Krombach (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Krombach
Krombach (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krombach hervorgehoben
50.0833333333339.2166666666667254Koordinaten: 50° 5′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schöllkrippen
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 10,65 km²
Einwohner: 2151 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 202 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63829
Vorwahl: 06024
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 138
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
63825 Schöllkrippen
Webpräsenz: www.gemeinde-krombach.de
Bürgermeister: Peter Seitz (Unabhängige Bürgerliste Krombach)
Lage der Gemeinde Krombach im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Krombach
Die katholische Pfarrkirche St. Lambertus und St. Sebastian

Krombach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen.

Der Turm der katholischen Kirche in Krombach

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Krombach liegt in der Region Bayerischer Untermain im Kahlgrund am Krombach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Krombach gehören vier Ortsteile (in Klammern die Zahl der Einwohner[2])[3] auf einer Gemarkung:

Die früheren Ortsteile Oberkrombach, Mittelkrombach und Unterkrombach sind heute baulich verwachsen und bilden den Ortsteil Krombach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde
Geiselbach
Markt
Mömbris
Nachbargemeinden Markt
Schöllkrippen
Gemeinde
Blankenbach

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Krombach leitet sich von dem gleichnamigen Bach Krombach ab[4], welcher das Dorf durchfließt und in Großblankenbach in die Kahl mündet. Im Volksmund wird der Ort Krummich genannt.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1207 Crumbach
  • 1237 Crumbbach
  • 1240 Crumppach
  • 1250 Crumbach
  • 1283 Grumbach
  • 1380 Krombach

Geschichte[Bearbeiten]

Krombach um 1850

Die Herrschaft der Grafen von Schönborn, die zum Fränkischen Ritterkreis gehörte, wurde 1806 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg mediatisiert und fiel mit diesem 1814 (zuvor ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das Patrimonialgericht Krombach wurde 1849 aufgehoben.

Am 1. Juli 1862 wurde das Bezirksamt Alzenau gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Krombach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Krombach war nun eine der 42 Gemeinden im Landkreis Alzenau in Unterfranken (Kfz-Kennzeichen ALZ). Mit Auflösung des Landkreises Alzenau im Jahre 1972 kam Krombach in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg (Kfz-Kennzeichen AB).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1.501 Einwohner
  • 1987: 1.772 Einwohner
  • 2000: 2.178 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Unabhängige Bürgerliste Krombach     7 Sitze  (51,6 %)
  CSU 5 Sitze (34,5 %)
  SPD 2 Sitze (14,0 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Seitz (Unabhängige Bürgerliste Krombach), der im Jahr 2014 gewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

Unter dreimal von Rot und Gold geteiltem Schildhaupt in Rot über drei silberne Spitzen schreitend ein blau gekrönter goldener Löwe mit Doppelschweif

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Krombach war zum großen Teil im Besitz der Grafen von Rieneck und der Sitz eines Landgerichts. Die Grafen starben 1559 aus und die Gemeinde kam in den Besitz des Erzstifts Mainz. Im Jahr 1666 erwarb die Familie der Freiherrn und späteren Grafen von Schönborn das Landgericht Kromberg. Der Ort wurde zum Mittelpunkt der Besitzungen der Grafen im oberen Kahltal. Der Löwe aus dem Wappen der Grafen Schönborn erinnert an ihre Herrschaft. Die Teilung von Rot und Gold im Schildhaupt wurde dem Wappen der Grafen von Rieneck entnommen. Die Farben Rot und Silber stammen aus dem Wappen des Kurstaats Mainz zu dem der Ort gehörte.

Das Wappen wird seit dem 8. Juni 1967 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Diese Gruppe von wohl erhaltenen Fachwerkhäusern befindet sich an der Hauptstraße

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Krombach (Unterfranken)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 871 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 124 T€.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 78 und im Bereich Handel und Verkehr 78 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 748. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 490 ha, davon waren 264 ha Ackerfläche und 214 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergarten
  • Grundschule

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einwohner Krombach (Stand: 20. Juni 2012)
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/164238&attr=OBJ&val=1545
  4. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 124.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krombach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien