Kodersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Kodersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kodersdorf hervorgehoben
51.2414.89328Koordinaten: 51° 14′ N, 14° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Görlitz
Verwaltungsverband: Weißer Schöps/Neiße
Höhe: 328 m ü. NHN
Fläche: 42,27 km²
Einwohner: 2541 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02923
Vorwahl: 035825
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 230
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Einheit 79
02923 Kodersdorf
Webpräsenz: www.kodersdorf.de
Bürgermeister: René Schöne (CDU)
Lage der Gemeinde Kodersdorf im Landkreis Görlitz
Bärwalder See Berzdorfer See Talsperre Quitzdorf Talsperre Quitzdorf Polen Tschechien Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Bad Muskau Beiersdorf Bernstadt a. d. Eigen Herrnhut Bertsdorf-Hörnitz Boxberg/O.L. Boxberg/O.L. Dürrhennersdorf Ebersbach-Neugersdorf Kottmar (Gemeinde) Gablenz (Oberlausitz) Görlitz Görlitz Groß Düben Groß Düben Großschönau (Sachsen) Großschweidnitz Hähnichen Hainewalde Herrnhut Hohendubrau Horka Jonsdorf Kodersdorf Königshain Krauschwitz (Sachsen) Kreba-Neudorf Lawalde Leutersdorf (Sachsen) Löbau Markersdorf (Sachsen) Markersdorf (Sachsen) Mittelherwigsdorf Mücka Mücka Neißeaue Neusalza-Spremberg Kottmar (Gemeinde) Niesky Kottmar (Gemeinde) Oderwitz Olbersdorf Oppach Ostritz Oybin Quitzdorf am See Reichenbach/O.L. Rietschen Rosenbach Rothenburg/Oberlausitz Schleife (Sachsen) Schönau-Berzdorf auf dem Eigen Schönbach (Sachsen) Schöpstal Seifhennersdorf Reichenbach/O.L. Trebendorf Trebendorf Vierkirchen (Oberlausitz) Waldhufen Weißkeißel Weißwasser/Oberlausitz Zittau Zittau Landkreis Bautzen BrandenburgKarte
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Kodersdorf ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz, die dem Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße angehört.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kodersdorf liegt im zentralen Teil des Landkreises, rund 11 km nordwestlich der Kreisstadt Görlitz und 10 km südlich von Niesky am Rand der Königshainer Berge sowie der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Tal des Weißen Schöps.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile

Im Ortsteil Kodersdorf sind die 1938 eingemeindeten Orte Rengersdorf und Torga aufgegangen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Kodersdorf wurde 1402 erstmals als Kosmirsdorf erwähnt. Die Ortsform als Waldhufendorf weist darauf hin, dass es sich um eine deutsche Siedlung in der zweiten Phase der deutschen Ostkolonisation handelt. Kirchlich ist Kodersdorf seit frühester Zeit nach Nieder-Rengersdorf eingepfarrt.

Im Zuge des Prager Friedens von 1635 konnte sich das Kurfürstentum Sachsen die Markgraftümer Oberlausitz und Niederlausitz sichern. Den größten Teil der Lausitz musste das inzwischen zum Königreich aufgestiegene Königreich Sachsen 1815 an Preußen abtreten, wodurch Kodersdorf und die umliegenden Orte an die Provinz Schlesien kamen und 1816 dem Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert wurden.

Nachdem das Dorf jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt war, setzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine starke Industrialisierung ein. Der Bau der Berlin-Görlitzer Eisenbahn sowie Rohstoffvorkommen wie Holz und qualitativ hochwertiger Ton waren die Grundlagen dafür, dass eine große Ziegelei sowie ein Baubetrieb nebst eigenem Sägewerk in Kodersdorf aufgebaut wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Industriebetriebe schnell wieder aufgebaut, so dass die Ziegelwerke 1946 bereits wieder 620 Arbeiter beschäftigen konnten, während es Mitte der zwanziger Jahre noch 760 waren. In der Wendezeit vollzog sich ein weiterer Wandel, als die Industriebetriebe viele Arbeiter entlassen mussten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Güterwaggon im Sägewerk Kodersdorf

Im Gewerbegebiet der Gemeinde hat sich ein großer Holzverarbeitungsbetrieb, die Klausner Holz Sachsen GmbH angesiedelt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 115 und die Bundesautobahn 4 führen durch die Gemeinde, wobei die Autobahn mit dem 3,3 Kilometer langen Tunnel Königshainer Berge die Königshainer Berge unterquert.

Mit einem Bahnhof liegt Kodersdorf an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz. Im Jahr 2006 wurde ein auf der freien Strecke abzweigendes, vier Kilometer langes Anschlussgleis zur Klausner Holz Sachsen GmbH gebaut, auf dem werktäglich ein Güterzug mit Rohholz oder Holzprodukten verkehrt. Dadurch konnten jährlich 20.000 LKW-An- und Abfahrten vermieden werden.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, S. 334 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=GR09&p_ebene=GE&p_ort=14626230
  3. Angabe des Einwohnermeldeamtes des Verwaltungsverbandes Weißer Schöps/Neiße; Stand 31. Dezember 2008
  4. Drei Presseberichte zur Einweihung des Anschlussgleises (Version vom 23. August 2006 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kodersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien