Stefan Steinweg

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Stefan Steinweg Straßenradsport
zur Person
Geburtsdatum 24. Februar 1969
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
zum Team
Aktuelles Team zurückgetreten
Disziplin Bahn
Funktion Fahrer
Fahrertyp Angreifer
Verein(e)
13 Jahre in 5 Teams
Team(s)
1993–2009 Einzelprofi
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Bronze 1992 Olympiasieger in der Mannschaftsverfolgung
Weltmeisterschaften
Regenbogentrikot 2000 Weltmeister im Madison
Regenbogentrikot 1991 Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung
Regenbogentrikot 1986 Weltmeister im Punktefahren
Infobox zuletzt aktualisiert: 7. Januar 2013

Stefan Steinweg (* 24. Februar 1969 in Dortmund) ist ein ehemaliger deutscher Radsportprofi.

Karriere[Bearbeiten]

Stefan Steinweg war vorwiegend als Bahnradsportler aktiv und fuhr insbesondere Sechstagerennen. Seinen ersten internationalen Erfolg verbuchte er mit 17 Jahren, als er Junioren-Weltmeister im Punktefahren wurde.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona wurde Steinweg mit dem Bahnvierer (gemeinsam mit Guido Fulst, Jens Lehmann, Michael Glöckner und Andreas Walzer) Olympiasieger in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung. Bei der Bahnrad-WM 1991 in Stuttgart wurde er Weltmeister mit dem Bahnvierer (gemeinsam mit Glöckner, Walzer und Lehmann). 2000 gelang ihm ein Sieg bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften in Manchester, und zwar im Zweier-Mannschaftsfahren mit Erik Weispfennig. Außerdem wurde er je zehnmal Weltcup-Sieger und Deutscher Meister.

Stefan Steinweg startete bei 75 Sechstagerennen. Zwar gelang ihm nur ein Sieg (auf Neukaledonien), aber aufgrund seiner Fahrweise gehörte er zu den Lieblingen des Publikums.

2007 fuhr Steinweg für das deutsche Team Singer, 2008 für das Team Möbel Ehrmann. Steinweg lebte in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Deidesheim, hier ist er auch Pächter einer Weinrebe im „Prominentenweinberg“ der Weinlage Deidesheimer Paradiesgarten. Jetzt lebt er in der Gemeinde Wachenheim an der Weinstraße.

Eine zweijährige Sperre Steinwegs wegen der Einfuhr von anmeldepflichtigen Medikamenten nach Australien, die er 2003 bei der Einreise zu einem Urlaub/Trainingslager in Bendigo bei sich trug, wurde vom Internationalen Sportgerichtshof im Berufungsverfahren wieder aufgehoben. Einer der Gründe für seinen Freispruch war, dass er sich zum Zeitpunkt der Tat nicht im Besitz einer gültigen BDR-Lizenz befunden hatte.[1][2][3]

Im September 2008 beendete Stefan Steinweg seine aktive Laufbahn.

Erfolge[Bearbeiten]

  • 2008: 5 Saison-Siege; Sieger Rennserie in Trinidad und Tobago
  • 2007: 12 Saison-Siege; Sieger Rennserie in Trinidad und Tobago
  • 2004: 9 Saison-Siege
  • 2002: 3. Weltmeisterschaft Scratch, Sieger beim 6-Tagerennen auf Neukaledonien; 1. Platz australische 2er-Meisterschaft
  • 2001: 3. Weltmeisterschaft 4000m Einerverfolgung
  • 2000: Weltmeister Madison, Vize-Weltmeister 4000m Einerverfolgung, Vize-Europameister Derny (mit Schrittmacher Peter Bäuerlein)
  • 1998: Deutscher Meister im Zweier-Mannschaftsfahren (mit Erik Weispfennig)
  • 1994: 1. Bahnbundesliga
  • 1993: Vize-Weltmeister Bahnvierer, Etappensieger Thüringen-Rundfahrt
  • 1992: 1. Olympiasieger Bahnvierer Barcelona; Olympischer Rekord Bahnvierer
  • 1991: 1. Weltmeisterschaft Bahnvierer Stuttgart (Weltrekord)
  • 1990: Vize-Weltmeister Bahnvierer
  • 1987: Vize-Weltmeister Punktefahren Junioren
  • 1986: Weltmeister Punktefahren Junioren
  • weitere Erfolge: 10-facher Welt-Cup Sieger, 10-facher Deutscher Meister

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Welt, Ausgabe 217/2003 vom 17. September 2003; Seite 24. Online verfügbar
  2. netdoktor.de: Olympiasieger Stefan Steinweg: Verurteilung in Melbourne
  3. Cyclingnews: Steinweg banned for two years (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]