Birkenfeld (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birkenfeld
Birkenfeld (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birkenfeld hervorgehoben
49.8586111111119.6944444444444206Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Marktheidenfeld
Höhe: 206 m ü. NHN
Fläche: 29,15 km²
Einwohner: 2151 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97834
Vorwahl: 09398
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 119
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile[2]
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Langgasse 19
97834 Birkenfeld
Webpräsenz: www.gemeinde-birkenfeld.de
Bürgermeister: Werner Schebler (FW)
Lage der Gemeinde Birkenfeld im Landkreis Main-Spessart
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Über dieses Bild

Birkenfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Birkenfeld liegt in der Region Main Spessart.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Birkenfeld gehören drei[3] Siedlungen, die sich auf zwei[2] Ortsteile verteilen:

Es gibt die Gemarkungen Billingshausen und Birkenfeld.

Kath. Pfarrkirche St. Valentin
Darstellung des Ortspatrons St. Georg

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich nachgewiesen ist, dass schon im Jahre 788 ein Pirchanafelt in pago Waldsasse besteht. Es wird im Zusammenhang der umfangreichen Mattonenschenkung aus dem Waldsassengau an die Reichsabtei Fulda des Grafen Matto und dessen Bruder Mengingoz erwähnt. Die Reichsabtei Fulda unter Abt Sturmi(us) erhielt demnach zwei Teile im Dorf Pirchanafelt geschenkt. Der Mattone Mengingaud war von Anfang 754 bis Januar 769 Bischof von Würzburg, danach war er bis zu seinem Tode am 26. Sept 783 Abt im Kloster Neustadt. Den Mattonenbesitz in Birkenfeld vererbten 788 seine Verwandte an das Kloster Fulda.

Neben dem Grafen von Rieneck bis zum Jahre 1337 und dem Hochstift Würzburg hatten hier Grundbesitz, Gefälle, Zehnten und Wildbachrechte das Prämonstratenser-Kloster Oberzell und seit 1164 auch das Hochstift Naumburg in Gemeinschaft mit dem Hochstift Würzburg. Aber auch die weltlichen Grundherren erscheinen in der Geschichte des Ortes.

Es sind dies die Schecken von Homburg 1199, die Herren von Westernburg vor 1342 und seit 1348 die Herren von Witzstadt. Rechte und Güter besaßen hier seit alters her die Vögte von Rieneck und Grafen von Wertheim. Urkundlich werden auch genannt die Rüden von Kollenberg und zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Familien Steigerwald, Loos und von Kottwitz. Genannt sind auch die bekannten Würzburger Stifte Neumünster, Agnetenkloster, und Himmelspforten, sowie das Kloster Schönau bei Gemünden um 1320, Sankt Burkardus in Würzburg und das Kloster Bronnbach an der Tauber.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Nachbargemeinde Billingshausen eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1830: 1.393 Einwohner
  • 1875: 1.652 Einwohner
  • 1905: 1.586 Einwohner
  • 1919: 1.748 Einwohner
  • 1933: 1.642 Einwohner
  • 1939: 1.563 Einwohner
  • 1946: 2.319 Einwohner
  • 1952: 2.061 Einwohner
  • 1960: 1.810 Einwohner
  • 1961: 1.833 Einwohner[4]
  • 1970: 1.862 Einwohner[4]
  • 1985: 1.925 Einwohner
  • 1995: 2.034 Einwohner
  • 2000: 2.127 Einwohner
  • 2001: 2.189 Einwohner
  • 2003: 2.162 Einwohner
  • 2005: 2.160 Einwohner
  • 2006: 2.160 Einwohner
  • 2007: 2.155 Einwohner
  • 2011: 2.166 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Schebler (Freie Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 924.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 141.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 111 und im Bereich Handel und Verkehr 27 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 69 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 867. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 5 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2374 ha, davon waren 2231 ha Ackerfläche und 140 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 84 Kindern
  • Schulen: Schulgebäude für drei Klassen (VS Karbach)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Natalie Dols (*1992), Vize-Weltmeisterin im Schießen, wohnhaft in Birkenfeld

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld: Kurzer Überblick über die Geschichte der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. 2014 (online, abgerufen am 5. Juni 2014).
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/023818&attr=OBJ&val=1713
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birkenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien