Blankenbach

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Blankenbach in Bayern. Für andere Bedeutungen siehe Blankenbach (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blankenbach
Blankenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenbach hervorgehoben
50.0666666666679.2333333333333190Koordinaten: 50° 4′ N, 9° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schöllkrippen
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 3,95 km²
Einwohner: 1529 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 387 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63825
Vorwahl: 06024
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 113
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Au 16
63825 Blankenbach
Webpräsenz: www.gemeinde-blankenbach.de
Bürgermeister: Matthias Müller (CSU)
Lage der Gemeinde Blankenbach im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Blankenbach
Die katholische Filialkirche St. Kilian und St. Bonifatius

Blankenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 17 km von Aschaffenburg und Alzenau entfernt. Zusammen mit den Gemeinden Kleinkahl, Krombach, Schöllkrippen, Sommerkahl, Westerngrund und Wiesen bildet Blankenbach die Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen im Kahlgrund. In Blankenbach münden der Krombach und der Blankenbach in die Kahl.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Blankenbach ist in drei Ortsteile[2] auf zwei Gemarkungen gegliedert:

Ortsteil Einwohner[3][4] Höhe
(m u. NN)
Gemarkung Fläche
Erlenbach 141 200 Kleinblankenbach -
Großblankenbach 604 220 Großblankenbach 165 ha
Kleinblankenbach 945 200 Kleinblankenbach 230 ha
Gemeinde Blankenbach 1.564 395 ha

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde Krombach Markt Schöllkrippen
Markt Mömbris Nachbargemeinden Gemeinde Sommerkahl
Markt Hösbach Gemeinde Sailauf

Name[Bearbeiten]

Der Name Blankenbach leitet sich von dem gleichnamigen Bach Blankenbach ab[5], welcher der Kahl in Kleinblankenbach zufließt. Im Volksmund wird der Ort Bloanggemich genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1862 wurde das Bezirksamt Alzenau gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Blankenbach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Blankenbach war nun eine der 42 Gemeinden im Landkreis Alzenau in Unterfranken (Kfz-Kennzeichen ALZ). Mit Auflösung des Landkreises Alzenau im Jahre 1972 kam Blankenbach in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg (Kfz-Kennzeichen AB).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 20. Januar 1966 schlossen sich die Gemeinden Großblankenbach und Kleinblankenbach, die rechts bzw. links der Kahl lagen, sowie das Dorf Erlenbach zur Gemeinde Blankenbach zusammen.[6] Während Großblankenbach früher den Grafen Schönborn gehörte, war Kleinblankenbach Bestandteil von Kurmainz.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[7]
Wahlbeteiligung: 68,3 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,8 %
29,7 %
28,5 %

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Blankenbach hat (ohne Bürgermeister) 12 Mitglieder.

CSU SPD FWG Gesamt
2008 5 4 3 12 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

„In Rot eine silberne Wellenleiste, darüber ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten ein doppelschwänziger, blau gekrönter goldener Löwe, der über drei gesenkte silberne Spitzen schreitet“

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Blankenbach entstand 1966 durch den Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Großblankenbach und Kleinblankenbach, die rechts bzw. links der Kahl liegen. Die Kahl trennt die beiden Orte, was im Wappen durch die silberne Wellenleiste symbolisiert wird, Der Fluss bildete bis in das 19. Jahrhundert die Grenze von zwei Herrschaftsbereichen, Großblankenbach gehörte zur Herrschaft der Grafen Schönborn, was im Wappen durch den Löwen aus dem Familienwappen der Schönborn dargestellt wird. Diese verwalteten die Gemeinde für das Erzbistum Würzburg, worauf die drei silbernen Spitzen aus dem Würzburger Wappen (der fränkische Rechen) hinweisen. Das sechsspeichige silberne Rad (das Mainzer Rad) weist auf die Herrschaft von Kurmainz über Kleinblankenbach hin. Mit dem Wappen ist ein beziehungsvolles kommunales Hoheitszeichen entstanden.

Das Wappen wird seit Mai 1967 geführt.

Sportvereine und Sportanlagen[Bearbeiten]

Der TV 1926 Blankenbach ist der größte Verein in der Gemeinde Blankenbach. Über 700 Mitglieder betätigen sich in den Sportarten Volleyball, Fußball, Turnen und Erwachsenenfitness.

Der Tennisclub Blankenbach besitzt 3 Tennisplätze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Blankenbach

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die Blankenbacher Keltereien und der Blankenbacher Apfelwein sind weit über die Grenzen des Kahlgrundes hinaus bekannt und blicken auf eine lange Tradition zurück.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Für die Kalkbrennerei, die nach 1900 an der Bahnlinie der Kahlgrundbahn entstand, wurde mit Hilfe einer Drahtseilbahn aus den Kalksteingruben von Sommerkahl und Eichenberg das Material herbeigeholt.

Kurioses[Bearbeiten]

Ein Bürger von Kleinblankenbach soll durch einen Meineid in den Besitz eines Waldgrundstücks gekommen sein. Er konnte keine Ruhe finden und soll heute noch dort umgehen und die Leute mit seinem „Häh, häh, hopp“ erschrecken. In den Nachbarorten nannte und nennt man die Blankenbacher mit SpitznamenOrtsnecknamen Hämännchen[8]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/215704&attr=OBJ&val=1530
  3. Anfrage Gemeinde Blankenbach (Stand:2011)
  4. Einwohner Blankenbach (Stand:2009)
  5.  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 40.
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 418
  7. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=671&suchbegriff=6
  8. Primasonntag 11. November 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blankenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien