Karlstein am Main
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Aschaffenburg | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,68 km² | |
| Einwohner: |
7948 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 627 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63791 | |
| Vorwahl: | 06188 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 71 114 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Oberborn 1 63791 Karlstein |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Winfried Bruder (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Karlstein a.Main im Landkreis Aschaffenburg | ||
Karlstein am Main (amtlich: Karlstein a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Gemeinde Karlstein am Main liegt – wie schon ihr Name sagt – am Main. Im Ortsteil Großwelzheim befindet sich der westlichste Punkt des Bundeslandes Bayern.[2]
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde gliedert sich in zwei amtlich benannte Ortsteile (in Klammern die Zahl der Einwohner[3])[4]:
- Dettingen (4.328)
- Großwelzheim (4.322)
Etymologie [Bearbeiten]
Der Name Karlstein geht nach einer anekdotischen Überlieferung auf Kaiser Karl den Großen zurück. Dieser war oft in dem Karlstein direkt gegenüber liegenden Kloster Seligenstadt und begab sich gern auf die Jagd in den Spessart. Um dorthin zu gelangen, überquerte er den Main zum damals noch "Tettingen" genannten Ort. Der Stein an der Anlegestelle oder auch der Grenzstein zwischen "Tettingen" und "Walinesheim" wurde dann "Karlsteyn" genannt.[5] Der Zusatz am Main unterscheidet Karlstein von weiteren gleichnamigen Orten.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte der Zusammenschluss der beiden Gemeinden Großwelzheim und Dettingen zum 1. Juli 1975. In einer Abstimmung entschieden sich die Gemeindebürger dabei für den Namen Karlstein, der bereits um das Jahr 1000 in einer Beschreibung des Aschaffenburger Forstbezirkes auftaucht und ein Grenzmal an der ehemaligen Gemarkungsgrenze zwischen Dettingen und Großwelzheim bezeichnet.
Auf dem heutigen Gemeindegebiet von Karlstein befanden sich eine Reihe von historischen Kernkraftwerken. Siehe dazu:
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Juli 1975 verloren die bis dahin selbständigen Gemeinden Dettingen am Main und Großwelzheim ihre Selbständigkeit und wurden zur neuen Gemeinde Karlstein zusammengeschlossen.[6]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat von Karlstein am Main hat (ohne Bürgermeister) 20 Mitglieder.
| CSU | SPD | GRÜNE | FDP | Gesamt | |
| 2008 | 13 | 5 | 1 | 1 | 20 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung
Wellenförmig geteilt von Blau und Silber; oben durchgehend das silberne Dettinger Kreuz, unten ein blaues Atomsymbol mit rotem Kern.
Wappengeschichte
Die wellenförmige Teilung des Wappens nimmt Bezug auf die geografische Lage der Gemeinde am Main, der auch Bestandteil des Gemeindenamens ist. Die Ortschaft wurde 1975 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Dettingen und Großwelzheim gebildet. Das Wappen enthält daher Teile der ehemaligen Gemeindewappen dieser Ortsteile. Das eigenartig gestaltete Kreuz im oberen Wappenteil ist das so genannte „Dettinger Kreuz“, dieses nimmt Bezug auf das Signum Karls des Großen, nur befindet sich im Rhombus des Kaisers anstatt dessen Vollziehungsstriches ein „T“ für Tettingen, die frühere Schreibweise von Dettingen. Es stammt aus spätgotischer Zeit und befindet sich in der Kirche St. Hippolyt im Ortsteil Dettingen. Das Atomsymbol im unteren Wappenteil ist dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Großwelzheim entnommen. Auf ihrem Gemeindegebiet wurde das erste deutsche Atomkraftwerk als Versuchskraftwerk errichtet. Nach der Fertigstellung wurde ab 1961 Strom in das Stromnetz eingespeist. Der Reaktor wurde 1985 stillgelegt und wurde bis Ende 2010 vollständig abgetragen.
Wappenführung seit dem 13. Oktober 1977
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
- Liste der Baudenkmäler in Karlstein am Main
- Route der Industriekultur Rhein-Main Bayerischer Untermain
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Der Bahnhof von Karlstein ist Dettingen (Main) an der Main-Spessart-Bahn.
In Karlstein befindet sich ein Forschungs- und Entwicklungsstandort der Areva NP, einem Unternehmen der kerntechnischen Industrie.
Es gibt einen Bus Anschluss der VAB.
Schulen und Kindergärten [Bearbeiten]
In Großwelzheim befindet sich eine staatliche Hauptschule (Waldschule Großwelzheim, An der Waldschule) mit Turnhalle[8] [9]und in Dettingen eine staatliche Grundschule (Grundschule Karlstein, Schulstraße 30) mit Mittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Schwimmbad und Turnhalle [10]. Außerdem gibt es 3 Kindergärten/Kindertagesstätten: [11] Das "Klabauerschiff" (staatl.Kindertagesstätte und Hort, Eichendorffsstraße 25), Das "Regenbogenland" (staatl.Kindertagesstätte und Hort, Hörsteiner Straße 5) und die "Villa Kunterbunt" (katholischer [12]Kindergarten, Berliner Straße 12).
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Rudolf Wöhrl (* 1913 im Gemeindeteil Dettingen; † 2010 in Nürnberg), Unternehmer
- Heinz Heuser (* 1928 im Gemeindeteil Dettingen), Ringer
- Alexander Leipold (* 1969), Ringer
Weblinks [Bearbeiten]
- Internetseite der Gemeinde Karlstein am Main
- Rundgang durch die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Dettingen
- Karlstein am Main: Wappengeschichte vom HdBG
- Karlstein am Main: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Zeitschrift der Bayerischen Vermessungsverwaltung (PDF; 753 kB)
- ↑ [Anfrage Gemeinde Karlstein] (Stand:2010)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/235204&attr=OBJ&val=1531
- ↑ Wolf-Armin Reitzenstein:Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
- ↑ http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=671&suchbegriff=6
- ↑ http://www.karlstein.de/einrichtungen/schulen/
- ↑ http://www.franz-manske.de/hsk/index.htm
- ↑ http://www.gs-karlstein.de/schule/profil.htm
- ↑ http://www.karlstein.de/einrichtungen/kindergaerten/
- ↑ http://villakunterbunt.bsedv.com/wir-ueber-uns
Alzenau | Bessenbach | Blankenbach | Dammbach | Geiselbach | Glattbach | Goldbach | Großostheim | Haibach | Heigenbrücken | Heimbuchenthal | Heinrichsthal | Hösbach | Johannesberg | Kahl a.Main | Karlstein a.Main | Kleinkahl | Kleinostheim | Krombach | Laufach | Mainaschaff | Mespelbrunn | Mömbris | Rothenbuch | Sailauf | Schöllkrippen | Sommerkahl | Stockstadt a.Main | Waldaschaff | Weibersbrunn | Westerngrund | Wiesen
