Thomas Diethart

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Thomas Diethart Skispringen
Thomas Diethart 2014

Thomas Diethart 2014

Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 25. Februar 1992
Geburtsort Tulln an der DonauOsterreichÖsterreich Österreich
Karriere
Verein UVB Hinzenbach
Nationalkader seit 2007
Debüt im Weltcup 3. Januar 2011
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
EYOF-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2014 Sotschi Mannschaft
European Youth Olympic FestivalVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Silber 2009 Szczyrk Team
Platzierungen
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 8. (2013/14)
 Vierschanzentournee 1. (2013/14)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 2 0 1
 Team 2 0 1
letzte Änderung: 24. März 2014

Thomas Diethart (* 25. Februar 1992 in Tulln an der Donau) ist ein österreichischer Skispringer. Er absolvierte eine Lehrausbildung im Lehrberuf Industriekaufmann und besuchte 3 Jahre lang die Landesberufsschule Mitterdorf im Mürztal.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Diethart erreichte am 19. Januar 2008 in Eisenerz bei seinem Debüt im FIS-Cup den 23. Platz. Einen Tag später belegte er bereits den 13. Platz. Bis in die Saison 2008/09 folgten weitere Einsätze im FIS-Cup, wo ein 2. Platz am 4. März 2009 im japanischen Zaō sein bestes Ergebnis war. Zudem sprang er im Alpencup.

Am 3. Juli im slowenischen Velenje gab er im Skisprung-Continentalcup sein Debüt und belegte am Ende den 5. Platz. Am nächsten Tag wurde er in Kranj 16. Am 5. Juli schaffte er mit einem zweiten Platz sein bis dato bestes Ergebnis im Continentalcup. Es folgten weitere Einsätze und am Ende erreichte er den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Am 12. September 2009 gewann er den Alpencup in Einsiedeln, Schweiz.

Im Dezember 2009 startete Diethart mehrmals im Alpencup und schaffte es kein einziges Mal unter die besten zehn. Am 23. Januar 2010 und dem 24. Januar 2010 trat er wieder im Continentalcup an und verpasste bei beiden Springen den 2. Durchgang. Am 13. Februar 2010 belegte er im FIS-Cup in Villach (Österreich) den 5. Platz. Anschließend gewann er in dieser Saison noch zwei Alpencups.

Im Juli 2010 folgten Einsätze im Continentalcup und im FIS-Weltcup in Villach. Aufgrund der Erfolge wurde er Ende August im japanischen Hakuba erstmals im Skisprung-Grand-Prix eingesetzt. In der Qualifikation wurde er zwar disqualifiziert, da aber nur 32 weitere Springer teilnahmen, konnte er trotzdem an den beiden Springen teilnehmen. Am 28. August belegte er den 35. Platz von 43 Springern. Einen Tag später belegte Diethart den 36. und damit letzten Platz, da der Kasache Jewgeni Ljowkin disqualifiziert wurde. In diesem Sommer folgten noch Einsätze im Continentalcup, wo er in Oslo zweiter wurde. Beim Grand Prix in Liberec schaffte er die Qualifikation und belegte am 1. Oktober den 44. Platz.

Im Dezember 2010 gewann er erneut einen Alpencup, diesmal im österreichischen Seefeld. Beim 3. Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck wurde Diethart in der nationalen Gruppe nominiert. Am 2. Januar 2011 qualifizierte er sich durch den 38. Platz in der Qualifikation für den Wettkampf. Am nächsten Tag gewann er als 28. erstmals in seiner Karriere Weltcuppunkte. Er profitierte dabei von der Disqualifikation des Bulgaren Wladimir Sografski, gegen den er im K.-o.-Durchgang verloren hatte. Am 6. Februar 2011 gewann er in Brotterode erstmals ein Springen im Continentalcup.[2]

Diethart erzielte im Sommer und im Dezember 2013 fünf Top-Ten-Resultate im Continentalcup, darunter ein dritter Platz am 21. September 2013 in Klingenthal, so dass er für die Weltcup-Veranstaltung in Engelberg im Dezember 2013 nominiert wurde. Nach fast drei Jahren Weltcup-Abstinenz und Teilnahmen an unterklassigen Wettbewerben qualifizierte sich Diethart dort für die Hauptwettbewerbe, die er mit einem vierten und einem sechsten Rang beendete. Den ersten Podiumsplatz bei einem Weltcup-Springen erreichte er in der folgenden Woche während der Vierschanzentournee in Oberstdorf mit Platz 3. Beim zweiten Springen der Vierschanzentournee, dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, knüpfte er an seinen dritten Platz im ersten Springen an und gewann deutlich vor seinem Teamkollegen Thomas Morgenstern und Simon Ammann aus der Schweiz. Er erzielte damit in seinem sechsten Wettbewerb im FIS-Weltcup seinen ersten Sieg.[3] Nach einem fünften Platz bei nur einem gewerteten Durchgang in Innsbruck gelang Diethart beim letzten Tourneespringen in Bischofshofen sein zweiter Weltcupsieg, womit er sich gleichzeitig den Gesamtsieg der Vierschanzentournee sicherte.

Am 18. Januar 2014 belegte er beim Mannschaftsspringen im polnischen Zakopane Platz drei mit dem österreichischen Team und erreichte damit seine erste Mannschafts-Podestplatzierung im Weltcup.[4]

Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi erreichte er im Teambewerb zusammen mit Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer und Michael Hayböck den 2. Platz und auf der Normalschanze den vierten Platz.

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2010/11 075. 03
2013/14 08. 0666

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 1. Januar 2014 Garmisch-Partenkirchen Deutschland
2. 6. Januar 2014 Bischofshofen Österreich

Weltcupsiege mit der Mannschaft[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 1. März 2014 Lahti Finnland
2. 22. März 2014 Planica Slowenien

Vierschanzentournee[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2010/11 46. 0302,6
2013/14 01. 1012,6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Diethart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage der LBS Mitterdorf
  2. Ergebnis bei www.berkutschi.com, abgerufen am 22. November 2011.
  3. FIS-Athletendatenbank: Weltcupergebnisse von Thomas Diethart, abgerufen am 9. Januar 2014.
  4. „Prevc sichert Sieg für Slowenien“ auf www.berkutschi.com, abgerufen am 24. Januar 2014.