr 1148, als Guggisberg in einer Urkunde von Papst Eugen III. als Cucansperc erwähnt ist. Ab 1423 fällt Guggisberg durch Kauf zu gleichen Teilen an Bern und Freiburg, dies bleibt so bis zur Mediation von 1803.

Die früheste Erwähnung der Schafscheid (Volksfest/Dorffest), eines bis heute bestehenden Brauchtums, stammt aus dem Jahr 1662.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche und das Pfarrhaus[4]
  • Erste touristische Aktion in Guggisberg ist 1828 der Bau einer Treppe auf das Guggershorn durch den Sternenwirt Blaser.
  • Das Guggisberglied, ein melancholisches Schweizer Volkslied, wurde 1741 erstmals erwähnt und ist in der Interpretation von Stephan Eicher auch international bekannt geworden (1989). Dem Lied liegt folgende Geschichte zugrunde, die man sich in Guggisberg erzählt:[5]
Im Dorf Guggisberg, am Fusse des Guggershorns, steht der stattliche Bauernhof «Linde», wo das Vreneli wohnte. Leider verlor es früh den Vater. Der Ammann auf der «Zelg» stand der Witwe und ihrer minderjährigen Tochter mit Rat und Tat bei. Er hätte gerne durch eine Heirat seines Sohnes mit der «Linden»-Tochter die beiden schönen Höfe vereint. Aber zu spät: Vreneli hatte schon früh eine andere Wahl getroffen: es liebte den «Simes Hans-Joggeli», Sohn des Simon, der «änet dem Bärg», d.h. hinter dem Guggershorn zu Wahlenhaus, auf der Schattseite, wohnte.
Dem wohlhabenden Ammanns-Sohn war der Kleinbauernsohn ein Dorn im Auge. Er wollte seine Ansprüche an die junge, hübsche «Linden»-Tochter dem ungebetenen Nebenbuhler handgreiflich kundtun und lauerte ihm eines Abends auf. Doch der Schattseitenbauer war stärker und der Ammanns-Sohn blieb nach einem unglücklichen Sturz bewusstlos liegen. Hans-Joggeli glaubte, der wäre tot. In seiner Verzweiflung floh er und liess sich in fremde Kriegsdienste anwerben. Das war für ihn die einzige Lösung, um einer Verurteilung zu entgehen. Zurück blieb Vreneli mit seiner Liebe, seiner Sehnsucht, seiner Treue und uns blieb das zu Herzen gehende Lied.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Guggisberg (Hrsg.): Jubiläumsschrift 850 Jahre Guggisberg. 1998

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guggisberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Guggisberg. Kanton Bern, abgerufen am 19. März 2016.
  3. Website der Gemeinde, abgerufen am 15. September 2015
  4. Hermann Schöpfer: Guggisberg BE. Kirche und Pfarrhaus. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 358). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1984, ISBN 978-3-85782-358-9.
  5. Gemeinde Guggisberg