Herdwangen-Schönach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Herdwangen-Schönach hervorgehoben
47.8640833333339.1739444444444605Koordinaten: 47° 52′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 605 m ü. NHN
Fläche: 36,52 km²
Einwohner: 3260 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88634
Vorwahlen: 07557, 07552
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 124
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 49
88634 Herdwangen-Schönach
Webpräsenz: www.herdwangen-schoenach.de
Bürgermeister: Ralph Gerster
Lage der Gemeinde Herdwangen-Schönach im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Herdwangen-Schönach ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Sigmaringen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Herdwangen-Schönach liegt rund zwölf Kilometer nördlich des Bodensees, auf einem Höhenzug im Oberen Linzgau, zwischen den Städten Pfullendorf im Norden und Überlingen im Süden. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 36,52 Quadratkilometer, die Gemeinde hat 3.250 Einwohner.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Pfullendorf und Wald (beide im Landkreis Sigmaringen), Hohenfels und Stockach (beide im Landkreis Konstanz), Owingen, Heiligenberg und Frickingen (alle drei im Bodenseekreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Großschönach (mit dem Dorf Großschönach, den Weilern Adriatsweiler, Aftholderberg, Egg, Hub(en)mühle, Kleinschönach, Lautenbach und Sohl, dem Gehöft Tobelhof und dem Haus Ziegelei), Herdwangen (mit den Dörfern Herdwangen und Ebratsweiler, den Weilern Alberweiler, Mühlhausen, Schwende, Vorstatt und Waldhof und den Häusern Berger, Im Bächle, Im Heidebühl, Im Öschle, Im Schmalzbühl, Im Götzenfurt, Seelengeiger und Wollreute) und Oberndorf (mit den Weilern Oberndorf, Breitenerlen, Heggelbach und Waldsteig).[2]

Wappen Wohnbezirk Einwohner
(Stand: 31. Dez. 2010)[3]
Fläche
Herdwangen Herdwangen 1393  ?
Großschönach Großschönach 1674  ?
Oberndorf Oberndorf 189 722 ha

Geschichte[Bearbeiten]

Herdwangen-Schönach ist eine Gemeinde, bestehend aus den beiden ehemals badischen Gemeinden Herdwangen und Großschönach im Bezirk Pfullendorf, sowie der hohenzollerischen Gemeinde Oberndorf. Im Dritten Reich wurden die badischen Bezirksämter Pfullendorf und Überlingen zum neugebildeten Landkreis Überlingen zusammengeführt. Mit der Kreisreform in Baden-Württemberg 1973 kamen die drei Gemeinden zum Landkreis Sigmaringen. Am 1. Juli 1974 wurde im Zuge der Gemeindereform aus den drei Gemeinden Herdwangen, Schönach und Oberndorf die neue Gemeinde Herdwangen-Schönach gebildet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2009 vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,5 % (- 2,9) zu folgendem Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
FWG 56,3 % - 2,7 7 - 1
CDU 43,7 % + 2,7 5 ± 0

Der amtierende Gemeinderat wurde in unechter Teilortswahl[A 1] gewählt.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 20. Dezember 2009 wurde Ralph Gerster aus Blumberg mit absoluter Mehrheit von 50,7 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang zum Bürgermeister von Herdwangen-Schönach gewählt. Gerster trat die Nachfolge von Lothar Riebsamen an, der im Oktober 2009 nach 19 Jahren als Bürgermeister für die CDU in den Bundestag wechselte. Zum 1. Februar 2010 übernahm Gerster die Amtsgeschäfte von Bürgermeisterstellvertreter Markus Blender. Offizielle Amtseinführung war der 8. Februar 2010.[5][6][7]

  • 1990–2009: Lothar Riebsamen (CDU)
  • 2009–2010: Markus Blender (kommissarisch)
  • seit 2010: Ralph Gerster (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Herdwangen-Schoenach.svg

Das Wappen wurde aus den Wappen der drei Vorgängergemeinden zusammengestellt: Die Burg von Großschönach (Burg Ramsberg), die Sterne von Herdwangen und die schwarz-weißen Streifen von Oberndorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das ehemalige Rentamt des Klosters Petershausen im Ortsteil Herdwangen, heute Rathaus der Gemeinde
  • Im ehemaligen Rentamt des Klosters Petershausen ist heute das Rathaus der Gemeinde Herdwangen untergebracht.
  • Die Herdwanger Pfarrkirche St. Petrus und Paulus wurde im Jahr 1808 erweitert. Der Hauptaltar zeigt ein Alabasterbildnis der Kreuzigungsgruppe, Marmoraltäre mit Statuen Maria und Josef (Ursprung im Kloster Salem), sowie ein Marienzyklus aus Relief.
  • Die Kirche St. Antonius in Großschönach ist dem heiligen Antonius dem Großen geweiht. Ihr Turm stammt aus dem Jahr 1384. Er weist Staffelgiebel und Maßfenster auf.
Pfarrkirche St. Antonius in Großschönach
  • Die Lourdes-Grotte in Herdwangen wurde 1889 im Zuge der Volksfrömmigkeit erstellt. Sie ist ausgestattet mit einer Muttergottesstatue, einer Bernadettestatue und einem Dankaltar für Genesung.
  • Die Kapelle im Ortsteil Oberndorf wurde 1871 erbaut und zeigt das Deckengemälde „Besuch Marias bei Elisabeth“.
  • In Heggelbach befindet sich eine Kapelle, die ins 14. Jahrhundert datiert und wohl aus der Burg der Ritter von Heggelbach hervorgegangen ist.
  • Die Kirche St. Eulogius im Ortsteil Aftholderberg wurde 1824 als Wehrkirche erbaut. Grundlage war die Gotik. Die rundgewölbte Decke mit Fresken und zwei Emporen mit rustikaler Bemalung zeugen von bäuerlicher Volkskunst. Ein Kuriosum stellt die Lage der Eulogiuskirche auf der Europäischen Hauptwasserscheide dar. Die eine Dachseite entwässert zum Rhein und die andere zur Donau.[8]
  • Die Mitte des 11. Jahrhunderts erbaute Kapelle St. Wendelin und die Klause St. Benedikt auf den Resten der Burg Ramsberg liegen auf der Nachbargemarkung Hattenweiler, sind aber traditionell stärker mit Großschönach verbunden. Der Ramsberg gilt seit je her als Wallfahrtsort und ist Teil des Jakobswegs.
  • In Mühlhausen befindet sich die 1894 erbaute Sebastiankapelle, in Sohl die Josef-Kapelle.
  • Das ehemalige Rathaus von Großschönach war bis zur Eingemeindung 1974 Sitz der Gemeindeverwaltung. Seit 2011 ist es selbstständige Wohngemeinschaft mit vier Bewohner der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach.[9] Hierzu wurde die Außenfassade durch die Gemeinde einer Sanierung unterzogen.[10] Vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnen mit Steinbildnis und polygonalem Becken.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Das Naturschutzgebiet Ruhestetter Ried zwischen dem Walder Teilort Ruhestetten und Alberweiler ist ein Niedermoorkomplex im Ursprungsgebiet der Linzer Aach und liegt in einer eiszeitlichen Senke.
  • 2009 wurde in Kleinschönach der Tonpark eröffnet. Ein stillgelegter Teil einer Tongrube wurde mit Fördermittel der Heinz Sielmann Stiftung zu einem vielfältigen Erlebnisraum umgestaltet. Er ist Beispiel einer gelungenen Renaturierung.[11] Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein Barfußpfad. Ein kleiner und ein großer Weiher sowie eine Brutwand für den bedrohten Bienenfresser bieten einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.[12]

Sport[Bearbeiten]

  • Der Faustball-Club Herdwangen-Schönach e.V. war bei seiner Gründung im Jahre 1977 der erste Verein, der den Namen der Gesamtgemeinde trug. Die größten Erfolge feierte der FCHS in den 1980er-Jahren, als die Mannschaft in der Verbandsliga, der damals dritthöchsten Spielklasse, aktiv war. Den größten Erfolg in der jüngeren Vergangenheit feierte der Verein in der Hallensaison 2004/2005, als man als Dritter der Verbandsliga noch den Aufstieg in die Schwabenliga schaffte, die heute die dritthöchste Spielklasse darstellt. Seit 1997 veranstaltet der Verein jeweils im Oktober sein Eugen-Fetscher-Gedächtnisturnier im Gedenken an seinen 1995 verstorbenen Mitbegründer und langjährigen Vorsitzenden Eugen Fetscher.
  • Der Sportverein Großschönach 1959 e.V. spielt 2010/2011 in der Fußball-Landesliga Südbaden, Staffel III. Die Zweite Mannschaft spielt in der Saison 2010/2011 in der Kreisliga B. Die Heimspiele finden auf dem Sportplatz Auf Schönach in Kleinschönach statt.
  • Der Herdwanger Sportverein spielt in der Fußball-Kreisliga B, Staffel 5.
  • Auf dem Reiterhof Spießhof finden regelmäßig Internationale Reitturniere statt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Dorfhockete in Herdwangen
  • Kirbefest in Großschönach
  • Bergfest Aftholderberg
  • Im Ortsteil Heggelbach findet alle zwei Jahre zu Pfingsten „S'Phinxtfestival“ statt, ein privat organisiertes Festival mit Livemusik, Kunst, Kabarett und Seifenkistenrennen, das 2006 zum neunten Mal stattgefunden und inzwischen überregionale Bekanntheit erlangt hat.

Brauchtum[Bearbeiten]

Fasnet[Bearbeiten]

  • Narrenverein Eselohren, Herdwangen
  • Narrenverein Dreizipfelritter, Großschönach
  • Narrenverein Berggeister, Aftholderberg

Funken[Bearbeiten]

  • In Aftholderberg wird am Funkensonntag ein Funken entzündet. Dieser wird bis kurz davor noch innen bewirtet. Nach dem Abbrennen findet das traditionelle „Ausbarschen“, ein regionales Würfelspiel, der Funkenringe und Landjäger statt.

Eulogiusritt[Bearbeiten]

Zu Ehren des Kirchenpatrons St. Eulogius gibt es im Ortsteil Aftholderberg jedes Jahr jeweils am 2. Sonntag im Juli ein Patrozinium. Das Patrozinium ist eine Reiterprozession mit anschließendem Gottesdienst und Pferdesegnung. Am 8. Juli 2007 feierte der so genannte Eulogiusritt sein 150-jähriges Bestehen. Es nahmen 350 Reiter und 400 Musiker teil. Die Prozession führt von Sohl nach Aftholderberg zum Festplatz und zurück nach Sohl.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 448. Seit 1. Januar 2009 gehört Herdwangen-Schönach auch zum Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das seit 1996 im Herdwanger Gewerbegebiet Branden ansässige Unternehmen AHWI Maschinenbau GmbH erhielt im November 2008 für die Entwicklung des mechanischen Minenräumgeräts MinenWolf den Dr.-Rudolf-Eberle-Preis, den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg, von Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Das 1990 gegründete Unternehmen ist heute der größte Arbeitgeber der Gemeinde. Der MinenWolf ist heute in Jordanien, Bosnien, Kroatien oder Ruanda im Einsatz. Die Vermarktung des Minenräumers wurde 2006 in die Minewolf Systems AG mit Sitz im schweizerischen Pfäffikon ausgegliedert.[13]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ortsteil Lautenbach befindet sich die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach e.V., die seit ihrer Gründung im Jahr 1970 eine integrative Dorfgemeinschaft für Menschen mit Behinderung ist.[14]

Bildung[Bearbeiten]

  • Ramsberggrundschule Großschönach
  • Grundschule Herdwangen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Lothar Riebsamen, (* 1957 in Pfullendorf), Politiker und Bundestagsabgeordneter (CDU), zuvor langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Herdwangen-Schönach.
  • Joachim Lambrecht (* 1958 in Heilbronn) ist ein deutscher freischaffender Künstler (Bildhauer und Keramiker) und Musiker mit Atelier in Großschönach
  • Donata Höffer (* 1949 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin, die in Hamburg und Herdwangen-Schönach lebt.[15]

Literatur[Bearbeiten]

  • Helga Schnabel-Schüle, Edwin Ernst Weber: Herdwangen-Schönach. Heimatbuch zur Geschichte der Gemeinde und des nördlichen Linzgau. hrsg. von der Gemeinde Herdwangen-Schönach. M. Liehners Hofbuchdruckerei GmbH & Co. Verlagsanstalt. Sigmaringen 1994

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Drei Wohnbezirke: Herdwangen, Großschönach und Oberndorf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 795-882
  3. a b Angabe nach Cornelia Fischer, Bürgermeisteramt der Gemeinde Herdwangen-Schönach, vom 24. Januar 2011.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  5. Bernhard Lutz: Gerster zum Bürgermeister gewählt. Blumberger Hauptamtsleiter Ralph Gerster wird Bürgermeister in Herdwangen-Schönach. In: Südkurier vom 21. Dezember 2009
  6. Siegfried Volk: Würdiges Finale In: Südkurier vom 21. Dezember 2009
  7. Bernhard Lutz: Ralph Gerster beginnt am 1. Februar sein Bürgermeisteramt in Herdwangen-Schönach. „Liebenswerte Gemeinde mit Potenzial“. In: Südkurier vom 27. Januar 2010
  8. Wanderweg entlang der Europäischen Wasserscheide. Am Sonntag startet die Tour durchs Bodensee-Hinterland. In: Schwäbische Zeitung vom 20. November 2008
  9. Falko Hahn (fah): „Ort zum Leben und Arbeiten“. In: Südkurier vom 4. Juli 2011
  10. Litzinger: Neuer Anstrich für verwittertes Gebäude. In: Südkurier vom 6. September 2011
  11. Linzgau Tour durch den „Tonpark“ Kleinschönach. In: Südkurier vom 9. Juni 2010
  12. Linzgau-Tour durch den Tonpark. In: Südkurier vom 15. Juni 2010
  13. Siegfried Volk: Firma Ahwi erhält Innovationspreis des Landes für Minenräumer. Anerkennung für „Minenwolf“. In: Südkurier vom 20. November 2008
  14. Geschichte: Eine Idee im Jahre 1970… …über 300 Menschen heutzutage; abgerufen am 1. Juni 2011
  15. “Stolperstein” in Pfullendorf. In: Wochenblatt, Ausgabe Bad Saulgau vom 14. April 2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herdwangen-Schönach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien