SV Ried

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Die Sportvereinigung Ried ist ein Fußballverein aus der oberösterreichischen Stadt Ried im Innkreis in Österreich und spielt derzeit (Saison 2007/08) in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga.

SV Ried
Logo
Voller Name SV Josko Fenster Ried
Spitzname(n) Die Innviertler
Die Wikinger
Gegründet 5. Mai 1912
Vereinsfarben Schwarz-Grün
Stadion Fill Metallbau Stadion
Plätze 7.680
Präsident Johann Willminger
Trainer Georg Zellhofer
Liga Bundesliga
2007/08 7. Platz
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Allgemeines

Unter Miteinbeziehung des Sponsors trägt der Verein derzeit den offiziellen Namen SV Josko Fenster Ried. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Grün. Die frühere Heimstätte der SV Ried ist das Stadion der Stadt Ried, seit Oktober 2003 werden die Spiele im neu erbauten Fill Metallbau Stadion gespielt, welches Platz für 7680 Zuschauer bietet. Mit dem Gewinn des Meistertitels der Ersten Liga in der Saison 2004/05 wurde die SV Ried wieder erstklassig und spielt seither in der Bundesliga.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Anfänge des Vereins

Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955 unterbrochen durch die Weltkriege in der oberösterreichischen 1. und 2. Klasse. Im Jahr 1919 wurde der Verein in SV Germania Ried umbenannt. Diese Umbenennung wurde jedoch im selben Jahr rückgängig gemacht. Im Jahre 1955 gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man allerdings vier Jahre später wieder in die 1. Klasse West abstieg. Im Jahre 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, im Jahr 1970 der weitere Aufstieg in die 2. Landesliga, wo man bis zum Aufstieg in die 1. Landesliga im Jahr 1976 immer vorne mitspielte und nie schlechter als 5. wurde.

[Bearbeiten] Fußballwunder Ried

Bis 1991 spielte die SV Ried in der 1. Landesliga, wurde 1986 Vizemeister sowie Innviertler-Cupsieger und Oberösterreichischer Landes-Cupsieger. In den Jahren 1988 und 1990 wurde man bereits zweimal Meister, schaffte jedoch den Aufstieg in die damalige 2. Division der Österreichischen Bundesliga in den notwendigen Qualifikationsspielen nicht. In beiden Jahren scheiterte man im Relegationsturnier am Kärntner Verein Wolfsberger AC. Im Jahre 1991 konnte die SV Ried den 3. Landesmeistertitel feiern und krönte die Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Im Relegationsturnier setzte sich die SV Ried gegen SVL Flavia Solva (Steiermark) und SVG Bleiburg (Kärnten) durch. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Klaus Roitinger, damals noch Spielertrainer, der durch spätere Erfolge und Vereinstreue zu einer Art Kulttrainer avancierte, mit 2 Toren im entscheidenden Spiel gegen Flavia Solva, welches die SV Ried vor der Rekordkulisse von 5000 Zusehern mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Nach 4 Jahren in der zweiten österreichischen Spielklasse gelang als Zweitplatzierter der 2. Division über die Relegation gegen den Neunten der 1. Division, den FC Linz, am 24. Juni 1995 der Aufstieg in die höchste Liga Österreichs. In den Medien war stets vom "Fußballwunder Ried" zu lesen.

[Bearbeiten] Bundesligaaufstieg und Cupsieger

Von 1995 bis 2003 spielte die SV Ried in der 1. Bundesliga und belegte bis auf den allerletzten Spieltag 2003 nie einen Abstiegsplatz. Im Jahr 1998 wurde die SV Ried ÖFB-Cupsieger, wobei im Finale der SK Sturm Graz mit 3:1 (2:0) bezwungen wurde. Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger konnte man MTK Budapest aus dem Wettbewerb werfen und sogar gegen Maccabi Haifa einen 2:1-Heimsieg erringen. Die Heimspiele im Europapokal wurden im Stadion der Stadt Linz ausgetragen, da das alte Rieder Stadion nicht genügend Sitzplätze besaß. Im Rückspiel unterlag die SV Ried Maccabi Haifa jedoch mit 1:4 und schied aus. Im Jahre 2003 stieg die SV Ried in einem kuriosen Finish in die Erste Liga ab, erhielt aber mit dem Fill Metallbau Stadion auch ein neues bundesligataugliches Stadion, welches 7.680 Zusehern Platz bietet.

[Bearbeiten] Wiederaufstieg und Topplatzierungen

Am 27. Mai 2005 fixierte die SV Ried mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen den Kapfenberger SV in der 36. und letzten Saisonrunde den Wiederaufstieg in die Österreichische Bundesliga. Torschützenkönig wurde Sanel Kuljic mit 34 Treffern, was einen Rekord seit Bestehen der Zehnerliga bedeutete. Darüber hinaus gelang der SV Ried ein neuer Punkterekord in der Ersten Liga mit 77 Punkten. Dieser Meistertitel ist der Erste seit dem Landesliga-Titel in der Saison 1990/91.

Mit einem Vereinsbudget von nur 3,2 Millionen Euro war die SV Ried in der Saison 2005/06 jener Verein der Bundesliga, der über die gerinsten finanziellen Mittel verfügte. Trotzdem entwickelte sich die SV Ried zu einer Fußball-Großmacht im Fill Metallbau Stadion. Zwischen dem 10. September 2004 (0:2 gegen den FC Kärnten) und dem 8. April 2006 musste die SV Ried in 27 Pflichtspielen der ersten und zweiten Liga keine Heimniederlage im neuen Stadion hinnehmen. Diese Serie endete am 8. April 2006 mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den ASKÖ Pasching. Trotz Beendigung dieser Serie schaffte die SV Ried in der Saison 2005/06 unter Trainer Heinz Hochhauser mit dem 4. Platz in der Bundesliga die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich damit für den UI-Cup. Im UI-Cup 2006 konnte die SV Ried sowohl Dinamo Tiflis (3:1/1:0) als auch den FC Tiraspol (Moldawien) (3:1/1:1) aus dem Bewerb werfen und erreichte damit die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Hier brachte das Los den FC Sion aus der Schweiz als Gegner. Die SV Ried scheiterte jedoch nach einem 0:0 in Ried und einer 0:1 Niederlage in Genf knapp an der letzten Hürde zum Einzug in die erste Runde des UEFA-Cup-Hauptbewerbs. Torschütze für den FC Sion war per Foulelfmeter Ex-Ried-Goalgetter Sanel Kuljic, der erst wenige Wochen zuvor in die Schweiz gewechselt war.

In der Bundesligasaison 2006/07 lag Ried nach anfänglichen Problemen, für die auch Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde, zeitweise auf dem letzten Tabellenplatz. Mit einer beachtlichen Aufholjagd (unter anderem zwölf ungeschlagene Spiele in Folge im Herbst, Siege in allen sieben Heimspielen im Frühjahr sowie fünf Siege in den letzten fünf Meisterschaftsspielen) konnte sich die SV Ried in der Tabelle wieder vorarbeiten und beendete die Saison auf dem 2. Platz – wofür ebenfalls Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde. Der Vizemeistertitel ist für die SV Ried, neben dem ÖFB-Cupsieg 1998, der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Für die Bundesligasaison 2007/08 konnte die Stammmannschaft größtenteils gehalten werden, verstärkt hat man sich auf dem Transfermarkt überwiegend mit jungen Hoffnungsträgern. Nach einem erneuten Fehlstart mit einer Heimniederlage gegen den SV Mattersburg wurden die beiden darauffolgenden Auswärtsspiele gegen den SC Rheindorf Altach und den SK Austria Kärnten gewonnen. Dies bescherte der SV Ried nach dem dritten Spieltag kurzzeitig die Tabellenführung, das Auf und Ab der Leistungen ging aber weiter. Das zweite Ligaheimspiel wurde gegen Austria Wien mit 0:1 verloren, das entscheidende Tor erzielte mit Sanel Kuljic ausgerechnet der frühere Rieder Torschützenkönig. Trotzdem wurde Sanel Kuljic noch während des Spiels von vielen Ried-Fans für seine früheren Verdienste für die SV Ried gefeiert. In der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation 2007/08 warf die SV Ried mit einem Gesamtscore von 4:3 (3:1/1:2) Neftçi Baku (Aserbaidschan) aus dem Bewerb. Als Gegner in der zweiten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation wurde, wie schon im Jahr zuvor, der FC Sion aus der Schweiz zugelost. Nach einem für die SVR glücklichen 1:1 im Hinspiel in Ried waren die Rieder beim Rückspiel in Genf chancenlos und kassierten eine 0:3-Niederlage. Am 22. Oktober 2007 wechselte Trainer Helmut Kraft nach kurzen Verhandlungen und aus familiären Gründen als Sportdirektor zum FC Wacker Innsbruck. Zu diesem Zeitpunkt lag seine ehemalige Mannschaft nach einem 3:0 Derbysieg gegen den LASK Linz auf dem 6. Tabellenplatz. Thomas Weissenböck und Gerhard Schimpl, die bisherigen Co-Trainer, übernahmen zusammen auf unbestimmte Zeit interimistisch den vakanten Trainerposten. Im Dezember 2007 wurde Thomas Weissenböck als Cheftrainer für die Früjahrssaison 2008 bestellt. Nach einer Netagivserie der SV Ried (unter anderem nur ein Punkt aus zwölf Auswärtsspielen) wurde Trainer Thomas Weissenböck am 6. April 2008, drei Runden vor Meisterschaftsschluss, beurlaubt. Michael Angerschmid übernahm für die letzten 3 Saisonpiele das Training. Die SV Ried schloss die turbulente Saison 2007/08 auf dem 7. Platz ab.

Am 8. Mai 2008 gab der Verein bekannt, dass der 47-jährige ehemalige Pasching-, Rapid- und Austria-Wien-Trainer Georg Zellhofer einen Zweijahresvertrag erhält.

[Bearbeiten] Titel und Erfolge

  • Oberösterreichischer Landescupsieger: 1927, 1986
  • Meister 1. Landesliga Oberösterreich: 1988, 1990, 1991
  • Erstmaliger Aufstieg in die oberste österreichische Spielklasse (damals 1. Division): 1995
  • Österreichischer Cupsieger: 1998
  • Meister Erste Liga und damit Aufstieg in die Bundesliga: 2005
  • Österreichischer Vizemeister: 2007
Sponsorenlogo JOSKO
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[Bearbeiten] bisherige Hauptsponsoren

[Bearbeiten] Jugendarbeit

Die Jugendarbeit wird bei der SV Ried groß geschrieben. Ried beherbergt das BNZ Ried (Fußballakademie Oberösterreich West), welches die Nachwuchsgruppen beginnend ab der U15 (unter 15 Jahren) bis zur U19 und der Amateurmannschaft betreut. Das besondere an dieser Fußballakademie ist dass die Nachwuchsspieler auch eine fundierte Schulausbildung bekommen. Dafür wird mit verschiedenen Schulen der Stadt Ried im Innkreis kooperiert, insbesondere mit der Sport-HAK (Handelsakademie) Ried.

[Bearbeiten] Aktueller Kader der SV Ried

[Bearbeiten] Spielerkader für die Saison 2007/2008

Name Rückennummer Nationalität Letzter Verein
Torwart
Hans-Peter Berger 01 Österreicher LASK Linz
Thomas Gebauer 24 Deutscher SpVgg Bayreuth
Hubert Auer 33 Österreicher FC Lustenau
Abwehr
Christoph Jank 02 Österreicher FC Red Bull Salzburg
Pa Saikou Kujabi 03 Gambese Grazer AK
Oliver Glasner (Vizekapitän) 05 Österreicher LASK Linz
Tomasz Rząsa 06 Pole ADO Den Haag
Ernst Dospel 17 Österreicher FK Austria Wien
Ewald Brenner 18 Österreicher SV Austria Salzburg
Thomas Burgstaller - Österreicher FC Lustenau
Mittelfeld
Bozo Kovacevic 07 Österreicher ASKÖ Pasching
Daniel Toth 08 Österreicher SC Neusiedl am See
Sebastian Martinez 10 Österreicher SK Rapid Wien
Harun Erbek 13 Österreicher FC Lustenau 07
Herwig Drechsel (Kapitän) 16 Österreicher Grazer AK
Peter Hackmair 19 Österreicher AKA OÖ West
Anel Hadzic 20 Bosnier AKA OÖ West
Mario Illibauer 22 Österreicher FC Andorf
Aleksandar Stanisavljevic 23 Serbe AKA OÖ West
Jürgen Pichorner 28 Österreicher FC Red Bull Salzburg
Daniel Hofer - Österreicher SV Bad Aussee
Angriff
Rade Djokic 11 Bosnier Grazer AK
Hamdi Salihi 14 Albaner SK Tirana
Muhammet Akagündüz 15 Österreicher Hellas Verona
Manuel Schmidl 25 Österreicher SV Neuhofen/SV Ried II
Andreas Bammer - Österreicher SC Schwanenstadt

[Bearbeiten] Trainerteam der SV Ried

Name Aufgabe Nationalität Letzter Verein
Georg Zellhofer Cheftrainer Österreicher FK Austria Wien
Gerhard Schimpl Co-Trainer Österreicher SK Rapid Wien
Vlado Cvjetkovic Tormanntrainer Bosnier AKA OÖ West
Michael Angerschmid Amateurtrainer Österreicher SV Ried

[Bearbeiten] Bekannte ehemalige Spieler

Legenden 90er Jahre Cuphelden '98 Jüngere Vergangenheit Nachwuchsspieler

[Bearbeiten] Europacupergebnisse

Jahr Bewerb Gegner Hinspiel Rückspiel Resultat
1996/1997 UI-Cup (Gruppenphase) Polen Zagłębie Lubin / / 1:2 (A)
1996/1997 UI-Cup (Gruppenphase) Dänemark Silkeborg IF / / 0:3 (H)
1996/1997 UI-Cup (Gruppenphase) Wales Conwy FC / / 2:1 (A)
1996/1997 UI-Cup (Gruppenphase) Belgien Sporting Charleroi / / 1:3 (H)
1997/1998 UI-Cup (Gruppenphase) Griechenland Iraklis Saloniki / / 3:1 (H)
1997/1998 UI-Cup (Gruppenphase) Malta FC Floriana / / 2:1 (A)
1997/1998 UI-Cup (Gruppenphase) Georgien FC Olimpi Rustavi / / 1:3 (H)
1997/1998 UI-Cup (Gruppenphase) Russland Torpedo Moskau / / 0:2 (A)
1998/1999 Cup der Cupsieger (Runde 1) Ungarn MTK Budapest 1:0 (H) 2:0 (A) 3:0
1998/1999 Cup der Cupsieger (Runde 2) Israel Maccabi Haifa 2:1 (H) 1:4 (A) 3:5
2000/2001 UI-Cup (Quali 1) Georgien WIT Georgia Tiflis 0:1 (A) 2:1 (H) 2:2*
2006/2007 UI-Cup (Quali 2) Georgien Dinamo Tiflis 3:1 (H) 1:0 (A) 4:1
2006/2007 UI-Cup (Quali 3) Moldawien FC Tiraspol 3:1 (H) 1:1 (A) 4:2
2006/2007 UEFA-Cup (Quali 2) Schweiz FC Sion 0:0 (H) 0:1 (A) 0:1
2007/2008 UEFA-Cup (Quali 1) Aserbaidschan Neftchi Baku 3:1 (H) 1:2 (A) 4:3
2007/2008 UEFA-Cup (Quali 2) Schweiz FC Sion 1:1 (H) 0:3 (A) 1:4

* Wegen Auswärtstorregel ausgeschieden

[Bearbeiten] Weblinks

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