Isuzu Piazza

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Isuzu Piazza/
Produktionszeitraum: 1980–1993
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Kombicoupé
Vorgängermodell: Isuzu 117 Coupé
Nachfolgemodell: Isuzu PA Nero

Der Isuzu Piazza war ein vom japanischen Automobilhersteller Isuzu von 1980 bis 1993 hergestelltes Fließheck-Sportcoupé. In den USA wurde der Piazza als Isuzu Impulse, in Australien als Holden Piazza verkauft. Technisch basierte der Piazza I mit Hinterradantrieb auf dem Isuzu Gemini I, der mit dem Opel Kadett C verwandt war. Die 2.Generation hatte, wie die temporären Gemini Modelle, Frontantrieb und wurde in Kanada als Asüna Sunfire angeboten. Von der 2. Generation abgeleitet war die Modellreihe Geo Storm als Sportcoupé, Schrägheck und Kombi. Der Geo Storm wiederum wurde ab 1992 in Japan als Isuzu PA Nero vermarktet und ersetzte hier den Piazza.

Isuzu Piazza JR120/130 1980-1990, Isuzu Impulse 1983-1990[Bearbeiten]

Piazza/Impulse JR120/130
Isuzu Piazza I

Isuzu Piazza I

Produktionszeitraum: 1980–1991
Karosserieversionen: Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,3 Liter
(67–132 kW)
Länge: 4385 mm
Breite: 1765 mm
Höhe: 1300 mm
Radstand: 2440 mm
Leergewicht: 1250 kg

1978 erteilte Isuzu Giorgetto Giugiaro den Auftrag, ein neues Sportcoupé als Nachfolger des Isuzu 117 Coupé zu gestalten. Isuzu überließ Giugiaro mehrere Isuzu Gemini und ließ ihm bei der Ausführung des Auftrags freie Hand. Das Ergebnis war Giugiaros Prototyp Asso di Fiori („Pik-As“), der unter allgemeinem Beifall auf der Tokyo Motor Show 1979 erstmals gezeigt wurde. Giugiaro sprach von seiner „fünften Kopernikanischen Revolution“, da es ihm gelungen war, Design-Innovationen von mehreren vorherigen Prototypen in einem großserientauglichen Entwurf zu vereinen. Binnen 48 Stunden entschied Isuzu, den Prototyp nur minimal verändert in Serie gehen zu lassen.

Im November 1980 ging der Piazza in Japan in den Verkauf. Zur Auswahl standen vorerst ein Zweiliter-Reihenvierzylinder mit obenliegender Nockenwelle und 120 PS oder ein DOHC-Zweiliter mit 99 kW (135 PS), jeweils mit Fünfgangschaltgetriebe oder Viergangautomatik. Ab 1984 war auch eine Turboversion des SOHC-Zweiliters erhältlich, die 132 kW (180 PS) leistete und den Doppelnockenwellen-Motor ersetzte. Lieferbar war der Piazza in zahlreichen Ausstattungsversionen: Bella, XN, XJ, XE, XG, Nero und andere. Neben dem regulären Fahrwerk gab es von Irmscher und Lotus entwickelte Sportfahrwerke.

In den USA wurde der Piazza 1983 als Isuzu Impulse eingeführt, ebenso wie in Australien als Holden Piazza. Anfänglich gab es nur den SOHC-Zweiliter, hier mit 91 PS. Die Turbovariante leistete 142 PS.

1987 erfuhr der Piazza ein Facelift mit größerem Heckspoiler und Entfall der Klappscheinwerfer zugunsten freiliegender Einheiten. Nur in den USA ersetzte ein 2,3-Liter-Vierzylinder mit 112 PS den Zweiliter-Saugmotor. Alle Piazza erhielten das von Lotus entwickelte Sportfahrwerk mit geänderten Stabilisatoren und härteren Federn und Dämpfern. Bis August 1990 produzierte Isuzu vom Piazza I insgesamt 113.419 Exemplare. In Deutschland wurde der Piazza nicht angeboten.

Isuzu Piazza, Isuzu Impulse JT22 1990-1993[Bearbeiten]

Piazza/Impulse JT22
Isuzu Piazza II

Isuzu Piazza II

Produktionszeitraum: 1989–1993
Karosserieversionen: Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,6–1,8 Liter
(104–119 kW)
Länge: 4168-4216 mm
Breite: 1694 mm
Höhe: 1298-1313 mm
Radstand: 2351 mm
Leergewicht:

Die zweite Generation des Piazza (in den USA wieder Impulse) entstand auf der GM-Plattform R. GM hatte Isuzu beauftragt mit dem Nachfolger des Isuzu Gemini auch einen sportlicheren Nachfolger des Geo Spectrum zu entwickeln, welcher dann als Geo Storm auf den Markt kam. Das Karosseriedesign des Storm wurde stark von GM beeinflusst, wesentlich von GM Europe und der Design-Vorlage für den Lotus ElanM100. Unter Führung von Shiro Nakamura, Isuzus damaliger Designchef, entstand die neue Generation des Gemini und dem davon abgeleiteten Geo Storm. Von beiden sollte sich aber ein Nachfolger für den Piazza/Impulse unterscheiden. Somit begann Nakamuras Team das Storm Coupé mit anderem Heck und einer an den Gemini III angelehnten Front zu entwickeln. Hierbei übernahmen Sie vom ersten Piazza Designelemente wie die halb verdeckten Scheinwerfer mit dem integriertem Kühlergrill unterhalb der Motorhaube, sowie das Design der Rücklichter, unter dem Eindruck europäischen Designstil. Mit europäischem Design bewarb man später auch den Piazza II in Japan. Die zweite Generation des Piazza wurde nicht wieder als Holden in Australien vermarktet, möglicherweise aufgrund fehlender Verkäufe des Vorgängermodells.

Der Dreitürer wurde 1989 als Impulse XS vorgestellt und ab 1990 in den USA und Kanada angeboten. Technisch gab es nun Frontantrieb mit einem Vierzylinder 1588 cm³ DOHC Benzinmotor (4xE1) mit 130 PS (97 kW). Lotus Cars das ebenfalls zu GM wie Isuzu gehörte, hatte ursprünglich den 1,6 Liter Motor und das Getriebe aus dem Isuzu Gemini II, überarbeitet für den Lotus Elan M100 verwendet. Isuzu beschloss den Einbau dieser Kombination auch in den Impulse. Lotus erledigte hierfür die Feinabstimmung der Federung des Impulse mit nun steiferen Stoßdämpfern, größeren Stabilisatoren und weicheren Federn. Alle Piazza/Impulse der zweiten Generation erhielten das von Lotus abgestimmte Fahrwerk. In Japan wurde der Piazza II von Juli 1991 bis zum Frühjahr 1992 verkauft. Hier gab es das Modell nur mit einem 1809 cm³ DOHC Vierzylindermotor 4XF1 mit 140 PS (104 kW). 1991 wurde auch der Impulse RS mit dem 1,6 Liter Motor mit Turbolader (4XE1W) mit 160 PS (119 kW) sowie Allradantrieb und vorderem und hinteren Differential in den USA und Kanada eingeführt. Bereits 1992 wurde das Turbo-Modell wieder eingestellt, während nun der 1,8 Liter Motor des japanischen Modell den 1,6 Liter Basismotor ersetzte. Der Verkauf des Impulse in Kanada wurde 1992 parallel zu Japan beendet. Während man in Japan nun den Isuzu PA Nero als Nachfolger des Piazza einführte, wurde der Impulse noch bis Ende 1993 in den USA angeboten. Die Kombination aus der Asienkrise, strengeren Emissionsvorschriften, Crashsicherheits Anforderungen und die restriktiven Marktsegment Vorgaben und anhaltende Einmischung von General Motors, bewegten Isuzu zum Rückzug aus dem Pkw Bau. Daher kam in Kanada 1993 der Asüna Sunfire der dem Isuzu Impulse entsprach, auf den Markt. Nur wenige Monate später stellte GM die Marke Asüna wieder ein, worauf Isuzu die Produktion auch des Impulse einstellte.

Asüna Sunfire


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Isuzu Piazza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien