Bruno Risi
Bruno Risi (* 6. September 1968 in Altdorf, Uri) ist ein ehemaliger Schweizer Profi-Radrennfahrer. Der fünffache Weltmeister im Punktefahren und Welt- und Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren war hauptsächlich auf der Bahn aktiv.
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[Bearbeiten] Fahrerprofil
Bruno Risi war ein sprintstarker, explosiv und spektakulär angreifender Fahrer, weshalb er bei den jeden Winter stattfindenden Sechstagerennen sehr gefragt war. Er war aber auch sehr ausdauernd und tempohart, weshalb es ihm immer wieder gelang, diese Wettbewerbe zu dominieren – zunächst bis zu dessen Rücktritt fast immer mit Partner Kurt Betschart, später mit anderen Partnern (u.a. Franco Marvulli, Erik Zabel).
[Bearbeiten] Sportlicher Werdegang
Bereits 1991 wurde Risi in Stuttgart Weltmeister im Punktefahren auf der Bahn. 1992, 1994, 1999 und 2001 konnte er diesen Erfolg wiederholen. Zusammen mit seinem früheren Standardpartner Kurt Betschart bildete er die erfolgreichste Paarung im Sechstagesport: 37 mal konnten die Schweizer ein Sechstagerennen für sich entscheiden. In der Hauptdisziplin des Sechstagerennens, dem Zweiermannschaftsfahren (Madison), war Bruno Risi ein ausgewiesener Spezialist. 2003 und 2007 gewann er zusammen mit seinem Landsmann Franco Marvulli in dieser Disziplin den Weltmeistertitel. 2004 konnte er bei den Olympischen Spielen in Athen mit demselben Partner im Zweiermannschaftsfahren mit dem Gewinn der Silbermedaille die Krönung seiner Karriere feiern.
In seinem Heimatort Erstfeld wurde ein Platz nach Risi und seinem jahrelangen Standardpartner Kurt Betschart „Risi-Betschart-Platz“ benannt.[1]
Bruno Risi beendete seine Karriere mit der Winterbahnsaison 2009/2010. Sein letztes Sechstagerennen bestritt er im Februar 2010 in Kopenhagen, wo er mit Marvulli den dritten Platz belegte, nachdem er zuvor im Januar ein letztes Mal das Bremer Sechstagerennen gewonnen hatte.
[Bearbeiten] Lebensweg
Bruno Risi wurde im November 1991 Profi. In Erstfeld aufgewachsen, übersiedelte er 2005 nach Bürglen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.
[Bearbeiten] Erfolge (Zusammenfassung)
- Weltmeister im Punktefahren 1991, 1992, 1994, 1999 und 2001;
- Weltmeister Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren 2003 und 2007 mit Franco Marvulli
- Europameister Américaine 1995 und 2006
- Weltrekord mit Kurt Betschart als Standard-Team: 37 Siege bei Sechstagerennen;
- Silber-Medaille Olympische Spiele Athen 2004 Américaine
- Ausserdem:
- 20-facher Schweizer Meister,
- 9-facher Bahn-Weltcup-Sieger,
- drei weitere Podiumsplätze bei Weltmeisterschaften (2. Rang WM Américaine 2004, 2. Rang WM Punktefahren 1990, 1997 und 3. Rang WM Américaine 1995)
[Bearbeiten] Siege bei Sechstagerennen
Mit 61 Siegen liegt Bruno Risi auf Platz 5 der ewigen Rangliste der Sechstagesieger, hinter Patrick Sercu (88), Danny Clark (74), René Pijnen (72) und Peter Post (65):[2]
- 2010: Bremen (mit Franco Marvulli)
- 2009: München, Zürich (mit Franco Marvulli), Hasselt (mit Kenny De Ketele)
- 2008: Zürich (2 Rennen), Berlin, Kopenhagen, Hasselt, Turin, Fiorenzuola d'Arda (mit Franco Marvulli)
- 2007: Zürich, Kopenhagen, Hasselt, Dortmund, Fiorenzuola d'Arda, München und Zuidlaren (mit Franco Marvulli), Bremen (mit Erik Zabel), Stuttgart (mit Franco Marvulli und Alexander Aeschbach)
- 2006: Dortmund und München (mit Erik Zabel), Maastricht (mit Franco Marvulli)
- 2005: Stuttgart (mit Kurt Betschart und Franco Marvulli), Berlin und Amsterdam (mit Kurt Betschart)
- 2004: Bremen (mit Kurt Betschart)
- 2003: Berlin, Dortmund und München (mit Kurt Betschart)
- 2002: Bremen, Gent und Stuttgart (mit Kurt Betschart)
- 2000: München (mit Kurt Betschart), Zürich (mit Kurt Betschart und Markus Zberg)
- 1999: Bremen, Zürich und Dortmund (mit Kurt Betschart)
- 1998: München, Zürich, Stuttgart und Herning (mit Kurt Betschart), Fiorenzuola d'Arda (mit Giovanni Lombardi)
- 1997: Dortmund, Leipzig und München (mit Kurt Betschart)
- 1996: Zürich, Gent und Kopenhagen (mit Kurt Betschart)
- 1995: Zürich, Bremen und Köln (mit Kurt Betschart)
- 1994: Kopenhagen, Bordeaux und München (mit Kurt Betschart)
- 1993: Zürich, Dortmund, Gent und München (mit Kurt Betschart)
- 1992: Zürich, Dortmund (mit Kurt Betschart)
[Bearbeiten] Weblinks
- Bruno Risi in der Datenbank von Radsportseiten.net
- Bruno Risi in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
- Persönliche Website von Bruno Risi
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Sixdays Zürich Aktuell
- ↑ Jacq van Reijendam: 6-daagsen statitiesken 2009, Nr. 17, S. 7.
1980 Constant Tourné | 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1989 Urs Freuler | 1988 Daniel Wyder | 1990 Laurent Biondi | 1991 Wjatscheslaw Jekimow | 1992, 1994, 1999, 2001 Bruno Risi | 1993 Etienne De Wilde | 1995, 1997 Silvio Martinello | 1996, 1998, 2000, 2007 Juan Llaneras | 2002 Chris Newton | 2003 Franz Stocher | 2004 Franck Perque | 2005 Wolodymyr Rybin | 2006 Peter Schep | 2008 Wassil Kiryjenka | 2009, 2010 Cameron Meyer | 2011 Edwin Ávila
1977 Constant Tourné | 1978 Noël Dejonckheere | 1979 Igor Sláma | 1980 Gary Sutton | 1981 Lutz Haueisen | 1982 Hans-Joachim Pohl | 1983 Michael Markussen | 1985 Martin Penc | 1986 Dan Frost | 1987 Marat Ganejew | 1989 Marat Satybaldijew | 1990 Stephen McGlede | 1991 Bruno Risi
In Olympia-Jahren fand der Wettbewerb nicht statt. Ab 1992 s. Weltmeister (Profis/Elite)
1995, 1996 Silvio Martinello/Marco Villa | 1997 Joan Llaneras/Miguel Alzamora | 1998 Etienne De Wilde/Matthew Gilmore | 1999, 2006 Isaac Gálvez/Joan Llaneras | 2000 Erik Weispfennig/Stefan Steinweg | 2001 Jérôme Neuville/Robert Sassone | 2002 Jérôme Neuville/Franck Perque | 2003, 2007 Bruno Risi/Franco Marvulli | 2004 Juan Esteban Curuchet/Walter Pérez | 2005 Mark Cavendish/Rob Hayles | 2008 Mark Cavendish/Bradley Wiggins | 2009 Michael Mørkøv/Alex Rasmussen | 2010, 2011 Leigh Howard/Cameron Meyer
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Risi, Bruno |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Bahnradrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 6. September 1968 |
| GEBURTSORT | Altdorf |