Castropol

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Gemeinde Castropol
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Castropol
Castropol (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: AsturienAsturien Asturien
Comarca: Eo-Navia
Koordinaten 43° 32′ N, 7° 2′ W43.53-7.03192Koordinaten: 43° 32′ N, 7° 2′ W
Höhe: 192 msnm
Fläche: 125,77 km²
Einwohner: 3.677 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 29,24 Einw./km²
Postleitzahl: 33760, 33768, 33769, 33778, 33794
Gemeindenummer (INE): 33017 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Ángel Pérez García (PSOE) (2006)
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Castropol Asturies map.svg
Rathaus der Gemeinde

Castropol ist eine Gemeinde in der autonomen Region Asturien, im Norden Spaniens.

Lage[Bearbeiten]

Im Norden ist die Gemeinde begrenzt von der Kantabrischen See, im Süden von Vegadeo und Villanueva de Oscos, im Westen vom Eo und der galizischen Stadt Ribadeo im Osten von Tapia de Casariego, El Franco und Boal.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus der Bronzezeit belegen die die lange Besiedelung der gesamten Region.

Die römische Herrschaft über die Region entlang des Navia hinterließ deutliche Spuren in Castropol sowie im gesamten Umland.

Im Mittelalter spielte die Stadt an der Mündung des Eo eine untergeordnete Rolle. 1032 wurde das erste Kloster, das Monasterio de San Juan de Corias gegründet, was lange Zeit für Unfrieden mit der damit geschwächten Stadt Lugo sorgte.

Erst Alfonso VII. beendete im 13. Jahrhundert den Disput, indem er das westlich des Eo gelegene Lugo als zu Galicien gehörend bestimmte und das am Ostofer liegende Castropol unter die Hoheit von Oviedo stellte.

Ab dem 14. Jahrhundert wurde Castropol zum wirtschaftlichen und administrativen Zentrum der Gegend zwischen dem Navia und dem Eo. Castropol blieb dies auch bis ins 18. Jahrhundert, als englische Truppen einfielen und die Stadt teuer für ihre Freiheit bezahlen musste.

Geologie[Bearbeiten]

Grund und Boden[Bearbeiten]

1975 - Blick von Lieira

Der überwiegend aus Kalk- und Sandstein bestehende Untergrund mit dem Pico Filso de la Bobia (1.197 m) als höchste Erhebung ist typisch für die gesamte Küstenregion mit ihren steilen Klippen, Buchten, Wiesen und Wäldern.

Gewässer[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Mündung des Eo am Golf von Biskaya, das Mündungsgebiet nennt man im Spanischen auch ria de Eo.

Klima[Bearbeiten]

2007 - Blick auf die Stadt von Ribadeo aus

Durch den Golfstrom herrscht hier ein beinahe mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern vor, im Frühling und Herbst kommt es mitunter zu relativ starken Stürmen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Industriegebiet ist das Unternehmen Los Astilleros Gondán S.A. der größte Arbeitgeber, in den Parroquias Barres und Berbessa gibt es noch immer einige alte Werften, die noch heute Schiffe aus Holz bauen, wofür die hiesigen Zimmerleute in Spanien sehr bekannt sind.

In der Bucht finden sich große Muschel- und Austernzuchtanlagen. Der Tourismus ist nach wie der bedeutendste Wachstumsfaktor der Region.

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Castropol in den Wirtschaftszweigen'
Beschäftigte Anteil in Prozent
TOTAL 1.251 100
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei 372 29,74
Industrie 216 17,27
Bauwirtschaft 171 13,67
Dienstleistungsbetriebe 492 39,33
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Asturien, Stand 2009 (PDF; 109 kB), SADEI

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quelle: INE Grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Politik[Bearbeiten]

Die 11 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt auf die Parteien:

Sitzverteilung im Gemeinderat von Castropol
Partei 1979 1983 1987 1991 1995 1999 2003 2007 2011
PSOE 0 8 8 8 7 5 6 8 7
CD / AP / PP 0 2 2 4 5 5 5 3 3
FAC 1
PCE / IU-BA / IU-Los Verdes 0 0 0 1 1 0 0 0 0
UCD / CDS 1 0 3 0 0
URAS / URAS-PAS 1 0 0
Independientes 12 3
Total 13 13 13 13 13 11 11 11 11
Quelle: Spanisches Innenministerium

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • CAPILLA SANTA MARIA DEL CAMPO - CASTROPOL - Kapelle aus 1461
  • IGLESIA PARROQUIAL DE SANTIAGO - CASTROPOL - Kirche aus dem 17. Jh.
  • CAPILLA DE SAN ROMAN O LA ATALAYA - FIGUERAS - Kapelle aus 1842
  • PALACIO DE LAS CUATRO TORRES - CASTROPOL - Palast aus dem 18. Jh.
  • VILLAROSITA - CASTROPOL - Villa aus dem 16. Jh.

Feste und Feiern[Bearbeiten]

  • 25. Juli - fiestas de Santiago Apóstol, in Castropol.
  • 16. August las de San Roque, mit großer Regatta

Parroquias[Bearbeiten]

Die Gemeinde Castropol ist in 9 Parroquias unterteilt:

(Quelle: INE)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Castropol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien