Horka
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Görlitz | |
| Verwaltungsverband: | Weißer Schöps/Neiße | |
| Höhe: | 164 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,79 km² | |
| Einwohner: |
1837 (31. Dez. 2012)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02923 | |
| Vorwahl: | 035892 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 26 200 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Gemeindeamt 2 02923 Horka |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christian Nitschke (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Horka im Landkreis Görlitz | ||
Horka (obersorbisch Hórka) ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz. Die Gemeinde, bestehend aus den drei Gemeindeteilen Biehain, Horka und Mückenhain, gehört zum Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde Horka liegt im östlichen Teil des Landkreises in einem waldreichen Gebiet nahe der Grenze zu Polen, etwa 18 km nordwestlich der Kreisstadt Görlitz und 4 km östlich von Niesky. Das Gebiet gehört mit seinen ausgedehnten Wäldern zur Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ortsname stammt vom obersorbischen Wort hórka (altsorbisch gorka, zu deutsch „Hügel“), das für „Hügeldorf“ steht.[2]
Horka wurde 1305 erstmals in einem Görlitzer Stadtbuch urkundlich erwähnt. Von 1377 bis 1396 gehörte die Region zum Herzogtum Lausitz und von 1635 bis zum Jahr 1815 zum Kurfürstentum Sachsen. Infolge des Wiener Kongresses kam die Gemeinde Horka zu Preußen und wurde der Provinz Schlesien zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder sächsisch, gehörte die Gemeinde zum Kreis Niesky, seit 1952 mit der Auflösung der Länder im Bezirk Dresden. Horka trug zwischen 1936 und 1947 im Rahmen der Germanisierung den Namen Wehrkirch.
Am 1. März 1994 wurden die Gemeinden Biehain und Mückenhain nach Horka eingemeindet.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Gemeindeamt Horka
- Fachwerkhäuser
- Naherholungsgebiet „Biehainer Seen“ mit den ehemaligen Tongruben und mit dem Waldsee Biehain
- Kulturinsel Einsiedel bei Zentendorf
Evangelische Wehrkirche[Bearbeiten]
Die Wehrkirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und ist romanisch-gotisch. Sie ist von einer Wehrmauer umgeben, die im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet wurde.[3] Im Fundament des ältesten Teils der Mauer wurde bei Ausgrabungsarbeiten ein ca. 1000 Jahre altes Skelett in einem christlich anmutenden Grab entdeckt. Die Wehrkirche hat eine Gruft mit mehreren Steinsärgen. In ihnen sind noch Knochen zu finden.[3]
Während des 18. Jahrhunderts erfolgten im Inneren wie im Äußeren Umbauten im barocken Stil.
Verkehr[Bearbeiten]
Die Bundesautobahn 4 verläuft südlich der Gemeinde. Sie ist über den etwa 5 km entfernten Anschluss Kodersdorf zu erreichen.
In Horka befindet sich ein Eisenbahnknotenpunkt der Strecken Falkenberg/Elster–Hoyerswerda–Węgliniec (Polen) und Berlin–Görlitz. Horka liegt im Gleisdreieck dieser Strecken, es fahren Züge der Relation: Görlitz–Niesky–Hoyerswerda (ohne Halt in Horka), Cottbus–Görlitz und als starkfrequentierte Gütermagistrale die Strecke Hoyerswerda–Horka–Węgliniec. Im Rahmen des Ausbaus dieser wichtigen Güterstrecke im Ost-West-Verkehr soll das letzte Stück von Knappenrode über Horka bis zur Grenzbrücke bis 2016 elektrifiziert werden. Die in Horka abzweigende Nebenbahnstrecke der Kleinbahn Horka–Rothenburg–Priebus wird nicht mehr bedient.
Der Bahnhof ist als Turmbahnhof ausgeführt. Im oberen Bahnhofsteil (Ost-West-Richtung) verkehren seit dem 14. Dezember 2002 keine Personenzüge mehr.
Literatur[Bearbeiten]
- Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-929091-96-0, S. 324 ff.
- Gemeinde Horka. Horka 1994 (60-seitiges Heft).
- Hans-Peter Berwig: Horka. 700-jähriges Jubiläum 2005. Horka 2005 (80-seitiger Bildband).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Jan Meschgang: Die Ortsnamen der Oberlausitz; Domowina Verlag, Bautzen 1973; S. 103
- ↑ a b Leichenfund gibt Archäologen Rätsel auf. In: Sächsische Zeitung. Sächsische Zeitung GmbH, 14. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011 (deutsch).
Weblinks[Bearbeiten]
- Website der Gemeinde Horka
- Horka im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Wehranlage in Horka
- Bilder von Horka
- Website des Verwaltungsverbandes über die Gemeinde Horka
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