Großostheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Großostheim
Großostheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Großostheim hervorgehoben
49.9166666666679.0833333333333137Koordinaten: 49° 55′ N, 9° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 44,31 km²
Einwohner: 16.315 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 368 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63762
Vorwahl: 06026
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 122
Marktgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Markt Großostheim
Schaafheimer Str. 33
63762 Großostheim
Webpräsenz: www.grossostheim.de
Bürgermeister: Hans Klug (CSU)
Lage des Marktes Großostheim im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Luftbild von Großostheim

Großostheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Die Einwohner Großostheims bezeichnen sich selbst als „Äisdemer“, den Ort selbst als "Oustem".

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Großostheim liegt am nordöstlichen Rand des Odenwalds in der Region Bayerischer Untermain.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Großostheim hat vier amtlich benannte Ortsteile:[2][3] (f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing )

Gemeindeteil Gemarkungs-
fläche (ha)
Bevölkerung
1. Jan. 2007
Koordinaten
Großostheim 2717,59 8.296 49° 55′ 0″ N, 9° 5′ 0″ O49.9166666666679.0833333333333
Pflaumheim 818,54 2.847 49° 54′ 32″ N, 9° 3′ 34″ O49.9088888888899.0594444444444
Ringheim 1) 3.317 49° 55′ 50″ N, 9° 2′ 8″ O49.9305555555569.0355555555556
Wenigumstadt 895,11 2.002 49° 53′ 36″ N, 9° 2′ 29″ O49.8933333333339.0413888888889
Gemeinde Großostheim 4431,24 16.462 49° 55′ 0″ N, 9° 5′ 0″ O49.9166666666679.0833333333333

1) Der Gemeindeteil Ringheim ist Teil der Gemarkung Großostheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stadt
Babenhausen
Markt
Stockstadt am Main
Stadt
Aschaffenburg
Gemeinde
Schaafheim
Nachbargemeinden Gemeinde
Niedernberg
Gemeinde
Mömlingen

Gemeinsam mit Stockstadt am Main, der benachbarten hessischen Gemeinde Schaafheim, Obernburg, den heute westlich des Mains gelegen Stadtteilen Aschaffenburgs, Großwallstadt und Mömlingen bildete die Marktgemeinde die historische Region Bachgau.

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Großostheim besteht aus den althochdeutschen Wörtern ost und heima, die Osten und Heim bedeuten. Der Zusatz Groß unterscheidet es vom naheliegenden Ort Kleinostheim, der seinen Namen jedoch nicht von einer Richtungsangabe, sondern von einem Personennamen hat.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 780 Ostheim
  • 1774 Groß Ostheim
  • 1867 Großostheim

Geschichte[Bearbeiten]

„Cent Bachgaw“, Stich von Nicolaus Person 1695

Der Markt Großostheim als Großgemeinde besteht aus den Ortsteilen Großostheim, Ringheim, Pflaumheim und Wenigumstadt. Während Ringheim schon immer ein Ortsteil von Großostheim war, sind die Orte Pflaumheim und Wenigumstadt seit der Gemeindegebietsreform vom 1. Mai 1978 Ortsteile.

„Ostheim“, seit dem 17. Jahrhundert Großostheim genannt, wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt, die zwischen 780 und 799 entstand. Ostheim gehörte seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung zu verschiedenen Herrschaftsbereichen, ehe es 1278, zusammen mit dem gesamten Bachgau, zum Kurfürstentum Mainz kam.

Der Ortsteil Ringheim hat seinen Namen von dem Anfang des 16. Jahrhunderts ausgestorbenen selbständigen Ort Ringenheim. Die Ringheimer Mühle (Lage)49.9174777777789.0610305555556 – ehem. Gastwirtschaft und Bauernhof – scheint das letzte Anwesen des alten Ringheim zu sein. Das neue Ringheim entstand nach 1945 auf dem Gelände des früheren Luftwaffenflugplatzes, in dessen Baracken und Gebäuden Vertriebene untergebracht wurden. Eine rasche Bebauung mit Industrieansiedlung hat aus dem anfänglich kleinen Ortsteil heute eine ansehnliche Siedlung gemacht, die zu einem begehrten Wohnort wurde.

Der Ortsteil Pflaumheim war trotz unmittelbarer Nähe zum bedeutungsvollen Ostheim immer eine eigenständige Gemeinde gewesen. Allerdings gehörte es kirchlich als Filiale zur Pfarrei St. Peter und Paul in Großostheim. Erst 1923 wurde Pflaumheim, mit seiner Kirche St. Luzia, eigenständige Pfarrei. Im Jahre 1994 feierte man das 1200-jährige Bestehen Pflaumheims, da 794 der Pflaumgau und im gleichen Zeitraum auch Pflaumheim selbst in der Überlieferung der Klöster Lorsch und Fulda genannt wird.

Der Ortsteil Wenigumstadt wurde 1229 als „villa Omestad minore“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf war jedoch mit Sicherheit schon viel früher besiedelt, denn archäologische Funde in reicher Zahl belegen die Anwesenheit von Menschen aller Kulturepochen in den vergangenen 7000 Jahren auf Wenigumstädter Boden.

Das ehemalige Vogteiamt (bis 1782) des Erzstiftes Mainz wurde 1803 ein Teil des neugebildeten Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg, mit welchem es 1814 mit den Verträgen von Paris (jetzt ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an Bayern fiel.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Pflaumheim und Wenigenumstadt eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 10.707 Einwohner[5]
  • 1970: 12.788 Einwohner[5]
  • 1987: 13.514 Einwohner
  • 2000: 15.913 Einwohner
  • 2004: 16.299 Einwohner
  • 2010: 16.427 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister ist Hans Klug (CSU), zuletzt am 2. März 2008 mit 69 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 9.751.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3.180.000 €. Das Gesamtvolumen des Haushalts 2009 beträgt 62.214.000 €, wobei keine Verschuldung der Gemeinde vorliegt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 24 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,87 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     10 Sitze  (42,2 %)
  SPD 6 Sitze (26,5 %)
  Junge Liste Bachgau 4 Sitze (15,9 %)
  Freie Wähler Bachgau 2 Sitze (7,9 %)
  Unabhängige Bürger Bachgau 1 Sitze (4,0 %)
  Frauenliste Bachgau 1 Sitze (3,4 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt von Gold und Schwarz; oben ein halber, springender schwarzer Bock; unten drei zwei zu eins gestellte silberne Kleeblätter.

Wappengeschichte: Bis in das 18. Jahrhundert hieß Großostheim nur Ostheim. Erstmals im Jahr 1774 tauchte der Name Großostheim auf. Das am 17. Januar 1911 von Prinzregent Luitpold verliehene und seitdem geführte Wappen ist eine Kombination aus einem Ortssiegel des 17. Jahrhunderts, das nicht mehr vorhanden ist, und aus dem geminderten Familienwappen der Familie Schad, die sich Schad von Ostheim nannte. Sie ist 1581 ausgestorben. Die Familie lebte Jahrhunderte im Bachgau zu dessen Zent die Gemeinde Ostheim gehörte. Die Kleeblätter entstammen dem Wappen der Familie Clebiz von Nalbach, einer anderen einflussreichen Familie im Bachgau, die aber ihre Hauptbesitztümer in Klein- und Großwallstadt hatte. Die Clebiz heirateten in die Familie der Schad ein, so dass es zu einer Kombination der beiden Wappen kam und 1910 zum Ortswappen erhoben wurde.[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Großostheim St. Peter und Paul 20110127.jpg
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul
Nöthig Gut.JPG
Nöthig-Gut am Marktplatz (Bachgaumuseum)
Wendelinuskapelle-wenigumstadt.jpg
Die Wendelinuskapelle, spätestens 1607 in jetziger Bauweise errichtet
  • Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul birgt eine Beweinung Christi von Tilman Riemenschneider (1515), die mit dem Frühwerk in der Wallfahrtskirche Hessenthal ikonografisch und stilistisch verwandt ist.
  • Im Fachwerkhof Nöthig-Gut am Marktplatz, einem ehemaligen Lehenshof der Mainzer Dompröpste (1537–1629), sind heute das Bachgaumuseum und die Musikschule untergebracht. Die Exponate des Museums betreffen schwerpunktmäßig regionales Handwerk und Landwirtschaft im 19. Jahrhundert.
  • Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert prägen den gesamten Ortskern rund um Marktplatz, Marktgasse und Kanzleistraße, Haarstraße und Breite Straße. Mit 148 denkmalgeschützten Häusern (Stand 2007) steht Großostheim insoweit an erster Stelle im Landkreis Aschaffenburg.
  • Von der im 19. Jahrhundert geschleiften Stadtbefestigung stehen noch der Spitze Turm (Gefängnisturm mit Verlies), der Stumpfe Turm (Pulverturm), der Hexenturm (In dem zwischen 1602 und 1603 elf Frauen, dem im Kurfürstentum Mainz grassierenden Hexenwahn, zum Opfer fielen) und ein kleiner Rest der früher ca. 2 km langen Stadtmauer in der Grabenstraße.
  • Drei Kapellen gibt es in Großostheim. Von dem lokalen Hufschmied Peter Drippel wurde eine dem Schutzpatron dieses Handwerks, dem Heiligen Eligius, geweihte Kapelle 1517 errichtet. Das so genannte Frauhäuschen ist eine Marienkapelle (Ende 15. Jh.). Wichtigstes Ausstattungsstück der Kreuzkapelle ist eine Kreuzigungsgruppe von Hans Backoffen, ein Spätwerk von 1513.
  • Im Ortsteil Pflaumheim steht das älteste Rathaus im Bachgau. Der Fachwerkbau (1981 restauriert) stammt von 1548. Einen stilistisch ähnlichen Rathausbau von 1584 weist der Ortsteil Wenigumstadt auf.
  • Großostheim liegt am Einhardsweg. Dieser 77 km lange Fernwander- und Fahrradweg folgt den Spuren des Biographen Karls des Großen auf einer Strecke von Bad König nach Hanau.
  • 36 Bildstöcke aus dem 16. bis 18. Jahrhunderts stehen an den Wander- und Fahrradwegen der unmittelbaren Umgebung.
  • In Großostheim wurde in den Jahren 1987 bis 1989 die Fernsehserie: "Mit Leib und Seele" mit dem beliebten Volksschauspieler Günter Strack in der Hauptrolle gedreht. Der Ort hieß im Film Eberfeld.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Großostheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Europäische Zentrale von Nintendo

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 85, im Produzierenden Gewerbe 2427 und im Bereich Handel und Verkehr 1067 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 910 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 5627. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 9 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 14 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2656 ha. Davon waren 2428 ha Ackerfläche und 193 ha Dauergrünfläche. Hier befinden sich eine Brauerei und mehrere Weinbaubetriebe, die insgesamt 34 Hektar Anbaufläche bearbeiten.

Bekannteste Firma vor Ort ist die europäische Zentrale der Nintendo Co., Ltd. Auch der Fleischverarbeiter Salomon Foodworld ist hier ansässig; außerdem die deutsche Niederlassung von Owen Mumford. Seit 2010 vertreibt das E-Bike Café deutschlandweit Elektroräder und Elektroroller. In Großostheim befindet sich die Eder & Heylands Brauerei, die 2009 einen Bierabsatz von ca. 300.000 Hektolitern aufwies.[7] Bekannteste und umsatzstärkste Biermarke ist das "Schlappeseppel".

Im März 2013 wurde die Energiegenossenschaft BürgerEnergie Bachgau eG gegründet, um die Energiewende im Bachgau voranzubringen. Ziel der Genossenschaft ist die nachhaltige Gewinnung von Energie in der Region mittels Erneuerbarer Energien sowie deren Verteilung und Vertrieb vor Ort.[8] Im Oktober 2013 hatte die Genossenschaft nach eigenen Angaben über 220 Mitglieder, die ersten beiden Projekte, zwei Photovoltaikanlage auf gemeindliche Liegenschaften, wurden bereits in Betrieb genommen.[9]

Verkehr[Bearbeiten]

Großostheim liegt an den Bundesstraßen 469 und 26 in der Nähe der Bundesautobahn 3. Im Ortsteil Ringheim liegt ein Verkehrslandeplatz.

Im ÖPNV wird Großostheim von 4 Buslinien bedient.

  • Linie 53: Aschaffenburg - Großostheim - Ringheim - Schaafheim - Babenhausen
  • Linie 54: Aschaffenburg - Großostheim - Pflaumheim - Wenigumstadt - Mosbach - Radheim - Schaafheim - Babenhausen
  • Linie 55: Aschaffenburg - Großostheim - Pflaumheim - Mömlingen - Obernburg
  • Linie 56: Großostheim - Niedernberg - Sulzbach

In Aschaffenburg besteht über die Main-Spessart-Bahn Anschluss nach Frankfurt und Würzburg, über die Rhein-Main-Bahn nach Darmstadt, Mainz und Wiesbaden sowie über die Maintalbahn nach Miltenberg, in Babenhausen wird neben der Rhein-Main-Bahn die Odenwaldbahn von Groß-Umstadt-Wiebelsbach nach Hanau und Frankfurt erreicht.

Zudem gibt es aufgrund der insbesondere im Berufsverkehr stark angespannten Verkehrslage nach Aschaffenburg Bestrebungen in Großostheim und Aschaffenburg, die 1974 im Personenverkehr stillgelegte Bachgaubahn bis Großostheim zu reaktivieren[10].

Bildung[Bearbeiten]

Im Ort gibt es mehrere Kindergärten, Grund- und Hauptschulen.

Darüber hinaus wurde 2011 der Grundstein für eine neue Realschule gelegt, die im Schuljahr 2012/13 den Lehrbetrieb aufnahm. Die Schule verfügt über 22 Klassenzimmer. Für eine dreizügige Realschule sind zwar nur 18 vorgeschrieben, aber hier geht der Landkreis Aschaffenburg auf Nummer sicher, um für steigende Schülerzahlen gerüstet zu sein. Hinzu kommen sechs Ausweichräume und ein Mehrzweckraum. Neben Fachräumen für EDV, Naturwissenschaften, Werken, Musik und Hauswirtschaft gibt es eine Doppelturnhalle. Des Weiteren sind Lehrerzimmer, Bibliothek, Aufenthalts- und Speiseräume vorgesehen. Die Baukosten wurden auf 24 Millionen Euro festgelegt. Eine Freisportanlage wird nicht gebaut, da es im Umfeld genug Sportstätten wie Stadion und Freibad gibt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Kurioses[Bearbeiten]

Da sich die Birnensorte "Gute Graue", im 18. Jahrhundert als Beurre gris aus Frankreich eingeführt, als robuste, krankheitsresistente Tafelbirne erwies, standen auch viele Bäume auf den Großostheimer Feldern. Sie wurde in der Hauptsache zu Dörrobst verarbeitet und bereicherte im Winter den Speiseplan. Die Großostheimer müssen, ebenso wie die Bewohner von Kleinostheim (15 km entfernt am Main gelegen), von der Guten Grauen so überzeugt gewesen sein, das ihnen die Nachbarorte den Spitznamen - Ortsnecknamen " Aisdemir Grohbirn" gaben. Die Kleinostheimer in deren Dialekt es "Goubern" sind, feiern heute alljährlich im Sommer ihr Groubern-Grobirn-Fest [11].

Durch seinen Status als Sitz der Nintendo of Europe GmbH findet sich der Ort in einigen Videospielen erwähnt: In der deutschen Version von Secret of Evermore heißt der Heimatort des Protagonisten Großostheim und in Paper Mario: Die Legende vom Äonentor entschied sich der deutsche Übersetzer für ein Wortspiel: Ein kalter, verschneiter Ort trägt hier den Namen Großfrostheim.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Hartmann: 1200 Jahre Großostheim. Großostheim 1999.
  • Frank Schmelz: Lineare anthropogene Gehölz- und Saumstrukturen im Bachgau (Gmde. Großostheim, Lkrs. Aschaffenburg). Gießen 2001.
  • Ewald Lang und Karlheinz Ostheimer: Aisdmerisch Gebabbel. Anekdoten, Geschichten, Gedichte und 1000 Wörter in Großostheimer Mundart. Großostheim 1987.
  • Eva Stauch: Wenigumstadt: Ein Bestattungsplatz der Völkerwanderungszeit und des frühen Mittelalters im nördlichen Odenwaldvorland. Bonn 2004.
  • Lothar Rollmann: Pflaumheim im 20. Jahrhundert, hg. v. Geschichtsverein Pflaumheim. Pflaumheim 2010.
  • Dorothee Klinksiek: Chronik des Marktes Großostheim 1803-1978, Neustadt a. d. Aisch 1994

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einwohner Großostheim (Stand:1. Januar 2007)
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/225444&attr=OBJ&val=1535
  4. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 90.
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  6. Was bedeuten die Kleeblätter in: Wolfgang Hartmann: 1200 Jahre Großostheim, Großostheim 1999.
  7. Hintergrund: Das neue Lager der Eder- und Heylands-Brauerei. In: Main-Echo, 13. April 2010. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  8. Energiegenossenschaft im Bachgau gegründet Bachgau-Bote 10/2013.
  9. Erfolgreicher Start. Internetseite der BürgerEnergie Bachgau. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  10. Breites Bündnis für die Bachgau-Bahn Main Echo vom 24. März 2011, zuletzt abgerufen am 12. Juli 2011.
  11. Primasonntag 11. November 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großostheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien