Eußenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eußenheim
Eußenheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eußenheim hervorgehoben
49.9894444444449.8086111111111194Koordinaten: 49° 59′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Höhe: 194 m ü. NHN
Fläche: 56,84 km²
Einwohner: 3189 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97776
Vorwahl: 09350
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 127
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kirchberg 16
97776 Eußenheim
Webpräsenz: www.eussenheim.de
Bürgermeister: Dieter Schneider (CSU)
Lage der Gemeinde Eußenheim im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Eußenheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Eußenheim liegt an der Wern, in der Region Würzburg, Landkreis Main-Spessart, im „Fränkischen Weinland“.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Eußenheim gehören sieben Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Aschfeld, Bühler, Eußenheim, Hundsbach, Münster und Obersfeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 3. und 4. Jahrhundert bewohnten die germanischen Stämme der Alemannen und Thüringer das Gebiet um das heutige Eußenheim. Sie wurden schließlich von den Franken besiegt, die später aus dem Rhein- und Moselraum kommend in die mittleren Mainlande vorrückten. Dabei nahmen sie auch das Tal des Flusses Wern ein. Im Jahre 531 hatten die Franken das Reich der Thüringer und damit auch dieses Gebiet in ihr Staatswesen eingegliedert. Danach setzte die erste fränkische Siedlungswelle ein. Die Franken zogen in geschlossenen Verbänden ins Land, die Führer an der Spitze. Der Name ihrer 531–550 an den Flüssen und Bächen angelegten Siedlungen setzt sich aus den Personennamen dieser Anführers und der Endung „heim“ zusammen. So entstand wohl auch der Name „Uzzo-Heim“ (Eußenheim), das im 6. Jahrhundert zum ersten Mal besiedelt und urkundlich erwähnt wurde.

Vom 12. und 16. Jahrhundert lebte hier das Adelsgeschlecht derer von Heußlein. Die hoch über dem Dorf gelegene Pfarrkirche St. Marcellinus und St. Petrus wurde 1619 erbaut. Der ehemalige Keller des Domkapitels Würzburg des Hochstifts Würzburg wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
siehe auch Burgruine Schönarts

Religionen[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Eußenheim gibt es nur katholische Gotteshäuser. Bis auf die Kirche St. Ottilie in Schönarts, die Filiale der Pfarrei Stetten ist, gehören alle Kirchengemeinden zur Pfarreiengemeinschaft Bachgrund im Dekanat Karlstadt des Bistums Würzburg. Dies sind die Pfarreien St. Bonifatius Aschfeld, St. Nikolaus Bühler mit Filiale St. Martin in Münster, St. Marcellinus und Petrus Eußenheim und St. Andreas Hundsbach mit Filiale St. Peter und Paul in Obersfeld.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 schloss sich Eußenheim mit dem Ortsteil Schönarts mit den Bachgrundgemeinden Aschfeld, Bühler, Hundsbach, Münster und Obersfeld zu einer Gemeinde Eußenheim zusammen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 3.267 Einwohner[3]
  • 1970: 3.400 Einwohner[3]
  • 1987: 3.191 Einwohner
  • 2000: 3.374 Einwohner
  • 2011: 3.192 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Eußenheim

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Dieter Schneider (CSU). Sein Vorgänger war Herbert Schneider (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.279.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 81.000 €.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Marcellinus und St. Petrus
  • Kirchenburg in Aschfeld, um 1500 erbaut
  • Bildstockwanderweg
  • die nahe gelegene Burg Homburg, eine der größten Burgruinen Deutschlands
  • Naturdenkmal Kühles Loch, eine der ergiebigsten Quellen Unterfrankens

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Weinberg Eußenheimer First

Nach dem Niedergang des Weinbaues im 19. Jahrhundert kam es nach der Flurbereinigung 1972 wieder zu einem Aufschwung (Weinlage Eußenheimer First).

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 128 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 50 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1268. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 98 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2869 ha, davon waren 2633 ha Ackerfläche und 205 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 123 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 17 Lehrern und 279 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/190741&attr=OBJ&val=1718
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eußenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien