Let It Be (Lied)

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Let It Be
The Beatles
Veröffentlichung

6. März 1970

Genre(s) Popsong
Autor(en) Lennon/McCartney
Album Let It Be

Let It Be (dt.: ‚Lass es geschehen‘) ist ein Lied der Beatles, das Paul McCartney komponierte, allerdings wie üblich dem Copyright von Lennon/McCartney zugeschrieben wurde.

Die Aufnahme[Bearbeiten]

Der Titel wurde von den Beatles während der Aufnahmen für den Film Let It Be am 31. Januar 1969 aufgenommen. Am 30. April 1969 und 4. Januar 1970 fügte George Harrison der Aufnahme weitere Gitarren-Soli hinzu. Ebenfalls am 4. Januar wurden die Bläser- und Streicherarrangements aufgenommen, die von George Martin stammten.[1]

Bei der Aufnahme übernahm McCartney den Hauptgesang, während Lennon und Harrison Harmoniegesang beisteuerten. McCartney spielte Klavier, Lennon spielte sechssaitigen Bass, Starrs Schlagzeugsound wurde mit Hall- und Echoeffekten versehen, und Harrison spielte die Leadgitarre.

Außer den Beatles wirkte als Gastmusiker Billy Preston mit, der Orgel spielte.

Paul McCartney hatte die Idee, den letzten Ton von Let It Be einmal zu oktavieren. Er versuchte, dies zu singen, aber die Note lag außerhalb seines Tonumfanges. Er bat deshalb seine Frau Linda, diesen Ton zu singen.[2] Bei den Overdub-Aufnahmen am 4. Januar 1970 unterstützte Linda McCartney deshalb Paul McCartney und George Harrison bei den Backing-Vocals.[3] Die Fassung mit Linda McCartneys Gesangspart wurde nur für die Single-Version verwendet.

Für die Album-Version hob Phil Spector das Orchesterarrangement stärker aus der Abmischung hervor.

Das Lied erschien auf dem gleichnamigen Album Let It Be. Eine alternativ abgemischte Version des Stücks war bereits zwei Monate zuvor am 6. März 1970 als Single veröffentlicht worden; auf dieser befindet sich außerdem ein anderes Gitarrensolo von Harrison.

Der Text[Bearbeiten]

Let it be wird ins Deutsche fälschlicherweise oft mit „Lass es sein“ übersetzt. Tatsächlich bedeutet es „Lass es geschehen“. McCartney verarbeitete im Text die Querelen, die seinerzeit zwischen den Bandmitgliedern herrschten. Der Text führte zu Spekulationen darüber, ob es sich bei dem Lied um eine Hymne an Maria, die Mutter Jesu, handeln könnte. Erst später äußerte Paul McCartney, dass er in dieser für ihn schwierigen Zeit einen Traum gehabt habe, in dem ihm seine früh verstorbene Mutter Mary erschienen sei. Im Traum sagte sie zu ihm, dass alles gut werden würde. Dies habe ihm viel Halt gegeben.[4]

“Yeah, I had a lot of bad times in the 60s. We used to lie in bed and wonder what was going on and feel quite paranoid. Probably all the drugs. I had a dream one night about my mother. She died when I was fourteen so I hadn’t really heard from her in quite some while, and it was very good. It gave me some strength. In my darkest hour, Mother Mary comes to me.”

„Ja, ich hatte eine Menge schlechter Zeiten in den 60ern. Wir lagen oft im Bett, haben uns gefragt, was los ist, und fühlten uns ziemlich paranoid. Wahrscheinlich wegen der ganzen Drogen. Eines Nachts hatte ich einen Traum von meiner Mutter. Sie starb, als ich 14 war, also hatte ich wirklich eine ganze Weile nichts von ihr gehört, und es war sehr gut. Es gab mir etwas Kraft. In meiner dunkelsten Stunde kam Mutter Mary zu mir.“

Paul McCartney im Musikmagazin Musician, Ausgabe Oktober 1986

Hitparadenplatzierungen[Bearbeiten]

  • USA: vom 28. März 1970 bis zum 22. Mai 1970: acht Wochen, höchste Platzierung: Platz 1 am 11. April 1970 für drei Wochen
  • Großbritannien: vom 14. März 1970 bis zum 17. April 1970: fünf Wochen, höchste Platzierung: Platz 2 am 21. März 1970 für zwei Wochen
  • Deutschland: vom 4. April 1970 bis zum 3. Juli 1970: 13 Wochen, höchste Platzierung: Platz 2 vom 1. April 1970 für vier Wochen
  • Schweiz: vom 3. März 1970 bis zum 23. Juni 1970: 17 Wochen,[5] höchste Platzierung: Platz 1 am 10. März 1970 für sieben Wochen
  • Österreich: vom 15. April 1970 bis zum 15. Oktober 1970: 24 Wochen,[6] höchste Platzierung: Platz 1 am 15. Mai 1970 für eine Woche

Bekannte Coverversionen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mark Lewisohn: The Beatles Recording Sessions. The Official Abbey Road Studio Session Notes 1962–1970. Harmony Press, New York 1989, ISBN 0-517-57066-1, S. 170, 175, 195
  2. Interview mit Paul McCartney auf der Anthology-DVD
  3. Mark Lewisohn: The Complete Beatles Chronicle. Hamlyn, London 2006, ISBN 0-600-61001-2, S. 342
  4. Barry Miles: Many Years From Now, 1997. S. 670
  5. http://hitparade.ch/showitem.asp?interpret=The+Beatles&titel=Let+It+Be&cat=s
  6. http://austriancharts.at/showitem.asp?interpret=The+Beatles&titel=Let+It+Be&cat=s