Woldert

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Woldert
Woldert
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Woldert hervorgehoben
50.6027777777787.6480555555556255Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 5,03 km²
Einwohner: 599 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57614
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 078
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.woldert-online.de
Ortsbürgermeister: Volker Otto
Lage der Ortsgemeinde Woldert im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild

Woldert ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt ein wenig abseits der großen Verkehrsadern östlich von Puderbach am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Woldert liegt beiderseits des Dreisbachs, der nach Südwesten zum Holzbach entwässert.

Zur Gemeinde Woldert gehören die Ortsteile Woldert und Hilgert sowie der Wohnplatz Haus Osterberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Beide zur Gemeinde gehörenden Dörfer gehören zu den sogenannten Rodungsorten. Woldert hieß im Jahr 1324 Nyderwoltroyde, es muss also damals ein „Niederwoldert“ und ein „Oberwoldert“ gegeben haben. Im Jahr 1478 wird Woldert Wolterote genannt, später Wolderoth. Hilgert hieß 1376 „Hilgerrode“.

Wegen der Zugehörigkeit zur Grafschaft Wied besaßen die Walpoden von Reichenstein in Woldert Ländereien (1478). Im Jahre 1582 hatte Woldert acht und Hilgert vier Häuser.

Woldert gehörte bis 1806 zur Grafschaft Wied-Runkel, 1815 kam die Gemeinde zur neu gebildeten preußischen Provinz Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz). Woldert gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Niederwambach im Kreis Neuwied. Im Jahr 1927 wurde diese umbenannt in Amt Niederwambach und 1937 mit dem Amt Puderbach vereinigt. Seitdem gehörte Woldert verwaltungsmäßig zu Puderbach.

Die Mühle in Hilgert bestand bereits im 17. Jahrhundert und war eine gräflich-wiedische Bannmühle. Zum Mühlenbann gehörten die Dörfer Hilgert, Woldert, Weroth und Dendert. Nach einer Pachturkunde aus dem Jahr 1690 musste der Pächter jährlich 110 Reichstaler an Pacht zahlen. Der Mühlenbann wurde 1845 aufgehoben und der Fürst zu Wied verkaufte die Mühle für 1.505 Taler.

Die heutige Gemeinde entstand am 16. März 1974 durch Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Woldert (435 Einwohner) und Hilgert (68).[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Woldert, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 169
1835 241
1871 308
1905 359
1939 398
Jahr Einwohner
1950 442
1961 431
1970 537
1987 494
2005 642

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Woldert besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Rechts in Silber vier rote Schrägbalken, belegt von einem stehenden, nach links schauenden Pfau; links in Rot zwei silberne Ähren und unten, in eingeschweifter Spitze, in Silber ein rotes Mühlrad mit acht Speichen und acht Schaufeln.“

Die Wappenfarben Rot ind Silber sowie der Pfau deuten darauf hin, dass Woldert früher zur Grafschaft Wied gehörte, es sind die Farben der Grafen von Wied-Isenburg-Braunsberg. Die Ähren zeigen an, dass in der Gemeinde Woldert die Landwirtschaft dominierte. Mit dem Mühlrad wird angezeigt, dass sich in beiden zur Gemeinde gehörenden Dörfern Getreidemühlen befanden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Dierdorf an der A 3. Der nächstgelegene ICE-Bahnhof ist in Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Woldert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 33 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 201 (PDF; 2,1 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen