DFB-Pokal 1961/62

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DFB-Pokalsieger 1962 wurde zum dritten Mal der 1. FC Nürnberg, der damit Rekordpokalsieger (bis 1969) wurde. Das Finale fand am 29. August 1962 in Hannover statt.

Achtelfinale[Bearbeiten]

Die Spiele wurden am 28. Juli 1962 ausgetragen.

Ergebnis
VfV Hildesheim 3:2 Westfalia Herne
Holstein Kiel 3:4 FC Schalke 04
1. FSV Mainz 05 0:5 1. FC Köln
Fortuna Düsseldorf 2:1 Sportfreunde Lebenstedt
TSV 1860 München 6:1 KSV Hessen Kassel
1. FC Saarbrücken 4:1 Eintracht Braunschweig
SV Saar 05 Saarbrücken 0:3 1. FC Nürnberg
Eintracht Frankfurt 1:0 SC Tasmania 1900 Berlin

Viertelfinale[Bearbeiten]

Die Spiele wurden am 8. August 1962 ausgetragen. Das Wiederholungsspiel fand mit vertauschtem Heimrecht am 15. August 1962 statt.

Ergebnis
1. FC Nürnberg 11:00 VfV Hildesheim
1. FC Saarbrücken 2:2 n.V. Fortuna Düsseldorf
FC Schalke 04 4:2 TSV 1860 München
1. FC Köln 1:2 n.V. Eintracht Frankfurt

Wiederholungsspiel[Bearbeiten]

Ergebnis
Fortuna Düsseldorf 2:1 1. FC Saarbrücken

Halbfinale[Bearbeiten]

Die Spiele wurden am 22. August 1962 ausgetragen.

Ergebnis
1. FC Nürnberg 4:2 Eintracht Frankfurt
Fortuna Düsseldorf 3:2 FC Schalke 04

Finale[Bearbeiten]

Paarung 1. FC Nürnberg 1. FC NürnbergFortuna Düsseldorf Fortuna Düsseldorf
Ergebnis 2:1 n.V. (1:1, 0:0)
Datum 29. August 1962
Stadion Niedersachsenstadion, Hannover
Zuschauer 41.000
Schiedsrichter Rolf Seekamp (Bremen)
Tore 0:1 Wolfframm (58.)
1:1 Haseneder (71.)
2:1 Wild (93.)
1. FC Nürnberg Roland Wabra, Paul Derbfuß, Helmut Hilpert, Gustav Flachenecker, Ferdinand Wenauer, Stefan Reisch, Kurt Dachlauer, Kurt Haseneder, Heinz Strehl, Tasso Wild, Richard Albrecht
Trainer: Herbert Widmayer
Fortuna Düsseldorf Albert Görtz, Werner Vigna, Horst Zimmermann, Karl Hoffmann, Manfred Krafft, Hermann Straschitz, Bernhard Steffen, Franz-Josef Wolfframm, Hilmar Hoffer, Hans Erwin Volberg, Peter Meyer
Trainer: Jupp Derwall


Spielbericht
Vor 41.000 Zuschauern standen an diesem Mittwochnachmittag die beiden Torhüter im Blickpunkt des Geschehens und vereitelten mit wahren Glanztaten fast eine Stunde lang auch die dicksten Chancen. Überraschenderweise erreichte die technisch unterlegende Fortuna mit drei, vier Spielzügen mehr Wirkung als der Club mit seinem Kurzpassspiel.

Die logische Folge: 1:0 für Düsseldorf durch Wolfframm in der 59. Minute. Die Menge auf den Rängen tobte; endlich hatte das Spiel die nötige Würze: ein Tor. Doch der allgemein erwartete Sturmlauf der Nürnberger blieb aus. Regisseur Gustav Flachenecker drückte zwar von hinten heraus aufs Tempo, doch resultierte die wachsende Club-Überlegenheit aus den rasch nachlassenden Fortuna-Kräften, das Mammutprogramm der letzten Wochen.

Wegen der WM in Chile war der Terminkalender des Pokals, von der 1. Hauptrunde bis einschließlich Endspiel in ein enges, vierwöchiges Korsett gepresst. Hauptleidende: die Fortuna aus Düsseldorf, die in 30 Tagen 13 Spiele zu absol-
vieren hatte. So gelingt Kurt Hasenender in der 71. Minute nahezu mühelos das 1:1, weil er unbedrängt zum Schuß kam. Da war auch Ex-Olympia-Torwart Albert Görtz im Fortuna-Gehäuse machtlos, und das Spiel ging in die Verlängerung.

In der waren noch keine drei Minuten gespielt, als Manni Krafft den Ball im Fünfmeterraum stoppte, zögerte, und ehe er ihn wegschlagen konnte, spurtete Tasso Wild von hinten heran und spitzelte den Ball über die Linie zum 2:1. Rekordmeister Nürnberg war nach 120 Minuten auch Rekord-Pokalsieger. Und für die Fortuna war es der vierte Anlauf ohne Erfolg und für dessen Trainer Jupp Derwall die dritte Finalniederlage, zweimal als Spieler und diesmal als Trainer.

Weblinks[Bearbeiten]