Cangas del Narcea

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Gemeinde Cangas del Narcea
Cangas del narcea ayuntamiento.JPG
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Cangas del Narcea
Cangas del Narcea (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: AsturienAsturien Asturien
Comarca: Narcea
Koordinaten 43° 11′ N, 6° 33′ W43.177056983263-6.549128396Koordinaten: 43° 11′ N, 6° 33′ W
Höhe: 396 msnm
Fläche: 823,57 km²
Einwohner: 13.878 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 16,85 Einw./km²
Postleitzahl: 33800-33819
Gemeindenummer (INE): 33011 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Flughafen Asturias 81,7 Km
Verwaltung
Bürgermeister: José Manuel Martínez González (IU)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Plaza Conde Toreno, s/n - 33800 CANGAS DEL NARCEA
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Cangas del Narcea Asturies map.svg

Cangas del Narcea ist eine Gemeinde in der autonomen Region Asturien, im Norden Spaniens. Im Norden begrenzt von Allande und Tineo, im Süden von Degaña und Laciana in der Provinz León, im Westen von Ibias und im Osten von Somiedo.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt mit 13.878 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Gemeinde (concejo), welcher unter anderem auch die älteste in Asturien ist. Mit einer Grundfläche von 823,57 km² ist sie auch die größte Gemeinde Asturiens.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie in ganz Asturien bestätigen Funde bereits eine Besiedelung während der Steinzeit, Dichter wird der Besiedelung jedoch in der Eisenzeit, Funde auch im benachbarten Ibias bestätigen hier eine rege handwerkliche Kultur welche auch weiträumigen Handel trieb, was Keramik- und Münzfunde belegen.
Aus der Zeit der Romanisierung bis ins Mittelalter sind viele Zeugnisse erhalten, ist die Gemeinde doch nicht nur die größte in Asturien, sondern auch die älteste. So wurde bereits 1032 das (Kloster) Monasterio de San Juan Bautista in Corias gegründet, welches derzeit renoviert wird und im Jahr 2008 als Parador wiedereröffnet werden soll.
Im Jahr 1255 wird unter Alfonso X. der Ort Cangas de Sierra als Verwaltungshauptstadt der Region benannt. Im ausgehenden Mittelalter unter Alfonso XI. (genannt der Rächer) erhielt das Kloster in Corias für seine Unterstützung umfangreiche Privilegien.
Während des napoleonischen Krieges wurden viele Kunstschätze beschlagnahmt und sind wohl für immer verschollen. Die Zerschlagung der Klosterrechte führte zur Aufteilung des Gebietes in die kleineren Verwaltungsgemeinden Espina-Ponferrada, Cangas-Ouviñano, und Puente Nuevo.
Erst im 20. Jahrhundert wurde der Ort Cangas del Tineo zu Cangas del Narcea umbenannt und wurde die Regionalhauptstadt. Schon im 19. Jahrhundert fand eine große Auswanderungswelle nach Übersee statt. Viele Cangüeses versuchten ihr Glück in den gerade neu entstandenen Republiken Südamerikas, insbesondere in Argentinien. An zweiter Stelle stand die Auswandererdestination Cuba, welche zu jener Zeit noch zum Spanischen Reich gehörte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hielt die massive Auswanderung nach Argentinien an und erst nach dem Bürgerkrieg begannen sich die Cangüeses nach Europa auszurichten. Aus politischen Gründen flohen viele nach Frankreich. Besonders wichtig wurde jedoch in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Wirtschaftsemigration in die Schweiz.

Geologie[Bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten]

Die Flüsse Narcea, Degaña und Ibias entspringen hier im Naturpark Fuentes del Narcea, Degaña y Ibias.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist entsprechend dem Küstenbereich maritim und feucht mit angenehm milden Sommern und ebenfalls milden, selten strengen Wintern. Durch die Picos de Europa im Hinterland ist im Frühling und im Herbst mit Nebel zu rechnen.

Fauna[Bearbeiten]

Habicht im Flug

Große Populationen von (auch seltenen) Greifvögeln sind eine Bestätigung der "gesunden" Natur. So finden sich hier unter anderem: Habichte, Sperber, Schlangenadler, Steinadler, auch einige Vertreter der Eulen und Käuze wie der Waldkauz aber auch Schmutzgeier, Gänsegeier und Auerwild finden sich hier.
Für Naturfreunde ist die Regien - beinahe wie ganz Asturien - ein Dorado. Denn die Raubtiere können nur dort leben, wo sie ausreichend Futter finden. Dies bedeutet, dass die Fauna ebenfalls aus Singvögeln und Säugetieren besteht, die aber hier nicht alle aufzuzählen sind.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In erster Linie ist die gesamte Region von Landwirtschaft und Bergbau geprägt. Speziell der Weinbau und die Viehzucht haben hier eine lange Tradition, wobei natürlich auch der Handel gewachsen ist. Das Baugewerbe und die Tourismusindustrie sind in einem gesunden Wachstum, seit die Menschen es verstanden haben ihr Potential aus dem Nationalpark zu nutzen.

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Cangas del Narcea in den Wirtschaftszweigen'
Beschäftigte Anteil in Prozent
TOTAL 5.023 100
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei 1.031 20,53
Industrie 502 9,99
Bauwirtschaft 668 13,30
Dienstleistungsbetriebe 2.822 56,18
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Asturien, Stand 2009 (PDF; 109 kB), SADEI

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quelle: INE[2]

Politik[Bearbeiten]

Die 17 Sitze des Gemeinderates werden alle 4 Jahre gewählt, und sind wie folgt unterteilt[3][4]:


Sitzverteilung im Gemeinderat von Cangas del Narcea
Partei 1979 1983 1987 1991 1995 1999 2003 2007 2011
PSOE 1 7 10 11 8 9 7 8 4
CD/PP 3 5 3 6 6 5 7 6 5
PCE/IU-BA 2 6 3 3 2 1 2 3 6
UCA 5
MC 1 1
UCD/CDS 9 0 5 0
PAS 1 1 0 0
Conceyu 1
URAS 1 1 0
FAC 2
Independientes 2
Total 21 21 21 21 17 17 17 17 17
Quelle: Spanisches Innenministerium

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kloster von Corias (Monasterio de Corias)
  • Basílica de Sta. María Magdalena.
  • Palacio de Omaña - Palacio de los Condes de Toreno.
  • Kloster San Juan Bautista in Corias (Monasterio de San Juan Bautista)
  • das Umland mit dem unter UNESCO Schutz gestellten Nationalpark
  • Palacio de Peñalba
  • Capilla del Santísimo Cristo del Hospital
  • Teatro Toreno
  • Barrio de Entrambasaguas mit der ponte "romana"
  • Santuario del Acebo

Feste und Feiern[Bearbeiten]

  • Nuestra Señora del Carmen y la Magdalena, in Cangas, vom 16. bis 22. Juli
  • La romería de Nuestra Señora del Acebo, in la sierra de los Acebos, am 8. September
  • La romería de Santarbás, 19. Juni

Parroquias[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist in 54 Parroquias unterteilt:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. INE - grafische Aufarbeitung für Wikipedia
  3. Ministerio del Interior
  4. Federación Asturiana de Concejos
  • Bevölkerungszahlen siehe INE
  • Postleitzahlen siehe [1]
  • Koordinaten und Höhenangaben siehe Google Earth

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cangas del Narcea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien