Naunhof

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Naunhof (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Naunhof
Naunhof
Deutschlandkarte, Position der Stadt Naunhof hervorgehoben
51.27777777777812.588333333333149Koordinaten: 51° 17′ N, 12° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Leipzig
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Naunhof
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 39,49 km²
Einwohner: 8452 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04683
Vorwahl: 034293
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 300
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
04683 Naunhof
Webpräsenz: www.naunhof.de
Bürgermeister: Volker Zocher (parteilos)
Lage der Stadt Naunhof im Landkreis Leipzig
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Über dieses Bild

Naunhof ist eine Stadt im sächsischen Landkreis Leipzig und liegt am südöstlichen Stadtrand von Leipzig. Sie bildet zusammen mit den Gemeinden Belgershain und Parthenstein die Verwaltungsgemeinschaft Naunhof.

Geografie[Bearbeiten]

Panorama des Grillensees bei Naunhof, von der Südseite aus gesehen

Lage[Bearbeiten]

Naunhof liegt 20 km südöstlich von Leipzig, in der Leipziger Tieflandsbucht und wird zu 75 Prozent von Wald umschlossen. Durch Naunhof fließt die Parthe. Die Stadt ist für ihre Badeseen (ehemalige Kiesgruben) bekannt. So gibt es den Naunhofer See (nach dem Flurstück „Die Grille“ auch Grillensee genannt), den Ammelshainer See (auch bekannt als Moritzsee - dieser Name rührt vom ehemaligen Moritztümpel her, der sich am Ort der späteren Kiesgrube befand) und weiter westlich den Albrechtshainer See.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Naunhof gehören folgende Orte:

Rathaus

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine durchgehende sieben zinnige silberne Mauer mit offenem Durchgang und aufsitzenden eckgestellten Turm mit je zwei offenen Fenstern an seinen Seiten und Spitzdach und goldenem Reichsapfel als Knauf.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste Erwähnung der Stadt erfolgte 1144.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Albrechtshain[2] 1. Juli 1993
Ammelshain[2] 1. Januar 1994
Eicha (Mergenhain)[3] 1. Juli 1948 Eingemeindung nach Albrechtshain
Erdmannshain[3] 1. Juli 1950
Fuchshain[2] 1. Januar 1999
Lindhardt[4] 1. April 1936

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Uhrenmuseum
Stadtkirche
Schlossmühle

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Sachsen-Klinik Naunhof[5] in Erdmannshain ist eine 1995 erbaute Rehabilitationsklinik für Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Am Rand der Stadt Naunhof befinden sich zwei Groß-Wasserwerke, die Teile der Region Leipzig mit Trinkwasser versorgen.

Bahnhof (2009)

Verkehr[Bearbeiten]

Naunhof verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Borsdorf–Coswig und einen Autobahnanschluss an der A 14. Seit August 2006 befindet sich das Autobahndreieck Parthenaue in der Nähe von Naunhof. Dort endet die A 38 und stößt auf die A 14.

Schulen[Bearbeiten]

Grundschule

In Naunhof gibt es eine Grund- und eine Oberschule sowie ein Freies Gymnasium. Das Freizeit- und Bildungszentrum Grillensee wird von Schulen für Klassenfahrten genutzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadt Naunhof (Hrsg.): Naunhofer Geschichte. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3930076640
  • Naunhof, Nauenhof. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 6. Band, Zwickau 1819, S. 785–788.
  • Naunhof. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 18. Band, Zwickau 1833, S. 254.
  • Cornelius Gurlitt: Naunhof. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 20. Heft: Amtshauptmannschaft Grimma (2. Hälfte). C. C. Meinhold, Dresden 1898, S. 183.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naunhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  3. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  5. Website der Sachsen-Klinik Naunhof