Mömbris

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Mömbris
Mömbris
Deutschlandkarte, Position des Marktes Mömbris hervorgehoben
50.0666666666679.1666666666667180Koordinaten: 50° 4′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 35,92 km²
Einwohner: 11.805 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 329 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63776
Vorwahl: 06029
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 143
Marktgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schimborner Straße 6
63776 Mömbris
Webpräsenz: www.moembris.de
Bürgermeister: Felix Wissel (parteilos)
Lage des Marktes Mömbris im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Mömbris
Rathaus des Marktes Mömbris
Pfarrkirche St. Cyriakus in Mömbris
Katholisches Pfarramt St. Cyriakus

Mömbris [mœmbʁɪs] ist seit dem 31. Januar 1964 ein Markt im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Mömbris ist die fünftgrößte Gemeinde des Landkreises auf einer Fläche von 35,92 km². Der größte Teil (32,81 km²) sind Wälder, Wiesen und Ackerland. Der Ort liegt zwischen 165 m und 337 m ü. NN.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mömbris liegt in der Region Bayerischer Untermain im mittleren Kahlgrund auf halber Strecke von Schöllkrippen nach Alzenau (Staatsstraße 2305) am Fuße des Vorspessarts mit seiner höchsten Erhebung, dem Hahnenkamm mit 437 m ü. NN. Der Fluss Kahl fließt durch Mömbris.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören 23 Ortsteile[2] auf 10 Gemarkungen. Markt Mömbris selbst benennt insgesamt nur 18 Ortsteile (ohne die Weiler Flederichsmühle und Hauhof sowie die Dörfer Frohnhofen und Kaltenberg):

Ortsteil Einwohner[3] Höhe
(m ü. NN)
Gemarkung Fläche
Angelsberg 62 305 Mömbris -
Brücken 596 156 Mömbris -
Daxberg 734 313 Daxberg 270 ha
Dörnsteinbach 636 294 Dörnsteinbach 200 ha
Flederichsmühle 185 Königshofen a.d.Kahl -
Frohnhofen 170 Mömbris -
Großhemsbach 296 Hemsbach -
Gunzenbach 590 257 Mömbris -
Hauhof 185 Schimborn -
Hemsbach 276 296 Hemsbach 160 ha
Heimbach 130 240 Mömbris -
Hohl 447 286 Hohl / Mömbris 90 ha
Kaltenberg 190 Schimborn -
Kleinhemsbach 340 Hemsbach -
Königshofen a.d.Kahl 818 189 Königshofen a.d.Kahl 200 ha
Mensengesäß 1.122 170 Mensengesäß 250 ha
Molkenberg 63 340 Mömbris -
Mömbris 2.278 180 Mömbris 1340 ha
Niedersteinbach 939 159 Niedersteinbach 220 ha
Rappach 266 207 Mömbris -
Reichenbach 386 225 Reichenbach 330 ha
Rothengrund 229 226 Mömbris -
Schimborn 1.680 185 Schimborn 530 ha
Strötzbach 628 170 Mömbris -
Markt Mömbris 11.870 3590 ha

Die ausgegangenen Ortschaften Wohnstadt, Hüttenberg und Karlesberg befanden sich auf dem heutigen Gebiet des Marktes Mömbris.

Der frühere Ort Weiberheim ist heute mit Schimborn und Geisenhofen mit Königshofen baulich verwachsen. Auch die Dörfer Niedersteinbach, Mittelsteinbach und Obersteinbach bilden nun den Ortsteil Niedersteinbach.

Bayerisch-hessische Grenze[Bearbeiten]

Hessen ragte mit einer Landzunge in den Markt. 2007 wurde deshalb ein Flächentausch von ca. 10 Hektar zwischen Bayern und Hessen vereinbart, der am 1. Juli 2011 in Kraft trat, wobei das Territorium Bayerns um 1,77 Hektar verkleinert wurde. Bis dahin verlief die Landesgrenze quer durch das Sportlerheim des FV Viktoria 1930 e. V. Brücken. Des Weiteren teilte die Grenze ein kleines Teilstück der Staatsstraße 2305 im Ortsteil Niedersteinbach und verlief kurz auf hessischer Seite weiter (Hessenkurve).[4][5]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinden Freigericht
und
Geiselbach
Gemeinde Krombach
Stadt Alzenau Nachbargemeinden Gemeinde Blankenbach
Gemeinde Johannesberg Markt Hösbach

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name übertrug sich von der Burg Mömbris auf den Ort. Im Volksmund wird der Ort heute "Memersch" genannt.[6] Wovon sich der Name Mömbris tatsächlich ableitet, ist nicht genau bekannt. Es bestehen zwei mögliche Theorien:

  • Der Name Mömbris geht auf das mittelhochdeutsche Wort Hemelris zurück, das so viel wie Sumpfrodung bedeutet, die vor dieser Zeit in der Umgebung von Mömbris stattfand.[6]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[7]

  • 1340 Hemmelrisz
  • 1346 Memmilriz
  • 1361 Memmelris
  • 1386 Memelris
  • 1389 Memelrisz
  • 1468 Membris
  • 1481 Meymelryß
  • 1592 Membreß
  • 1625 Memers
  • 1805 Membris
  • 1832 Mömbris

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte Mömbris zum gleichnamigen Gericht Mömbris, dessen Hauptort es war. Das Gericht Mömbris wiederum war Teil des Freigerichts Alzenau. Das Freigericht war zwar reichsunmittelbar, aber das Reich verpfändete oder vergab das Gebiet immer wieder. So wechselten die Landesherren, zu denen die Herren und späteren Grafen von Hanau, die Herren von Randenburg und die Herren von Eppstein zählten.

Die Burg Mömbris stand um 1300 dort, wo sich heute der alte Friedhof befindet. Sie wird fälschlicherweise als Womburg bezeichnet, weil sie im 19. Jahrhundert noch nicht zu lokalisieren war.[6]

Neuzeit[Bearbeiten]

1500 belehnte der römisch-deutsche König Maximilian I. den Erzbischof von Mainz und den Grafen von Hanau-Münzenberg gemeinsamen mit dem Freigericht, das sie nun als Kondominat verwalteten. Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats die kirchliche Jurisdiktion bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die Reformation – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – hier nicht durchsetzen. Mömbris blieb römisch-katholisch. 1603 fiel Mömbris komplett an Kurmainz.

Der Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 schlug Mömbris der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zu, die es aber nur 13 Jahre behielt. 1816 trat das nunmehrige Großherzogtum Hessen das Amt an das Königreich Bayern ab. Seitdem ist Mömbris bayrisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • Zu Mömbris gehören seit 1818 die Ortsteile Brücken, Strötzbach, Rappach, Heimbach, Gunzenbach, Rothengrund, Angelsberg, Karlesberg (heute Wüstung) und Molkenberg.
  • Als erste Gemeinden wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1972 Daxberg, Hemsbach und Mensengesäß in den Markt Mömbris eingegliedert.[8]
  • Am 1. Juli 1972 folgte die Gemeinde Niedersteinbach als 13. Ortsteil.[8]
  • Am 1. Januar 1974 wurden Dörnsteinbach und Hohl eingemeindet.[9]
  • Die Gemeinde Reichenbach gab am 1. Januar 1976 ihre Selbständigkeit auf.[9]
  • Schimborn, das schon am 1. Januar 1972 mit Königshofen an der Kahl fusionierte und zusammen mit diesem Ort die Gemeinde Schimborn bildete[8], kam am 1. Mai 1978 zu Mömbris.[9]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Mömbris hat 26 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU SPD Wähler-gemeinschaft Unabhängige Bürger fraktionslos Gesamt
2008 9 8 4 3 1 25 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Georg Grünewald (1876–1910)
  • August Grünewald (1911–1938)
  • Gottfried van Treek (1939–1945)
  • Anton Volk (1945)
  • Leopold Wissel (1945–1951)
  • Anton Reising (CSU) (1951–1986)
  • Michael Schneemeier (SPD) (1986–1998)
  • Reinhold Glaser (CSU) (1998–2008)
  • Felix Wissel (parteilos) (seit 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein senkrecht gestelltes silbernes Schwert mit goldenem Griff, beseitet vorne von einem sechsspeichigen silbernen Rad, hinten von einer goldenen Laubkrone.

Wappengeschichte: Mömbris war bis 1500 Königsgut, worauf die Laubkrone im Wappen hinweist. Der Ort war auch Sitz eines Freigerichts, was durch das Schwert symbolisiert wird. Im Jahr 1487 erlangte Kurmainz einen Teil der Landeshoheit und 1738 die Gesamtherrschaft über das Gebiet. Das sechsspeichige Rad (Mainzer Rad) erinnert daran. 1963 erhielt Mömbris die Marktrechte

Das Wappen wurde 1961 entworfen und eingeführt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Mömbris

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

  • Dreifaltigkeit (Rappach)
  • Heilig Geist (Dörnsteinbach)
  • Hüttenberger Kapelle (Mensengesäß)
  • Kreuzerhöhung (Daxberg)
  • Kreuzerhöhung (Daxberg)
  • Mariä Heimsuchung (Hohl)
  • Maria Hilfe der Christen (Reichenbach)
  • St. Cyriakus und St. Valentin (Mömbris)
  • St. Jakobus der Ältere (Schimborn)
  • St. Jakobus der Ältere (Schimborn)
  • St. Michael (Gunzenbach)
  • St. Wendelin (Brücken)
  • St. Wendelin (Großhemsbach)
  • St. Wendelin (Königshofen)
  • St. Wendelin (Niedersteinbach)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die hohe Einwohnerzahl kann darüber hinwegtäuschen, dass Mömbris eine zersplitterte, sehr ländlich geprägte Kommune ist, da seit der großen Gebietsreform Ende der 70er-Jahre zu Mömbris 18 Ortsteile gehören. Diese haben durchgehend wenige Einwohner vorzuweisen (Größenordnung: ca. 200–1000 Einwohner, Ausnahme: Schimborn (1800 Einwohner) und Mömbris selbst (2000 Einwohner)), so dass der Markt Mömbris im Jahr 2004 etwa 12.000 Einwohner zählte. In den letzten Jahren hatte der Markt Mömbris mit Bevölkerungsrückgang und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen (Kaufkraftverlust in die benachbarten Kahlgrundgemeinden Schöllkrippen und Alzenau).

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 1038 und im Bereich Handel und Verkehr 410 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 398 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4435. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe 29 Betriebe. Zudem bestanden 1999 117 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1240 Hektar. Davon waren 592 Hektar Ackerfläche und 613 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Mömbris-Mensengesäß liegt an der Kahlgrundbahn ([Hanau–]Kahl (Main)–Schöllkrippen).

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 495 Kindergartenplätze mit 471 Kindern
  • Volksschulen: 5 mit 46 Lehrern und 985 Schülern
  • Volkshochschule Kahlgrund-Spessart e.V., zuständig für die Markt-Gemeinde Mömbris, die VG Schöllkrippen, Geiselbach, Johannesberg, VG Heigenbrücken, VG Mespelbrunn

Vereinsleben[Bearbeiten]

Das Vereinsleben im Markt Mömbris gestaltet sich vielfältig. Neben einigen Sportvereinen sind mehrere Heimat- und Kulturvereine vertreten. In Mömbris ist die Ringer-Bundesligamannschaft der RWG Mömbris-Königshofen ansässig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • seit 1987 Pfarrer Raimund Merget (ehemaliger Dekan des Dekanates Alzenau)
  • seit 2004 Weihbischof Helmut Bauer (Weihbischof des Bistums Würzburg)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Domkapitular Ivo Fischer (* 25. Dezember 1881 in Mömbris; † 28. April 1937 in Würzburg). 1907 Priesterweihe in Würzburg, 1909 Kaplan in der Dompfarrei Würzburg, 1914-1928 Domvikar und bischöflicher Sekretär, 1928 bis zum Tod Domkapitular. Außer den seelsorgerischen Obliegenheiten erfüllte er zahlreiche andere Aufgaben, z.B. leitete er das Kunstreferat im bischöflichen Ordinariat und betreute das Diözesanarchiv.
  • Pater Ivo Zeiger SJ (* 29. Juli 1898 in Mömbris; † 24. Dezember 1952 in München), Professor für Kirchenrecht, 1939 Rektor des Germanikums in Rom und 1945 päpstlicher Diplomat in Kronberg im Taunus. Zu seinem Gedächtnis nannte die Gemeinde die 1959 erbaute Volksschule Ivo-Zeiger-Schule und das kirchliche Gemeindezentrum Ivo-Zeiger-Haus.
  • Pfarrer Gottfried Hofmann (* 29. April 1903 in Rappach; † 28. Januar 1976 in Gereuth bei Ebern). 20. Juli 1941 Priesterweihe in Würzburg, 1941–1946 Kaplan und Kooperator in verschiedenen Orten, 1946–1954 Pfarrverweser in Mainsondheim, 1955–1975 Pfarrer in Gereuth. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Mömbris.
  • Pater Erhard Meder CMM (Missionare von Mariannhill) (* 12. Februar 1904 in Mömbris; † 21. November 1955 in Reimlingen). Studium am Aloysianum in Lohr am Main, Priesterweihe am 17. März 1929 in Würzburg. Lehrer für Chemie und Biologie an der Missionsschule in Reimlingen bei Nördlingen, nach Auflösung der Schule in den 1930er Jahren Fortsetzung der Lehrtätigkeit an der Missionsschule St. Paul in Arcen, Niederlande. 1942 Einberufung zum Kriegsdienst, schwere Verwundung in Russland. Die Kriegsfolgen verursachten seinen frühen Tod.
  • Pater Ludwig Volk SJ (* 14. September 1926 in Mömbris; † 4. Dezember 1984 in München). Dr. phil. (1964) mit einer viel beachteten Arbeit: „Der bayerische Episkopat und der Nationalsozialismus 1930–1934“. Über viele Jahre Mitarbeiter der Kommission für Zeitgeschichte. Forschungsgebiet war die Katholische Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Zahlreiche Veröffentlichungen bezeugen das erfolgreiche Schaffen, z. B. „Kirchliche Akten über die Reichskonkordatsverhandlungen 1933“ Pater Ludwig Volk ist auf dem Jesuitenfriedhof in Pullach bei München begraben.
  • Fritz Amrhein (* 24. April 1928 in Mömbris, † 5. Mai 2000 in Hösbach). Dr. jur., Direktor des Amtsgerichts Aschaffenburg (1972–1983), Präsident des Landgerichts Aschaffenburg (1983 bis zum Ruhestand), Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
  • Helmut Bauer, (* 18. März 1933 in Schimborn). Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg, Priesterweihe am 21. Juli 1957 ebenfalls in Würzburg. Am 11. Juli 1988 Ernennung zum Weihbischof durch Papst Johannes Paul II. Erste Amtshandlung als Weihbischof war die Weihe des Altars der Kirche in Daxberg. Entbindung von seinem Amt am 18. März 2008.
  • Karl Grün (* 11. Mai 1941 in Mömbris). Ausbildung zum Lehrer an Volksschulen in Würzburg (1960–1963), danach Lehrer und Schulleiter in mehreren Orten in Unterfranken, ferner Rektor in Mainaschaff (1977-1988), schließlich Schulrat und Schulamtsdirektor im Ldkr. Miltenberg (1988–2006). Er trägt Verantwortung im DJK-Sportverband und ist Autor oder Mitautor von Publikationen zum DJK-Sport. In jüngster Zeit Veröffentlichungen über Lebensart und markante Persönlichkeiten in Mömbris, auch in heimatlicher Mundart.
  • Peter Behl (* 12. Februar 1966 in Mömbris), Ringer im griechisch-römischen Stil. Fünf Mal deutscher Meister, 1983 Vizeweltmeister der Junioren, 1988 Fünfter bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Heinrich Degen (*2. Oktober 1902 in Burgbrohl; † 9. März 1970 in Mömbris), Landrat des ehemaligen Landkreises Alzenau.
  • Raimund Merget, 1970–1986 Pfarrer von Mömbris, Ideengeber und Mitgestalter für viele soziale Einrichtungen, u.a. Initiator und Erbauer des Ivo-Zeiger-Hauses
  • Anton Reising, 1951–1986 Bürgermeister, maßgeblich an Neustrukturierung der Gemeinde beteiligt; Initiator der sogenannten Ortskernsanierung, eine Neuordnung des städtebaulichen Mittelpunktes des Ortes.
  • Felix Wissel (* 1. November 1978 in Alzenau-Wasserlos) ist ein deutscher Bundesliga-Ringer und Bürgermeister des Marktes Mömbris.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef August Eichelsbacher: Heimatbuch des Kahlgrundes, I.Teil, Geschichte und Sagen, 1928
  • Josef August Eichelsbacher: Heimatbuch des Kahlgrundes, II.Teil, Land und Leute, 1930
  • Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung: Heimatjahrbuch Unser Kahlgrund, 1956–2007
  • Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung: Bildstöcke und Flurdenkmäler des Landkreises Alzenau, 1971
  • Emil Griebel: Chronik des Marktes Mömbris, 1982
  • Geschichtsverein Mömbris: Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris, 1.Heft 1991, 2.Heft 1993
  • Wilhelm Bierschneider: Unterfranken Historische Daten von Städten, Gemeinden und Ortsteilen, 2003

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/212810&attr=OBJ&val=1549
  3. Einwohnerzahlen Markt Mömbris (Stand: 31. Dezember 2013)
  4. Bayerischer Rundfunk online – Reportage Land und Leute (Januar 2007) im Internet Archive
  5. Artikel der Süddeutschen Zeitung Kuriose Flurbereinigung 4. Januar 2007
  6. a b c Unser Kahlgrund 2004: Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN 0933-1328
  7. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 150.
  8. a b c  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 418.
  9. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mömbris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien