Karbach (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Karbach
Karbach (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Karbach hervorgehoben
49.8666666666679.6333333333333204Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Marktheidenfeld
Höhe: 204 m ü. NHN
Fläche: 24,15 km²
Einwohner: 1433 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97842,
97828 (Fuchsenmühle, Hessenmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09391
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 146
Marktgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
97842 Karbach
Webpräsenz: www.karbach.de
Bürgermeister: Bertram Werrlein (FW)
Lage des Marktes Karbach im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Karbach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt in der Region Main-Spessart.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Karbach gliedert sich in 4 Ortsteile:[2]

Es gibt nur die Gemarkung Karbach.

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Karbach hat seinen Namen vom gleichnamigen, den Ort durchfließenden Karbach,[3] der in Zimmern in den Main mündet.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1000 Carabach
  • 1014 Charbahc
  • 1164 Carbach
  • 1172 Karbach

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort war Teil des Hochstiftes Würzburg und kam im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Grafen Löwenstein-Wertheim. Beide gehörten ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. 1806 wurde er Bestandteil des badischen Mediatamtes Steinfeld, das 1816 an Österreich abgetreten wurde. Im Generalrezess von Frankfurt 1819 kam er zu Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1154
  • 1987: 1308
  • 2000: 1356
  • 2013: 1453

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Bertram Werrlein (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Kurt Kneipp (Freie Wähler Bayern/Freie Wähler).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten]

Seit 1983 erinnert ein Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof an die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Einwohner von Karbach, Homburg und Marktheidenfeld, die in der Zeit der NS-Gewaltherrschaft Opfer der Shoa wurden.[4]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.007.000 Euro, davon waren umgerechnet 428.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 40 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 26 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 571. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 19 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1249 ha, davon waren 1149 ha Ackerfläche und 98 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 44 Kindern
  • Volksschulen: Eine mit 14 Lehrern und 252 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/202149&attr=OBJ&val=1727
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 115.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 152

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien