Lorsch

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lorsch (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lorsch
Lorsch
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lorsch hervorgehoben
49.6538888888898.567593Koordinaten: 49° 39′ N, 8° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Bergstraße
Höhe: 93 m ü. NHN
Fläche: 25,24 km²
Einwohner: 13.170 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 522 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64653
Vorwahl: 06251
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 016
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
64653 Lorsch
Webpräsenz: www.lorsch.de
Bürgermeister: Christian Schönung (CDU)
Lage der Stadt Lorsch im Kreis Bergstraße
Groß-Rohrheim Zwingenberg (Bergstraße) Biblis Viernheim Lampertheim Bürstadt Einhausen (Hessen) Lorsch Bensheim Lautertal (Odenwald) Lindenfels Heppenheim (Bergstraße) Heppenheim (Bergstraße) Fürth (Odenwald) Grasellenbach Rimbach (Odenwald) Mörlenbach Wald-Michelbach Birkenau (Odenwald) Abtsteinach Gorxheimertal Hirschhorn (Neckar) Neckarsteinach Michelbuch (gemeindefreies Gebiet) Rheinland-Pfalz Baden-Württemberg Kreis Groß-Gerau Landkreis Darmstadt-Dieburg OdenwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Lorsch ist eine Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße (Deutschland). Bekannt ist Lorsch durch das zum Weltkulturerbe ernannte Kloster Lorsch. Seit 2010 führt Lorsch den Beinamen „Karolingerstadt“.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lorsch − als „Das Tor zur Bergstraße“ bezeichnet − liegt ca. 5 Kilometer westlich der eigentlichen Bergstraße, genau zwischen Einhausen und Heppenheim. Es befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene nur etwas westlich des Odenwalds zwischen Darmstadt im Norden und Mannheim im Süden. Die Stadt liegt unweit westlich vom Unterlauf der Weschnitz. Im Südosten der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Lorsch grenzt im Norden an die Gemeinde Einhausen und die Stadt Bensheim, im Osten an die Stadt Heppenheim, im Südosten an die Gemeinde Laudenbach und die Stadt Hemsbach (beide Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg), im Süden an die Stadt Lampertheim, sowie im Westen an die Stadt Bürstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Bereits in der Jungsteinzeit war, durch die klimatisch begünstigte Oberrheinische Tiefebene, das Gebiet um Lorsch besiedelt, wie Bodenfunde belegen. Nach dem ersten namentlich bekannte Volksstamm, den Kelten, begannen um 40 n. Chr. die Römer mit der militärischen Besetzung rechtsrheinischer Gebiete. Um 260 überwanden die Alemannen den römischen Limes, drängen die Römer über den Rhein zurück und besiedelten das Gebiet. Die bei Grabungen im Kloster Lorsch entdecken römischen Streufunde und Baureste lassen noch keine genaue Datierung zu.[2] Nach 500 n. Chr. wurden die Alemannen wiederum von den Franken verdrängt, was durch fränkischen Reihengräbern bei Biblis, Wattenheim und Klein-Rohrheim belegt wird.[3]

Lorsch als Zubehör des Klosters[Bearbeiten]

Kloster Lorsch aus dem Kupferstich des Matthäus Merian um 1615
Die Ostseite der Torhalle im Jahr 1900 vor der Restaurierung

Wie die Siedlung Lorsch im frühen Mittelalter entstand ist unklar. In den Urkunden wird der Name Lauresham stets für das Kloster Lorsch benutzt, eine außerklösterliche Siedlung wurde bestenfalls beiläufig erwähnt.[4] Die Abtei Lorsch wurde im Jahre 764 vom fränkischen Gaugrafen Cancor und seiner Mutter Williswinda gegründet und von Benediktinern des Klosters Gorze bei Metz besiedelt. In einer Urkunde aus dem Jahr 885 wurde die Abtei als „Lauressam“ erwähnt, daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Stadtname. Die Abtei war im Früh- und Hochmittelalter ein mächtiges Reichskloster mit Besitzungen im Odenwald, an der Bergstraße, in Rheinhessen, in der Pfalz, im Elsass und in Lothringen. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Lorsch erfolgte 795 und steht im Zusammenhang mit der Schenkung der „Mark Heppenheim“ durch Karl den Großen an das Reichskloster Lorsch. Damit wurde das Kloster aufgewertet und so dem Zugriff der Diözesen Mainz und Worms entzogen. Die „Mark Heppenheim“ umschloss den größten Teil des heutigen Kreises Bergstraße und große Teile des Odenwaldkreises. In der Grenzbeschreibung von 773 wird Lorsch noch nicht erwähnt. Im Zusammenhang mit dieser Schenkung entwickelten sich Grenzstreitigkeiten zwischen dem Kloster Lorsch und der Diözese Worms, die 795 zur Einberufung eines Schiedsgerichtes auf dem Kahlberg bei Weschnitz führten, einer alten Versammlungs- und Gerichtsstätte unweit der heutigen Walburgiskapelle. Als Ergebnis dieses Schiedsgerichtes wurde eine neue Grenzbeschreibung festgelegt, die nun auch die wichtigsten Orte innerhalb der Grenzen der Mark Heppenheim benannte, nämlich Furte (Fürth), Rintbach (Rimbach), Morlenbach (Mörlenbach), Birkenowa (Birkenau), Winenheim (Weinheim), Heppenheim, Besinsheim (Bensheim), Urbach (Auerbach), Lauresham (Lorsch) und Bisestat (Bürstadt).[5] 772 erhob Kaiser Karl den Abt zum unmittelbaren Reichsfürsten, wodurch dieser in seinem Gebiet die Gerichtsbarkeit und das Recht zur Erhebung der bisher königlichen Gefälle erhielt. 1076 erhielt die Abtei Lorsch unter Abt Ulrich das Markt- und Münzrechtrecht von Kaiser Heinrich IV. verliehen.[6]

Während des Investiturstreits − von 1076 (Reichstag in Worms) bis 1122 (Wormser Konkordat) − mussten viele Besitzungen an den Adel abgegeben werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht, die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch unterstellte 1232 Kaiser Friedrich II. die Reichsabtei Lorsch dem Erzbistum Mainz und seinem Bischof Siegfried III. von Eppstein zur Reform. Die Benediktiner widersetzten sich der angeordneten Reform und mussten deshalb die Abtei verlassen und wurden durch Zisterzienser aus dem Kloster Eberbach ersetzt. Der Ort Lorsch wurde dabei als Zubehör der Abtei ebenfalls dem Mainzer Erzbischof unterstellt. Danach gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und der Kurpfalz als Inhaber der Vogtei, die erst 1247 durch einen Vergleich beigelegt werden konnten. Darin konnte sich die Kurpfalz durchsetzen und behielt die mit der Vogtei verbundenen Rechte. 1248 wurde die Zisterzienser-Mönche durch Prämonstratenser aus dem Kloster Allerheiligen ersetzt und von da an hatte das Kloster Lorsch den Status einer Propstei.

1267 wird erstmals ein Burggraf auf der Starkenburg (über Heppenheim) genannt, der auch das Amt Starkenburg verwaltete. In diesem Amt lag die „Zent Heppenheim“ mit Lorsch. Für die Verwaltung der noch bestehenden Gefälle des Klosters Lorsch war aber die Oberschaffnerei in Lorsch zuständig. Die erste Erwähnung des Kellners in Heppenheim erfolgte 1322. Er hatte seinen Sitz im Amtshof von Heppenheim und war der höchste Finanz- und Justizbeamte nach dem Burggrafen.[3] 1292 Überlässt die Abtei Lorsch Stephan von Zwingenberg das „Hauptrecht“ zu Lorsch (Recht auf Abgaben beim Tod eines Leibeigenen) auf Lebenszeit.[6] Die Hohe Gerichtsbarkeit über den Ort wurde jetzt durch die „Zent Heppenheim“ ausgeübt. Die Niedere Gerichtsbarkeit lang entweder beim ab 1423 erwähnten Wildhubengericht bzw. dem ab 1423 erwähnten Portengericht. Das 1489 beschriebene Gerichtssiegel bestand aus einem senkrecht geteiltem Schild; links ein Galgen und rechts das Mainzer Rad. Nach einem Dokument von 1423 geben 24 Wildhübner des Hubengerichts zu Lorsch auf Anweisung der Kellers zu Heppenheim und des Burggrafen, im Vorhof des Klosters Auskunft über den Umfang des Wildbanns, die Zahl und die Namen der darin liegenden Huben und die Rechte des Mainzer Erzbischofs an den Huben. In diesem Jahr gehörten zum Hubengericht die Huben von Grießheim, Hardenau (Wüstung bei Bickenbach), Seeheim, Urbach, Heppenheim, Weinheim, Schrießheim, Virnheim, Odicken (Edigheim links des Rheins), Scharre (Scharhof bei Sandhofen), Kirschgarthausen (bei Sandhofen), Lampertheim, Bürstadt, Biblis, Rohrheim, Gernsheim, Biebesheim, Frenkfeld (Hof bei Gernsheim), Stockstadt, Wasserbiblos (Hof zwischen Crumstadt und Eich, Schwanheim, Hausen, Kessenau (vermutlich Wüstung bei Hähnlein, und Breitenbach (nicht lokalisiert, eventuell um Dornheim). Aus dem Jahr 1489 ist bekannt, dass die Gerichte zu Langen und Ginsheim an das Portengericht in Lorsch appelieren uns dieses an die kurpfälzischen Hofräte und Richter in Heidelberg.[6]

Im Verlauf der für Kurmainz verhängnisvollen Mainzer Stiftsfehde wird das Amt Starkenburg an Kurpfalz wiedereinlöslich verpfändet und bleibt anschließend für 160 Jahre pfälzisch. Pfalzgraf Friedrich lässt sich für seine Unterstützung von Erzbischof Dieter – im durch die Kurfürsten am 19. November 1461 geschlossenen „Weinheimer Bund“ – das Amt Starkenburg verpfänden. Kurmainz erhielt dabei das Recht, das Pfand für 100.000 Pfund wieder einzulösen.

Reformation und Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten]

In den Anfängen der Reformation sympathisierten die pfälzischen Herrscher offen mit dem lutherischen Glauben, aber erst unter Ottheinrich (Kurfürst von 1556 bis 1559) erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Danach wechselten seine Nachfolger und gezwungenermaßen auch die Bevölkerung mehrfach zwischen der lutherischen, reformierten und calvinistischen Religion. Als Folge der Reformation hob die Kurpfalz 1564 das Kloster Lorsch auf.

Im Jahr 1618 brach dann der Dreißigjährige Krieg aus, in dessen Verlauf die Region um Lorsch mehrfach verwüstet und die Bewohner durch die Pest stark dezimiert wurden. Für das Kloster Lorsch bedeutet die Schließung der Probstei 1619 das endgültige Aus. 1623 erobern spanische Truppen für die katholische Kriegspartei die Region und stellen so die Kurmainzer Herrschaft wieder her. Bereits 1621 hatten sie die Starkenburg eingenommen und als Operationsbasis für die weitere Eroberung genutzt. Dabei wurden die Orte Nordheim Biblis und Wattenheim gebrandschatzt, und das von den Spaniern besetzte Kloster Lorsch brannte ab. Im gleichen Jahr wurde die Burg Stein von den Spaniern eingenommen und die Pfälzischen Truppen bei Bürstadt besiegt. Vom 26. Oktober 1623 wird berichtet, dass 124 Einwohner von Lorsch, 26 Einwohner von Klein-Hausen, 66 Einwohner von Bürstadt und 81 Einwohner von Biblis dem Erzbischof von Mainz huldigten, der unter dem militärischen Schutz des Feldherren Tilly stand.[3] Damit begann die Rekatholisierung des Gebietes, die ab 1624 von Jesuiten aus Aschaffenburg vorangetrieben wurde. Der Mainzer Erzbischof gab 1625 den Calvinisten den Befehl, den katholischen Glauben bis spätestens Ostern 1626 anzunehmen oder das Land zu verlassen. Im Jahr 1626 galt die Gegenreformation im Amt Starkenburg als abgeschlossen.[3]

Der Schrecken dieses Krieges war aber für die Lorscher noch lange nicht vorbei. Die für die evangelische Seite kämpfenden Schwedischen Truppen drangen 1631 bis an die Bergstraße vor und brachten den Calvinismus zurück. Am 6. und 7. Dezember überquerten sie unter König Gustav Adolf bei Erfelden den Rhein, und die Stadt Gernsheim wurde für eine Kontribution von 300 Reichstalern übergeben. In den Jahren 1632 und 1633 wütet in der Region die Pest und die Bevölkerung wurde stark dezimiert. Nach der katastrophalen Niederlage der Evangelischen bei Nördlingen am 6. September 1634 zogen sich 1635 die Schwedischen Truppen von der Bergstraße zurück, und die zweite katholische Restauration begann.[3] Letztlich veranlasste der katholische Sieg bei Nördlingen Frankreich, an der Seite der nun geschwächten Schweden in den Dreißigjährigen Krieg einzugreifen. Mit dem Schwedisch-Französischen Krieg begann ab 1635 das blutigste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges.

Aus der Region um Lorsch berichten die Chronisten aus jener Zeit: „Pest und Hunger wüten im Land und dezimieren die Bevölkerung, sodass die Dörfer öfters völlig leer stehen“. Aus Hausen erhalten wir von 1642 die Nachricht, „dass kaiserliche Truppen viermal in Haußen einfielen und einen Schaden von 26 Gulden anrichteten.“ Ebenso schrieben die Chronisten im gleichen Jahr: „Die Pfarrhäuser in Biblis, Bürstadt und Lorsch sind verbrannt und verfallen“. In den Jahren 1644 und 1645 wurde die Stadt Gernsheim erst von französischen und dann von bayrischen Truppen eingenommen. 1646 war Biblis unbewohnt, und 1647 kamen die Franzosen unter Generalmarschall Turenne als Sieger nach Gernsheim und forderten die Zerstörung der Festungswerke.[3]

Rückgabe an Kurmainz[Bearbeiten]

Mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden 1648, wurde die Rückgabe des verpfändeten Oberamtes Starkenburg an Kurmainz festgeschrieben, und mit dem Bergsträßer Rezess von 1650 legten die beiden Kurfürsten die verbliebenen konfessionellen und territorialen Streitigkeiten bei. Somit kam auch Lorsch endgültig wieder unter Kurmainzer Herrschaft, die bis zur Auflösung von Kurmainz 1803 andauerte, und die Rekatholisierung der Orte des Amtes Starkenburg wurde abgeschlossen.

In den Jahren 1688–1697 wütete der durch Frankreich provozierten Pfälzischer Erbfolgekrieg der das Gebiet zwischen Rhein und Bergstraße vielfältiger Zerstörung ausgesetzte und machte so die Wiederaufbaubemühungen nach dem Dreißigjährigen Krieg teilweise zunichte. Erst mit dem Frieden von Rijswijk 1697 zogen sich die Franzosen wieder hinter den Rhein zurück. Aus dieser Zeit berichten die Chronisten:

  • 1689: Zerstörung vieler Städte und Dörfer am Rhein durch die Franzosen; in der Pfarrei Gernsheim ist im Totenbuch das Jahr 1689 mit Annuus Feralis (Schreckensjahr) überschrieben. Die Franzosen zerstören das Wattenheimer Pfarrhaus.
  • 1690: „Große Schäden wurden in Hofheim durch die Franzosen verursacht.“
  • 1694: „An der Bergstraße und im ganzen Land herrscht großes Sterben und Hungersnot.“

In einem Verzeichnis von 1782 der „Oberschaffnerei Lorsch“ ist zu lesen: - gehörten derselben bzw. wurden von ihr verwaltet - „Ein Hofgut mit Äckern, Wiesen und Wald mit 127 Morgen“.[3] Die katholische Pfarrei in Lorsch gehörte in dieser Zeit zum Bensheimer Landkapitel. Seit der Wiedererrichtung der Klosterkirche nach dem Brand 1090, hatte der Ort eine kleinere Pfarrkirche in dem die Gottesdienste für die Lorscher Bevölkerung gehalten wurden.[7]

Im Jahr 1782 führte Kurmainz eine Verwaltungsreform durch, mit der in Lorsch eine Amtsvogtei eingerichtet wurde. Zur Amtsvogtei Lorsch gehörten neben Lorsch, Biblis, Bürstadt, Klein-Hausen und Viernheim. Die Amtsvogtei wiederum war dem Oberamt Starkenburg im „Untereren Erzstift“ des „Kurfürstentums Mainz“ unterstellt.

19. Jahrhundert bis heute[Bearbeiten]

Lorsch wird Hessisch[Bearbeiten]

Das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert brachte Europa weitreichende Änderungen. Als Folge der Napoleonischen Kriege wurde bereits 1797 das „Linke Rheinufer“ und damit der linksrheinische Teil von Kurmainz durch Frankreich annektiert. In der letzten Sitzung des Immerwährenden Reichstags in Regensburg wurde im Februar 1803 der Reichsdeputationshauptschluss verabschiedet, der die Bestimmungen des Friedens von Lunéville umsetzte, und die territorialen Verhältnisse im Heiligen Römischen Reich (Deutscher Nation) neu regelte. Durch diese Neuordnung wurde Kurmainz aufgelöst, das Oberamt Starkenburg und mit ihm Lorsch kam zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die es dem „Fürstentum Starkenburg“ zuordnete. Das „Amt Lorsch“ wurde als hessische Amtsvogtei weitergeführt, das Oberamt aber 1805 aufgelöst. Im gleichen Jahr siedelt der Kurfürst von Mainz nach Regensburg über.

Unter Druck Napoleons wurde 1806 der Rheinbund gegründet, dies geschah mit dem gleichzeitigen Reichsaustritt der Mitgliedsterritorien. Dies führte am 6. August 1806 zur Niederlegung der Reichskrone, womit das alte Reich aufhörte zu bestehen. Am 14. August 1806 wurde die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, gegen Stellung hoher Militärkontingente an Frankreich und den Beitritt zum Rheinbund, von Napoleon zum Großherzogtum erhoben, anderenfalls drohte er mit Invasion. Nach der endgültigen Niederlage Napoléons regelte der Wiener Kongress 1814/15 auch die territorialen Verhältnisse für Hessen, wobei es durch Artikel 47 weitere Gebiete zugewiesen bekam, unter anderem Worms, Alzey, Bingen und Mainz, ein Gebiet, das als Rheinhessen bezeichnet wurde. 1815 trat das Großherzogtum dem Deutschen Bund bei. Durch das Traktat von Frankfurt vom 30. Juni 1816 trat Großherzog Ludwig das schon vor dem Reichsdeputationshauptschluss am 6. September 1802 besetzte Herzogtum Westfalen an den König von Preußen ab.

Im Jahr 1814 wurde die Leibeigenschaft im Großherzogtum aufgehoben und es erhielt mit der am 17. Dezember 1820 eingeführten Verfassung des Großherzogtums Hessen eine konstitutionellen Monarchie, in der Großherzog aber noch große Machtbefugnisse hatte. Die noch bestehenden standesherrlichen Rechte wie Niedere Gerichtsbarkeit, Zehnten, Grundzinsen und andere Gefälle blieben aber noch bis 1848 bestehen.

In Hessen gehörte Lorsch durch eine Reihe von Verwaltungsreformen zum Landratsbezirk Heppenheim sowie zu den Kreisen Bensheim und Heppenheim, bis es 1938 zum heutigen Kreis Bergstraße kam.

Weitere Ereignisse in Lorsch sind am Beginn des 19. Jahrhunderts, 1827 die Instandsetzung der Torhalle des Klosters Lorsch sowie 1828 der Fall der Zollschranken zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem benachbarten Preußen zu dem auch Frankfurt gehörte. Im gleichen Jahr wurde die Chaussee zwischen Gernsheim und Darmstadt fertiggestellt, sowie die Anzahl der Juden in Lorsch mit 63 angegeben.[3]

Am Ende des 19. Jahrhunderts kündigt sich auch in Lorsch langsam das Industriezeitalter an. Auf dem Rhein ereignet sich 1842 Neues durch die Dampfboote eines Wormser Unternehmers, der die „Die Adler des Oberrheins“ genannten Schiffe zwischen Mannheim und Mainz verkehren lässt. Weiter Verbesserungen der Infrastruktur ergeben sich durch den Bau von Eisenbahnlinien. Im Jahr 1869 wurde die Eröffnung der Nibelungenbahn von Worms über Lorsch nach Bensheim gefeiert, wo sie Anschluss an die bereits 1846 fertiggestellten Rhein-Neckar-Bahn hatte. Für das Jahr 1900 waren weitere Infrastrukturverbesserungen zu vermelden, so wurde bei Worms sowohl die Ernst-Ludwig-Brücke für den Straßenverkehr, als auch die Eisenbahnbrücke über den Rhein dem Verkehr übergeben. Dass die Zeiten aber auch von viel Armut geprägt waren, zeigen die Zahlen der Auswanderer. So wurden von 1881 bis 1900 529.875 deutsche Auswanderer gezählt.[3]

Die Zeit der Weltkriege[Bearbeiten]

Am 1. August 1914 brach dann der Erste Weltkrieg aus, der wie im ganzen Deutschen Reich der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ein Ende setzte. Als nach der deutschen Niederlage am 11. November 1918 der Waffenstillstand unterschrieben wurde, hatte Lorsch 124 Gefallene zu beklagen, während der Krieg insgesamt rund 17 Millionen Menschenopfer kostete. Das Ende des Deutschen Kaiserreiches war damit besiegelt, und die unruhigen Zeiten der Weimarer Republik folgten. In der Zeit von 1921 bis 1930 wurden in Deutschland 566.500 Auswanderer gezählt, die versuchten, den schwierigen Verhältnissen in Deutschland zu entfliehen. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler, was das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Nationalsozialistischen Diktatur besiegelte.

In Hessen wurde am 3. Juli 1933 das „Gesetz zur Durchführung von Feldbereinigung zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung im Zuge der Riedmelioration“ erlassen. In 13 Gemeinden der Provinz Starkenburg, darunter Lorsch wurde das Feldbereinigungsverfahren auf einer Fläche von 200.000 ha angeordnet. Im Verlauf dieses Meliorations- und Siedlungsprogramms entstanden die beiden Orte Riedrode und Worms-Rosengarten. Im November 1938 brachte die sogenannte Reichskristallnacht den jüdischen Mitbürgern Not und Elend. Die Lorscher Synagoge wurde niedergebrannt und die Wohnungen und Geschäfte jüdischer Familien verwüstet. Bereits nach 1933 waren ein Teil der zu diesem Zeitpunkt aus 73 Personen bestehenden jüdischen Gemeinde infolge der zunehmenden Repressalien weggezogen oder ausgewandert. Die Ereignisse von 1938 führten dazu, dass die meisten jüdischen Einwohner bis zum September 1939 ausgewandert waren. Diejenigen die blieben wurde 1941 aus ihren Wohnungen vertrieben und in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Karlstraße1 eingewiesen. Im August 1942 wurden alle noch in Lorsch lebenden Menschen jüdischer Abstammung deportiert. Von den in Lorsch geborenen oder längere Zeit hier lebenden Personen kam 40 durch die NS-Gewaltherrschaft ums Leben.[8]

Am 1. September 1939 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen der Zweite Weltkrieg, der in seinen Auswirkungen noch weit dramatischer war als der Erste Weltkrieg und dessen Opferzahl auf 60 bis 70 Millionen Menschen geschätzt werden. Im Südosten der Bibliser Gemarkung wurde 1939 ein Militärflughafen angelegt der aber bis 1944 nur für Ausbildungszwecke genutzt wurde. Erst nach der Landung der Alliierten in Frankreich wurde er weiter ausgebaut und mit Flugabwehrgeschützen ausgerüstet. In dieser Zeit wurde auch Flughafenkommando des Militärflugplatzes in Biblis aus Sicherheitsgründen nach Lorsch verlegt und in Lorsch wurden 100 Privatquartiere für Flugpersonal requiriert. Anfang März 1945 wurde der Flughafen geräumt und es gab den Befehl alle Einrichtungen zu zerstören.[9] Besonders ab 1944 ist der verstärkte Luftkrieg gegen Deutschland auch in Lorsch zu spüren. Große Fliegerverbände überfliegen Lorsch bei ihren Angriffen auf Worms. Lorsch bleibt davon weitgehend verschont. In diesem Jahr wurde auch die Arbeit auf den Feldern durch die fortgesetzten Tieffliegerangriffe lebensgefährlich. Auch in der Bahn oder auf den Straßen war niemand mehr sicher. So kamen im Februar und März 1945 vier Frauen und ein Mann aus Lorsch durch Tieffliegerangriffe ums Leben. In der Endphase des Zweiten Weltkrieges in Europa erreichen die amerikanischen Verbände Mitte März 1945 den Rhein zwischen Mainz und Worms. Die Brückenköpfe auf der rechten Rheinseite konnten durch die schwachen deutschen Kräfte nicht gehalten werden, was zur Sprengung der Rheinbrücken bei Worms, Nordheim und Gernsheim am 20. März führte. Die sich auf die rechten Rheinseite zurückgezogenen Reste der deutschen 7. Armee musste fast die gesamte schwere Ausrüstung wie Panzer und Artillerie zurücklassen, was eine Fortsetzung der Kämpfe bei der absoluten Luftherrschaft der Amerikaner und dem Fehlen jeglicher deutscher Reserven eigentlich völlig sinnlos machte. Auf amerikanischer Seite war jetzt das oberste Ziel die Vermeidung weiterer Verluste, was zum massiven Einsatz von Artillerie, Panzern und Flugzeugen auf alle einzunehmenden Städte und Dörfer führte, auch ohne genaue Kenntnis einer möglichen Gegenwehr. Stießen die vorrückende Kräfte auf Widerstand erfolgte ein sofortiger Rückzug und ein massiver Einsatz von Luftwaffe und Artillerie. Am 22. März überquerte die 3. US-Armee bei Oppenheim den Rhein und besetze am 25. März Darmstadt. Das machte aus amerikanischer Sicht ein schnelles Nachrücken der benachbarten 7. US-Armee zur Flankensicherung notwendig. Zur Vorbereitung für deren Rheinüberquerung wurden die meisten Riedgemeinden am 25. und in der Nacht zum 26. März von der amerikanischen Artillerie beschossen. Davon war auch Lorsch betroffen, wobei zahlreiche Sachschäden an Gebäuden entstanden und vier Menschen getötet wurden. In den ersten Stunden des 26. März 1945 überquerten amerikanische Truppen bei Hamm und südlich von Worms den Rhein. Die bei Worms übergesetzten Kräfte nahmen noch in der Nacht die Ortschaft Rosengarten in Besitz, marschierte in den frühen Morgenstunden in Bürstadt ein und rückten auf der B47 in Richtung Lorsch vor. Der eigentliche Einmarsch der Amerikaner in Lorsch lief dann aber ohne weiteres Blutvergießen ab. Dies war wohl auch dem mutigen Handeln mehrerer Frauen zu verdanken, die eine Panzersperre vor dem Ort beseitigten, weise Fahnen hissten und den Amerikanern zu verstehen gaben dass keine deutschen Soldaten mehr im Ort seinen. Die schwachen deutschen Kräfte waren im Laufe des 26. März an die Bergstraße zurückverlegt worden. Dies bewahrte Lorsch vor weiterer Zerstörung, denn noch Tage zuvor hatte die in Lorsch stationierten deutschen Kräfte sich geweigert einer Bitte von Einwohnern nachzukommen die Stadt unverteidigt zu lassen.[9] Der Krieg in Europa endete mit der bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Truppen, die am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft trat.

Nachkriegszeit und Gegenwart[Bearbeiten]

Noch bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Lorsch durch die Landwirtschaft geprägt. Der Tabakanbau und die Tabakverarbeitung spielten die Hauptrolle im Erwerbsleben der Lorscher. Bereits seit 1670 wurde Tabak angebaut. Von den ca. 6000 Einwohnern im Jahr 1940 arbeiteten 2000 in der Tabakindustrie. Heute ist der Tabakanbau und dessen Verarbeitung völlig zum Erliegen gekommen. Die letzte Zigarrenfabrik wurde 1983 und die letzte Tabakfabrik 1994 geschlossen. Nur das Tabakmuseum im Museumszentrum des Klosters Lorsch erinnern noch daran.[10]

Zur 1200-Jahr-Feier 1964 erhielt Lorsch die Stadtrechte und seit dem 8. Juli 2010 führt Lorsch offiziell den Beinamen „Karolingerstadt“.[11]

Von der karolingischen Benediktinerabtei, die in Teilen ergraben ist, hat sich die Torhalle (um 800) erhalten. Die Abtei ist seit 1991, zusammen mit dem östlich gelegenen „Areal Altenmünster“, ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe. Im September 1995 wurde in unmittelbarer Nähe der Torhalle das Museumszentrum Lorsch eingeweiht. Das Museumszentrum beherbergt drei Abteilungen: Die klostergeschichtliche Abteilung der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, die Abteilung für Volkskunde des Hess. Landesmuseums Darmstadt und das Tabakmuseum der Stadt Lorsch. [12]

Gab es ursprünglich neben der Tabakindustrie nur noch die Holzverarbeitung, so hat sich Lorsch inzwischen zu einem Mittelzentrum entwickelt, in dem sich kleine und mittelgroße Betriebe der Baustoff-, Metall-, Möbel- und Kunststoffindustrie angesiedelt haben. Zur Stadtentwicklung hat auch die günstige Verkehrslage an den Autobahnen A5 und A67 beigetragen. Die Landwirtschaft wird nur noch durch wenige Vollerwerbsbetriebe wahrgenommen und die Sonderkulturen des Tabak- und Spargenanbaus sind dramatisch zurückgegangen.[13]

Verwaltung ab 1803[Bearbeiten]

Vor 1803 gehörte Lorsch zum kurmainzischen „Amt Lorsch“. Auch unter hessischer Hoheit bleibt diese Zuordnung vorerst erhalten. Nach der endgültigen Niederlage Napoléons regelte der Wiener Kongress 1814/15 auch die territorialen Verhältnisse für Hessen, daraufhin wurden 1816 im Großherzogtum Hessen Provinzen gebildet. Dabei wurde das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des Mains gelegenen alten Hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in „Provinz Starkenburg“ umbenannt.

1821 wurden im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform die Amtsvogteien in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen des Großherzogtum aufgelöst und Landratsbezirke eingeführt, wodurch Lorsch zum Landratsbezirk Heppenheim kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch Landgerichte geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Die Landgerichtsbezirke entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken und für den Landratsbezirk Heppenheim war das Landgericht Lorsch als Gericht erster Instanz zuständig. Diese Reform ordnete auch die administrative Verwaltung auf Gemeindeebene. So war die Bürgermeisterei in Lorsch mit eine von 12 Bürgermeistereien im Landratsbezirk, wobei seit 1820 die Bürgermeister durch die Gemeinde gewählt wurden und es keine Einsetzungen von Schultheißen mehr gab.

1832 wurden die Verwaltungseinheiten weiter vergrößert und es wurden Kreise geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte in den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet wurde. Lorsch wurde dem Kreis Bensheim zugeordnet. 1842 wurde das Steuersystem im Großherzogtum reformiert und der Zehnte und die Grundrenten wurden durch ein Steuersystem ersetzt wie es seinen Grundzügen heute noch existiert.

Infolge der Märzrevolution 1848 wurden in den Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum Regierungsbezirk Heppenheim vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später, im Laufe der Reaktionsära, kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Lorsch wurde Teil des Kreises Heppenheim. Die Kreise Lindenfels und Wimpfen wurden neu gegründet.

Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und Katasterlisten ergaben für Lorsch[14]: Lorsch: ein Marktflecken 3099 Einw.; Sitz eines Landgerichts, eines Forstamts, einer Oberförsterei, darin die Ruinen der berühmten Abtei Lorsch. Die Gemarkung bestand aus 5760 Morgen, davon waren 3778 Morgen Ackerland, 1303 Morgen Wiesen und 407 Morgen Wald. (Der sogenannte Lorscher Wald hatte 9858 Morgen). Zu Lorsch gehörten eine Ziegelei und das Forsthaus in der Wildbahn.

In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Marktflecken Lorsch mit eigener Bürgermeisterei, 411 Häuser, 3243 Einwohnern, der Kreis Heppenheim, das Landgericht Lorsch, die evangelisch Pfarrei Bensheim des Dekanats Zwingenberg und die katholische Pfarrei Lorsch des Dekanats Bensheim, angegeben. Die Bürgermeisterei war außerdem für die Ziegelei (ein Haus, 7 Einw.) und den Seehof (ein Haus, 7 Einw.) zuständig[15]

Bei einer weiteren Verwaltungsreform die am 12. Juli 1874 in Kraft trat, wurden die Kreise Lindenfels und Wimpfen aufgelöst und Lorsch kam wieder zum Kreis Bensheim.[16]

Die hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen Landkreis Bergstraße.[17]

Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 ein Mitgliedsstaat des Deutschen Bundes und danach ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Es bestand bis 1919, nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Großherzogtum zum republikanisch verfassten Volksstaat Hessen. 1945 nach Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich das Gebiet des heutigen Hessen in der amerikanischen Besatzungszone und durch Weisung der Militärregierung entstand Groß-Hessen, aus dem das Bundesland Hessen in seinen heutigen Grenzen hervorging.

Am 1. April 1956 erfolgte eine Umgemeindung eines Teils des Lorscher Waldes. Dabei kamen ein Teil mit sieben Einwohnern zur Gemeinde Einhausen und ein Teil mit zwei Einwohnern zur Gemeinde Riedrode. Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 2438 ha angegeben, davon waren 914 ha Wald. 1964 wurde der Gemeinde Lorsch, anlässlich der 1200 Jahr Feier, von der Hessischen Landesregierung das Recht verliehen sich „Stadt“ zu nennen.[17]

Am 1. August 1972 wurde im Rahmen der Gebietsreform in Hessen das gemeindefreie Gebiet der ehemals selbstständigen Gemarkung Seehof unter den Städten Lampertheim und Lorsch aufgeteilt. Nach Lorsch wurde der Nordteil mit dem eigentlichen Seehof am Froschkanzelsee und mit damals etwa 40 Einwohnern eingegliedert.[18][19]

Gerichte ab 1821[Bearbeiten]

Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das Landgericht Lorsch im Landratsbezirk Heppenheim das Gericht erster Instanz. Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, wurden die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten. Dadurch kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Lorsch und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Darmstadt[20].

Am 1. Oktober 1934 wurde das Amtsgericht Lorsch aufgelöst und aus dem Bezirk des Amtsgerichts der Ort Hofheim dem Amtsgericht Worms, der Ort Bobstadt und die Stadt Bürstadt dem Amtsgericht Lampertheim und mit Lorsch die restlichen Orte dem Amtsgericht Bensheim zugeteilt.[21]

Historische Beschreibungen[Bearbeiten]

Bis 1821 war das Großherzogtum Hessen in Ämter eingeteilt. Das Amt Lorsch wurde im Neueste länder- und völkerkunde: Ein geographisches lesebuch für alle stände wie folgt beschreiben:

»Amt Lorsch mit 1 Marktflecken, 7 anderen Orten, 1,146 Häus. und 8,755 Ein.
Lorsch, Marktflecken an der Waschnitz, und Amtssitz in den Gebäuden der vormaligen Prämonstratenser Abtei. 262 Haus. und 1,660 Einw. Wie in der Nähe alter Klöster Wild, Holz, Fische, gute Weide und gute Wein, sobald es das Klima nur erlaubt, nie zu fehlen pflegen: so findet man auch alle diese Hülfsmittel eines bequemen spekulativen Lebens, in der Nähe von Lorsch vereint. – Dörfer: Biblis, Bürstadt, Kleinhausen, Seehoff, Virnheim.«[22]

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg von 1829 beschreibt Lorsch als:

»Lorsch (L. Bez. Heppenheim) Marktflecken; liegt am Anfang der nach Bensheim führenden Chaussee, 1 St. von Heppenheim, und hat 314 Häuser und 2459 Enw., die bis auf 43 Luth. und 63 Juden alle katholisch sind. Lorsch ist der Sitz des Landgerichts und des Forstinspefiors. Man findet eine schöne 1734 erbaute Kirche, eine Kapelle, ein Rathhaus, das neu erbaute Bezirksgefänqniß und die Ruinen der weltberühmten Abtei Lorsch. Die Stifter dieses Klosters waren Cantor, einer der Grafen des Oberrheingaus und seine Mutter Williswinda, und die Stiftung selbst fallt in das Jahr 764. Anfangs war das Kloster auf einer Insel die die Weschnitz bildet, gebaut, und an einem Orte, welcher Laurcsham hieß. Die geistliche Verwaltung hatten die Stifter ihrem Verwandten dem Bischof Chrodeqang (Rutgang) aus Metz, einem Schwestersohne Königs Pipin's, übertragen. Er berief aus Gorz 16 Mönche, richtete das Kloster nach der Ordnungsregel des Benediktus ein, stand ihm zuerst als Abt vor, weihte die Kirche dem Apostel Petrus, und schenkte ihr den vom Pabste erhaltenen Leichnam des h. Nazarius. Die Kirche erhielt bald einen außerordentlichen Ruf, so daß die kleine Insel die zuströmende Menge nicht mehr faßt. Es wurde 765 die Erweiterung der Gebäude und deren Versetzung auf einen freiern und höher gelegenen Platz beschlossen. An der Stelle des heutigen Marktfleckens Lorsch wurde im Jahr 774 der Bau vollendet. Die auf der Insel gelegenen Gebäude wurden zu einer Probstei eingerichtet, und mit einer Anzahl Conventualen versehen, die dem Abt zu Lorsch untergeben waren. Diese Probstei wurde das alte Münster genannt. Ob schon damals die Stelle des heutigen Lorsch bewohnt war, oder seine Entstehung dem Kloster verdankt, ist unbekannt. Der Tradition zu Folge hieß das heutige Lorsch früher Gunau, welches allerdings auf eine frühere Existen schließen ließe. Kaiser Carl der Große, der auf seiner Rückreise aus Italien, nach Speier gekommen, wurde vom Abt Gundeland, Bruder des vorigen Abts Rutgang, dringend zur Einweihungsfeier des Klosters auf den 2. Sept. 774 eingeladen. Er erschien und im Gefolge die Königin Hildegard, seine drei Söhne und mehrere Reichsfürsten. Bischof Lullus von Mainz vollzog die Einweihung mit großer Pracht, und bei dieser Gelegenheit erhielt das Kloster von allen Seiten reiche Geschenke, wie überhaupt diese Abtei in wenig Jahrhunderten ein kleines Fürstenthum zusammenbrachte. Erzbischof Adelbert von Bremen, habsüchtig und intriguant, ließ sich vom Kaiser die Abtei schenken; da widersetzte sich Abt Ulrich († 1076) diesem Gewaltstreiche, und schnell entstand durch die Lehensleute und Angehörigen des Klosters die Starkenburg unweit Lorsch. Des geschah 1066. Des Abts Vasallen vertheidtigten ihn standhaft auf der Starkenburg und ertrotzten seine Wiedereinsetzung. Aber er mußte sich des Kaisers Günstling, Berthold, als Klostervogt aufdringen lassen, der dies Amt erblich machte und dessen Erben die Abtei unbarmherzig beraubten und drückten. – Kaiser Heinrich IV. ertheilt 1067 dem Abt Ulrich das Markt und Münztecht für sein Dorf Lauresham; welches letztere aber mit der Abtei selbst ein Ende nimmt. Im Jahr 1090 brannte die Klosterkirche mit den umstehenden Gebäuden ab. Sie wurde durch reiche Geschenke bald, aber nicht so prachtvoll wie die alte, wieder hergestellt. Die schlechte Haushaltung mancher Aebte, die Anmaßungen der Vögte denen sich Abt Anselm (von 1090 – 1113) kräftig, aber ohne Erfolg, wider setzte, die Verwilderung der Mönche und die innern Unruhen, zerstören das Vermögen und die Kirchenzucht des Klosters immer mehr. Im Jahr 1225 wirt Conrad, letzter Abt von Lorsch, abgesetzt und 1232 das Kloster vom Kaiser und Pabst dem Erzbischoff Siffrid III. von Mainz übergeben, welcher die verwilderte Benediktiner entfernte und das Kloster mit Cisterziensern besetzte, an deren Stell nachher Prämonstratenser kamen. Pfalzgraf Conrad von Hohenstaufen, Bruder Kaisers Friedrich I., hatte die Vogtei über die Abtei Lorsch erheurathet und gründete dadurch die landesherrliche Gewalt der Pfalzgrafen in dieser Gegend. Wegen der Vogtei-Gerechtsame, so wie wegen der Lorscher Lehen, die zum Theil an die Pfalz gekommen waren, entstand zwischen Churpfalz und Churmainz eine Fehde in welcher die Pfalz 1239 die Oberhand behält. – Unter mancherlei Schicksalen hielt sich das Kloster, das unter einem Probst bestehen blieb, bis zur bairischen Fehde 1504, in welcher es Landgraf Wilhelm II. plünderte, so wie später 1555 Pfalzgraf Friedrich die Mönche verjagte, und, was noch da war, in Besitz nahm. Kloster und Kirche standen leer und waren ein Gegenstand vieler Mißhelligkeiten zwischen den benachbarten Pfalzgrafen und dem Erzstifte Mainz. Im Jahr 1621 wurde das Kloster von den Spaniern in Brand gesteckt. Der Westphälische Frieden, 1648, endigte auch hier die Zwistigkeiten zwischen Pfalz und Mainz. Letzteres kam wieder in Besitz von Lorsch und Starkenburg und dem Zugehör, und blieb darin, bis dieß Alles 1802 an Hessen kam. Die noch von 774 stehende Vorhalle des Klosters, welche in die Clausur führte, und 1697 zu einer Kapelle eingerichtet wurde, ist noch bis zum Giebel wohl erhalten. Von der ehe ehemaligen sehr großen Hauptkirche des Klosters steht nur noch ein kleiner Theil, da sie nach dem Brand von 1621 nicht wie der aufgebaut wurde. Diese Ueberreste aus dem vordern Theil der Kirche, wo der Haupteingang war, bestehend, sind jetzo zu einem Fruchtspeicher eingerichtet. Ein hoher Bau der mit seiner weißen Wand weit in die Ferne leuchtet. Die nächste Umgebung ist nun zu einem Garten und Weinberg angelegt. Im Garten sieht man noch ausgegrabene Grabsteine und steinerne Särge. Verschwunden sind nun die Herrlichkeiten dieses Klosters; aber in Menge haben sich sein Urkunden erhalten und verbreiten ein hellleuchtendes Licht über die Geschichte naher und ferner Gegenden.«[23]

Philipp Alexander Ferdinand Walther berichte 1854 in Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit:

»Lorsch in Urk. Lauresha, Lauresham, Laurissa, Lorse, Mktfl. mit einer Gem. von 5760 M. (3778 A., 1303 Wi., 407 Wa.) [der sg. Lorscher Wald hat außerdem 9858 M.] und 3099 Einw.; Sitz eines Landgerichts, eines Forstamts, einer Oberförsterei; darin die Ruinen der berühmten Abtei Lorsch. Es steht von der einst sehr umfangreichen Klosterkirche, welche 1621 abbrannte, nur noch ein vorderer Theil, der jetzt als Speicher benützt wird. [...] Mit zunehmendem Reichthum des Klosters wurden seine Aebte immer kühner, so daß sich sein Abt Ulrich († 1076) als Heinrich IV. dem Erzbischof von Mainz Adalbert von Bremen die Abtei schenken wollte, dem widersetzte und die Starkenburg auf dem Berg Burkhelden bei Heppenheim baute. Er vertheidigte sich mit seinen Mannen so tapfer darin, daß ihn der Kaiser wieder einsetzen mußte. Allein er mußte sich zum Klostervogt einen Günstling des Kaisers, Berthold, gefallen lassen, welcher dieß Amt in seiner Familie erblich machte. Er wie seine Nachkommen bedrückten Lorsch schwer. 1067 erwarb Abt Ulrich auch Markt und Münzrecht für sein Dorf Laureshan. Im J. 1090 brannte die Klosterkirche nebst allen umliegenden Gebäuden nieder. Die Kirche wurde zwar von den reichen Geschenken, welche ihr zu Theil wurden, wieder aufgebaut aber weniger prachtvoll als vorher. Die schlechte Wirtschaft einiger Aebte, die Raubsucht der Vögte, die Verwilderung der Mönche und der dadurch immer mehr fühlbare Mangel an Kirchenzucht, schadeten allmählig der Abtei sehr. Im J. 1225 wurde der letzte Abt Conrad abgesetzt und 1232 das Kloster von Kaiser und Pabst dem Erzbischof Siegfried III. von Mainz gegeben. Die verwilderten Benedictiner, welche bisher Lorsch immer gehabt, wurden nun entfernt und anfangs durch Cistercienser, dann durch Prämonstratenser ersetzt. Die Vogtei über Lorsch ererbte durch Heirath der Bruder Friedrichs Barbarossas, Pfalzgraf Conrad und begründete damit die landesherrliche Gewalt in dieser Gegend. Ein Streit, welcher zwischen Pfalz und Mainz über die beiderseitigen Rechte in Bezug auf Lorsch entstand, endete 1239 zu Gunsten von Kurpfalz. Das Kloster blieb unter einem Probst fortbestehen. In der bayrischen Fehde plünderte es Landgraf Wilhelm II. (1504). 1555 verjagte der Pfalzgraf Friedrich die Mönche und nahm was noch da war in Besitz, Neue Zwistigkeiten zwischen Pfalz und Mainz endeten mit dem westfälischen Frieden 1648; Lorsch kam wieder an Mainz mit der Starkenburg und blieb diesem bis es 1802 Hessisch wurde. Zu L. gehören 1 Ziegelei und das Forsthaus in der Wildbahn.«[24]

In der Beschreibung des Großherzogtums Hessen für Schule und Haus von 1870 findet sich:

»Lorsch, M. W., 1344 Einw., kath. Pf., Sitz eines Landgerichts, Forstamts und einer Oberförsterei; mit Seebof. Neue ev. Kirche. Ruinen der berühmten Abtei Lorsch, welche 774 gegründet wurde. Annales Laureshamenses (in München). Grabstätte Königs Ludwig des Deutschen 876 und des Jüngeren, sowie des Letzteren Sohnes Hugo. Dem Ersteren will man da selbst ein Denkmal errichten. Auch Siegfrieds Gebeine und Tassilo, letzter Herzog der Bayern (c. 800) ruhen hier. – Die sehr berühmte Bibel von hier ist jetzt in Rom. – Synagoge. Tabaksbau. Römische Spuren. Dazu Forsthaus Wildbahn und Gemarkung Lorscher Wald.«[25]

Mayers Orts- und Verkehrslexikon berichtet 1913:

»Lorsch Hessen, Fl.(Flecken), unweit der Weschnitz; Starkenburg, Kr. Bensheim, LG., BKdo. II Darmstadt; 4845 E.; P(Postanstalt), E(Eisenbahnstation) 1 km: Worms–Bensheim (mit EPs(Personenverkehr) L'er Wald), Zweigb. (Triebwagen) L.–Heppenheim; AG., StdA.(Standesamt), ForstA.(Forstamt), OFörst.(Oberförsterei); 2 Kath., ev. Pf.(Pfarramt), Syn.(Synagoge); Spk.(Sparkasse), SpDar.(Spar- und Darlehenskasse), Volksbk.(Volksbank); Krammärkte, Getreide-, Viehhdl.(Getreide- und Viehhandel); Zigarrenfbr.; Sägew.«[26]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die folgenden Einwohnerzahlen sind für den Ort Lorsch bis 1970 belegt:[17]

  • 1623: 124 Bürger
  • 1829: 2459 Einwohner
  • 1939: 6514 Einwohner
  • 1961: 8918 Einwohner
Lorsch: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
2.601
1840
  
2.866
1846
  
2.913
1852
  
3.099
1858
  
3.080
1864
  
3.315
1871
  
3.560
1875
  
3.777
1885
  
3.741
1895
  
3.805
1905
  
4.478
1910
  
4.845
1925
  
5.597
1939
  
6.514
1946
  
7.750
1950
  
8.149
1956
  
8.352
1961
  
8.918
1967
  
10.125
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
40,9 %
22,2 %
18,0 %
16,8 %
2,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,5 %p
-1,6 %p
+5,6 %p
+2,1 %p
-2,5 %p

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[27]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,9 15 44,4 16 43,1 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,2 8 23,8 9 31,1 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 18,0 7 12,4 5 9,6 4
PWL Parteilose Wählerschaft Lorsch 16,8 6 14,7 5 14,7 5
FDP Freie Demokratische Partei 2,2 1 4,7 2 1,6 1
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 61,1 44,6 50,9

Der Magistrat besteht aus sieben Stadträten. Davon entfallen drei Sitze auf die CDU, zwei Sitze auf die SPD und je ein Sitz auf die PWL und die Grünen.

Lorscher Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister war seit 1993 Klaus Jäger (parteilos). Er wurde am 7. Februar 1999 mit 85,2 % und am 13. Februar 2005 mit 70,6 % wiedergewählt. Seine Amtszeit endete nach 18 Jahren am 1. Juni 2011.[28] Zu seinem Nachfolger wurde am 27. März 2011 Christian Schönung (CDU) mit 60,9 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

WappenLorsch.svg

Blasonierung: „Geteilt und unten von Silber und Blau gespalten; oben in Schwarz eine goldene Torhalle (stilisierte Königshalle), unten vorne ein rotes Fußspitzkreuz, hinten ein golden bewehrter, neunmal von Silber und Rot geteilter Löwe (Löwe von Hessen).“

Das 1923 verliehene Wappen enthält das Bild der um 770 erbauten Eingangshalle des Reichsklosters, das Lorscher Kreuz als Sinnbild der Abtei und den hier ungekrönten hessischen Löwen als Hinweis auf die Landeszugehörigkeit seit dem frühen 19. Jahrhundert. Das älteste Siegel des Ortsgerichts aus dem 17. Jahrhundert zeigt einige nur schwer deutbare Gegenstände; das von Hupp im Zusammenhalt mit den anderen vermutlich landwirtschaftlichen Geräten als Getreidesester mit Streichholz erklärte Zeichen trug in den Ortssiegeln seit 1808 der hessische Löwe.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Šternberk (Sternberg) im Kreis Olomoucký kraj, Tschechien. Dies kam durch die Patenschaft zu Vertriebenen aus den Gemeinden Jívová (Giebau), Pohorsch, Weska und Hraničné Petrovice (Petersdorf bei Giebau) zustande, die sich in Lorsch angesiedelt haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

  • Kleinkunstbühne „Sapperlot“[29]

Museen[Bearbeiten]

Codex Aureus
  • Museumszentrum Lorsch mit der klostergeschichtlichen Abteilung,[30] der Abteilung für Volkskunde und dem Tabakmuseum Lorsch (Außenstelle des Hessischen Landesmuseums). [31]
    • Das Klostermuseum befasst sich mit der Geschichte der Abtei Lorsch, der Geschichte karolingischen Reiches, der Sakralarchitektur und insbesondere mit der Klosteranlage des Klosters Lorsch. Daneben wird das Leben der Landbewohner im Früh- und Hochmittelalter gezeigt sowie verschiedene Repliken, wie das am Hof Karls des Großen entstandene, prachtvoll ausgestattete Lorscher Evangeliar und der Lorscher Rotulus, eine Heiligenlitanei und zugleich die älteste liturgische Buchrolle des Abendlandes. Hintergründe zum Skriptorium und zu der Bibliothek der Abtei Lorsch werden erläutert. Die Bibliothek galt als eine der bedeutendsten ihrer Zeit.
    • Das Tabakmuseum liefert Informationen zum seit dem Dreißigjährigen Krieg betriebenen Tabakanbau und Tabakverarbeitung in Südhessen sowie dem Tabakkonsum. Daneben werden Tabakdosen, Tabaktöpfe und Pfeifen ausgestellt, sowie namhafte Zigarrenraucher wie beispielsweise Ludwig Erhard vorgestellt.
    • Das Volkskundemuseum zeigt als Schwerpunkt die Alltagskultur in Hessen. So werden alte holzverarbeitende Handwerke wie Rechenmacher oder Löffelschnitzer, eine Tisch- sowie eine Pfeifenwerkstatt vorgestellt. Auch Haushaltsgeschirr aus dem 18. und 19. Jahrhunderts, Bauernmöbel und eine Frankfurter Küche werden präsentiert.

Bauwerke[Bearbeiten]

Karolingische Torhalle
Evangelische Kirche
Die Wattenheimer Brücke
  • Weltkulturerbe-Areal Kloster Lorsch. 1250 Jahre nach der Klostergründung wurden 2014 umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen in diesem Areal abgeschlossen in dessen Mittelpunkt die beiden UNESCO Weltkulturerbestätten „Klostergelände des Klosters Lorsch“ und das „Kloster Altenmünster“ stehen.[32]
    • Der Klosterhügel, eine eiszeitliche Sanddüne auf die die Abtei Lorsch schon wenige Jahre nach seiner Gründung umzog, da die ursprüngliche Anlage auf einer Weschnitzinsel durch die schnell wachsende Bedeutung der Abtei zu klein geworden war. Von der Anlage die den gesamten Hügel beansprucht sind heute zur noch die Königshalle, das Basilikafragment und Teile der Klostermauer erhalten. Landschaftsarchitektonische Ergänzungen deuten die ursprünglichen Anlage an.
      • Die Königshalle, die im Erdgeschoss aus drei halbrunden Bogenöffnungen und im Obergeschoss aus einer Scheinarchitektur mit Kapitellen im ionischen Stil und Dreiecksgiebeln besteht, hat bis heute ihre ursprüngliche Nutzung nicht preisgegeben und zählt mit ihrer Entstehung um 800 zu den wenigen erhaltenen Gebäude aus karolingischer Zeit. Das Gebäude besteht aus eine Mischung hellenistisch-römischer, christlicher, orientalischer und germanischer Baustile. Im Obergeschoss befinden sich teilweise sehr gut erhaltene Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten.
      • Der „Wissensspeicher Zehntscheune“ befindet sich in der erst in späterer Zeit auf dem Klostergelände errichteten Zehntscheune. Die Eröffnung ist für 2015 geplant. Hier sollen die auf dem Klosterhügel gefundenen Fundstücke ausgestellt und die Rückschlüsse auf die Klostergeschichte, Handel, Handwerk und Medizin zur damaligen Zeit dargelegt werden.
      • Der Kirchenrest besteht aus der Vorkirche der ehemaligen Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt ein Lapidarium mit dem Sarkophag „Ludwig des Deutschen“, der im Kloster beigesetzt wurde.
      • Das Museumszentrum (MUZ) mit den Abteilungen „Geschichte des Klosters Lorsch“ und dem Tabakmuseum (siehe auch unter Abschnitt Museen).
      • Kräutergarten zum Lorscher Arzneibuch. In diesem Garten befinden sich ausschließlich Pflanzen aus dem 2013 ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen „Lorscher Arzneibuch“. In diesem Buch wurde zum ersten Mal antikes Medizinwissen in der christlichen Welt nutzbar gemacht und die darin beschriebenen Heilpflanzen ausdrücklich als gottgewollte Hilfsmittel für die Menschen bezeichnet.
    • Das Gelände des ehemaligen Mutterklosters Altenmünster der Abtei Lorsch ist Teil des UNESCO Welterbes und befindet sich etwa einen halbem Kilometer östlich des Klosterhügels. Von der Anlage war oberirdisch nichts mehr erhalten. Auf Grund der Grabungsergebnisse wurden die Umrisse der Klosterkirche durch Aufmauerungen angedeutet und die Klausurgebäude durch Erdaufschüttungen kenntlich gemacht.
    • Das Experimentalarchäologisches Freilichtlabor Lauresham wurde auf der Grundlage archäologischer Erkenntnisse ein typischer Herrenhof des 8./9. Jahrhundert auf einer Fläche von 4,1 ha nachgebaut. Dem Besucher soll das Leben der Menschen in den frühmittelalterlichen Gesellschaftsstrukturen näher gebracht werden. Daneben wurde durch das Projekt ein Rahmen für experimentalarchäologische Forschung geschaffen in dem die handwerkliche und landwirtschaftliche Arbeitstechniken jener Zeit erprobt werden können.
    • Die Tabakscheune ist ein Überbleibsel aus der Zeit des Lorscher Tabakanbaus. Sie wurde zum Trocknen der Tabakblätter von den Bauern gemeinschaftlich genutzt. Die in dem hohen schmalen Gebäude befindlichen Luftklappen konnten entsprechend der Witterung geöffnet und geschlossen werden.
    • Die Kulturachse verbindet das Kloster Altenmünster mit dem Klosterhügel und den anderen Elementen des Welkulturerbe Areal. Entlang des Weges ist eine beschilderter Lehrpfad geplant, der vorbei an Tabakfeld und alten Kulturpflanzen Wissen über Natur- zur Kulturlandschaft vermittelt.
  • Das historische Lorscher Rathaus wurde zwischen 1714 und 1715 erbaut. Es besteht aus einem rechteckigen Erdgeschoss aus Sandstein auf dem ein zweigeschossiger Fachwerkbau steht, an dessen beiden Seiten der Hauptfassade sich je eine feingegliederter Erker befindet. In der Mitte befindet sich ebenfalls eine Erker der einen Turm mit Doppelhaube trägt. In der oberen Turmhaube befand sich die Feuerglocke die heute durch ein Glockenspiel ersetzt ist. Im oberen Stock des Rathauses befindet sich der repräsentative „Nibelungensaal“, der heute als Sitzungs- und Konzertsaal genutzt wird. Er ist mit Wandgemälden zu Ereignissen der Abtei Lorsch, die zeitweise der Status eines Fürstentums hatte, ausgestattet.
  • Am Marktplatz steht das „Wamsler'sche Haus“ als mächtiger Fachwerk Eckbau mit Mansarddach. Es wurde Mitte der 80er Jahre restauriert und dem Rathaus angepasst.
  • Stiftstrasse 18: Denkmalgeschützte Hofreite. Die Hofreite liegt an der für das historische Ortsbild bedeutsamen Stelle im Kreuzungsbereich der drei Straßen Stiftstraße, Waldstraße und Schulstraße, die zeitweilig den Eingangsbereich in den Ort aus Lampertsheim und Mannheim kommend bildete. Bis 1920 im Besitz der Familie Dreiss: Tabak- & Landwirtschaftlicher Betrieb. Das Wohnhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut, 1869 die Scheune, 1890 die Remise. Von 1920 bis 1973 dann Bäckerei & Weinstube. Ab 1998 befindet sich das Theater „Sapperlot“ im Gebäude. Die Restaurierung des gesamten Hofes erfolgte 1998 und 2002 die Eröffnung des Theaters.
  • ältestes Lorscher Fachwerkhaus in der Stiftstraße 19
  • Das älteste Lorscher Gasthaus, das „Weiße Kreuz“ steht an der Stelle det alten Klosterherberge. Das Gasthaus selbst wurde 1563 erstmals erwähnt. Das Obergeschoss und der Giebel sind in geschmücktem Fachwerk ausgeführt. Das Wirtshausschild stammt aus dem 18. Jahrhundert.
  • Palais von Hausen (erbaut 1776)
  • Katholische Pfarrkirche (geweiht 1753)
  • Evangelische Kirche (1896)
  • Wattenheimer Brücke

Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Lorsch findet jeden Fastnachtsdienstag ein großer Fastnachtsumzug mit über 100 Zugnummern statt, der jedes Jahr tausende Narren in die Klosterstadt lockt. Im Mai findet der Frühlingsmarkt in der Innenstadt statt. Das Johannisfest ist das größte Traditionsfest in Lorsch, und wird alljährlich um den 24. Juni auf dem Festplatz an der Klostermauer veranstaltet. Am 3. Wochenende im September wird die traditionelle Kerb in der Innenstadt gefeiert. Der Weihnachtsmarkt – mit einer Eröffnungsshow vor dem Weltkulturerbe – ist am 1. Adventswochenende vor dem Weltkulturerbe, im Herzen von Lorsch zu finden. Veranstalter ist die Stadt Lorsch.

Weiterhin gibt es seit mehreren Jahren eine sogenannte „Saustall-Party“ im ehemaligen Straßenbaudepot in Lorsch. Diese findet jeweils am 3. Wochenende im Juli statt. Veranstalter ist der Saustall-Lorsch e. V.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Eine kulinarische Spezialität ist das aus Welsch- bzw. Maismehl, Butter oder Schmalz, Zucker, ganzem Anis und Rosinen hergestellte „Original Lorscher Welschbrot“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Lorscher Bahnhof im Mai 2007 (Bahnseite)
Der Lorscher Bahnhof im Mai 2007 (Straßenseite)

Durch die Gemarkung der Stadt führen die Bundesautobahn 67 und die Bundesstraßen 47 und 460. Der Bahnhof von Lorsch liegt an der Linie der Nibelungenbahn zwischen Bensheim und Worms, zudem bestehen dichte Busverbindungen mit Lampertheim/Bürstadt, Heppenheim, Einhausen und Bensheim. Im Nahverkehr gelten die Tarife des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar, für Fahrten in Richtung Darmstadt und Frankfurt am Main gelten die Tarife des Rhein-Main-Verkehrsverbunds sowie das Hessenticket. Lorsch liegt am hessischen Radfernweg R9, der von Worms über Bensheim nach Höchst im Odenwald führt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das Unternehmen TrekStor GmbH & Co.KG wurde 2001 in Lorsch gegründet und hat dort seinen Sitz. Es lässt USB-Sticks, externe Festplatten und MP3-Player in Asien produzieren. Entwicklung und Qualitätsmanagement sind jedoch in Lorsch angesiedelt.

Die Lorscher Homepage bietet eine Übersicht weiterer ansässigen Unternehmen.

Medien[Bearbeiten]

In Lorsch gibt es zwei regionale Tageszeitungen, den zur Verlagsgruppe des Mannheimer Morgen gehörenden Bergsträßer Anzeiger mit der Regionalausgabe Lorsch/Einhausen sowie das weniger verbreitete Starkenburger Echo.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Tourist-Information Nibelungenland
  • Kreisvolkshochschule
  • Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald
  • Coworking-Büro Lorsch für Startups, Selbstständige, Gründer[33]
  • großer Spielplatz Im Birkengarten
  • öffentliche katholische Bücherei
  • Kurpfalz-Bibliothek Heinrich Vetter
  • Das Waldschwimmbad Lorsch wurde in den 1970er Jahren gebaut. Die Technik wurde in den Jahren 1994 und 1995 vollkommen saniert und erweitert.

Bildung[Bearbeiten]

Die Wingertsbergschule liegt auf einer ehemaligen Düne in der Rheinebene am nordöstlichen Rand ihres Einzugsgebietes, der Stadt Lorsch. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das weithin bekannte einstige Kloster Lorsch. Die Wingertsbergschule wurde als Grundschule des Kreises Bergstraße am 9. Januar 1974 gegründet, sie ist Nachfolgerin der Karolinger Volksschule, die bis 1972 in der Trägerschaft der Stadt Lorsch stand. Rund 540 Kinder besuchen derzeit die Schule, sie werden von 31 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Die Werner-von-Siemens-Schule erhielt ihren Namen nach dem Berliner Erfinder Werner von Siemens. Nach der Beschlussfassung über den Bau einer neuen Haupt- und Realschule im Süden der Stadt (Lagerfeld) durch das Hessische Kultusministerium sowie den Kreis Bergstraße im Juni 1971 wurde die Werner-von-Siemens-Schule im März 1973 ihrer Bestimmung übergeben. Im November 1973 beschloss die Schulleitung sowie der Schulelternbeirat der Schule den Namen Werner-von-Siemens-Schule zu verleihen, der im Rahmen einer offiziellen Feierstunde am 24. Juni 1974 bekannt gegeben wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Lorsch

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Diehl: Lorsch. Geschichte und Geschichten. Lorsch: Verlag Laurissa, 1991, ISBN 3-922781-17-9
  • Wilhelm Weyrauch: Zu den Ursprüngen von Lorsch – Die erste Kirche in Lauresham. In: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße. Bd. 33/2000, S. 11–64.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lorsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Lorsch – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Dr. Jakob Müller/Dr. Markus Sanke: Kloster Lorsch, Grabungen, abgerufen am 17. November 2014
  3. a b c d e f g h i Zeittafel auf der Webseite der Gemeinde Biblis, abgerufen am 1. Dezember 2014
  4. Dr. Jakob Müller/Dr. Markus Sanke: Kloster Lorsch, Ursprung, abgerufen am 17. November 2014
  5. "Regesten der Stadt Heppenheim und Burg Starkenburg bis zum Ende Kurmainzer Oberherrschaft (755 bis 1461) Im Auftrag des Stadtarchivs Heppenheim zusammengestellt und kommentiert von Torsten Wondrejz", Nr. 5a (Online als PDF; 2,0 MB)
  6. a b c Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamensbuch - Starkenburg, Darmstadt 1937, Seite 442-449
  7. Konrad Dahl: Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues, Darmstadt 1812. Seite 43 (online bei google books)
  8. Geschichte der jüdischen Gemeinde Lorsch auf „Alemannia Jusaica“, abgerufen am 10. Dezember 2014
  9. a b Artikelserie des Bergsträßer Anzeigers aus dem Jahr 2005 über das Kriegsende an der Bergstraße. Bergstraße und Lorsch. Bergsträßer Anzeiger, archiviert vom Original, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  10. Joachim Acker: Der Tabakanbau in Deutschland, abgerufen am 9. Dezember 2014
  11. Statistisches Bundesamt
  12. Deutsche Städte
  13. Info-Broschüre der Stadt Lorsch (pdf 1,94 MB), abgerufen am 9. Dezember 2014
  14. Philipp Alexander Ferdinand Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Jonghans, Darmstadt 1854, Seite 336 (online bei google books)
  15. Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogtum Hessen. 1869, Seite 54 (online bei google books)
  16. Martin Kukowski: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Überlieferung aus dem ehemaligen Grossherzogtum und dem Volksstaat Hessen. Band 3, K.G. Saur, 1998, Seite 23, ISBN 3-598-23252-7
  17. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Lorsch, Landkreis Bergstraße“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 30. Juli 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  18.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350.
  19. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße vom 11. Juli 1972 (GVBl. I S. 222)
  20. Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879 (Hess. Reg.Bl. S. 197-211)
  21. Verordnung über die Umbildung von Amtsgerichtsbezirken vom 11. April 1934 (Hess. Reg.Bl. S. 63)
  22. Neueste länder-und völkerkunde: Ein geographisches lesebuch für alle stände. Band 22, Im verlage des geographischen instituts, 1823
  23. Georg W. Weber: Seite 148-150
  24. Philipp Alexander Ferdinand Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Jonghans, 1854. Seite 336–338 (online bei Google books)
  25. Karl Klein: Das grossherzogthum hessen: historisch und geographisch für schule und haus. J. Wirth, 1870 (online bei google books)
  26. Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs, Band 2, Leipzig 1913
  27. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  28. Funken zeichneten Bürgermeister aus, abgerufen am 13. November 2012
  29. Kleinkunstbühe Sapperlot, abgerufen im Dezember 2014
  30. Bernd Fäthke, Die neue kulturhistorische Abteilung im Museumszentrum Lorsch, Hessische Heimat, Zeitschrift für Kunst, Kultur und Denkmalpflege, 41. Jahrgang, 1991, Heft 2, S. 39 ff
  31. Informationen zur Bergstraße, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  32. Welterbe Areal Kloster Lorsch, abgerufen am 12. Dezember 2014
  33. Coworking Lorsch, Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH / Regionales Gründerzentrum Lorsch