Damme (Dümmer)

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Wappen Deutschlandkarte
Damme (Dümmer)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Damme hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 31′ N, 8° 12′ OKoordinaten: 52° 31′ N, 8° 12′ O
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Vechta
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 104,39 km2
Einwohner: 17.639 (31. Dez. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49401
Vorwahl: 05491
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 002
Stadtgliederung: 18 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Mühlenstraße 18
49401 Damme
Website: www.damme.de
Bürgermeister: Gerd Muhle (CDU)
Lage der Stadt Damme im Landkreis Vechta
KarteNordrhein-WestfalenLandkreis CloppenburgLandkreis DiepholzLandkreis OldenburgLandkreis OsnabrückBakumDamme (Dümmer)DinklageGoldenstedtHoldorf (Niedersachsen)Lohne (Oldenburg)Neuenkirchen-VördenSteinfeld (Oldenburg)VechtaVisbek
Karte

Damme ist eine Stadt im niedersächsischen Landkreis Vechta und als Fremdenverkehrsort und Karnevalsstadt bekannt. Seit 1994 gehört Damme dem Städtequartett an, zu dem sich die Städte Damme, Diepholz, Lohne und Vechta zusammengeschlossen haben.

Geografie

Endmoräne bei Dalinghausen

Geografische Lage

Damme liegt zwischen dem Dümmer (gelegentlich auch Dümmer See genannt) und den Dammer Bergen und zugleich nördlich des Wiehengebirges. Östlich und südlich der Stadt breiten sich Moorflächen, darunter das Große Moor, aus. Ein großer Teil des Stadtgebiets liegt im Naturpark Dümmer. Der Ortsmittelpunkt befindet sich 64 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind – von Norden aus im Uhrzeigersinn: Steinfeld, Diepholz, Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, Bohmte, Neuenkirchen-Vörden und Holdorf.

Die räumliche Lage stellt sich wie folgt dar:

Holdorf, Quakenbrück
9 km, 30 km
Steinfeld, Vechta
9 km, 24 km
Diepholz
21 km
Neuenkirchen, Bersenbrück
10 km, 20 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lembruch, Nienburg (Weser)
13 km, 80 km
Vörden, Bramsche
7km, 23 km
Osnabrück
35 km
Bohmte, Lübbecke
20 km, 46 km

Stadtgliederung

Die Stadt Damme besteht aus den Ortschaften Bergfeine, Borringhausen, Clemens-August-Dorf, Dalinghausen mit Bokern, Holte und Nienhausen, Damme Ort mit Bergmark, Damme-Süd und Wellenweg, Damme-Nord mit Bexadde, Damme-Esch, Nordhofe, Wempenmoor und Wienerei, Damme-West, Dümmerlohausen mit Oldorf, Glückauf, Haverbeck, Klünenberg, Langenteilen, Osterdamme, Osterfeine, Reselage mit Sierhausen, Rottinghausen mit Greven, Hinnenkamp, Neuenwalde und Ossenbeck, Rüschendorf mit Ihlendorf, Kemphausen und Hüde, Südfelde.[2]

Klima

In Damme herrscht gemäßigtes Seeklima vor, das beeinflusst wird durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Damme 8,5 bis 9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20 bis 25 Sommertagen gerechnet werden.

Große Sierhauser Schanze
Kleine Sierhauser Schanze

Geschichte

Der Name Damme soll auf das von drei Seiten von Moor, nach Nordwesten von einem Waldgürtel umgebene Siedlungsgebiet hinweisen, für das Funde aus dem frühen Neolithikum (um 5000 v. Chr.) am Dümmer vorliegen. Mehrere Großsteingräber (etwa um 2500 v. Chr.), z. B. in Neuenwalde, und Gräberfelder der Bronze- und Eisenzeit (ab 1700 v. Chr.) in Bergfeine weisen auf eine ununterbrochene Besiedlung des Dammer Raumes hin.

Später wurde der Ort Zentrum des sächsischen Dersa-(auch Dersi-)gaus, den 785 die Franken Karls des Großen eroberten. Damit wurden die Bewohner christianisiert. Eine erste Kirchengründung durch den Bischof von Osnabrück folgte. Aus der Zeit der fränkischen Eroberung stammen die Dersaburg, eine Wallanlage in den Dammer Bergen zwischen Damme und Holdorf, möglicherweise auch die sogenannten Römerschanzen in Sierhausen, zwei kleine vorgeschobene Wallanlagen zur Überwachung der Bohlenwege übers Moor Richtung Süden.[3] 851 wird mit dem Zug der Alexanderreliquien nach Wildeshausen die Bauerschaft Bokern erstmals urkundlich erwähnt, 872 wird die Bauerschaft Bergfeine genannt.

Mit der Eroberung durch die Franken wurden die Meyerhöfe eingerichtet. Die Meyer hatten als deren Verwaltungsbeamte besondere Aufgaben und Vorrechte gegenüber der sonstigen Bevölkerung, wofür sie Ländereien und stattliche Hofanlagen erhielten. Allein im Bereich des heutigen Stadtgebietes gab es elf solcher Meyerhöfe.

Luftaufnahme der St.-Viktor-Kirche in Damme

Mit Errichtung des ersten Kirchengebäudes (zwischen 850 und 950) und einer entsprechenden Kirchengemeinde wurde Damme zum Kirchspiel. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes stammt jedoch erst aus dem Jahr 1180, obwohl Damme schon lange Zeit vorher Zentrum von Dersagau und Kirchspiel war.

Danach begannen jahrhundertelange Auseinandersetzungen um die Hoheitsrechte am Kirchspiel Damme zwischen den Fürstbischöfen von Münster und Osnabrück, die sich auf alle Lebensbereiche der Dammer Bürger, vor allem aber der Bauern, immer wieder nachteilig erstreckten und erst 1817 endgültig gelöst wurden, als Damme Teil des Herzogtums Oldenburg wurde (ab 1829 Großherzogtum). Die früheste urkundliche Erwähnung der Fastnachtsumzüge stammt aus dem Jahr 1564. Im Zuge der Auseinandersetzungen der Fürstbischöfe von Münster und Osnabrück um Damme waren auch die Jagdrechte umstritten. Als sich ein Osnabrücker und ein Münsteraner Jäger in den Dammer Bergen um das Jagdrecht stritten, schossen sie aufeinander, wobei der Osnabrücker Jäger schwer verletzt wurde. Als die Angelegenheit vor den Richter in Damme kam, verurteilte dieser den angeschossenen Osnabrücker Untertanen zu einer Gefängnisstrafe und zum Spießrutenlauf. Der fand allerdings als Teil des Fastnachtsumzugs statt und endete damit, dass der Verurteilte totgeschlagen wurde. Der Fastnachtsumzug hatte als sogenannter „Heischegang“ stattgefunden, der seinen heutigen Nachfolger im „Gänsemarsch“ am Dienstag nach Dammer Carneval gefunden hat. Dieser wird jedoch eine Woche früher als üblich gefeiert, was auf einen Versuch des Bischofs von Münster zurückgeht, das angeblich „sündige Fastnachtstreiben“ auszumerzen. Er verordnete 1892 für die närrischen Tage das „Vierzigstündige Gebet“, woran jeder Gläubige teilnehmen musste. Trotz heftiger Proteste rückte der Bischof von seiner Verordnung nicht ab, so dass die Dammer Narren ihren Carneval einfach eine Woche früher legten.

Der Ort war seit dem frühen Mittelalter Handwerks- und Handelszentrum sowie kirchlicher und Verwaltungsmittelpunkt weit über die zugehörigen Dammer Bauerschaften hinaus. Das drückte sich in der Größe des früheren Kirchspiels, 1817–1879 in der Selbstständigkeit eines Amtes Damme, später in der Ausdehnung der Flächengemeinde und heute in seiner mittelzentralen Bedeutung aus.

Während der Hauptort jahrhundertelang vom Ackerbürgertum geprägt war (Handwerk und Handel als Haupterwerb, Landwirtschaft zur Eigenversorgung oder als Nebenerwerb), spielte die Agrarwirtschaft in den Bauerschaften die Hauptrolle. Das gilt heute zum Teil noch für die weiterentwickelte Veredelungs- und Intensiv-Land-/Viehwirtschaft. Zudem entstanden infolge dieser Spezialisierung viele Arbeitsplätze in entsprechend vor- und nachgelagerten Betrieben.

Erst als in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Industrialisierung Einzug hielt, begann sich die Struktur des Ortes in der Kaiserzeit zu verändern. Sie ging in Richtung Handwerk, Handel und Dienstleistungen. Der Anstoß zur industriellen Entwicklung erfolgte in Damme jedoch erst durch das 1910 entdeckte Eisenerz. Dieses wurde von 1939 bis 1967 durch ein Eisenerzbergwerk gefördert.[4]

Heute werden allein in der Metall-, Holz-, Kunststoff- und Landmaschinenindustrie, dem Bau von Sicherheitssystemen und Präzisionsmodulen für die Automobil-Industrie, den Bereichen Güterfernverkehr und Industriekartonagen neben dem Mittelpunkt-Krankenhaus über 3000 Arbeitnehmer beschäftigt. Damme ist mit seinen rund 16.500 Einwohnern wirtschaftlicher Mittelpunkt eines Einzugsbereiches von über 40.000 Menschen und hat damit eine mittelzentrale Bedeutung, auch wenn es nicht als offizielles Mittelzentrum im Landesraumordnungsprogramm eingestuft ist.

Wegen seiner Einwohnerzahl, Siedlungsstruktur und Wirtschaftsverhältnisse wurde Damme am 1. Mai 1982 vom Niedersächsischen Innenminister Egbert Möcklinghoff die Bezeichnung 'Stadt' verliehen.

Damme liegt im südlichsten Teil des ehemaligen Großherzogtums und späteren Freistaats Oldenburg, dem Oldenburger Münsterland, das aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta besteht. Seit 1946 ist das Land Oldenburg Bestandteil des Bundeslandes Niedersachsen. Damme gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum Regierungsbezirk Weser-Ems, der infolge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1659 3.827
1705 5.110
1772 5.859
1817 7.561
1855 6.908
1900 5.010
1945 6.943
1950 10.142
1960 9.301
1970 11.191
1980 12.884
1990 13.556
2000 15.578
2009 16.295
Kloster Damme

Herkunft des Ortsnamens

Alte Bezeichnungen von Damme sind 1180 Damme, 1186 Damme und 1346 Damme. Der Ortsname beruht auf dem Simplex „dam“, also „Damm, Knüppeldamm“. Damme liegt zentral nördlich eines ausgedehnten Moorgebietes und südlich der Dammer Berge. Möglicherweise bezieht sich die Benennung auf diesen Siedelstreifen.[5]

Unwetterkatastrophe vom 16./17. August 1974

In der Nacht vom 16. auf den 17. August 1974 wurden Damme und die benachbarten Gemeinden von einem achtstündigen Dauergewitter heimgesucht. Dabei fielen Hagelkörner bis zu einer Größe von Billardkugeln und richteten Schäden in Millionenhöhe an.

Hauptartikel: Hagelunwetter vom 16./17. August 1974

Religion

Die Bevölkerung von Damme ist zu 69 % katholisch, zu 19 % evangelisch-lutherisch und zu 12 % andersgläubig oder konfessionslos (Stand: 31. Dezember 2007). Die drei katholischen Kirchengemeinden St. Viktor in Damme, St. Mariä Himmelfahrt in Osterfeine und St. Agnes in Rüschendorf sind mit Wirkung vom 14. Oktober 2007 zur Kirchengemeinde St. Viktor Damme zusammengelegt worden.[6] Ihre Arbeit ergänzt das 1962 gegründete Kloster Damme, das der Abtei Münsterschwarzach der Benediktiner zugeordnet ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich eine kleine neuapostolische Gemeinde in der Bexadde. Seit einigen Jahren existiert zudem eine kleine jüdische Gemeinde in Damme.

Politik

Stadtratswahl 2011[7]
Wbt.: 52,59 % (2006: 52,67 %)
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,05 %
21,72 %
8,22 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
−5,78 %p
+4,09 %p
+1,69 %p

Stadtrat

Der Stadtrat der Stadt Damme besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern beträgt normalerweise 32 Ratsmitglieder.[8] Auf Beschluss des Stadtrates wurde diese Zahl um vier Ratsmitglieder reduziert. Die 28 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Gerd Muhle (CDU).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

  • CDU: 20 Sitze (−1)
  • SPD: 6 Sitze (+1)
  • FDP: 2 Sitze (±0)

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt steht der Bürgermeister. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der britischen Besatzungszone die „Zweigleisigkeit“ mit dem Gemeindedirektor bzw. Stadtdirektor an der Spitze der Verwaltung eingeführt, während der Bürgermeister (als Vorsitzender des Rates) nur repräsentative Aufgaben hatte. 1996 wurde in Niedersachsen wieder die Eingleisigkeit eingeführt mit dem Bürgermeister an der Spitze der Verwaltung und des Rates. Während früher sowohl der Bürgermeister als auch der Gemeindedirektor vom Rat gewählt wurden, wird der Bürgermeister jetzt direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Damme ist Gerd Muhle (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er als Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten mit 91,3 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,6 %.[9] Muhle trat seine weitere Amtszeit am 1. November 2014 an.

Gemeindevorsteher (bis 1855 Kirchspielsvogt) waren
  • 1854–1868 Friedrich Sack
  • 1868–1875 Bernhard Heinrich Theodor Enneking
  • 1875–1890 August Osterhoff
  • 1890–1905 Heinrich Enneking
  • 1905–1917 Josef Römer
  • 27.05.1917 – 15.12.1918 Bernard Leiber-Broermann
  • 15.12.1918 – 1933 Clemens Mähler
Bürgermeister
  • 1933–1942 Bernard gr. Broermann
  • 01.04.1942 – 11.04.1945 Fritz Behrens
  • 11.04.1945 – 17.04.1945 Hermann Gerdes
  • 18.04.1945 – 26.02.1946 August Leiber
  • 27.02.1946 – 16.04.1946 Anton Fortmann
  • 17.04.1946 – 14.12.1953 Heinrich Wolking
  • 15.12.1953 – 12.11.1956 Bernhard Hentemann
  • 13.11.1956 – 15.10.1968 Heinrich Wolking
  • 16.10.1968 – 06.11.1979 Josef Stromann
  • 16.11.1979 – 05.11.1991 Heinrich Beiderhase
  • 05.11.1991 – 30.04.1997 Heinrich Holtvogt
  • 01.05.1997 – 31.10.2006 Hans-Georg Knappik
  • seit 01.11.2006 Gerd Muhle
Gemeindedirektor bzw. ab 07.05.1982 Stadtdirektor
  • 01.11.1945 – 31.03.1973 Franz Holthaus
  • 01.04.1973 – 30.04.1997 Jürgen Respondek

Wappen

Wappen
Wappen

Das Wappen der Stadt Damme ist geviertelt. Das erste Feld ist golden mit zwei roten Balken. Das zweite Feld ist schwarz mit der silbernen Figur des heiligen Viktor, der die Linke auf einem silbernen Schild mit rotem Balkenkreuz stützt und in der Rechten eine Lanze mit gleichfarbiger Fahne hält. Das dritte Feld ist grün mit einer silbernen Pflugschar. Das vierte Feld ist blau mit goldenem Ankersteckkreuz.[2]

Flagge

Die Flagge der Stadt Damme ist gestreift in Weiß, Grün und Weiß. Der grüne Streifen nimmt 2/3 der Flaggenbreite ein. Auf ihm befindet sich im oberen Drittel ein gelbes Ankerkreuz. Die Breite der Kreuzbalken beträgt 1/10 der Flaggenbreite, während die gespaltenen Kreuzende 1/5 der Flaggenbreite einnehmen. Die Breite verhält sich zur Länge wie 1:2. Die Flagge kann auch als Banner verwendet werden.[2]

Städtepartnerschaften

Damme pflegt seit über 30 Jahren eine Partnerschaft zur namensgleichen Stadt Damme in Flandern, Belgien, die am 10. August 1986 offiziell besiegelt wurde. Es finden alljährlich wechselseitige Partnerschaftsbesuche auf politischer, sportlicher und kultureller Ebene statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Viktor
Brunnen St. Viktor
Rathaus
Stadtmuseum
Marktplatz mit Kirche im Stadtzentrum

Museen

Damme hat ein Stadtmuseum mit vier ständigen Ausstellungsbereichen (1. Die Anfänge der Besiedlung, 2. Der jahrhundertelang dauernde Streit der Fürstbischöfe von Osnabrück und Münster um Damme, 3. Dammer Fastnacht und Carneval seit 1614, 4. Eisenerzbergbau in den Dammer Bergen 1939–1967) sowie mit wechselnden Sonderausstellungen (bis auf Weiteres: Damme zwischen den Weltkriegen). Öffnungszeiten: sonntags und mittwochs 15–18 Uhr. Dort gibt es auch zahlreiche Publikationen zur Regionalgeschichte.

Die Wassermühle Höltermann kann auf Anfrage besichtigt werden. Im Gebäude gibt es eine Ausstellung zur Dammer Mühlengeschichte.

Im Ortsteil Dümmerlohausen befindet sich zudem ein Museum mit der Dümmer Vogelschau, die auf Anfrage besichtigt werden kann.

Musik

In Damme existieren viele Vereinigungen von Musikbegeisterten: der Männergesangverein Harmonia, Kirchenchöre katholischer Kirchen in Damme (St. Viktor), Osterfeine (St. Mariä Himmelfahrt) und der Kolpingchor Rüschendorf (St. Agnes), die Musikgruppe Laudate, der Kirchenchor sowie der Posaunenchor der ev.-luth. Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, die Flötenspielgruppe „Kleine Herde“, die Jugend-Band der ev.-luth. Kirchengemeinde, das Kolpingorchester Damme, das „Dammer Getöse“ sowie die „Dammer Knallerbsen“ mit verschiedenen Gruppen aus der Kreismusikschule, die „Dersa Highlanders“ (eine Pipe- and Drum-Band), der Spielmannszug Osterfeine, die Big Band „Miners' Jazz Company“, das „Narrrenblech“ der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 e. V., mehrere Pop-Coverbands und die Jagdhornbläser des Hegerings Damme.

Bauwerke

  • Kath. Pfarrkirche St. Viktor, neugotischer kathedralartiger Sandstein-Bau, 1904–1906 errichtet, Sockel des Feldstein-Turms romanisch um 1300, gotische Erhöhung, barocke Haube von 1693, neogotische Einrichtung, bemerkenswerte Glasfenster des Historismus
  • Ev.-luth. Laurentiuskapelle, neugotischer Bau von 1905, erstes Kirchengebäude der ev. Gemeinde in Damme
  • Ev.-luth. Pfarrkirche „Zum Guten Hirten“, sachlich gegliederte Hallenkirche von 1959/60, diverse Erneuerungen 2002/2003
  • Kath. Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt Osterfeine, neugotische Backsteinbasilika, 1861–1864 errichtet, wertvolle historistische Glasfenster
  • Kath. Pfarrkirche St. Agnes Rüschendorf, Wandpfeilersaal in neugotischen Formen, 1903–1905 errichtet, Turm 1955 modernisiert, historistische Glasfenster
  • Dielinger Tor, Fachwerkdurchfahrt zum Kirchplatz zu St. Viktor, erbaut 1964 nach historischem Vorbild
  • Küsterei zu St. Viktor, Fachwerkbau 1957/58 nach historischem Vorbild an gleicher Stelle
  • Rathaus Damme, Flachdach-Ziegelstein-Bau mit Glasfront-Elementen, 1979–1981 entstanden, Eingangsbereich mit Vorplatz konzentrisch angelegt
  • Villa Meyer-Holzgräfe, altes Rathaus, Buchhandlung Rinklake, historistisches ehem. Wohngebäude in klassizistischer Manier, späte 1920er Jahre
  • Haus von der Hoya bzw. ehem. Amtshaus und Amtsgericht, klassizistisches Gebäude im Stil des späten 18. Jahrhunderts (Wappen über dem Portal zeigt die Zahl 1765)
  • Stadtmuseum bzw. ehem. Bahnstation, als gründerzeitlicher Bau 1900 errichtet, 1952/53 im sachlicheren Stil der Zeit umgestaltet, seit 1992 Museum für Stadtgeschichte
  • Haus Schilgen, Ackerbürgerhaus von 1820, mehrfach umgestaltet und den Funktionen angepasst, 1900 aufgestockt und verputzt, stadtbildprägendes Gebäude
  • Wassermühle Höltermann; wesentliche Teile des Fachwerkgebäudes sind 1801 entstanden, ein Kern ist deutlich älter, 1999 restauriert und funktionstüchtig, kleiner Mühlenteich in der Nähe[10]
  • Wassermühle Meyer-Nordhofe, im Kernbestand von 1734, innere Ausstattung weitgehend erhalten, ohne Gerinne und Wasserrad
  • Seniorenheim Maria Rast, 1914 als Eisenbahnererholungsheim errichtet, am Landhaustyp des Jugendstils orientiertes Kerngebäude mit drei charakteristischen Giebeln
  • Textilfabrik Bahlmann & Leiber, Industriebau der Nachkriegszeit mit Bauabschnitten 1949, 1953 und 1957, steht unter Denkmalschutz
  • Roberts Hotel („Blechhotel“), fünfachsiges Gebäude mit zweifach gestuftem Walmdach und leicht geschweifter Dachlinie, um 1820 errichtet, Fachwerk gegen Schlagregen um 1885 mit Blechverkleidung geschützt, charakteristisches Aussehen und markante Stellung im Stadtbild
  • Haus und Gaststätte Butke-Bollmann, Fachwerkbau von 1807
  • Narrensäule, auf historischer Säule 1999 errichtetes Denkmal des Dammer Narren
  • Schnatmühle, im Innern gut erhaltene und schrittweise in der Renovierung befindliche achtkantige Holländer-Windmühle auf der „Schnat“ im Ortsteil Borringhausen[11]
  • Heuerhaus Rohling, Fachwerkbau von 1773 in Borringhausen
  • Hillgenhüsken, Ihlendorf, Fachwerk-Wegekapelle zum Hof Grever, erbaut 1715, 1990 nach einem Sturmschaden renoviert
  • Kophankesche Kapelle, Kemphausen, 1956 errichtet, Fachwerk mit reichhaltigen Schnitzereien versehen
  • Meierhof Nordhofe und Bexadde-Hof Pohlmann, beide als Putzbau 1854 bzw. 1853 als integriertes Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtet
  • Hof Josef Meyer bzw. Wolking-Robke, Oldorf, reichhaltig gestalteter Giebel des Fachwerkgebäudes von 1813
  • Wohnhaus Bosche, Oldorf, ungewöhnliches Wohnhaus mit Jugendstil- und Neobarock-Elementen, 1927 errichtet
  • Hof Meyer-Hülsmann, vorm. Clausing, Osterdamme, Werk der berühmten Dammer Baumeister-Familie Schumacher, 1778 errichtet; die älteste urkundliche Erwähnung Dammes ist mit dieser Hofstelle verbunden
  • Meierhof Osterfeine, 1848 im Kammerfach (Wohnbereich) erweiterter Vierständer-Fachwerkbau von 1769, 1990 renoviert
  • Geschäftshaus Josef Pohlschneider, Osterfeine, Haus mit außergewöhnlicher Architektur zwischen Art Deco und Internationalem Stil, erbaut 1932/33
  • Hof Gr. Sandermann, Rüschendorf, eines der ältesten Fachwerkgebäude im Kreis Vechta, errichtet 1764, im Giebel Schnitzarbeiten vom Rüschendorfer Meierhof (1664)
  • Hof Trimpe-Lampe, Sierhausen, reetgedeckter Fachwerkbau von 1769
Alte Ziegelei Stölting
  • Ziegelei Stölting, Wempenmoor, 1875 gegründet, erhaltene Ringofenanlage von 1902, 1962 wegen Bergschäden des nahe gelegenen Eisenerzbergwerks stillgelegt, Renovierung steht an
  • Ehem. Bergwerksgebäude, Wempenmoor, Eingangsbereich mit Pförtnerhaus von 1954, Verwaltungsgebäude von 1958, Maschinenhaus von 1953 und Mannschaftskaue von 1954 erhalten, 100 m nördlich der zugehörige „Kleine Klärteich“ für die „Erzwäsche“
  • Schweizerhaus, Ausflugslokal in der „Oldenburgischen Schweiz“ mit langer Tradition seit 1886, jetziges Gebäude nach einem Brand 1983 als Fachwerk nach dem Vorbild des Vorgängerbaus errichtet
Eisenskulptur am Aufgang zum Mordkuhlenberg
  • Aussichtsturm auf dem Mordkuhlenberg (142 m), 22 m hoher Turm mit Aussichtsplattform
  • Naturschutz-Zentrum Dammer Berge, seit 1995 Zentrum für die ökologische Arbeit des NABU, eingerichtet auf dem Gelände und in Gebäuden der ehemaligen Luftmunitionsanstalt, kurz Muna, im Schelenhorst, wofür die Wehrmacht verschiedenartige Zweck-Bauten ab 1935 erstellte, die ab 1959 auch von der Bundeswehr (Nordteil: bis Ende der 1980er Jahre Korpsdepot 153, Südteil: bis 1994 Heimatschutzbrigade 62, Mob-Stützpunkt) genutzt wurden.
  • Fernmeldeturm auf dem Signalberg, von der britischen Rheinarmee gebaut, von der Bundeswehr später übernommen (RiFuTrp 13 3./11) und jetzt von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genutzt wird.
  • 134 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG auf dem Signalberg

Kunst

Augenfälligstes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum ist der Dammer Skulpturenpfad, eine Initiative des Kunst- und Kulturkreises Damme e. V., den dieser seit 1994 ständig ergänzt. Vielfältige Kunstwerke im Innenstadtbereich laden zum Verweilen und zur differenzierten Betrachtung ein. Darunter befinden sich Figuren von überregional bekannter Künstler wie Leonard Wübbena, Gerhard A.O. Schmidt, Klaus Duschat und Cornelia Weihe[12][13], daneben aber auch Werke wie die „Narrensäule“, eines der Wahrzeichen Dammes, das von Schülern der Realschule Damme angefertigt und 1999 aufgestellt wurde.[14] Insgesamt stehen in der Dammer Innenstadt mittlerweile 44 Skulpturen an 37 Standorten.[15] Dies dürfte die größte Freilichtkunstschau im gesamten Weser-Ems-Gebiet sein.

Waldlabyrinth vor dem Kloster Damme

In regelmäßigen Abständen finden in Damme Kunstausstellungen von Werken lokaler, aber vielfach auch überregional bekannter Künstler in der Scheune Leiber statt. Weiterhin besteht in Damme eine private Galerie in der Innenstadt mit wechselnden Kunstausstellungen internationaler Künstler.[16]

Im Jahr 2004 wurde in einem Waldstück vor dem Kloster Damme ein Waldlabyrinth aus Steinen errichtet.[17]

Seit dem August 2013 säumen acht Eisenskulpturen mit Motiven aus der Sage „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“ den Aufstieg zum Aussichtsturm Mordkuhlenberg auf dem Kamm der Dammer Berge. Die Eisenplatten mit den mannsgroßen Figuren sind zehn Millimeter dick; sie wurden per Laser aus dem Eisen herausgearbeitet.[18]

Parks

Großsteingrab Neuenwalde I
Großsteingrab am Stappenberg
  • Alter katholischer Friedhof im Ortskern, teilweise als Park umgestaltet
  • Bereich des Dammer Bergsees (Kleiner und Großer Bergsee), Naturschutzgebiet, etwa ein Kilometer vom Ortskern entfernt, auch als Lehrpfad ausgewiesen
  • Bexadde-Tal, Bereich des Bexadde- oder Dammer Mühlenbachs, weitgehend unter Naturschutz, etwa ein Kilometer vom Ortskern, auch als Lehrpfad ausgewiesen
  • Dammer Berge, großflächiger Naturpark, geschlossenes Waldgebiet und diverse Tal-/Wiesenbereiche
  • Kleiner Stadtpark am Wohngebiet Ohlkenberg mit Skulptur „Leerdammer“

Kulturdenkmäler

Naturdenkmäler

Regelmäßige Veranstaltungen

Carneval in Damme

Dammer Carneval

Bekannt ist Damme durch den bereits im Mittelalter entstandenen Dammer Carneval, der von der 1614 gegründeten Dammer Carnevalsgesellschaft getragen wird. Diese dürfte zu den ältesten närrischen Vereinigungen in Deutschland gehören. Bis um 1870 bildete den Fastnachtshöhepunkt der Heischegang, der am Abend vor Aschermittwoch stattfand, d. h. am Abend vor Beginn der Fastenzeit. Daher rührt der närrische Dammer Gruß Helau, Fastaubend!

Beim Heischegang zog man von Haus zu Haus, sammelte alles Ess- und Trinkbare, um es am Abend in einem großen Gelage zu verprassen, denn anschließend begann die Fastenzeit. Um 1870 brachten heimische Kaufleute mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen und Handwerker von ihrer Wanderschaft rheinisches Carnevals-Brauchtum nach Damme. Fortan wurde ein Prinz gewählt, man kostümierte sich, gestaltete einen Rosenmontagsumzug zu einem abgesprochenen Thema und veranstaltete Maskenbälle.

Mit krisenbedingten Unterbrechungen (Weltkriege/Nachkriegsnot, Carnevalsverbot der 1920er Jahre, Sturmflutkatastrophe 1962, Golfkrieg 1991) entwickelte sich der Dammer Carneval mit seinen zwei Umzügen (seit 1938 auch sonntags), mittlerweile zum größten Straßencarneval Norddeutschlands. Seit 1892 wird der Dammer Carneval eine Woche eher als in den anderen Fastnachtshochburgen gefeiert.[19] Etwa 9000 aktive Närrinnen und Narren präsentieren sich an diesen zwei Tagen in einem Umzug mit 240 Motivwagen und -gruppen in den Straßen der Fastnachtsstadt Dammensia. Jeweils vier bis fünf Stunden dauert dieser ungewöhnliche Umzug, der ausschließlich in Eigeninitiative der Wagenbauer gestaltet wird.

Während die größten Umzüge Norddeutschlands sicherlich die Höhepunkte des Dammer Carnevals sind, findet dazu ein umfangreiches Begleitprogramm statt. Der 11.11. jedes Jahres ist Eckpunkt für die Sessionseröffnung an der Narrensäule in der Innenstadt und für den Sessionsauftakt im Rathaus der Stadt Damme. Dort wird jeweils die Auszeichnung Ehrennarr an eine verdienstvolle Persönlichkeit verliehen. Nach der alljährlichen Generalversammlung beginnt die Serie der Galasitzungen, Prinzenproklamationen, Kostümbälle und Sonderveranstaltungen, die ein Gesamtprogramm für Jedermann bieten. Am Dammer Rosenmontag geben Stadt Damme und die Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 einen Empfang für allerlei prominente Gäste. Stephan Weil, niedersächsischer Ministerpräsident und Ehrengast im Jahr 2014, bezeichnete den Dammer Carneval dabei gar als "Wiege des niedersächsischen Carnevals".[20] Im Anschluss an den Empfang überreicht der Bürgermeister traditionell dem jeweiligen Prinzen die Stadtschlüssel, um ihm die Regierungsgewalt über Dammensia zu übertragen. Drei tolle Tage stehen dann unter der Regentschaft der närrischen Tollitäten.

Dammer Töpfermarkt

Der Kunst- und Kultur-Kreis Damme e. V. organisiert jedes Jahr seit 1985 am ersten Wochenende im September den Dammer Töpfermarkt mit etwa 60 Ausstellern, die ausschließlich professionelle Werkstätten unterhalten. Zwischen Mühlen- und Friedhofsstraße sowie auf den angrenzenden Parkplätzen ist das Angebot der Töpfer/innen aufgebaut. Zusätzlich gibt es am Töpfermarkt-Sonntag ein Rahmenprogramm. Der Kunst- und Kulturkreis Damme organisiert darüber hinaus regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, wobei die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens abgedeckt ist, von Musik über Literatur bis hin zur Bildenden Kunst. Bei etwa zwölf Veranstaltungen im Jahr, z. B. Konzerte, Theaterabende, Ausstellungen, Exkursionen, kommen auch die Kleinen nicht zu kurz: Für sie findet im November immer Kindertheater statt.

Schützenfeste

  • Schützenverein Damme – jeweils Ende Juli
  • Schützenverein Glückauf – jeweils Mitte Juni
  • Bürgerschützenverein Osterfeine-Dümmer – jeweils Ende Mai/Anfang Juni
  • Schützenverein Rüschendorf – jeweils Mitte Juli
  • Schützenbruderschaft St. Viktor Rottinghausen – jeweils Anfang Juli auf dem Schützenplatz im Ortsteil Ossenbeck

Dümmer Eiswette

Die Dümmer Eiswette findet jeweils Mitte Januar auf der westlichen Dümmer-Seite in Dümmerlohausen statt. Ein Überraschungs- und Ehrengast prüft, ob der Dümmer „steiht oder geiht“ – sprich ob der See zugefroren ist oder nicht.

Blue Night Damme

Jährlich im Sommer spielen bis zu 10 Bands zeitgleich in der Dammer Innenstadt, die eigens für diese Veranstaltung des Handels- und Gewerbevereins für den motorisierten Verkehr gesperrt wird. Während die gesamte Innenstadt blau ausgeleuchtet ist, spielen die Bands draußen auf Bühnen, aber auch in den Kneipen der Innenstadt.

Sport

Damme hat ein vielfältiges Angebot an Sportarten. Neben den üblichen Ballsportarten bieten zahlreiche Vereine u. a. Leichtathletik, Segeln, Laufen und Flugsport an. Folgende Sportvereine haben ihren Sitz in Damme und Umgebung:

  • Rot-Weiß Damme (Fußball, Handball, Faustball, Indiaca)
  • Olympischer Sportclub Damme (Leichtathletik)
  • Spielvereinigung Schwarz-Weiss Osterfeine von 1925 e. V. (Fußball, Handball, Turnen, Laufen)
  • Tennisclub Damme
  • Pool-Billard-Club Damme

Öffentliche Einrichtungen

  • Rathaus
  • Krankenhaus St. Elisabeth gGmbH mit rund 235 Betten in mehreren Fach- und Belegabteilungen
  • Polizeidienststelle
  • Die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren Damme, Borringhausen und Osterfeine sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.
  • Malteser Lehrrettungswache mit ortsansässiger Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) und Rettungshundestaffel
  • Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises Vechta
  • Jugendtreff Damme
  • Hallenbad Damme
  • Freibad Damme

Bildung

In Damme gibt es sechs Kindergärten, und zwar in den Ortsteilen Clemens-August-Dorf, Glückauf, Osterfeine, Rüschendorf und im Dammer Ortskern (Grüner Weg, Hunteburger Straße). Die genannten Ortsteile haben – mit Ausnahme von Glückauf – auch jeweils eine Grundschule. Diejenige in Damme am Grünen Weg hat zusätzlich einen Schulkindergarten. Im dort gegenüber liegenden Gebäude befindet sich die Förderschule. Weiterführend sind die Haupt- sowie die Realschule und das Gymnasium, die allesamt im Großen Schulzentrum Nordhofe zu finden sind. Das Andreaswerk unterhält eine Tagesbildungsstätte für behinderte Kinder und Jugendliche am Grünen Weg.

Ein Volkshochschul-Angebot stellen das Bildungswerk Dammer Berge sowie das Kreisbildungswerk. Die Räume des Gymnasiums nutzt auch die Kreismusikschule Damme-Neuenkirchen. Darüber hinaus gibt es zwei private Tanzschulen und verschiedene private Lernhilfe-Institute.

Gesundheit

Die in katholischer Trägerschaft bestehenden Kardinal von Galen Kliniken (vormals Krankenhaus St. Elisabeth Stift) wurden 1863 gegründet und haben ca. 235 Betten und vielfältige Fach- und Belegabteilungen. Auf dem Gelände des Krankenhauses befindet sich die Krankenpflegeschule. Zum Krankenhaus gehört auch ein Landeplatz für Rettungshubschrauber. Angrenzend an das Krankenhaus befindet sich das Gesundheitscentrum Damme mit einer Vielzahl spezialisierter Facharztpraxen.

Verkehr

Straßenverkehr

Damme ist Verkehrsknotenpunkt für den Straßenverkehr. Auf das Tangentensystem rund um den Ortskern laufen die Landesstraßen L 846 von Vörden sowie die L 851 von Holdorf jeweils mit dem Autobahnzubringer zur Bundesautobahn A 1 zu. Sie bilden mit den anderen Landesstraßen von Steinfeld/Oldenburg (L 846), von Lembruch/Diepholz (L 853) und Hunteburg/Bramsche (L 80) das eng geknüpfte Verkehrsnetz, das durch Kreis- und innerörtliche Straßen ergänzt wird. Im Stadtkern sowie in vielen Wohngebieten befinden sich verkehrsberuhigte Zonen. Vor dem Stadtmuseum an der Lindenstraße sind die Bahnsteige des ZOB (Zentralen Omnibusbahnhofs).

Schienenverkehr und öffentlicher Nahverkehr

1910 wurde die Bahnstrecke Holdorf–Damme eröffnet, 1914 kam ein Anschluss an die Wittlager Kreisbahn nach Bohmte hinzu. Auf dieser wurde der Personenverkehr nach Damme 1962 und der Güterverkehr 1963 eingestellt. Der Personenverkehr nach Holdorf endete bereits 1952, der Güterverkehr 1993.

Busverbindungen gibt es heute von Damme nach Osnabrück und Bohmte mit Zugverbindungen Richtung Hamburg und Ruhrgebiet. Weitere Busverbindungen gehen Richtung Vechta und zu den nächsten Haltestellen Holdorf und Neuenkirchen der NordWestBahn.

Verbindung zum Rufbussystem moobil+ seit 2013.

Radverkehr

Die meisten ortsteilverbindenden und überörtlichen Straßen sind von Fahrradwegen begleitet. Ein straßenunabhängiger Fahrradweg besteht auf der ehemaligen Eisenbahn-Trasse der Linie Damme–Holdorf.

Flugverkehr

Der Verkehrslandeplatz Damme (EDWC) liegt ca. 3,5 km südwestlich der Stadt Damme im Ortsteil Rottinghausen und ist Teil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur des südlichen Oldenburger Münsterlandes. Er steht allen Nutzern der Allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) ohne Voranmeldung an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. Die Nutzung des Platzes ist 24 Stunden am Tag möglich. Flugzeuge und Hubschrauber fliegen im Individualverkehr von Damme sowohl geschäftlich als auch privat zu Zielen in Deutschland und Europa. Außerdem wird der Platz zur Schulung von Piloten und Fallschirmspringern genutzt. Eine Flugzeugwerft ist vorhanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt Damme zeichnet sich, wie die meisten Gemeinden im Oldenburger Münsterland, durch eine sehr geringe Arbeitslosenquote (ca. 3,5 %) aus.

Bedeutende Unternehmen

Medien

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Würdigung der Stadt Damme. Die Stadt hat die folgenden Personen damit ausgezeichnet:

  • 1961 Heinrich Menslage (* 5. September 1875, † 16. Juni 1963), Pfarrer von St. Viktor 1924–1952
  • 1968 Heinrich Wolking (* 20. Dezember 1904, † 30. Juni 1991), Dammer Bürgermeister 1946–1953 und 1956–1968
  • 1972 Bernhard Kohake (* 4. Februar 1897, † 29. Oktober 1972), Pfarrer von St. Viktor 1952–1972
  • 1979 Josef Stromann (* 16. November 1904, † 27. Juni 1989), Dammer Bürgermeister 1968–1979
  • 1982 Schwester M. Carita, (Katharina Schwarze, * 11. Oktober 1892, † 1. Juni 1987), 62 Jahre Fürsorge- und Gemeindeschwester in Damme
  • 1992 Heinrich Beiderhase (* 24. Januar 1916, † 7. April 2007), Dammer Bürgermeister 1979–1991
  • 2002 Heinrich Holtvogt (* 20. März 1927, † 27. Dezember 2012), Dammer Bürgermeister 1991–1996
  • 2002 Hubert Quebbemann (* 31. Dezember 1927), Pfarrer von St. Viktor 1972–2002
  • 2016 Franz Grimme (* 3. März 1946), Unternehmer und Eigentümer der Grimme Gruppe

Söhne und Töchter der Stadt

  • Franz Joseph Stallo (* 10. Mai 1793 in Sierhausen, † 1833 in Stallostown), 1831 mit Familie in die USA ausgewandert, löste damit eine Auswanderungswelle in die USA aus, der etwa ein Drittel der Bevölkerung des Amtes Damme zwischen 1830 und 1880 folgte; Gründer Johann (John) Bernhard Stallo, Neffe von Franz Joseph Stallo (* 16. März 1823 in Sierhausen; † 6. Januar 1900 in Florenz), 1839 in die USA ausgewandert, Physiker, Schriftsteller, Jurist und Diplomat, vom 17. November 1885 bis zum 6. September 1889 US-Botschafter in Italien
  • Benno Meyer (1843–1904), deutscher Politiker (Zentrum), von 1881 bis 1904 Mitglied des Oldenburgischen Landtages
  • Heinrich Enneking (1855–1947), deutscher Politiker (Zentrum), Mitglied des 1. Oldenburgischen Landtages
  • Franz Meyer (1882–1945), deutscher Politiker (Zentrum), vom 6. Juni 1920 bis zum 21. April 1933 Mitglied des Oldenburgischen Landtages
  • Johannes Pohlschneider (1899–1981), von 1954 bis 1974 Bischof von Aachen
  • Theodor Hillenhinrichs (1901–1990), deutscher Politiker und Landtagsabgeordneter (CDU)
  • Anton Cromme (1901–1953), Apotheker und Landtagsabgeordneter (CDU)
  • J. Hermann Siemer (1902–1996), deutscher Politiker (CDU), Mitglied des ernannten Oldenburgischen Landtages, des Niedersächsischen Landtages (1. Wahlperiode) und des Deutschen Bundestages von 1953 bis 1972
  • Walter Wolking (* 27. Dezember 1941), Mathematiker („Die Hausdorff-Dimension der singulären Menge endlich erzeugter Kleinscher Gruppen“)
  • Bernard große Broermann (* 1943), Gründer und Inhaber des Konzerns Asklepios Kliniken
  • Friedhelm Biestmann (* 1949), deutscher Politiker (CDU), von 1994 bis 2008 Mitglied des Niedersächsischen Landtages
  • Jürgen Bernard Steinemann (* 1958), CEO von Barry Callebaut und Aufsichtsratsvorsitzender der Metro AG
  • Wolfgang Knabe (* 1959), Dreispringer
  • Roswitha Gerdes (* 1961), Mittelstreckenläuferin
  • Christoph Burmann (* 1962), Wirtschaftswissenschaftler, Kurator der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
  • Elke Beate Peters, 1. Vorsitzende des Bundes katholischer deutscher Akademikerinnen

Weblinks

Commons: Damme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2022 (Hilfe dazu).
  2. a b c Hauptsatzung der Stadt Damme, abgerufen am 31. August 2014
  3. Bernhard Uhl: Arkeburg und Sierhäuser Schanzen, zwei alte Befestigungen des Münsterlandes. In: Jahrbuch für die Geschichte des Herzogtums Oldenburg Bd. 16. 1908. S. 327 – 351
  4. Wolfgang Friemerding: Der Dammer Erzbergbau. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1983. Vechta 1982, S. 285–294 und Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1984. Vechta 1983, S. 228–240
  5. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  6. st-viktor-damme.de
  7. Stadt Damme: Ergebnis der Stadtratswahl vom 11. September 2011, abgerufen am 31. August 2014
  8. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 30. August 2014.
  9. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 8. November 2014
  10. Arbeitsgruppe Mühlenstraße i.d. Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e.V.: Wassermühle Holtermann, Damme http://www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de/index.php?id=336
  11. Arbeitsgruppe Mühlenstraße i.d. Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e.V.: Schnatmühle Damme http://www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de/index.php?id=335
  12. Skulpturenpfad: Kunst zum Anfassen … Abgerufen am 16. März 2008.
  13. Skulpturenpfad. Abgerufen am 16. März 2008.
  14. Oldenburgische Landschaft: Helau! Landeskulturfest Damme 2./3. Juli 2011 (PDF; 4,7 MB). Kulturland Oldenburg. Ausgabe 2/2011, S. 4, abgerufen am 2. März 2013
  15. Kunst- und Kulturkreis in Damme e.V.: Skulpturenpfad Damme. Wegweiser (PDF; 461 kB). Abgerufen am 3. März 2013
  16. Galerie Hans Tepe Damme – Kunst der Gegenwart. Abgerufen am 8. März 2012.
  17. Der Weg zur Mitte – Eine Fahrt zum Waldlabyrinth Kloster Damme. Herbstlese. Seniorenzeitung für Oldenburg und Umzu, Ausgabe 104, Oktober/November 2013, S. 1
  18. Skulpturen erinnern an Räuber. Sage lockt Besucher an den Mordkuhlenberg. Nordwestzeitung, 31. August 2013
  19. Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 e. V.: Carneval 1892/93: Eine Woche früher zu feiern wird nun zur Regel
  20. Oldenburgische Volkszeitung, 20. Februar 2014