Kasbach-Ohlenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Neuwied | |
| Verbandsgemeinde: | Linz am Rhein | |
| Höhe: | 194 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,78 km² | |
| Einwohner: |
1.387 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 290 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53547 | |
| Vorwahl: | 02644 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NR | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 38 501 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Am Schoppbüchel 5 53545 Linz am Rhein |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Dieter Sander (FWG) | |
| Lage der Ortsgemeinde Kasbach-Ohlenberg im Landkreis Neuwied | ||
Kasbach-Ohlenberg ist eine Ortsgemeinde im Norden von Rheinland-Pfalz, dicht an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Sie gehört der Verbandsgemeinde Linz am Rhein an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Gemeinde liegt rechtsrheinisch an der B 42, etwa auf halbem Weg zwischen Köln und Koblenz. Das Gemeindegebiet Kasbach-Ohlenbergs erstreckt sich vom Rhein (Ortsteil Kasbach) bis auf die Vorberge des Westerwaldes (Ortsteile Ohlenberg und Erl).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zu Kasbach-Ohlenberg gehören folgende Ortsteile:
- Kasbach
- Ohlenberg
- Erl
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Erpel im Westen und Norden, Linz am Rhein im Norden und Osten sowie Ockenfels, erneut Linz am Rhein und das auf der gegenüberliegenden Rheinseite liegende Remagen im Süden.
[Bearbeiten] Geschichte
Auf den nahe gelegenen Bergen Hummelsberg und Asberg wurden Ringwälle aus der Zeit vor der Zeitenwende gefunden. Es wird angenommen, dass in dieser Zeit bereits Menschen hier siedelten.
Der durch die Gemeinde fließende Kasbach kennzeichnete schon im Mittelalter den Beginn der Grenze zwischen dem im Süden liegenden Engersgau und dem Auelgau im Norden. Aus der Gaugrenze wurde später die Grenze zwischen den Erzbistümern Trier und Köln. Noch heute bildet der Kasbach die Grenze zwischen dem Bistum Trier und dem Erzbistum Köln und bis 1935 war Kasbach geteilt in dem zum Amt Linz zählenden „Obercasbach“ und dem zum Amt Unkel gehörenden „Niedercasbach“.
Die Gemeinde Kasbach-Ohlenberg wurde am 1. Januar 1976 aus den aufgelösten Gemeinden Kasbach und Ohlenberg neu gebildet.[2]
[Bearbeiten] Kasbach
Die erste urkundliche Erwähnung Kasbachs erfolgte in einem Tauschvertrag der Abtei Prüm aus dem Jahr 882, wenig später mit dem Namen „Casbach“ auch im Prümer Urbar von 893. In einer Urkunde des Erzbischofs Hildolf von Köln aus dem Jahr 1076 wird die Schenkung eines Hofs in „Casbach“ erwähnt.
Es muss schon früh eine Kapelle in Kasbach (Linzer Seite) bestanden haben, weil davon berichtet wird, dass diese um 1633 einstürzte. Gemeinsam von den zu Trier und den zu Köln gehörenden Katholiken wird eine neue Kapelle gebaut und St. Michael geweiht. Die jetzige Kasbacher Kirche wurde 1905 gebaut und ist der Heiligen Maria Magdalena geweiht.
[Bearbeiten] Ohlenberg
Aus einer Schenkung der Gräfin Mechthild von Sayn geht hervor, dass sie im Jahr 1250 ihre Besitzungen, zu denen auch Ohlenberg gehörte, dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden vermachte. Seitdem gehörte Ohlenberg weltlich bis 1803 zu Kurköln, der Erzbischof von Trier blieb das kirchliche Oberhaupt. Die erste Erwähnung Ohlenbergs erfolgte im Jahr 1262.
Die Reformationsbestrebungen des Kölner Erzbischofs Hermann V. von Wied in den 1540er Jahren hatten auch Auswirkungen auf die kurkölnische Stadt Linz am Rhein und das Kirchspiel. In den heftigen Auseinandersetzungen bekannten sich die Bürger von Ohlenberg und Ockenfels sowie ein Teil des Stadtrates von Linz zu den Neuerungen der Reformation. Nach der Absetzung des Kurfürsten mussten sie zum alten Glauben zurückkehren.
In Ohlenberg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert eine Kapelle gebaut, die dem Heiligen Nikolaus geweiht war. In der Taxa generalis, einer Art Bestandsaufnahme des Erzstifts Trier, wurde eine Kapelle um 1380 genannt. Im Jahr 1903 erfolgte der Neubau im neuromanischen Stil. Von der alten Kirche sind ein Teil des Chors aus dem 13. Jahrhundert und der Turm aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Am 6. Dezember 2009 erhielt die Kirche vier Glocken der Glockengießerei der Abtei Maria Laach in den Tönen b1, d2, f2 und g2 (Salve-Regina-Motiv); die beiden kleineren Glocken wurden am 10. Oktober 2009 in Erl auf dem freien Feld gegossen. Abgesehen von modernen Hilfsmitteln zum Schmelzen der Bronze erfolgte der Glockenguss im traditionellen Lehmform-Verfahren.
Außerdem befindet sich in der Kirche die erste Glocke, die in der Werkstatt des späteren "Bochumer Vereins für Gußstahlfabrikation" im Jahre 1852 gegossen wurde. Neuerlich wurde sie außer Dienst gestellt, renoviert und bekam einen Ehrenplatz in der Kirche. Zu besonderen Anlässen kann sie mittels Seil angeschlagen werden. Ihr Schlagton lautet g2.
[Bearbeiten] Erl
Erl wurde erstmals im Jahr 1257 urkundlich erwähnt. Gerhard von Rennenberg schenkte 1270 dem von ihm Anfang des 13. Jahrhunderts gegründeten Kloster St. Katharinen seine Liegenschaften in Erl, die als „eyn kostlich hoiff“ bezeichnet.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Kasbach-Ohlenberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]
| Wahl | SPD | CDU | FWG Kasbach-Ohlenberg | FWG Ohlenberg | Gesamt |
| 2009 | 2 | 5 | 5 | 4 | 16 Sitze |
| 2004 | 3 | 4 | 5 | 4 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Das Wappen ist geteilt und zeigt oben, gespalten durch einen Wellenpfahl, vorn ein schwarzes und hinten ein rotes Balkenkreuz; der Wellenpfahl wird am Fußende von je zwei Sechsecksäulen flankiert; die untere Hälfte des Wappenschildes zeigt in Rot vorn eine goldene Traube, hinten eine goldene Ähre.
Erläuterung: Der Wellenpfahl deutet auf den Kasbach und seine Funktion als Grenzbach zwischen dem Erzbistum Köln (schwarzes Balkenkreuz) und Erzbistum Trier (rotes Balkenkreuz) hin. Die Sechsecksäulen symbolisieren die Basaltsteinbrüche in der Gemeinde und weisen auf deren wirtschaftliche Bedeutung hin. Die Weintraube und die Ähre deuten auf die Haupterwerbsquellen in den früheren Jahrhunderte hin. Der rote Grund weist auf die Verbundenheit der Gemeinde mit der Stadt Linz am Rhein hin.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 181 (PDF)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat [1]
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