Bundesstraße 22

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 22 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Grestner Straße.
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Bundesstraße 22 in Deutschland
Bundesstraße 22
Karte
Verlauf der B 22
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Rottendorf
(49° 46′ N, 10° 4′ O49.77371910.0615)
Straßenende: Cham
(49° 13′ N, 12° 41′ O49.21338112.678642)
Gesamtlänge: 288 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 22 bei Winklarn
Bundesstraße 22 bei Winklarn

Die Bundesstraße 22 (Abkürzung: B 22) führt von Würzburg (abzweigend von der B 8 bei Rottendorf) in Unterfranken über die oberfränkischen Städte Bamberg und Bayreuth und die Oberpfälzer Stadt Weiden bis nach Cham. Die Bundesstraße führt als Umgehungsstraße an den oberfränkischen Gemeinden Seybothenreuth und Speichersdorf sowie den Oberpfälzer Städten Kemnath, Erbendorf, Oberviechtach und Rötz vorbei nach Cham (Oberpfalz), wo sie in die Bundesstraßen 20 und 85 mündet.

Zwischen Erbendorf und Cham ist die B 22 Teil der Bayerischen Ostmarkstraße, die 1938 vollendet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Der Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim wurde 1755 zum Bischof von Würzburg und 1757 auch zum Bischof von Bamberg ernannt. Er förderte den Straßenbau in seinen beiden Bistümern und ließ die Straße zwischen seinen Residenzstädten Würzburg und Bamberg zu einer durchgehenden Chaussee ausbauen. Auch die Straße von Bamberg nach Bayreuth wurde auf dem Abschnitt bis Würgau zu einer Chaussee ausgebaut.

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten]

Die 1932 eingerichtete Fernverkehrsstraße 22 (FVS 22), 1934 in Reichsstraße 22 (R 22) umbenannt, führte als Abzweigung der Reichsstraße 15 von Mitterteich nach Eger. Später wurde dieser Streckenabschnitt Teil der Bundesstraße 299.

Erst um 1937 wurde die gut ausgebaute Landstraße zwischen Würzburg, Bamberg und Bayreuth als Reichsstraße 22 in das Netz der Reichsstraßen einbezogen. Diese Reichsstraße führte 1937 nur bis Weiden. Ihr Straßenzustand östlich von Bayreuth wurde 1938 als gefährlich schlecht bezeichnet.

Die Bayerische Ostmarkstraße wurde 1938 vollendet. Sie wurde aus militärstrategischen Gründen parallel zur damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenze erbaut und war die erste für Kraftfahrzeuge geeignete Nord-Süd-Verbindungsstraße, die durch den Oberpfälzer Wald führte. Zwischen Weiden und Erbendorf ersetzte sie die bisherige Reichsstraße.

Ersetzungen[Bearbeiten]

Im Jahre 1959 wurde bei Stadtschwarzach eine neue Mainbrücke für die Bundesstraße 22 gebaut.

Ein Teilstück wurde durch die A 70 zwischen der Anschlussstelle Scheßlitz und dem Kreuz Bamberg ersetzt. Von dort verläuft sie auf der A 73 bis zur Anschlussstelle Bamberg Süd. Die Trasse der alten B 22 von Bamberg nach Scheßlitz ist zur Staatsstraße 2190 umgewidmet worden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Gunzelmann: Ein erhaltener Abschnitt einer fürstbischöflich-bambergischen Chaussee bei Unterleiterbach. In: Dietmar Absch und Günter Dippold: Dorf-Leben. Politik, Glaube und Kultur im Wandel. 1200 Jahre Unterleiterbach, S. 176–178.
  • Josef Forster: Auf und Ab durch das Grenzland. Bundesstraße 22 eine der schönsten Panoramastrecken in Deutschland. In: Heimatzeitung Der neue Tag vom 6. Oktober 2004 oder im oberpfalznetz.de, Netzcode: 10622925.
  • Josef Forster: Panoramatour Ostmarkstraße. In: Heimatkundlicher Arbeitskreis Vohenstrauß: Streifzüge. 26/2004. S. 38–42.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 22 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Von Stegaurach bis Bamberg vierstreifig autobahnähnlich; im Stadtgebiet Bayreuth vierstreifig
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing