Real Love (Lied)

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Real Love (engl. ‚Wahre Liebe‘) ist der Titel einer Komposition des britischen Musikers John Lennon. Dieser konnte sie bis zu seinem Tod im Jahr 1980 nicht fertigstellen. Sie wurde jedoch 1995 von den übrigen drei Beatles überarbeitet und 1996 als Single veröffentlicht. Wie die Single Free as a Bird aus dem Jahr 1995 gilt sie als virtuelle Wiedervereinigung der Beatles.

Ursprung[Bearbeiten]

John Lennon hatte sich 1975 nach der Veröffentlichung des Best-of-Albums Shaved Fish für fünf Jahre aus dem Musikgeschäft verabschiedet. Dieser Rückzug aus der Öffentlichkeit hatte aber keineswegs zu musikalischer Untätigkeit geführt. Lennon komponierte in seinem New Yorker Apartment zahlreiche Liedfragmente und nahm von vielen Demoaufnahmen auf einfachen Audio-Cassetten auf.

Real Love, das zunächst den Titel Real Life trug, war ursprünglich Bestandteil einer umfangreicheren Komposition, aus der Lennon später zwei andere Stücke kreierte: Watching the Wheels und I’m Stepping Out. Das Überbleibsel davon bildete an Melodie und Text das Gerüst für das spätere Real Love.[1] Lennon konnte das Lied bis zu seinem Tod im Jahr 1980 nicht mehr vollenden. Ebenso wie Free as a Bird wurde auch Real Love von den drei damals noch lebenden Mitgliedern der Band Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr überarbeitet. Als Co-Produzent fungierte Jeff Lynne.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Real Love wurde mehrmals in verschiedenen Versionen veröffentlicht, die sich je nach Stand der Demoaufnahme stark unterschieden. Erstmals veröffentlichte man es 1988 auf dem Soundtrack des Dokumentarfilms Imagine: John Lennon. Diese Version wurde mit einer Gitarre aufgenommen und erschien 2004 erneut auf der Lennon-Kompilation Acoustic. Für die Beatles-Anthology wurde das Lied stark überarbeitet und erschien schließlich 1996 auf dem Album Anthology 2 und als Single. Es war nach Free as a Bird von 1995 die zweite Single, die die Beatles im Rahmen der Anthology-Trilogie herausbrachten. Real Love erreichte in der britischen Hitparade den vierten Platz, in der US-amerikanischen den elften. Eine kaum nachbearbeitete Version mit Klavierbegleitung aus dem Jahr 1980 erschien 1998 auf der John Lennon Anthology, sowie in leicht verkürzter Form auf Wonsaponatime, einer Selektion aus der John Lennon Anthology.[2]

Coverversionen[Bearbeiten]

Regina Spektor nahm im Juni 2007 eine Coverversion für das Projekt Make Some Noise auf. Von Adam Sandler wurde für den Film Wie das Leben so spielt ebenfalls ein Cover gesungen, das auch auf dem Soundtrack des Filmes erschien.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johnny Rogan: Lennon. The Albums. Calidore, London 2006, ISBN 0-9529540-6-0, S. 206.
  2. Real Love auf beatlesbible.com (englisch), abgerufen am 16. Dezember 2012.